VW: Wer sind die wahren Schuldigen?

Dienstag, 20.09.2016 03:08

Kommentar von Mark de Groot

Lieber Leser,

die Details des Dieselskandals sind nach wie vor ein gut gehütetes Geheimnis. Wer hat die Manipulationen durchgeführt? Wer hat den Auftrag dazu gegeben? Wer hat von den Vorgängen gewusst und die Schuldigen gedeckt? Bisher hüllt sich VW in Schweigen, was die internen Ermittlungen ergeben haben. Doch ein Kronzeuge in den USA könnte nun Licht in die Angelegenheit bringen.

Ingenieur legt Geständnis ab

Der 62-jährige VW-Ingenieur James Liang hat in der vergangenen Woche gegenüber den US-Justizbehörden ein Schuldanerkenntnis abgegeben. Der Mann ist seit über 30 Jahren für Volkswagen tätig. Für die Ermittlungsbeamten könnte seine Aussage Gold wert sein, um den Skandal aufzuklären.

Laut seiner Aussage war er nach 2008 maßgeblich an der Entwicklung der manipulierten Software beteiligt. Liang ist offensichtlich auch bereit, Mitwisser zu benennen. Um wen es sich dabei handelt, ist aber bisher noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen.

Geständnis erhöht Druck auf VW

Dieses Geständnis wird den Druck auf den VW-Konzern nochmals erhöhen, selber Ross und Reiter zu benennen. Bekanntlich hat der Konzern eine externe Rechtsanwaltskanzlei mit firmeninternen Ermittlungen beauftragt. Doch statt die bisherigen Erkenntnisse zu kommunizieren, verweigerte der Vorstand bisher jede Auskunft mit dem Hinweis, es handele sich ja noch um ein schwebendes Verfahren.

Ein Geschmäckle

Das hat aber natürlich ein Geschmäckle. Denn es ist für einen außenstehenden Beobachter wenig glaubhaft, dass hier einige Ingenieure auf eigene Faust gehandelt haben könnten. Welchen Vorteil hätten sie davon gehabt? Die Vorfälle bei VW ergeben eigentlich nur Sinn, wenn Personen aus dem Topmanagement involviert waren und möglicherweise den Auftrag dazu gaben. Sollte es so gewesen sein, hätte dies selbstredend sehr unangenehme Folgen für den Konzern.

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