"Unsere Profitabilität ist zu niedrig"

Freitag, 30.09.2016 12:20 von

Der Umbau der Commerzbank (Commerzbank Aktie) wird sich nach den Erwartungen des Vorstands erst 2019 in den Geschäftszahlen niederschlagen. Zudem wurde bekannt: Der langjährige Chef der Mittelstandssparte muss gehen.

"2017 und 2018 sind zwei Übergangsjahre, die durch niedrige Rentabilität gekennzeichnet sind", sagte Commerzbank-Finanzvorstand Stephan Engels am Freitag in Frankfurt. Auf die beiden Jahre werden die 1,1 Milliarden Euro Aufwand verteilt, den die zweitgrößte deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) unter anderem für den Abbau von bis zu 9600 Stellen eingeplant hat. Auf der Kostenseite sind laut Engels erst 2019 spürbare Entlastungen zu erwarten.

Vorstandschef Martin Zielke sagte, die Commerzbank habe auf die niedrigen Zinsen reagieren müssen. "Unsere Profitabilität ist zu niedrig. Und diese Situation wird sich, wenn wir nichts tun, weiter verschärfen." Das Geschäftsmodell sei zu komplex, die Strukturen seien nicht effizient genug und die Kosten damit zu hoch.

"Unser Geschäftsmodell ist nur dann zukunftsfähig, wenn wir uns auf das besinnen, was wir besser können als der Markt. Bereiche, in denen wir nur 'mitspielen', sind nicht zukunftsfähig." Deshalb ziehe sich die Commerzbank aus Teilen des Investmentbanking zurück, sagte Zielke laut Redetext. "Wir werden uns von Geschäften, bei denen wir keinen Bezug zu unseren Kernkunden haben, trennen."

Der radikale Konzernumbau der Commerzbank schlägt sich auch im Vorstand nieder: Der langjährige Chef der Mittelstandssparte, Markus Beumer, verlässt das Institut. Beumers Vertrag werde auf seinen Wunsch zum 31. Oktober 2016 aufgelöst, teilte der Dax-Konzern am Freitag in Frankfurt mit. Der Vertrag des Managers, der seit Januar 2008 dem Commerzbank-Vorstand angehört, war erst im vergangenen Jahr bis zum 31. Dezember 2020 verlängert worden.

Die Leitung der neuen Firmenkundensparte übernimmt Michael Reuther, der derzeit das Investmentbanking führt. Es wird mit weiten Teilen der bisherigen Mittelstandssparte zusammengeführt.

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