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Über Umwege zurück in die USA

Freitag, 28.10.2016 09:20 von

Der Schutzhelm- und Brillenhersteller aus Fürth kehrt auf den US-Markt zurück. Nach einem Zukauf hofft Uvex auf lukrative Aufträge in einem Milliarden-Markt.

Zum Kennenlernen gab's Würstchen in der Nürnberger Altstadt, den Deal feierten sie vor wenigen Tagen mit Barbecue und Bier in Great Rapids im US-Bundesstaat Michigan – nach mehr als 20 Jahren Abstinenz kehrt der auf Schutzkleidung spezialisierte Familienkonzern Uvex zurück auf den US-Markt. Die Fürther, bekannt vor allem als Brillen- und Helmausrüster für Ski- und Fahrradfahrer, beteiligen sich mit zunächst 45 Prozent am Unternehmen HexArmor.

Das verschafft Firmenchef Michael Winter nach dem Verkauf der Markenrechte 1993 den Wiedereinstieg in den mehr als drei Milliarden Euro schweren US-Markt für Arbeitsschutz. HexArmor fertigt hieb- und stichfeste Handschuhe für Bau- und Ölfirmen wie Haliburton und Schlumberger (Schlumberger Aktie) und setzt knapp 37 Millionen Euro um. Unter der Marke wird Uvex seine Schutzbrillen ab Januar in den USA verkaufen. Der Zukauf soll helfen, Uvex bis 2020 auf eine halbe Milliarde Euro Umsatz zu hieven.

Firmenchef Winter sagte der WirtschaftsWoche: „In frühestens drei bis in spätestens fünf Jahren haben wir die Option, weitere Anteile bis zur Mehrheit dazuzukaufen.“  Winter und Stefan Brück, der den Teilkonzern Uvex Safety Group führt, waren schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Zukaufziel in den USA. Hintergrund: Wegen vertraglicher Verpflichtungen darf Uvex in den USA keine Arbeitsschutz-Produkte unter seinem Markennamen verkaufen.

Winter schätzt, dass dem Unternehmen so bislang jährlich Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe entgehen. Zudem könne sich das Unternehmen nicht an globalen Ausschreibungen im Öl-, Gas- oder Luftfahrtgeschäft beteiligen. Nach dem Einstieg bei HexArmor peilt Uvex nun die Teilnahme an entsprechenden Ausschreibungen an.

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