Solarmaschinenbauer: Auch sie müssen sich vor China fürchten – Isra Vision, Kuka, LPKF, NanoFocus, Pfeiffer Vacuum, Siemens, Singulus, Meyer Burger, SMA Solar

Freitag, 14.10.2016 05:56

Kommentar von Mark de Groot

Liebe Leser,

die europäische Solarbranche schlittert aufgrund des Preisdrucks aus Fernost zunehmend in die Krise. Die Ausnahme bilden derzeit die hiesigen Solarmaschinenbauer. Sie profitieren vom Photovoltaik-Boom in Fernost.

Die Frage lautet allerdings: Wie lange noch?

Marktanteil von 50 %

Chinas Solarindustrie setzt beim Equipment verstärkt auf Produkte Made in Germany. Die deutschen Ausrüster haben dadurch inzwischen einen Weltmarktanteil von 50 % erreicht. Dies schlägt sich auch in den Bilanzen nieder. Laut dem Fachverband VDMA sind die Umsätze der Mitglieder im 1. Quartal 2016 um durchschnittlich 60 % gestiegen.

Ursächlich hierfür war die hohe Nachfrage aus China speziell im 1. Halbjahr.

Die Beispiele Singulus und Meyer Burger

Aber auch in anderen Ländern wie Indien oder Russland ist die deutsche Präzisionstechnik gefragt. So konnte das krisengeschüttelte Unternehmen Singulus beispielsweise einen lukrativen Auftrag des russischen Konzerns

Hevel an Land ziehen. Singulus liefert Maschinen, mit denen sich Siliziumzellen im Nassverfahren produzieren lassen. Vereinfacht ausgedrückt: Diese Zellen fangen aufgrund einer anderen Oberflächenstruktur mehr Licht ein.

Ein weiterer Profiteur ist der Schweizer Zulieferer Meyer Burger. Der Konzern feiert mit seiner sogenannten Perc-Technologie große Erfolge. Die Solarzellen sind sowohl auf der Vorder- als auch Rückseite verspiegelt. Sie gewähren somit eine deutlich höhere Lichtausbeute pro Nutzfläche. Ein chinesischer Großkunde war von dieser Entwicklung so

begeistert, dass er gleich Maschinen und Ausrüstung im Wert von annähernd 40 Mio. Euro bestellte.

Trügerische Stimmung

Mit anderen Worten: Der Branche geht es derzeit glänzend. Doch Experten warnen, dass die Stimmung trügerisch ist. Die europäischen Hersteller haben momentan einen Technologievorsprung vor ihren chinesischen Konkurrenten, der etwa zwei bis drei Jahre beträgt. Die chinesischen Solarkonzerne besitzen jedoch sehr viel mehr Kapital und eine größere

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Es ist meiner Meinung nach absehbar, dass die Asiaten dieses Geld alsbald für strategische Ziele einsetzen werden. Entweder investieren sie das Kapital in deutsche Unternehmen oder sie ziehen in China eigene Fabriken hoch. Die Werke könnten dann in viel größerer Stückzahl produzieren. Damit würden sie sich zur ernsthaften Konkurrenz für die heimische Industrie entwickeln. Beide Szenarien sollten den Managern zu denken geben.

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