Polnische Firmen sollen sich um Pekao-Anteil bemühen

Dienstag, 06.09.2016 16:00 von

Polen will heimische Unternehmen dabei unterstützen, die Unicredit-Anteile an der polnischen Bank Pekao zu kaufen. Laut Insidern laufen Verhandlungen zwischen dem Versicherer PZU und der Hypovereinsbank-Mutter.

Polens Regierung will heimischen Staatsfirmen helfen, die Unicredit-Beteiligung an der polnischen Bank Pekao zu übernehmen. „Wir haben eine einmalige Chance, Pekao zu kaufen, und ich werde das unterstützen“, sagte Polens Minister für Staatsvermögen, Dawid Jackiewicz, am Dienstag dem Sender TVP Info. Insidern zufolge verhandelt der führende polnische Versicherer PZU über einen Deal mit der Hypovereinsbank-Mutter. Medien berichteten aber von Differenzen beim Preis.

„Wir sollten unser Engagement im Bankensektor erhöhen“, betonte Jackiewicz. Allerdings liege im Fall von Pekao die Entscheidung bei Unternehmen, die solch einen Kauf umsetzen könnten, wie PZU oder PKO BP (BP Aktie), der führenden Bank des Landes.

Die national-konservative, EU-kritische Regierung in Warschau stört sich daran, dass fast 60 Prozent der heimischen Bankenbranche von ausländischen Investoren kontrolliert wird. Dies soll geändert werden.

Italiens größtes Kreditinstitut Unicredit versucht die dünne Kapitaldecke auch mit dem Verkauf von Beteiligungen zu stärken. Dazu gehört der 40,1-Prozent-Anteil an Polens zweitgrößter Bank Pekao.

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