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Online-Dating zahlt sich für Medienkonzern aus

Donnerstag, 03.11.2016 11:00 von

Reisebörsen, Parfümerien und Dating-Portale: ProSiebenSat1-Chef Thomas Ebeling setzt noch stärker auf Online-Beteiligungen als aufs klassische TV-Geschäft. Das treibt das Betriebsergebnis des Dax-Aufsteigers in die Höhe.

Deutschlands größte private Senderkette ist in Fahrt. Aber nicht wegen der TV-Kanäle. Es sind die vielen Zukäufe von Internet-Firmen, die das Geschäft antreiben. So schoss der Umsatz von ProSiebenSat1 im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent auf 857 Millionen Euro in die Höhe.

Von den 110 Millionen Euro an zusätzlichen Erlösen stammen jedoch nur sieben Millionen von den TV-Stationen. Die Einnahmen aus der TV-Reklame legen kaum noch zu. Es sind Internet-Firmen wie das Vergleichsportal Verivox, die für das satte Plus bei ProSiebenSat1 sorgen. Vorstandschef Thomas Ebeling ist seit Jahren auf Einkaufstour im Netz. Zuletzt hat der Manager die Internet-Partnervermittlung Parship geschluckt und sich an Käuferportal.de beteiligt. „Unser Portfolio komplettiert sich immer mehr“, sagte Ebeling am Donnerstagmorgen in einer Telefonkonferenz.

Die Expansion in neue Geschäftsfelder kostet allerdings einen Haufen Geld. So blieb im dritten Quartal nur ein Überschuss von 68 Millionen Euro übrig, fünf Millionen weniger als im Vorjahr. Zudem ist das Unternehmen aus Unterföhring jetzt mit rund 2,4 Milliarden Euro verschuldet, etwa eine halbe Milliarde mehr als 2015.

Doch das stört Ebeling nicht, im Gegenteil. Er verweist vor allem auf das stramme Wachstum. „Wir bestätigen unsere positive Prognose“, unterstrich er am Donnerstag. Im laufenden Jahr soll der Umsatz um mindestens 15 Prozent klettern. Und: Unterm Strich soll mehr übrig bleiben als im Vorjahr.

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