Ölpreise steigen - Treffen in Algier weiter ohne Ergebnis

Mittwoch, 28.09.2016 18:29 von

NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch gestützt durch gesunkene US-Rohöllagerbestände zugelegt. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 46,68 US-Dollar und damit 71 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 52 Cent auf 45,18 Dollar (Dollarkurs).

Gestützt wurden die Ölpreise durch gefallene Rohöllagerbestände in den USA. Die Vorräte waren in der vergangenen Woche um 1,9 Millionen auf 502,7 Millionen Barrel (je 159 Liter) gesunken. Experten hatten hingegen mit einem Anstieg um 2,4 Millionen Barrel gerechnet. Dies ist der vierte Anstieg in Folge.

Ein Treffen von Vertretern wichtiger Förderländer in der algerischen Hauptstadt Algier brachte bisher keine Einigung auf eine Begrenzung der Fördermenge. Mit Saudi-Arabien und dem Iran rechnen zwei der wichtigsten Akteure auf dem Ölmarkt nicht mehr mit einer Übereinkunft in Algier. Vor allem Unstimmigkeiten zwischen den beiden großen ölproduzierenden Ländern hatten bisher einer Einigung auf eine Begrenzung der Fördermengen im Wege gestanden. Nicht-Opec-Mitglied Russland, ebenfalls wichtiger Ölproduzent auf dem Markt, zeigte sich bereit zu Gesprächen mit der Organisation erdölexportierender Länder (Opec)

Auch wenn es zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Einigung auf Obergrenzen bei den Fördermengen kommen sollte, geben Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) eines zu bedenken: Schon die aktuelle Fördermenge der Opec fällt höher aus als die Nachfrage auf dem Weltmarkt.

Der Preis für Opec-Rohöl ist zuletzt gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Mittwoch, dass der Korbpreis am Dienstag 42,30 US-Dollar je Barrel betragen habe. Das waren 14 Cent mehr als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der 14 wichtigsten Sorten./jsl/he