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Ölfirma OMV verkauft britische Tochter

Mittwoch, 09.11.2016 04:20 von

Die österreichische OMV trennt sich von ihrer britischen Tochter. Neuer Eigentümer wird die englische Firma Siccar Point Energy, die 904 Millionen Euro dafür ausgibt. Der Abschluss des Deals wird Anfang 2017 erwartet.

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV verkauft seine britische Tochter an die britische Firma Siccar Point Energy für umgerechnet rund 904 Millionen Euro. Das Geschäft, das rückwirkend zu Jahresanfang 2016 gilt, werde jedoch den Betriebsgewinn (Ebit) der OMV voraussichtlich um rund 350 Millionen Euro drücken, teilte das Wiener Unternehmen mit. Darin enthalten sei ein Verkaufsverlust von rund 458 Millionen Euro. Dem stehe ein erwarteter Fremdwährungsgewinn von voraussichtlich rund 100 Millionen Euro entgegen, erklärte OMV. Der Abschluss der Transaktion werde für das erste Quartal 2017 erwartet.

Der Verkaufspreis setze sich aus einer fixen Zahlung in Höhe von rund 678 Millionen Euro und einer bedingten Zahlungsverpflichtung von bis zu 113 Millionen Euro zusammen. Diese sei von der endgültigen Investitionsentscheidung über das in der Nordsee liegende Ölfeld Rosebank abhängig. Das Feld Rosebank wurde im Dezember 2004 entdeckt und liegt rund 130 Kilometer nordwestlich der Shetlandinseln in einer Wassertiefe von rund 1110 Metern. Nach dem Verkauf von 30 Prozent an die Firma Suncor Energy im Sommer hält die OMV noch 20 Prozent an dem Feld.

Darüber hinaus habe sich die OMV mit dem Käufer auf eine Kaufpreisanpassung für Investitionsaufwendungen geeinigt. Das führe zu einer weiteren Zahlung in Höhe von rund 113 Millionen Euro, da die Transaktion rückwirkend per Anfang Januar 2016 gelte. Der Abschluss des Geschäftes stehe unter dem Vorbehalt weiterer Bedingungen und aufsichtsbehördlicher Genehmigungen, hieß es. Die OMV will am Mittwoch ihre Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlichen.

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