Milliarden-Dividende für Hedgefonds

Donnerstag, 17.11.2016 16:00 von

Die Aktionäre der vor drei Jahren die Pleite gerutschten IVG wollen sich aus dem Erlös des Verkaufs des Büroimmobilien-Unternehmens OfficeFirst eine Dividende von einer Milliarde Euro genehmigen.

Der Verkauf des Büroimmobilien-Unternehmens OfficeFirst spült den Eigentümern der IVG zum ersten Mal Geld in die Kassen. Die Aktionäre der vor drei Jahren die Pleite gerutschten IVG wollen sich aus dem Erlös eine Dividende von exakt einer Milliarde Euro genehmigen, wie aus der Einladung zu einer außerordentlichen Hauptversammlung hervorgeht, die im Bundesanzeiger veröffentlicht ist. Das Aktionärstreffen ist für den 23. Dezember in Bonn angesetzt. Die IVG gehört seit ihrer Pleite rund 30 angelsächsischen Hedgefonds, die auf kurzfristigen Profit aus sind - allen voran Anchorage. Sie hatten sich in die Schulden eingekauft und diese dann in Aktien getauscht.

Der Finanzinvestor Blackstone zahlt 1,3 Milliarden Euro für die 97 Immobilien von OfficeFirst, darunter den Büro-und Hotel-Komplex "The Squaire" am Frankfurter Flughafen, wie aus der Einladung hervorgeht. Dazu kommen 1,9 Milliarden Euro Schulden, die auf den Immobilien lasten. Ein Börsengang von OfficeFirst war im Oktober abgesagt worden, weil sich nicht genügend Investoren für die Aktien fanden. Die Dividende fließt aber erst, wenn der Verkauf an Blackstone unter Dach und Fach ist. Die IVG rechnet damit für das erste Quartal 2017.

Mit der Ausschüttung hätten die Hedgefonds ihren Einsatz aber noch nicht wieder verdient, sagte ein Insider. Der IVG gehören noch das Geschäft mit geschlossenen Immobilienfonds (Triuva) sowie Öl- und Gasspeicher (Kavernen) an der Nordsee, die aber zum Teil reparaturbedürftig sind. 212 Millionen Euro aus dem Bilanzgewinn werden vorerst nicht ausgeschüttet und bleiben bei der IVG.

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