Hätte-Würde-Könnte: Allianz macht Stimmung für die Aktie

Freitag, 23.09.2016 13:44 von

Liebe Leser,

 

unter der Überschrift „Deutsche Angst kostet 200 Milliarden Euro“ hat die FAZ am Donnerstag eine halbe Seite einer Studie der Allianz gewidmet, in der es um „hätte, würde, könnte“ geht: „Wie die Allianz in ihrem aktuellen Weltreichtumsbericht ausrechnet, hätten die Deutschen allein in den vergangenen vier Jahren ohne viel Aufwand 200 Milliarden Euro mehr an Vermögen ansammeln können.“ Sie sind jetzt sicher gespannt, wie das konkret hätte vonstattengehen sollen. Ganz einfach, meint die Allianz: Sie hätten lediglich für zusätzliche 10%-Punkte ihres Vermögens Aktien kaufen müssen.

 

Es ist immer wieder das Gleiche: Nachdem die Aktienkurse deutlich gestiegen sind, wird von den großen Kapitalsammelstellen massiv Stimmung für die Aktie gemacht. Es wird ganz bewusst der Eindruck erweckt, dass die kommenden Jahre ähnliche Ergebnisse bringen werden wie die vergangenen – in diesem Fall vier Jahre. „Bull sells“, heißt es an der Wall Street bewusst doppeldeutig im Sinne von bullish und bull shit. Es ist zum Haare raufen!

                                     

Der Buffett-Indikator zeigt Ihnen die dritte Spekulationsblase in nur zwei Jahrzehnten              

 

Tatsache ist, dass sich die Finanzmärkte in einer riesigen Spekulationsblase befinden, die in vielerlei Hinsicht sogar noch größer und umfassender ist, als die beiden Blasen, die 2008 bzw. 2000 geplatzt sind. Einen sehr guten Eindruck von der Überbewertung des US-Aktienmarktes gibt Ihnen der folgende Chart. Er zeigt Ihnen eine Kennzahl, von der Warren Buffett einst sagte, sie sei der einzige makroökonomische Indikator, den jeder Anleger kennen sollte.              

 

US-Aktienmarktkapitalisierung in % des BIP, 1955 bis 2016       

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Die Aktienmärkte befinden sich in der dritten Spekulationsblase innerhalb von 20 Jahren. Auch diese Blase wird platzen, wahrscheinlich bald und mit viel Getöse.

Quelle: St. Louis Fed

             

Eine realwirtschaftliche Basis für den Höhenflug an den Aktienmärkten gab es in den vergangenen vier Jahren also nicht. Folglich sind die aufgelaufenen Kursgewinne ausschließlich spekulativer Natur. Was bedeutet: Wie gewonnen, so zerronnen! Denn sobald die Blase platzt, werden sich die Gewinne der meisten Anleger wieder einmal in heiße Luft auflösen. Ob die Allianz dann schreiben wird, dass die Deutschen die damit verbundenen Verluste ohne viel Aufwand hätten vermeiden können, indem sie statt zu spekulieren ganz konservativ gespart und womöglich Gold gekauft hätten?         

                                                                         

Die für den Börsenerfolg entscheidende Frage wird fast nie gestellt      

 

Wenn Sie dauerhaft an den Finanzmärkten erfolgreich sein wollen, dann dürfen Sie sich nicht von solchen fast schon lächerlichen Artikeln beeinflussen lassen, die Ihnen sagen, was Sie in einem im Nachhinein natürlich gut gewählten Zeitraum hätten tun müssen, um reich zu werden. An der Börse müssen Sie nach vorne schauen, anstatt mit „würde, hätte, könnte“ Ihre kostbare Zeit zu verplempern.

 

In den letzten 30 Jahren wurde ich oft gefragt: „Was halten Sie von dieser Aktie? Werden die Zinsen, die Rohstoffe, die Aktienmärkte oder der Dollar steigen oder fallen? Soll ich jetzt Gold und Silber kaufen? Wie beurteilen Sie diese oder jene Analysemethode? Rechnen Sie mit einer Rezession?“

 

Ich kann diese Fragen nur zu gut verstehen. Denn es sind Fragen, die für Sie als Anleger von großer Bedeutung sind. Deshalb suchen Sie ja wie die meisten Anleger tagaus, tagein nach Antworten auf diese oder ähnliche Fragen. Sie wollen konkrete Aktientipps mit klaren Kauf- und Verkaufsempfehlungen und interessieren sich natürlich auch für Analysemethoden, Indikatoren und Prognosemodelle. Bezeichnenderweise wird mir die für den dauerhaften Börsenerfolg alles entscheidende Frage aber nur sehr selten gestellt.     

                                                                         

Risikomanagement ist das A und O für Ihren Börsenerfolg          

 

Denn es gibt ein weiteres, gewissermaßen übergeordnetes Börsenthema, nach dem so gut wie nie gefragt wird und das kaum einmal zur Sprache kommt. Ein Thema, das so wichtig ist, dass seine Nichtbeachtung den Misserfolg an der Börse geradezu garantiert: Das Risikomanagement.

 

Denn wie wir Ihnen im ersten Teil unserer gerade erst erschienenen Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „Risikomanagement an der Börse und schwerer Vorwurf an die Fed“ zeigen, nützen Ihnen selbst die besten Analysen, Methoden und Strategien nichts, wenn diese nicht in ein sinnvolles Risikomanagement eingebettet sind.

 

Die meisten Privatanleger verlieren an der Börse Geld, das zeigen Untersuchungen. Was viele nicht wissen, der Grund dafür ist weder mangelnde Intelligenz noch fehlendes Wissen, sondern der Verzicht auf ein funktionierendes Risikomanagement.         

                                                                         

Haben Sie die Korrektur zum Kauf von Goldminenaktien genutzt?        

 

In den vergangenen Wochen habe ich Ihnen an diese Stelle mehrmals dazu geraten, die aktuelle Korrektur an den Edelmetallmärkten zum Kauf ausgewählter Gold- und Silberminenaktien zu nutzen. Wenn Sie diesem Rat noch nicht gefolgt sind, dann sollten Sie jetzt unbedingt aktiv werden. Es sieht nämlich danach aus, als sei die Korrektur vorüber.

 

Und wie schnell es in diesem attraktiven Sektor nach oben gehen kann, haben Sie in den ersten Monaten des Jahres bereits gesehen. Das war allerdings nur ein Vorgeschmack, denn die Edelmetallhausse ist noch sehr jung, und die Zentralbankbürokraten tun alles dafür, die ihnen anvertrauten Papierwährungen zu zerstören und mit ihnen wahrscheinlich sogar das gesamte Währungs- und Finanzsystem.

 

Am Mittwoch dieser Woche fand wahrscheinlich der Auftakt zur nächsten Aufwärtswelle des Edelmetallsektors statt, indem der Gold Bugs Index an diesem einen Tag mit hohen Umsätzen um stattliche 7,7% gestiegen ist. Die große Dynamik dieser Bewegung deutet in Kombination mit unseren Indikatoren darauf hin, dass die Korrektur vorüber ist. Deshalb habe ich den Lesern meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren übrigens bereits am Dienstag den Kauf einer weiteren sehr interessanten Goldminenaktie empfohlen. Der alles entscheidende und erstaunlich selten thematisierte Punkt bleibt aber auch hier:  

                                                                         

Setzen Sie bei Ihren Börsengeschäften ein sinnvolles Risikomanagement ein    

                                                                         

Wenn das bei Ihnen noch nicht der Fall sein sollte, dann dürfen Sie eigentlich keine Zeit mehr verlieren, sich in dieses für Ihren Erfolg so entscheidende Thema einzuarbeiten. Das macht vielleicht nicht so viel Spaß wie das Lesen des nächsten „1.000%-Gewinn-Tipps“, aber es zahlt sich auf Dauer aus. Zögern Sie nicht, bestellen Sie noch heute meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren, und lesen Sie, warum Risikomanagement so wichtig ist und wie Sie konkret vorgehen sollten.

 

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

 

Ihr        

 

 

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

            

P.S.: Ein wichtiger Rohstoff hat gerade ein deutliches charttechnisches Kaufsignal gegeben. Meinen Lesern habe ich daraufhin per Ad-hoc-Meldung den Einstieg empfohlen.

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der jeweilige Autor.

Über den Autor

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Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefes Krisensicher Investieren. Er hat die langfristige Goldhausse 2001 richtig vorhergesagt und in den Jahren 2000 und 2007 vor dem Platzen der Aktien- und Immobilienblase gewarnt. Jetzt prognostiziert er bei den Goldminenaktien atemberaubende Chancen. Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle) und ehemaliger Finanzanalyst einer internationalen Großbank. Weitere Informationen unter: www.krisensicherinvestieren.com