DAX® (Daily) - Charttechnisch nichts zu meckern

Dienstag, 14.02.2017 08:07 von Jörg Scherer








Charttechnisch nichts zu meckern
Dem DAX® gelang gestern ein vielversprechender Auftakt in die neue Handelswoche. Dabei
erweist sich vor allem der „doppelte Flaggenausbruch“ – kurzfristig auf Stunden- und
langfristig auf Wochenbasis – als Kurstreiber. Nachdem das Aktienbarometer das erste
Etappenziel in Form eines Schließens der Kurslücke von Ende Januar erreicht hat, rückt
nun das bisherige Jahreshoch bei 11.893 Punkten in den Fokus. Im Zusammenspiel mit
dem Hoch vom Mai 2015 bei 11.920 Punkten entsteht in diesem Dunstkreis die aus charttechnischer
Sicht letzte nennenswerte Widerstandszone auf dem Weg zum bisherigen Rekordstand von
12.391 Punkten. Bei Erreichen dieser Ziele greifen den deutschen Standardwerten die
US-Aktienindizes unter die Arme, die derzeit von einem Hoch zum nächsten eilen. Auf
der Unterseite dient dem DAX® dagegen die 38-Tages-Linie (akt. bei 11.594 Punkten)
als erste Unterstützung. Für charttechnisch wesentlich relevanter halten wir aber
weiter die Bastion bei gut 11.400 Punkten. Die hier bestehende horizontale Auffangzone
aus dem Hoch vom November 2015 sowie diversen Tiefpunkten der jüngeren Vergangenheit
wurde durch das Tief der letzten Woche (11.480 Punkte) wieder einmal bestätigt.



DAX® (Daily)
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Doppelt positive Weichenstellung
In der abgelaufenen Woche sprang der Hang Seng China Enterprises erstmals in diesem
Jahr über die Marke von 10.000 Punkten. In den letzten Monaten hatte diese Hürde nicht
nur mehrfach einen weiteren Kursanstieg ausgebremst, sondern damit hat das Aktienbarometer
eine gleich „doppelt“ positive Weichenstellung vollzogen. So hat sich über die letzten
anderthalb Jahre zum einen eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausgeprägt,
zum anderen kann die Kursentwicklung seit September 2016 als trendbestätigende Korrekturflagge
interpretiert werden (siehe Chart). Der beschriebene Ausbruch auf der Oberseite wird
dabei durch die synchronen Einstiegssignale seitens des MACD und des Aroon bestätigt.
Dank dieser Steilvorlagen sollte die 200-Wochen-Linie (akt. bei 10.350 Punkten) nur
eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Norden darstellen. Während sich aus der o.
g. Flagge ein rechnerisches Kursziel im Bereich von rund 11.150 Punkten ergibt, lässt
das größere untere Umkehrmuster sogar auf „mehr“ hoffen. Um die vielversprechende
charttechnische Ausgangslage nicht leichtfertig zu verspielen, sollte der Hang Seng
China Enterprises in Zukunft nicht mehr unter das jüngste „swing low“ bei 9.633 Punkten
zurückfallen.



Hang Seng China Enterprises (Weekly)
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Korrektur von interessantem Ausmaß!
In den letzten Wochen hat die E.ON-Aktie eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Die
Konsolidierung brachte dabei einen Pullback an eine äußerst markante Haltezone. Gemeint
ist die Kombination aus der 38-Tages-Linie (akt. bei 6,98 EUR), dem ehemaligen Abwärtstrend
seit September 2014 (akt. bei 6,94 EUR) und der Nackenlinie des zu Jahresbeginn vervollständigten
Doppelbodens (6,90 EUR). Abgerundet wird die auf diesem Niveau entstehende Kumulationszone
durch ein Fibonacci-Cluster aus zwei unterschiedlichen Retracements (6,97/89 EUR).
Übergeordnet bietet die eingangs beschriebene Verschnaufpause Anlegern eine interessante
Einstiegsgelegenheit, denn die untere Umkehr auf Basis der Mehrdekadentiefs bei 6,04/5,99
EUR hat nach wie vor Bestand. Damit hat sich auch das temporäre Abgleiten unter das
Tief vom September 2015 bei 6,21 EUR als Fehlausbruch auf der Unterseite erwiesen.
Das Kursziel – abgeleitet aus der Höhe des o. g. Doppelbodens – lässt sich auf knapp
8 EUR taxieren. Jenseits dieses Levels definieren die verschiedenen Hochpunkte des
Jahres 2016 bei rund 8,50 EUR die nächste Zielzone. Als Absicherung können Investoren
die beschriebene Kumulationszone bei knapp 7 EUR heranziehen.



E.ON (Daily)
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