Ungarn und Norwegen senken Zinsen

Auch bei zahlreichen kleinen Ländern zeigt der Zinstrend nach unten. So haben sowohl die norwegische als auch die ungarische Zentralbank ihre Leitzinsen gesenkt. Die ungarische Zentralbank hat sogar überraschend Negativzinsen eingeführt. Die Währungshüter in Budapest senkten den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld auf 1,2% von zuvor 1,35%. Parallel dazu führten sie, dem Vorbild der EZB folgend, einen Minuszins für Banken ein, die über Nacht Geld bei der Notenbank parken. In Ungarn beträgt die Strafgebühr 0,05% gegenüber minus 0,4% bei der EZB.

Die norwegische Zentralbank reduzierte ihren Leitzins um 0,25%-Punkte auf jetzt 0,5% und behielt sich weitere Senkungen im laufenden Jahr vor. Die Notenbank geht davon aus, dass der Leitzins im ersten Quartal 2017 bei rund 0,2% liegen wird. Die Aussichten für die norwegische Wirtschaft legen laut Notenbank-Gouverneur Oeystein Olsen nahe, dass der Leitzins im Laufe des Jahres noch weiter abgesenkt werden muss.

 

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Baader Bank AG
Über den Autor:
Klaus Stopp ist Head of Market Making Bonds bei der Baader Bank AG. Baader betreut an den Börsenplätzen Berlin, Frankfurt und München u.a. den Handel mit Anleihen und betreut Deutschlands führende Anleihen-Website Bondboard.
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