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„Ich weiß, wer es wird, aber ich sage es Ihnen nicht“

Dienstag, 29.11.2016 10:40 von

Nach Darstellung der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sind die Würfel in der K-Frage bei der SPD schon gefallen. SPD-Generalsekretärin Barley wünscht sich eine Urwahl. SPD-Ministerin Nahles findet das "Quatsch".

Die SPD-Spitze will sich in der Frage der Kanzlerkandidatur erst Ende Januar erklären. NRW-Ministerpräsidentin Kraft deutet jetzt allerdings an, die Würfel seien schon gefallen. „Ich weiß, wer es wird, aber ich sage es Ihnen nicht“, sagte Kraft der „Rheinischen Post“ am Montagabend in Düsseldorf. Zum Landtagswahlkampf will sie Klarheit. Kraft hatte sich vor zwei Wochen im „Tagesspiegel“ bereits für Gabriel in der K-Frage ausgesprochen.

Verschiedene SPD-Politiker diskutierten zum Wochenauftakt aber weiterhin die Kanzlerfrage - und auch über mögliche Wege den Kandidaten zu bestimmen.

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hatte am Montag erst die Möglichkeit eines Mitgliederentscheids ins Spiel gebracht. „Wenn wir mehrere Kandidierende haben, die sich zur Wahl stellen, dann werden wir eine Urwahl durchführen“, sagte sie. Auch die Jusos und die baden-württembergische SPD-Landeschefin Leni Breymaier hatten sich dafür ausgesprochen.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ist allerdings gegen eine Urwahl des SPD-Kanzlerkandidaten. Dem Berliner „Tagesspiegel“ sagte Nahles, eine Mitgliederbefragung stehe nicht zur Debatte: „Das ist Quatsch.“ Die SPD habe einen Fahrplan und der gelte: „Ende Januar wird entschieden, wer für die SPD ins Rennen geht.“ Es sei auch klar, dass Sigmar Gabriel als Parteichef das erste Zugriffsrecht habe.

Partei-Konkurrenz: Theater der SPD bei K-Frage fördert Populismus

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet wirft der SPD vor, bei der Suche nach einem Kanzlerkandidaten die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. „Wie fördert man Verdrossenheit und Populismus? Frau Kraft, weiß genau, wer SPD-Kanzlerkandidat wird und bis Februar wird Theater gespielt“, schrieb Laschet im Kurznachrichtendienst Twitter. Er spielte damit auf eine Aussage Krafts an.

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