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Gold als Absicherung gegen "Währungskrisen"

Freitag, 10.11.2017 16:01 von GodmodeTrader

London/ Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Zwischen US-Dollar-Wechselkurs und dem Goldpreis bestand lange Zeit traditionell eine inverse Beziehung. Wertete die US-Währung auf, gab der Goldpreis unmittelbar nach - und vice versa. Der Grund: Der US-Dollar gilt nach wie vor als Weltleitwährung. Kommen Zweifel an seiner Wertigkeit auf, sehen Anleger im Gold meist einen „sicheren Hafen“. Entsprechend schwindet das Interesse am Gold, wenn das Vertrauen in den US-Dollar zunimmt, und der Edelmetallpreis gibt entsprechend nach. In den letzten Jahrzehnten zeigte sich entsprechend ein im Trend abwertender US-Dollar, der einherging mit einem im Trend steigenden Goldpreis in US-Dollar.


In jüngerer Zeit war zu beobachten, dass sich die Beziehung zwischen US-Dollar-Goldpreis verschoben hat. „Obwohl der US-Dollar-Wechselkurs seit etwa 2014 aufgewertet hat, ist der Goldpreis nicht gefallen, sondern er hat sich tendenziell seitwärts bewegt“, beobachteten die Experten von Degussa. „Der Grund könnte sein, dass Gold aus Sicht vieler Anleger mehr Bedeutung als Absicherung gegen den US-Dollar gewonnen hat. „Im Zuge einer "Währungskrise" dürften Anleger vermutlich bestrebt sein, ihre wachsende Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern beziehungsweise sich gegenüber dem US-Dollar abzusichern. Ein Weg dazu ist auf "erprobtes Geld" zu setzen: auf Gold“.

Für langfristig orientierte Anleger sind Edelmetalle aus Sicht von Degussa besonders attraktiv. Vor allem auch, weil sie derzeit "relativ günstig" zu haben sind. „Die trügerische Ruhe auf den Finanzmärkten hat die Nachfrage nach Edelmetallen zum Zwecke der Portfolioversicherung eingeschläfert und deren Preise abgesenkt. Das Risiko vor Rückschlägen im Konjunkturverlauf und auf den Finanzmärkten ist allgegenwärtig“.