Top-Thema

22:34 Uhr +1,55%
Aktien New York Schluss: Beeindruckende Rekordrally für Dow und S&P 500

Eurozone: Unternehmensstimmung trübt sich überraschend ein

Montag, 05.09.2016 10:46 von

LONDON (dpa-AFX) - Die Unternehmensstimmung im Euroraum hat sich im August überraschend eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage in Unternehmen, fiel um 0,3 Punkte auf 52,9 Zähler, wie das Forschungsinstitut Markit am Montag nach einer zweiten Umfragerunde mitteilte. In einer ersten Runde war noch ein Anstieg auf 53,3 Punkte ermittelt worden. Trotz des Rückgangs liegt der Indikator klar über der Schwelle von 50 Punkten, die Wirtschaftswachstum von Schrumpfung trennt.

Eine schlechtere Stimmung zeigt die Umfrage vor allem in der größten Volkswirtschaft der Eurozone, Deutschland, an. Dort verschlechterte sich die Stimmung in der Industrie, besonders stark aber unter Dienstleistern. In Frankreich, Italien und Spanien stiegen die Indikatoren für die Dienstleister dagegen spürbar an. Die Industriestimmung war in den drei Südländern nach Zahlen vom vergangenen Donnerstag jedoch bedeutend schlechter als in Deutschland.

Markit-Chefökonom Chris Williamson sprach von einer "echten Enttäuschung". Nach wie vor sei von einem nur verhaltenen Wachstum im Euroraum auszugehen. "Die Umfrage heizt die Erwartung an, dass die Europäische Zentralbank lieber heute als morgen weitere Wachstumsanreize lanciert", sagte Williamson. Der EZB-Rat tagt in dieser Woche. Experten halten unter anderem eine zeitliche Verlängerung der bis März 2017 laufenden Wertpapierkäufe für möglich.

^Region/Index August Prognose August Vormonat (endg) (vorl)

EURORAUM Gesamt 52,9 53,3 53,3 53,2 Dienste 52,8 53,1 53,1 52,9 Verarb. Gew. 51,7 51,8 51,8 52,0

DEUTSCHLAND Dienste 51,7 53,3 53,3 54,4 Verarb. Gew. 53,6 53,6 53,6 53,8

FRANKREICH Dienste 52,3 52,0 52,0 50,5 Verarb. Gew. 48,3 48,5 48,5 48,6

ITALIEN Dienste 52,3 51,8 ---- 52,0 Verarb. Gew. 49,8 51,2 ---- 51,2

SPANIEN Dienste 56,0 54,2 ---- 54,1 Verarb. Gew. 51,0 50,9 ---- 51,0°

(Angaben in Punkten. In Italien und Spanien werden keine vorläufigen Zahlen veröffentlicht.)

/bgf/jsl/stb