Europa wird wieder attraktiv: Analyst rechnet mit Gewinnsprung 2026
Nach schwachem Jahr 2025 sieht Eurizon 2026 als Wende für Europas Aktienmärkte. Die Dollarstärke lässt nach, Exporteure profitieren und Anleger finden wieder echte Chancen in Europa.
Francesco Sedati, Head of Equities bei Eurizon, erwartet für 2026 eine deutliche Erholung der europäischen Aktienmärkte. Zwar wirkten die Bewertungen derzeit hoch, doch das makroökonomische Umfeld spreche klar für ein Engagement an der Börse. Fiskal- und Geldpolitik blieben unterstützend, und die Unternehmensgewinne entwickelten sich weltweit solide, betonte er.
Das Börsenjahr 2025 verlief für Europa ungewöhnlich. Nach einem starken Jahresauftakt habe der Markt im Vergleich zu den USA an Dynamik verloren. Hauptursache sei die Aufwertung des Euro gewesen, die Exporteure belastete und einen Großteil der Underperformance gegenüber den Vereinigten Staaten erklärt habe.
Zudem habe die Unsicherheit über mögliche Zölle Investitionsentscheidungen gebremst. Viele Anleger hätten daher auf binnenorientierte Branchen gesetzt – etwa Banken, Industrie- sowie Luft- und Raumfahrtunternehmen. "2025 war das Jahr der europäischen Binnenwerte", sagte Sedati.
Für das Jahr 2026 rechnet Eurizon mit einer allmählichen Normalisierung. Die Phase der Dollarabwertung dürfte weitgehend vorbei sein, wodurch der Druck auf europäische Exporteure nachlassen sollte. Mit einer klareren Zollpolitik und fiskalischen Impulsen – insbesondere aus Deutschland – könne Europa wieder in eine Phase steigender Gewinne eintreten.
"Europa ist derzeit der einzige große Markt, der in den vergangenen 12 Monaten keine Verbesserung der Bewertungsmultiplikatoren gesehen hat", so Sedati. Dies eröffne zusätzliches Potenzial. Selbst im zuletzt schwachen Konsumgütersektor seien erste Anzeichen einer Stabilisierung zu erkennen.
Für langfristig orientierte Investoren biete der Kontinent weiterhin Aufwärtspotenzial:
"Europa ist heute ein stabilisierender Faktor in globalen Portfolios – mit steigenden Gewinnen, ungenutzten Bewertungsmultiplikatoren und solider Governance als Fundament."
Autor: sbh-Redaktion/neb
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