dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 21.10.2016

Freitag, 21.10.2016 17:08 von

ROUNDUP: Kanadische Ministerin sieht derzeit keine Chance für Ceta

BRÜSSEL - Die kanadische Handelsministerin Chrystia Freeland sieht derzeit keine Chance für das Freihandelsabkommen Ceta mit der Europäischen Union. Dies sagte die Ministerin belgischen Journalisten am Freitag. "Es scheint offensichtlich, für mich und für Kanada, dass die Europäische Union derzeit nicht in der Lage ist, ein internationales Abkommen" selbst mit einem Land wie Kanada zu schließen, sagte sie in einem vom Sender VRT verbreiteten Video. Sie werde nun nach Kanada zurückkehren.

Eurozone: Verbrauchervertrauen erholt sich im Oktober wie erwartet

LUXEMBURG - Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im Oktober wie erwartet leicht erholt. Der entsprechende Indikator sei im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf minus 8,0 Punkte gestiegen, teilte die EU-Kommission am Freitag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten diesen Anstieg erwartet. Bereits im September hatte sich der Stimmungsindikator leicht aufgehellt, nachdem er zuvor drei Monate in Folge gesunken war. Der Indikator liegt weiter über dem langfristigen Durchschnitt.

ROUNDUP: Ost-Wirtschaft auf Aufholjagd - Steuerrabatte für Forschung?

BAD SAAROW - Der Osten Deutschlands könnte nach Einschätzung des Hasso-Plattner-Instituts den Umbau zur digitalen Wirtschaft schneller schaffen als der Westen. In den neuen Bundesländern habe man bereits Erfahrungen mit der Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft, sagte der Chef des Potsdamer Instituts, Christoph Meinel, am Freitag auf dem ersten Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow bei Berlin.

Belgien: Geschäftsklima hellt sich nur etwas auf

BRÜSSEL - In Belgien hat sich das Geschäftsklima im Oktober weniger als erwartet aufgehellt. Der Indikator sei zum Vormonat um 0,4 Punkte auf minus 1,8 Punkte gestiegen, teilte die belgische Notenbank (BNB) am Freitag in Brüssel mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf minus 1,5 Punkte gerechnet.

Voßkuhle: Brexit muss für Großbritannien Konsequenzen haben

KARLSRUHE - Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, warnt vor einem allzu nachsichtigen Umgang mit Großbritannien bei den Verhandlungen über den Austritt aus der EU. "Der Austritt muss für Großbritannien Konsequenzen haben", sagte Voßkuhle der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenende) und der französischen Zeitung "Le Monde". Sein französischer Amtskollege Laurent Fabius ergänzte in dem Doppel-Interview, das Land könne nicht gleichzeitig drinnen und draußen sein. Voßkuhle sagte weiter, das Ausscheiden Großbritanniens könne eine Reform der EU einleiten: "Der Brexit ist ein Grund darüber nachzudenken, ob wir die Institutionen der Europäischen Union verändern sollten."

Ende der spanischen Polit-Blockade? - Sozialisten wollen entscheiden

MADRID - Kurz vor neuen Regierungskonsultationen der spanischen Parteien mit König Felipe VI. entscheiden die Sozialisten über ihre Haltung zu einer konservativen Minderheitsregierung. Bei einem Treffen ihres Bundeskomitees in Madrid will die Partei am Sonntag darüber beraten, ob sie sich bei einer möglichen Parlamentsabstimmung nächste Woche ihrer Stimme enthält - und somit einer Regierung unter dem derzeit geschäftsführenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy von der Volkspartei den Weg ebnet.

EZB: Experten erwarten etwas geringere Inflation

FRANKFURT - Die Inflation im Euroraum dürfte sich etwas schwächer entwickeln als bisher erwartet. Darauf deutet eine am Freitag von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlichte Umfrage hin. Demnach rechnen die befragten Experten im laufenden Jahr mit einer Inflationsrate von 0,2 Prozent. Bisher waren sie von 0,3 Prozent ausgegangen. Für 2017 blieb die Prognose dagegen unverändert bei 1,2 Prozent, für 2018 wurde sie jedoch um 0,1 Punkte auf 1,4 Prozent verringert.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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