dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 11.11.2016

Freitag, 11.11.2016 17:14 von

USA: Michigan-Konsumklima hellt sich stärker als erwartet auf

MICHIGAN - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November überraschend deutlich aufgehellt. Das Konsumklima der Universität von Michigan stieg um 4,4 Punkte auf 91,6 Punkte. Dies teilte die Universität am Freitag in Michigan mit. Volkswirte hatten hingegen nur mit einem Anstieg auf 87,9 Punkte gerechnet. Die Umfrage wurde in den Tagen vor den US-Wahlen am 8. November abgeschlossen.

ROUNDUP/BA sorgt wegen Flüchtlingen vor: Mehr Geld für Eingliederungshilfe

NÜRNBERG - Mit Blick auf voraussichtlich tausende Flüchtlinge, die sich im kommenden Jahr arbeitslos melden werden, stellt die Bundesagentur für Arbeit (BA) vorsorglich mehr Geld für die Ausbildungs-Förderung und berufliche Weiterbildung zur Verfügung. Das Budget im Bereich der Eingliederungshilfe werde um 610 Millionen Euro erhöht, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise am Freitag in Nürnberg. Die zusätzliche Summe stehe allerdings nicht zweckgebunden für Flüchtlinge bereit.

Chaos in Indiens Banken dauert nach Blitz-Bargeldreform an

NEU DELHI - Drei Tage nach der völlig überraschenden und radikalen Bargeldreform in Indien dauert das Chaos in den Banken an. Die Geldautomaten im Land funktionierten zwar am Freitag wieder, waren jedoch nach wenigen Stunden schon wieder leer. Der Vorsitzende der indischen Regierungspartei BJP, Amit Shah, forderte die Bevölkerung zum Durchhalten auf. Viele Maschinen müssten noch auf die neuen 500- und 2000-Rupien-Scheine eingestellt werden, die sich in Größe und Gewicht von den alten Banknoten unterscheiden.

BA sorgt wegen Flüchtlingen vor: Mehr Geld für Eingliederungshilfe

NÜRNBERG - Mit Blick auf voraussichtlich tausende Flüchtlinge, die sich im kommenden Jahr arbeitslos melden werden, stellt die Bundesagentur für Arbeit (BA) vorsichtshalber mehr Geld für die Ausbildungs-Förderung und berufliche Weiterbildung zur Verfügung. Das Budget im Bereich der Eingliederungshilfe werde um 610 Millionen Euro erhöht, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise am Freitag in Nürnberg. Die zusätzliche Summe stehe allerdings nicht zweckgebunden für Flüchtlinge bereit.

Bundesregierung: Beschluss zu Klimaschutzplan soll Montag vorliegen

BERLIN - Die Bundesregierung will den Klimaschutzplan nach der Koalitionseinigung rechtzeitig bis kommenden Montag beschließen. Für den entsprechenden Kabinettsbeschluss werde ein besonderes Umlaufverfahren gewählt, das am kommenden Montag, um 12.00 Uhr, abgeschlossen sein solle, teilte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter am Freitag in Berlin mit. Damit habe die Bundesregierung vor den abschließenden Beratungen der Minister auf dem Weltklimagipfel in Marrakesch "ein starkes Signal der Entschlossenheit gesetzt", die Ergebnisse der Vereinbarungen von Paris umzusetzen.

Studie: Langzeitarbeitslose nutzen kaum Mindestlohnausnahme

NÜRNBERG - Nur selten nutzen Langzeitarbeitslose einer Studie zufolge die Ausnahme vom gesetzlichen Mindestlohn. Weniger als zwei Prozent von 5450 befragten Langzeitarbeitslosen, die eine Stelle gefunden hatten, gaben an, eine Bescheinigung für eine Ausnahme beantragt zu haben. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

ROUNDUP 3: Mehr Geld für Anti-Terror-Kampf und die 'Schwarze Null' auch 2017

BERLIN - Im Kampf gegen Terror und die Flüchtlingskrise stockt die Koalition die Mittel für Sicherheitsbehörden, Verteidigung sowie humanitäre Hilfe nochmals deutlich auf. Union und SPD einigten sich in den Schlussberatungen über den Haushalt für 2017 am Freitag darauf, die bereits erhöhten Mittel für innere Sicherheit gegenüber dem Regierungsentwurf um weitere 640 Millionen Euro zu erhöhen. Für humanitäre Hilfe im Ausland sowie den Kampf gegen Fluchtursachen werden zudem 1,1 Milliarden Euro zusätzlich bereitgestellt.

EZB-Direktor Coeure: Beobachten die Märkte nach Trumps Wahlsieg genau

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Tür für mögliche Reaktionen auf den Sieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen offen. Es sei aber noch zu früh, um bereits jetzt etwas zu möglichen Reaktionen der Notenbank bei der nächsten Zinssitzung des EZB-Rates im Dezember zu sagen, stellte der französische EZB-Direktor und Ratsmitglied Benoit Coeure am Freitag in einem Interview mit der Zeitung "Le Progres de Lyon" und der EBRA-Mediengruppe klar. Der Währungshüter versicherte, dass die Notenbank die Reaktionen der Finanzmärkte auf den Wahlausgang in den USA genau beobachten werde.

EU-Handelskommissarin erwartet Pause der TTIP-Gespräche

BRÜSSEL - Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten erwartet die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström eine Unterbrechung der TTIP-Freihandelsgespräche. "Es gibt gute Gründe zu glauben, dass es eine Pause bei TTIP geben wird, dass das hier nicht die größte Priorität für die neue Regierung sein dürfte", sagte sie am Freitagmorgen in Brüssel. Trump hatte sich im Wahlkampf kritisch zu internationalen Freihandelsverträgen ausgesprochen.

Deutschland: Inflation so hoch wie zuletzt vor zwei Jahren

WIESBADEN - Die Inflation in Deutschland hat im Oktober angezogen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 0,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist die höchste Teuerungsrate seit Oktober 2014. Vorläufige Daten wurden damit bestätigt. Einen überdurchschnittlichen Preisanstieg gab es unter anderem bei den Mieten.

ROUNDUP 2: Etat für 2017 steht - Deutlich mehr Geld für Anti-Terror-Kampf

BERLIN - Der Etat der schwarz-roten Koalition für das Wahljahr 2017 steht. Der Haushaltsausschuss des Bundestages einigte sich nach fast 14-stündigen Schlussberatungen am frühen Freitagmorgen in Berlin mit den Stimmen von Union und SPD auf den Bundeshaushalt für das kommende Jahr.

ROUNDUP: Streit um Vermögensteuer: DIW-Experte warnt Grüne vor Aktionismus

BERLIN/MÜNSTER - Der DIW-Experte Markus Grabka hat im Streit um eine stärkere Belastung von Reichen in Deutschland die Grünen vor Aktionismus und einer Wiedereinführung der Vermögensteuer gewarnt. Aus Sicht des Ökonomen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin gibt es in Politik und Gesellschaft nur begrenztes Wissen über die tatsächliche Vermögensverteilung und Lage der Hochvermögenden in Deutschland.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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