Die Erfolgsfaktoren des Keks-Königs

Montag, 26.09.2016 10:00 von

Warum auf Biegen und Brechen einen Nachfolger aus der Familie suchen? Kekskönig Heinz Gries holte einen externen Manager und lag damit goldrichtig. Über die Kunst des Loslassens.

An einem verregneten Morgen im Spätsommer 1999 fährt Heinz Gries besonders früh zur Arbeit. Schon um kurz nach sieben Uhr kutschiert der 64-jährige Unternehmer seinen schwarzen BMW (BMW Aktie) mit dem Kennzeichen „KO-HG“ durch das Gewerbegebiet in Polch, entlang der Straße, die heute seinen Namen trägt. Dann biegt er auf den Parkplatz vor der Firmenzentrale des Keksherstellers Griesson-de Beukelaer ein. Alles wie immer, wie seit Jahrzehnten.

Doch Gries, in dessen Unternehmen etwa der Schokokeks Prinzenrolle gebacken wird, peilt nicht den rechten der beiden reservierten Stellplätze an. Er nimmt den Parkplatz gleich links daneben. Auf dem rechten, dem ersten in der Reihe, steht 40 Minuten später ein dunkler Audi, „KO-AL“ auf dem Nummernschild: Andreas Land.

Es ist nur der Tausch eines Parkplatzes. Aber für den Kekshersteller Griesson-de Beukelaer beginnt mit der neuen Parkplatzordnung auch eine neue Zeit. Demonstrativ, sichtbar für jeden Mitarbeiter, räumt an diesem Morgen der Inhaber seinen Platz, rückt ins zweite Glied und vertraut sein Unternehmen dem Mann an, den er vor anderthalb Jahren vom französischen Nahrungsmittelkonzern Danone (Danone Aktie) in das kleine Eifelstädtchen oberhalb des Moseltals bei Koblenz geholt hat und ihn zum Teilhaber machte: Andreas Land.

So viel Symbolik ist Land noch heute unangenehm. „Ich wollte das gar nicht“, sagt der 59-jährige Sprecher der Geschäftsführung rückblickend. „Aber Herr Gries sagte zu mir: Glauben Sie mir, Herr Land, das wird wahrgenommen. Das unterstreicht, dass es mir ernst ist.“ Und ernst, das war es ihm wirklich.

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