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Der große Spagat von Real

Freitag, 25.11.2016 12:20 von

Die Handelskette Real,- versucht in Krefeld mit der ersten „Markthalle“ einen gewagten Spagat. Anspruchsvolle Kunden sollen angelockt werden, die angestammte preisbewusste Klientel nicht verprellt werden.

Die drei Vertreter der Zielgruppe sind begeistert. „Das ist aber schön geworden“, sagt der junge Mann, der das gläserne Entree der Markthalle Krefeld betritt. Faber-Sekt aus Plastiktrinkgefäßen wird ausgeschenkt, Rosen an die Kundinnen überreicht, zahlreiche Herren in Anzug streifen durch den Eingangsbereich oder besprechen sich untereinander. Es gibt etwas zu feiern für sie: Die Eröffnung der ersten Markthalle genannten edlen Variante eines Supermarktes.

Wo früher in kühlem Licht sachlich Produkte aufgereiht wurden, umschmeichelt nun warme Atmosphäre die Kunden, die nicht länger nur Käufer sein sollen, sondern Gäste. Gleich zu Beginn empfängt sie eine Backwarenabteilung, in der Mitarbeiter vor den Augen der Kunden, Verzeihung Gäste, Teig in Maschinen verarbeiten, geformte Brötchen in Öfen schieben. Wer geradeaus geht, steuert fast zwangsläufig auf die große Station mit einem Kuppel-Pizzaofen. Unweit davon die Espressobar mit Trommelröster und eigener Sorte: „Krefelder Mischung“.

Wer noch nie hier war in der Hafelstraße 200, einem Areal, so typisch für die ausfransenden Partien der deutschen Mittelstädte, mit der Mischung aus Möbelhaus, Fastfood-Drive-Thru und Reifenwerkstatt, betritt den elegant verblendeten Flachbau unterhalb des großen grünen Eingangsschildes mit den Worten „Markthalle Krefeld“ und nimmt vermutlich kaum noch wahr, wer hier eigentlich Herr im Haus ist: Real,-

Im Logo des neuen Vorzeigeobjektes wird der Unternehmensname der Mutter gekürzt um die stets Kostenbewusstsein und Sparen signalisierenden Zeichen ,- hinter dem Namen. Real, die Tochter des Metrokonzerns, zeigt nun in Krefeld, wo die Reise für die Marke hingehen sollen. Mehr warme Atmosphäre, mehr Bio, mehr Frische und vor allem: Gastronomie.

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