Der größte Coup seines Lebens

Mittwoch, 09.11.2016 10:40 von

Mit solch einem Erfolg hatte selbst er nicht gerechnet. Schwierige Bundesstaaten wie Florida oder Ohio gewann der Republikaner mit Leichtigkeit. Jetzt steht Donald Trump für große politische Veränderungen.

Neonlicht, nackte Bürotische, Styropordecke: Den Wahlabend verbrachte Donald Trump in einem hässlichen Büro im Trump Tower in New York. Mit seiner Familie und dem künftigen Vizepräsidenten Mike Pence starrte er auf den Fernseher. Die Stimmung in seinem Team war anfangs nicht sonderlich optimistisch. Die Umfragen standen nicht gut, Skandale wie seine Kommentare über Frauen schienen ihren Tribut zu fordern. Doch dann gewann der republikanische Kandidat Bundesstaat nach Bundesstaat. Darunter manche mit überwältigender Mehrheit, die wie Ohio als schwierig für ihn galten und zuvor bei Präsidentschaftswahlen von Demokraten wie Barack Obama gewonnen wurden. Die Stimmung im Trump Tower drehte sich, die Truppe feierte einen historischen Sieg. „Jetzt machen wir Amerika wieder groß“, sagte Trump.

Bei seiner Antrittsrede gab er sich präsidial: „Nun ist die Zeit, das amerikanische Volk zu einen“, sagte Trump. Er hat den Coup geschafft. Umfragen hatten zuvor ein anderes Bild abgegeben. Aber der 70-Jährige schaffte es besser als Kontrahentin Hillary Clinton, Wähler zu mobilisieren und für sich zu gewinnen. Mit dem Einzug ins Weiße Haus gewinnt Trump viel Macht: Denn die Republikanische Partei behält die Mehrheit im Abgeordnetenhaus und Senat.

Allerdings kann Trump kaum durchregieren. Im Wahlkampf hat er zahlreiche Parteigenossen wie Paul Ryan, der als Sprecher des Repräsentantenhauses einen zentrale Stellung bei den Republikanern innehat, verärgert. Und bislang erwies sich Trump eher nicht als Brückenbauer, der auf politische Gegner zugeht.

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