Büchele zieht die Sparschraube kräftig an

Freitag, 28.10.2016 15:00 von

Hartes Sparprogramm bei Linde: Nach der geplatzten Fusion mit Praxair (Praxair Aktie) muss der Gasekonzern kürzer treten: 550 Millionen Euro pro Jahr sollen gespart werden. Der Stellenabbau dürfte kräftig ausfallen.

Linde-Chef Wolfgang Büchele verpasst dem Gasekonzern wenige Monate vor seinem Abgang einen harten Sparkurs. Ab 2019 sollen die Münchner nach der geplatzten Fusion mit dem US-Rivalen Praxair jährlich 550 Millionen Euro einsparen, 370 Millionen Euro mehr als bisher geplant. "Unsere klare Vision ist, Linde (Linde Aktie) langfristig und nachhaltig zu einem der profitabelsten und präferierten Anbieter im Industriegase- und Engineering-Geschäft auszubauen", sagte Büchele, der Ende April seinen Posten räumt, am Freitag.

Die relativ geringe Rendite der Münchner galt als ein Grund für den geplatzten Zusammenschluss mit den profitableren Amerikanern. An der Börse kam der Sparkurs gut an: Mit einem Anstieg um gut zwei Prozent waren die Linde-Aktien die größten Gewinner im Leitindex Dax. Zuvor hatte die WirtschaftsWoche bereits darüber berichtet, dass Linde ein im vergangenen Jahr auf den Weg gebrachtes Effizienzprogramm deutlich erweitert.

Der Stellenabbau dürfte kräftig ausfallen: Für das laufende und kommende Jahr veranschlagt Linde die Kosten für die Einsparungen auf 400 Millionen Euro. Die Zahl der wegfallenden Arbeitsplätze wollte Büchele nicht nennen. Auf Basis der üblichen Abfindungssummen veranschlagen Experten die Zahl der betroffenen Mitarbeiter auf 3000 bis 4000. Weltweit beschäftigt Linde 65.000 Menschen, davon 8000 in Deutschland.

"Unsere Aktionäre haben ganz klare Erwartungen an die Leistungskraft und das Leistungspotenzial dieses Unternehmens. Und im Vergleich zu den Wettbewerbern liegen wir in diesem Bereich signifikant zurück", sagte Büchele. Die Anteilseigner sollen während der Sparwelle auf nichts verzichten müssen: Die Dividende soll in den kommenden Jahren weiter steigen.

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