Baustoffkonzern legt Angebot für Braas Monier vor

Donnerstag, 15.09.2016 09:20 von

Standard Industries hat sein Übernahmeangebot für Braas Monier vorgelegt. Der US-Konzern hat bereits rund 40 Prozent der Aktien sicher. Doch der Dachpfannenhersteller unterstützt die Offerte bisher nicht.

Das US-Baustoffunternehmen Standard Industries will sich den Dachpfannenhersteller Braas Monier einverleiben. Standard Industries biete 25 Euro in bar je Aktie, teilte die Firma am Donnerstag mit. Das Angebot bewerte Braas Monier einschließlich Schulden mit etwa 1,9 Milliarden Euro.

Etwa 40 Prozent des Grundkapitals hat sich das US-Unternehmen eigenen Angaben zufolge durch Verpflichtungserklärungen bereits gesichert: Dazu zählt das Paket von 29,1 Prozent an Braas Monier, die Standard Industries über das Investmentvehikel 40 North hält. Zudem habe die Monier Holdings zugestimmt, die restlichen 10,8 Prozent ihres Aktienpakets anzudienen. Hinter der Monier Holdings stecken die Finanzinvestoren Apollo, York Capital und Tower Brook, die zum Börsengang des Dachpfannenherstellers in Deutschland im Juni 2014 noch 48 Prozent gehalten hatten.

Durch die Übernahme könne man den Kunden in Europa ein breites Angebot für Dachbaustoffe und Dachabdichtungsprodukte bieten, sagte David Winter, Co-Chef von Standard Industries. „Daher sind wir mit freundlicher Absicht an das Management herangetreten.“ Dort stieß die Absicht aber auf wenig Gegenliebe.

Am Mittwoch hatte Braas Monier die Absichten von Standard Industries öffentlich gemacht und sich dagegen gestellt: „Der Verwaltungsrat von Braas Monier unterstützt ein solches Angebot nicht, da 25 Euro je Aktie eine erhebliche Unterbewertung der Gesellschaft und ihrer künftigen Aussichten ist.“ Die Braas-Aktien waren nach Bekanntwerden der Übernahmepläne um 19 Prozent auf 25,86 Euro gestiegen.

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