BASF: Täglich bis zu 15 Prozent Umsatzausfall nach Explosion im Stammwerk

Donnerstag, 27.10.2016 13:03 von

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Nach dem Explosionsunglück bei der BASF (BASF Aktie) und der damit verbundenen Abschaltung von Anlagen muss der Standort Ludwigshafen täglich einen Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen. Im Werk werden jährlich Produkte mit einem Umsatzvolumen von 6,5 Milliarden Euro hergestellt, wie Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel am Donnerstag in Ludwigshafen sagte. Derzeit seien noch acht von etwa 200 Anlagen abgeschaltet, 50 weitere liefen nicht voll, sagte Vorstandschef Kurt Bock. Überlegungen, wie es zu dem Unfall kommen konnte, wollte er nicht anstellen. Er sehe auch keinen Anlass, die Auswahl von Fremdfirmen grundsätzlich zu überdenken.

Am 17. Oktober war es am Standort Ludwigshafen im sogenannten Landeshafen Nord bei Rohrleitungsarbeiten zu einer Explosion und mehreren Bränden gekommen. Drei Menschen starben, 30 wurden verletzt. Die Ermittler vermuten, dass es zu dem Unglück kam, als ein Mitarbeiter einer Fremdfirma eine falsche Rohrleitung anschnitt. Darin floss Raffinat, das sich entzündete. Zur gleichen Zeit liefen Wartungsarbeiten an einer Nachbarleitung. Der mutmaßliche Urheber des Unglücks konnte noch nicht befragt werden. Er liegt schwer verletzt im Krankenhaus./mne/jes/stb