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BASF: Die Aktionäre fallen schon wieder herein!

Donnerstag, 13.10.2016 15:59

Kommentar von Mark de Groot

Liebe Leser,

kaum legt ein Unternehmen bessere Zahlen vor als vom Markt erwartet, schon springt der Kurs an. Im Fall der BASF kann ich aber nur vor allzu viel Euphorie warnen. Der Chemiekonzern sieht sich nach wie vor mit etlichen Problemen konfrontiert, die nicht so schnell verschwinden werden.

Einige Bereiche zeigen aufsteigende Tendenz

Grund für den jüngsten Kurssprung war die Bekanntgabe der Quartalszahlen. Die Analysten hatten für das 3. Quartal mit einem EBIT in Höhe von 1,3 Mrd. Euro gerechnet. Tatsächlich wurden daraus 1,5 Mrd. Euro. Nach dem 1. Quartal verhielt es sich ähnlich: Die Experten prognostizierten 1,7 Mrd. Euro. BASF erreichte 1,9 Mrd. Euro. Im aktuellen Quartal lief das Geschäft mit der Bau- und Autoindustrie besser gelaufen als erwartet. Die von Öl- und Gaspreisen abhängige Petrochemie-Sparte konnte sich stabilisieren. Im Krisenland Brasilien verbesserten sich die Einnahmen bei der Agrarchemie. Dennoch stand ein Ergebnisrückgang von 5 % im Vergleich zum Vorjahr zu Buche. Womit wir zu den vier Schwachstellen der BASF kommen, die meiner Meinung nach immer noch akut sind.

China und die Sortimentlücken

In China hat der Konzern in den zurückliegenden Jahren massive Investitionen getätigt. Doch diese gehen offensichtlich komplett am aktuellen Bedarf vorbei. Der dort erzielte operative Gewinn ist in der Vergangenheit um etwa 60 % eingebrochen. Eine wirkliche Lösung für dieses Problem hat der Konzern derzeit nicht. Man bemüht sich, die Kosten zu reduzieren und andere Märkte in Fernost zu erobern. Andernorts weist das Sortiment von BASF große Lücken auf. Das wird deutlich, wenn man sich die Sparte Agrarchemie näher anschaut. Insektenbekämpfung? Saatgut? Fehlanzeige. Bei den Verkäufen von Syngenta und Monsanto hat man sich vornehm zurückgehalten. Vielleicht hofft man, einige Filetstücke von Saatgutspezialisten Monsanto abstauben zu können. Denn Bayer wird sicherlich Desinvestitionen tätigen müssen, um die Bestimmungen der Kartellbehörden erfüllen zu können.

Mangelnde Flexibilität, null Innovationen

Mangelnde Flexibilität kann man der BASF auch an anderer Stelle vorwerfen. DuPont und Dow Chemical wollen ihren neuen Konzern nach der Fusion in drei selbstständig agierende Sparten unterteilen. Bayer hat diesen Schritt bereits vor Jahren vollzogen. Doch wie will BASF sein eng vernetztes Hauptwerk in Ludwigshafen aufteilen? Ein Ding der Unmöglichkeit.

Schließlich enttäuscht der Konzern, weil er Innovationen entweder nur halbherzig in Angriff nimmt oder es sich dabei um Produkte handelt, die nur marginale Umsätze abwerfen. Kurzum: BASF setzt auf den Status quo und verschläft dabei die Zukunft. Diese strukturellen Probleme werden nicht verschwinden, nur weil man einmal die Analystenerwartungen übertroffen hat.

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