Zum „Tag der Aktie“: Dies sind die 5 Aktien mit dem größten Kursplus im laufenden Jahr

von in Aktuelles

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Die Börse Frankfurt hat den 16. März zum "Tag der Aktie" erkoren. Grund genug, einmal auf die Bilanz der Papiere im bisherigen Börsenjahr zu blicken. Welche Aktien aus DAX, MDAX und TecDAX liegen gegen den Trend im Plus? Wir zeigen Ihnen die Top 5.

Um auf das besondere Potenzial von Aktien hinzuweisen, hat die Börse in Frankfurt den heutigen Tag zum „Tag der Aktie 2016“ ausgerufen. Zahlreiche Broker und Direktbanken unterstützen die Aktion und halten ein besonderes Angebot parat: Heute können bei ihnen sämtliche DAX-Aktien und ausgewählte ETFs auf den DAX ohne Ordergebühren über die Börse Frankfurt gehandelt werden. Das Angebot gilt für Kauforders ab einem Mindestvolumen von 1.000 Euro (mehr Infos auch zu den teilnehmenden Banken und Brokern hier). Seit Jahrhunderten sei die Aktie ein wichtiges Instrument für den Fortschritt in Wirtschaft und Gesellschaft, begründet die Deutsche Börse die Aktion. Aktien ermöglichten es Startups, neue Ideen umzusetzen, sie sicherten Unternehmen die Finanzierung von Wachstum und sie dienten Privatpersonen und Rentenfonds zum Vermögensaufbau.

Der „Tag der Aktie 2016“ findet in einem schwierigen Marktumfeld statt. Schaut man auf den Kursverlauf in diesem Jahr, fällt die Bilanz am deutschen Aktienmarkt bislang bescheiden aus: Nur etwa ein Drittel der 110 Aktien, die in DAX, MDAX und TecDAX geführt werden, verzeichnen in 2016 ein Kursplus (Beobachtungszeitraum: 3.1. bis 15.3.). Wir zeigen ihnen, welche 5 Aktien in diesem Jahr bislang am stärksten waren. Wohl gemerkt: Das Ranking ist eine Momentaufnahme, Rückschlüsse auf künftige Wertveränderungen der Aktien lassen sich aus historischen Kursverläufen nicht ziehen.  

 

Platz 5: Osram
Erst seit September 2013 ist die Aktie der Osram Licht AG für Privatanleger handelbar, nachdem der Siemens-Konzern seine Lichtsparte zunächst abgespalten und dann an die Börse gebracht hatte. Osram bietet von traditionellen Glüh-, Halogen-, und Leuchtstofflampen bis hin zu kompletten Beleuchtungslösungen zahlreiche Produkte an – sowohl für den Einsatz in Privathaushalten als auch für professionelle Anwendungen. Doch der Konzern ist im Wandel: Osram will seine traditionelles Lampengeschäft abstoßen und sich stärker innovativen Beleuchtungsmethoden verschreiben – unter anderem durch den Aufbau einer Massenfertigung für LEDs. Siemens, mit knapp 20 Prozent der Osram-Aktien der größte Anteilseigner, hatte aufgrund der Neuausrichtung auf der Hauptversammlung im Februar die Entlastung von Vorstand Olaf Berlien verhindern wollen, konnte sich allerdings nicht durchsetzen. Die MDAX-Aktie, deren Kurs Ende des vergangenen Jahres stark unter Druck geraten war, liegt bis Mitte März 2016 deutlich im Plus. Kursgewinn von Osram: 14,5 Prozent.

Platz 4: Adidas
Die einzige DAX-Aktie unserer Top 5 ist das Wertpapier von Adidas. Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach setzt seine Kursrallye, die im Herbst 2015 begann, mit zwischenzeitlichen Rücksetzern auch in diesem Jahr fort. Mit der Fußball-EM in Frankreich und den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro stehen in diesem Jahr zwei sportliche Großereignisse im Interesse der Weltöffentlichkeit, bei denen Adidas als Ausrüster auftritt. Um zehn bis zwölf Prozent will der Konzern in diesem Jahr den Gewinn aus fortgeführtem Geschäft steigern. Die Nachfolge von Konzernchef Herbert Hainer hat der Konzern geklärt, im Oktober wird Henkel-Chef Kasper Rorsted das Ruder bei Adidas übernehmen – eine Personalie, die an der Börse gut ankam. Einige Börsianer mögen nun vielleicht noch darauf hoffen, dass es Hainer bis zu seinem Ausscheiden gelingt, den Ausrüstervertrag mit dem Deutschen Fußballbund (DFB) zu verlängern. Damit würde Adidas einen lukrativen Partner behalten und gleichzeitig vermeiden, dass Konkurrent Nike beim Fußballweltmeister zum Zuge kommt. Kursgewinn von Adidas: 15,8 Prozent.

Platz 3: GEA Group
Deutlich zweistellig im Plus liegt seit Jahresbeginn auch die Aktie der GEA Group, die im MDAX geführt wird. Der Düsseldorfer Spezialmaschinenhersteller hat eine umfangreiche Umstrukturierung auf den Weg gebracht, in deren Verlauf nicht nur das Portfolio gebündelt und das Servicegeschäft verstärkt werden, sondern auch Personal abgebaut werden soll. Ziel ist eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. GEA bietet Komponenten und Prozesstechnik für die Nahrungsmittelindustrie und zur effizienten Energienutzung an. Etwa ein Viertel der verarbeiteten Milch, jede Dritte Kaffeeverarbeitung und jedes Dritte Hähnchen-Nugget durchlaufen in der Herstellung nach Konzernangaben Anlagen der GEA Group. An der Börse konnte die Aktie in den vergangenen Wochen deutlich zulegen. Kursplus bis Mitte März: 16,4 Prozent.

Platz 2: Hochtief
Besonders der Februar 2016 war ein guter Börsenmonat für Aktionäre des Baukonzerns Hochtief, die MDAX-Aktie gewann in dieser Zeit kräftig an Wert. Der Essener Baukonzern hatte sich in den vergangenen Jahren von zahlreichen Tochtergesellschaften getrennt und sein Geschäft stärker fokussiert. Die Zahlen für 2015 haben viele Beobachter positiv aufgenommen. Im laufenden Jahr soll der operative Gewinn von Hochtief nach Prognose des Vorstands zweistellig wachsen. Profitieren könnte Hochtief dabei von geplanten Infrastrukturprogrammen der öffentlichen Hand in Nordamerika und Australien, aber auch in Europa soll das Geschäft nach zuletzt eher mageren Jahren wieder anziehen. Von Jahresbeginn bis Mitte März legte der Kurs der Hochtief Aktie um 17,3 Prozent zu und brachte das Papier auf Platz 2 unserer Rangliste.

Platz 1: Software AG
Ein Gewinnsprung in 2015 sorgt für gute Laune bei Aktionäre der Software AG aus Darmstadt. Nicht nur der Kurs der Aktie legte in den vergangenen Wochen kräftig zu. Auch will der Konzern die Dividende gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent anheben. „Durch organisches Wachstum und gezielte Prozessoptimierungen haben wir die Profitabilität der Software AG im abgelaufenen Quartal auf ein neues Niveau gehoben. Damit sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt und gehen davon aus, den Unternehmenswert weiter auszubauen“, sagt Finanzvorstand Arnd Zinnhardt. Nach einem starken vierten Quartal 2015 konnte der IT-Konzern Ende Januar für das Gesamtjahr nach vorläufigen Zahlen eine Steigerung des Nettoergebnisses um 26 Prozent auf knapp 140 Millionen Euro präsentieren.

Die Software AG bietet Infrastruktur-Software an und ist auf Datenmanagement spezialisiert. Sie beschäftigt derzeit mehr als 4.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 70 Ländern. Die Software AG gliedert sich in drei Segmente. Knapp die Hälfte des Umsatzes entfiel dabei zuletzt auf den Bereich „Digital Business Platform“. Das Angebot der Software AG in diesem Segment soll Kunden in die Lage versetzen, bestehende IT-Systeme in einer einzigen Plattform zusammenzuführen, entweder in der eigenen IT-Umgebung oder ausgelagert in der Cloud, um damit ihr Geschäft zu optimieren. Die Verarbeitung und Verwaltung von, wie es heißt, „geschäftskritischen Transaktionsdaten“ steht im Mittelpunkt des Bereichs „Adabas & Natural“. Im dritten Geschäftsbereich „Consulting“ bietet die Software AG Beratungen, individuelle Konzepte sowie Ausbildungen an.

Für das laufenden Jahr rechnet der Hauptsponsor des Fußball-Bundesligisten Darmstadt 98 zwar mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im Bereich „Adabas & Natural“, gleichzeitig aber auch mit steigenden Erlösen im Bereich „Digital Business Platform“ sowie einer Verbesserung der operativen Ergebnismarge. Ein Kursplus von 23,7 Prozent in den ersten zehneinhalb Handelswochen des Jahres 2016 macht das Papier zum Ranglisten-Führenden im Performance-Vergleich aller Aktien aus DAX, MDAX und TecDAX für diesen Zeitraum.