formatieren musst du sie dir aber selbst
Vorab besten Dank dafür, dass wir auf der Ebene der Sachdiskussion angekommen sind.
Eines muß man dabei bedenken: Genauso, wie manche hier denken, ich sei der verlängerte Arm der Leerverkäufer, gibt es andersherum gewisse Bedenken, ob hier jeder nur zum Spaß postet oder ob nicht hier beispielsweise Anwälte mitlesen oder PR-Experten, die eine Diskussion interessiert verfolgen, um an der ein oder anderen Argumentation zu feilen.
Ich kann so etwas nicht belegen und gehe daher davon aus, dass es nicht so ist...
Ich mache lediglich zur Bedingung, dass Anschuldigungen Hand und Fuß haben - und das sehe ich hier nachwievor nicht. Ich sehe nachwievor keinen Beleg, dass sämtliche Zahlungen des Consett-Konstruktes durch die Wirecard-Bank gingen.
Niemand hat behauptet, dass alle Consett-Zahlungen über die Wirecard-Bank liefen. Wenn Du diese Behauptung also anzweifelst und das pars pro toto auf das ganze Thema beziehst, ist das nicht logisch. Ich weiß nicht, welche Sachen über wirecard gelaufen sind oder nicht, gebe aber zu bedenken, dass es eine durchaus übliche Taktik sein kann, Dinge hinter anderen Dingen zu verstecken, soll heißen (und das ist jetzt 100% Spekulation): Du hast 20 Fälle, in denen Du Gelder über eine Firma laufen lässt, die Dein Mitarbeiter (dafür???) gegründet hat (oder in der er Kontrolle ausübt) und um es zu verbergen, bietest Du diesen Zahlungsfluß noch 200 anderen an.
Fakt ist - und das steht im Consett-Artikel - dass es eine Beziehung zu Local Billing und Clayton Douglass gibt, Fakt ist, dass es eine Beziehung zu "Friend Finder" gab (es ist nicht ganz klar, ob das zu der Zeit noch so war, als Patrick shareholder wurde). Beides sind in der Pornoszene Giganten, bei einem Hack der Kundendatenbank von AFF wurden 2016 über 400 Mio Kundendatensätze geklaut...
zu Local Billing: Ein in der Szene sehr bekannter Deutscher wechselte einst von der E-Group/NCC zu Local Billing. Die E-Group/NCC war ebenfalls ein Gigant in der Porno- und Pornobillingszene. Viele dieser Firmen kamen aus den USA, wurden aber von Deutschen geleitet. In früheren Zeiten zog diese Person heftig über die heutige Wirecard vom Leder. Es gibt noch andere, die einen ziemlichen Groll auf die Firma hatten. Zumindest sagten sie das öffentlich so. Ich erwähne das, weil es mich extrem wundert, dass solche Leute plötzlich so nahe bei der Wirecard auftauchen...
Deine Andeutungen, was die Motivation bestimmter Personen angeht, kann ich nicht kommentieren. Wenn ich aber die Wirecard wäre, würde ich mir anschauen, welche Namen hier so auftauchen... Denn die wirecard weiß viel besser Bescheid über ihr Verhältnis zu diesen Leuten (siehe auch die Schüttdokumente, die klare Hinweise auf andere Personen enthalten). Wenn hier irgendwelche Theorien entstehen, ist das nicht verwunderlich. Das Rachethema ist ja recht früh schon aufgekommen... Der Einfachheit halber gehe ich aber davon aus, dass Brinken Dienste für Local Billing angeboten hat und zwar über viele Jahre. Unter den von den UK-Behörden aufgelösten Firmen findest Du sehr viele Firmen, die "LB" im Namen haben (Local Billing) und dazu den eigentlichen Anbieter (zB LB Friendfinder). Schau Dir die Namen an - das sind viele große Anbieter, ich würde sagen, das ist wirklich groß... Wahrscheinlich die größte Ansammlung solcher Firmen abgesehen vom Porno-Imperium des Fabian Thylmann (mit seinen spannenden Beziehungen).
Ein Zwischenruf: Ich recherchiere zu diesem Thema seit mittlerweile fast 15 Jahren und bin nicht allein. Deshalb klingt vieles so wirr, weil ich/wir unfassbar viel mehr Informationen haben...
Wirecard ist nur ein TEIL des Themas. Ich bin nicht als Wirecard-"Feind" zu betrachten, das "Emotionale" ergab sich im Laufe der Recherchen. Und "die anderen" sind da einfach weniger emotional... Im Prinzip bin ich so etwas wie ein "Luke Ford im Untergrund". ( en.wikipedia.org/wiki/Luke_Ford_(blogger) )
In 1997, Ford started his pornography gossip website, LukeFord.com. He said, "I'm not a businessman. I'm not a conventional journalist. I'm a story teller/entertainer/lunatic."[7]
Ford was sued for defamation multiple times by people in the porn industry, including by RJB Telecom, whom he (as well as the Federal Trade Commission) accused of dishonesty; Christi Lake, whom he mislabeled in a bestiality photo; and Laurie Holmes (widow of John Holmes), for accusations of prostitution on the set. Ford has said that he has been sued five times to date: one suit was dropped, another was thrown out, another was settled when his insurance company paid $100,000, and the last two were settled when he removed some of his statements without making a retraction.[8] Wired called him "The Most Hated Man in Web Porn".[7] He was physically assaulted by Mike Albo, an editor for Hustler.[9]
Es gibt einen Kosmos an Themen, das hat alles nichts mit der Wirecardaktie zu tun...
zurück zu MM:
Zudem steht in dem MM-Artikel auf Seite 1 Folgendes, das der Simon zu BMI angibt: "Jedenfalls erklärte der 35-Jährige sein Geschäftsmodell wie folgt: Er habe Onlinehändlern, deren Transaktionen von Kreditkartenfirmen als "Hochrisikogeschäft" eingestuft wurden, geholfen, trotzdem Zahlungen per Kreditkarte anbieten zu dürfen. Hintergrund: Viele dieser Händler hätten außerhalb Europas gesessen. Mit der britischen - und damit europäischen - Adresse sei es für sie leichter gewesen, Kreditkartenfirmen von der Zusammenarbeit zu überzeugen und in Europa Geschäfte zu machen."
-> Es ging darum, in Europa, und damit mit Europäern in Geschäfte zu kommen. Deinen Bezug zu den US_Bürgern erschließt sich mir daher nur in Bezug zu Bluetool, aber nicht generell.
Sorry, aber das ist komplett falsch! Es ging darum, dass irgendwelche Firmen anonym einen europäischen Standort haben... Erinerst Du Dich an den Kapitalmarkttag im Mai 2016? Da gab es einen Fragensteller, der mehrfach bei Braun und Ley nachfragte, was ein "europäisches Geschäft" sei... (leg mich nicht auf den genauen Wortlaut fest)... er fragte "wie viel des europäischen Geschäfts stammt ursprünglich von außerhalb Europas?" - Braun und Ley wirkten ziemlich verdutzt wegen der Frage... Aber ich bin sicher, dass der Fragensteller genau wusste, warum er es gefragt hat... Wenn ich mich recht entsinne, sagte Ley dann so etwas wie "wenn der merchant in Europa ist, dann ist das ein europäisches Geschäft. Es sind ja oft internationale Anbieter" oder so. Auf dem CMD schauten sich einige ziemlich verdutzt an wegen der Frage. Sie sollten es sich noch einmal anhören :)
Überdies vergisst du, deinem Zitat auch die nachgelagerten Sätze anzufügen: [...]
Vorab: Das, was Du im folgenden zitierst, geht an meiner Aussage vorbei! Ich habe das 2011-Urteil zitiert, weil die wirecard dort gesagt hat, dass illegale Transaktionen AUSGESCHLOSSEN sind! Darum ging es mir. Aber ich will dennoch dein Zitat näher betrachten:
Denn in der Fußnote 98 auf openjur.de/u/495630.html geht es ja wie folgt weiter: "In dieser Ausgangslage ist es dann Aufgabe des Klägers, darzulegen und zu beweisen, dass die Beklagte und ihre Tochtergesellschaften in nennenswertem Umfang Umsätze mit der Abwicklung von verbotenem Glücksspiel generiert haben. ... [-->1]
Die Beklagte hat sogar im Wege des Gegenbeweises Zeugen dafür angeboten, die zu diesen Tatsachen aus ihrem Erkenntnisbereich Bekundungen machen sollen... Dann aber muss der Kläger darlegen, woraus sich im Einzelnen ergeben soll, dass die Beklagte wesentliche Umsätze im Zusammenhang mit gesetzwidrigem Glücksspiel erzielt. [...] Und der Kläger, wie von den Gutachtern Prof. Dr. H und Dr. K bestätigt, haben überdies versäumt, Abschlussunterlagen der relevanten Beteiligungsgesellschaften, anhand derer sich der Verdacht und die Klage möglw. hätte erhärtet werden können, im Zuge eines Beweisantrages zu beschaffen.[2]
-> Ergo: Es gibt und gab keine Beweise, man schlug das Angebot von WRI aus, Zeugen zu befragen, und man hat sich auch nicht darum bemüht, diese zu beschaffen.
zu [1]: laut Zatarra wurden gigantische Beträge schlicht falsch deklariert. Und was über Asien lief, wurde ja wohl überhaupt nicht deklariert. Der Beweis wurde 2011 nicht erbracht - keine Ahnung, was die SdK für einen Mist gebaut hat in dem Verfahren, sie haben diesem Punkt zu wenig Bedeutung geschenkt. Das erkennt man ja auch an all den Diskussionen um 2008 herum in den Foren. Da spielte das kaum eine Rolle... Dass wirecard den Anteil an Casino korrekt angegeben hat, glaube ich nicht. Wenn die ganzen Tricksereien ohne Wissen der Wirecard gelaufen sind, KONNTEN sie das gar nicht! Wurden denn beispielsweise Gelder wie bei Bluetool als "Immobilien" gerechnet (was der wirecard "vorgegaukelt" wurde) oder als Casino - was es tatsächlich war? Es ist müßig, dies aus heutiger Sicht nachzuprüfen... Aber es war ja gar nicht mein Thema. Mein Thema war: wie konnten Bluetool, Kolyma, Bluemay usw usf passieren, wenn doch wirecard erklärte, sie hätten ein Konzept, das dies ausschließt. kategorisch.
zu [2]: Ich habe das Gutachten gelesen und tatsächlich hat die SdK TRUSTPAY nicht ins Verfahren eingeführt. Spätestens an dieser Stelle muß ich seitens der SdK eine unfassbare Ahnungslosigkeit konstatieren oder aber eine absolute Fahrlässigkeit. Ersatzweise sieht es - ich beschreibe nur meinen Eindruck - nach einer Art "Deal" aus. Denn TRUSTPAY nicht in das Verfahren einzuführen, das ist völlig absurd. Das ist, als würde Lewandowski einen entscheidenden Foulelfmeter im Championsleaguefinale Richtung Mittellinie schießen. Völlig absurde Prozessstrategie.
Ok, das war jetzt off topic, aber es ist ein spannendes Thema. Nur eben nicht das, weshalb ich es zitiert hatte
Im MM-Artikel heißt es weiter: ""Reuters" zufolge agierte Dowson in einer "rechtlichen Grauzone". Dabei seien einige der Geschäfte, denen die Consett-Firmen ihren Namen liehen, sogar illegal gewesen. Dennoch habe man weder die "Direktoren" noch Dowson persönlich belangt. Gleichwohl machte eine britische Regierungsbehörde 2010 insgesamt 27 der von Brinken Merchant Incorporations aufgesetzten Unternehmen dicht - eine davon war eine gewisse Bluetool. Im März 2014 folgten elf weitere Unternehmen. 2015 schließlich willigte Dowson nach eigener Aussage gegenüber der Regierungsbehörde ein, die Brinken Merchant Incorporations abzuwickeln."
Sollte ich tatsächlich irgendwo "alle" geschrieben haben, war das versehentlich. Es ist natürlich falsch. Es wäre sogar dumm, wenn alle Firmen betrügerisch gewesen wären, denn nur durch die Mischung mit "normalen" Geschäften war es möglich, nicht aufzufliegen (aus Dowsons Sicht). Glaube mir, das ist ein Thema, da kenne ich mich sehr gut aus... Alle derartigen Versteckspiele funktionieren nach diesem Prinzip, einige Gaunereien zu verstecken in viel Tarnung. Du argumentierst hier schräg... vermutlich aus Nichtwissen.
-> Wenn von 1.000 Briefkastenfirmen 38 Firmen möglw. illegale Geschäfte betrieben, ist dein Schluss, alle Briefkastenfirmen wären in illegale Geschäfte verwickelt, dummes Zeug. Und nochmal: Welche Geschäfte genau abgewickelt wurden, ob sie tatsächlich über die WRI-Bank gingen und mit welchen Staatsbürgern diese Geschäfte abgewickelt wurden, steht nirgends. Auch keine Angaben zun Transaktionsvolumina und was davon bei WRI blieb. Es gibt weiterhin keinen Beweis dafür, dass Wirecard illegale Machenschaften bewusst unterstützte!
Noch einmal: Dass alle Firmen kriminelle Handlungen zum Wohle Wirecards gemacht haben, habe ich höchstens irrtümlich behauptet oder es wurde falsch verstanden. In öffentlichen Dokumenten werden diese 38 Firmen genannt, teilweise übrigens nur wegen formaler Verstöße. Aus meinen eigenen Recherchen kenne ich insgesamt ca. 100 Firmen und ich kündige jetzt schon an, dass man davon in naher Zukunft noch einige Dinge hören wird. Diese Dinge sind höchst komplex. Ich erinnere noch einmal an die Forenbeiträge zu einem einzigen Fall unrechtmäßiger Abbuchungen über Kreditkarte im dslreports-Forum. Da wurde die Abrechnung übrigens von B+S durchgeführt...
--> www.dslreports.com/forum/...rized-Charge-for-39-71-from-the-UK
Lies da mal den ellenlangen Beitrag von MGD (scroll ein bisschen runter)
Das sind Recherchen zu einem einzigen Fall - dann erkennst Du vielleicht, wie perfekt das Versteckspiel organisiert ist... Ich habe sogar (schon lange) den Verdacht, dass es eine Art "Pool" kritischer Abrechnungen gibt, den verschiedene Firmen womöglich "unter sich ausmachen". Ob das so ist oder nicht: in jedem Fall ist die Wirecard Teil eines größeren Systems und eines größeren Themas. Ob sie unabsichtlich Teil dieses Systems ist, weiß ich nicht. Aber sie profitiert davon - wie andere auch. Worldpay zum Beispiel bekam deshalb unlängst eine Geldstrafe - und die Zivilansprüche, die drohen, sollen noch größer sein als die Geldstrafe. Oder denke an PacNet.
Dass 2 Personen mit Wirecard-Bezug bei der BMI waren, deutet für mich primär darauf hin, dass sie "geldgierig" waren bzw. sind und möglw. dazubeitrugen, WRI Risiko- und Compliance-Geschäft auszuhebeln um sich selbst zu bereichern. Das sie im Auftrag von Wirecard handelten, dafür gibt es keine Beweise. Halte ich auch für unwahrscheinlich, denn wenn mir mein Chef sagen würde: "Ey, ich will mehr Traction und mehr Umsatz machen, und dafür sollst du mein Strohmann sein, dann würde ich sofort das Unternehmen verlassen.
Patrick M hat bereits 2002 derartige Geschäfte im Namen der EBS gemacht. Damit erhält Deine "Einzeltätertheorie" den ersten Knacks. Der zweite Knacks ist, dass zufällig die Person, die seinen Job später machte, ebenfalls Shareholderin wurde, der mögliche dritte Knacks ist die Tatsache, dass die Shareholderin höchstwahrscheinlich mit einem weiteren Wirecardmitarbeiter verheiratet ist, sodass zumindest die vage Vermutung besteht, dieser könnte von ihrem Engagement wissen. Der vierte und entscheidende Knacks aber ist die "Wire Card UK". Denn wenn die Wirecard alles so genau prüft, wie sie behauptet, hätte ihr doch da etwas auffallen müssen. Die wirecard ist seit mehr als einem Jahrzehnt in diesem Geschäft tätig und hat viel tiefere Einblicke in solche Dinge... Das wäre eine unfassbar schwache Leistung der zuständigen Abteilungen, wenn dies alles unbemerkt passieren konnte. Man hat öffentlich erklärt, die Bluetool genau untersucht zu haben. Wenn aber Privatleute oder themenferne Journalisten die Zusammenhänge finden, warum dann nicht die wirecard? Auch gab es eine gerichtliche Auseinandersetzung unter Porno-Payment-Firmen, in der es um die Möglichkeit ging, europäische Zahlungen abzuwickeln. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Wirecard davon nichts mitbekommen hat.
(--> Local Billing vs Web Billing docs.justia.com/cases/federal/...cdce/2:2008cv03083/415273/61 )
Ich lasse mich doch nicht zum Kriminellen machen!" So etwas gibt es nur in der Mafia und Braun ist kein Mafiaboss und er bedroht auch seine Angestellten nicht oder korrumpiert sie.
Das ist deine Meinung. Jeder darf eine Meinung haben. Ich werde den Teufel tun und meine Meinung hierzu öffentlich kundtun. Geld korrumpiert spannenderweise offensichtlich mehr, wenn man viel davon hat, so kurios das klingt. Ich sehe keinen Grund, a priori auszuschließen, dass Markus Braun mafiös agieren könnte. Nicht, dass ich belegen könnte, dass er es tut. Aber warum sollte es unmöglich sein? Und selbst wenn nicht, warum sollte es nicht Leute geben, die Dir ein Angebot machen? "Komm, gründe eine Firma für uns in Mauritius, du musst nichts tun! Ich mach dir eine Firmenwebseite, du verkaufst offiziell Blumen, es gibt kein Risiko und Du verdienst einen Haufen Geld...". Dowson hat Dutzende von ganz normalen Nachbarn aufgetrieben, die für ein Butterbrot ein Direktorenamt übernommen haben. Wie viele hätte er gefunden, wenn er ihnen 10% der Umsätze angeboten hätte? Bluemay Enterprises hatte 36 Mio € auf dem Konto... Gib mir 10% davon und ich finde Dir binnen 24 Stunden 50 Leute, die sich als Direktor zur Verfügung stellen. Ganz ohne Mafia. Oder schau Dir den Schütt an! Der hat kistenweise Schecks verschickt und damit seine komplette Existenz aufs Spiel gesetzt. Oder schau Dir David Tzvetkoff an - vom Tellerwäscher zum Millionär, aber dann den Hals nicht vollgekriegt... Alles ganz normale Leute und doch Teil mafiöser Strukturen... (übrigens indirekt auch ein Wirecardkunde, ich sage nur "Kolyma"... --> www.smh.com.au/technology/technology-news/...110424-1dt81.html )
Was die "echte Mafia" und das Porn&Payment Business angeht, dazu gibt es genügend Veröffentlichungen. Da findet sich dann auch der ein oder andere Ex-Mitarbeiter oder Ex-Partner, nicht nur von der wirecard... Aber die Journalisten müssen sich ja noch das ein oder andere Thema aufbewahren. Jigajig hat drüben mal einen Registerauzug aus 1996 gepostet und wurde ausgelacht. Wer Lust hat, kann sich ja schlau machen, was es mit diesem Registerauszug auf sich hat. Consett ist klein und doch groß...
Es ist doch andersherum für mich wahrscheinlicher, das da Mitarbeiter sind, die mit krimineller Energie eine Möglichkeit gesehen haben, sich nebenbei etwas zu verdienen und wussten wie sie dabei vorgehen mussten.
Ähm, nur mal so am Rande... was wäre denn, wenn solche bösen Leute, für die keiner was kann, für Hedgefonds arbeiten würden und mit Halbwahrheiten den Kurssturz einer Aktie, sagen wir mal, der Wirecardaktie, auslösen würden, wärest Du dann ähnlich kulant?
Versäumnisse seitens Wirecard sind durchaus möglich und auch in Ordnung, weil das einfach so ist.
Jetzt wird's dann aber echt langsam absurd... Monatelang hieß es "alles gelogen" und jetzt sind wir schon bei Verteidigungsstrategien á la "sorry, vielleicht haben sie da was übersehen" Die Wirecard hat verschiedene Versionen der "Wire Card UK"-Geschichte vorgebracht. In keiner dieser Versionen konnte man irgendetwas erkennen von "Mist, vielleicht ist da was schiefgelaufen". Trautmann wurde in Ehren entlassen, erhielt eine Abstandszahlung und fing sofort an "Konkurrenzunternehmen" zu gründen. Knöchelmann unterstützte illegale Handlungen, während er Wirecard-GF war. Aber Hallo! Dann soll die wirecard halt endlich alles auf den Tisch legen und nicht auf jedes neue Scheibchen warten... Noch kann man ja erklären, was in Israel passiert ist. Noch ist Zeit. Ich bin jetzt schon auf Deine Verteidigungsrede gespannt, wenn man alles erzählen darf, was in Israel passiert ist und was nicht in der Zeitung steht. Noch nicht.
Jeder von uns macht Fehler, kein System der Welt ist perfekt. Auch wenn das immer alle behaupten.
Ist so ein entschuldbarer Fehler z.B. auch, wenn Zatarra Belege findet und zu dem Schluß kommt, man habe genug in der Hand, um Wirecard so heftig zu kritisieren, wie sie es gemacht haben? Oder gilt Deine Kulanz nur, wenn es Dir in den Kram passt? Und wenn ich ein nicht üperfektes system habe, sollte ich nicht vor Gericht erklären, dass es perfekt ist. Risk management ist ein bedeutsamer "added value" und wenn das bei wirecard nicht funktioniert, werden einige Kunden womöglich hellhörig...
Und nochwas: Entscheidend ist für mich, wie die Sachlage heute aussieht. Allem Anschein nach ist Brigitte nirgends mehr involviert und niemand anderes mit einem WRI-Bezug. Gibt es Nachfolgeunternehmen der geschlossenen BMI? Was ist mit EMB? Ich halte es da wie mit der Deutschen Post. Das dortige und abgeschlossene Marktmissbrauchverfahren von 2015 kümmert jetzt und zukünftig nicht mehr. Und wenn bei WRI theoretische Verfehlungen der Vergangenheit nicht endlich auch mal handfest bestätigt werden, sind sie ebenfalls von keinem Interesse für die Wirecard von heute und morgen.
Es ist also völlig gleichgültig, wie die wirecard so groß werden konnte, wie sie heute ist und das, obwohl genau diese Frage die wirecard begleitet hat, seit es sie gibt? Sind es womöglich irgendwelche Mitarbeiter gewesen, die - ohne Wissen der Firmenleitung - die ein oder andere Sache gemacht haben, die den Vorteil ausgemacht hat, den die Wirecard - rätselhafterweise - immer hatte ggü ihren Mitbewerbern? ist das Alleinstellungsmerkmal der wirecard die "Kreativität" ihrer Mitarbeiter, in ihrer Freizeit für das Wohl der Firma zu arbeiten durch fragwürdige Geschäfte? In den Foren wurden solche Aussagen monatelang verrissen und die Verfasser übelst beleidigt. Aussagen wie "Vielleicht hatte Markus Braun keinen Überblick darüber, mit welcher Milch sein Baby Wirecard gefüttert wurde" - solche Aussagen wurden nicht zum Spaß gemacht...
Es ist natürlich die entscheidende Frage, ob heute immer noch Sauereien laufen... Wenn man welche findet, nach diesem Theater, das es letztes Jahr gab, wird Braun und werden die Analysten es schwer haben, das weiterhin als "Privatvergnügen" irgendwelcher Mitarbeiter hinzustellen oder als "Verfehlung ohne Wissen der Geschäftsleitung". Denn noch herrscht die meinung vor, dass Wirecard ein strahlend weißer Engel ist, der vom Beelzebub gepiekst wird. Die Verteidigungsstrategie, die Du hier formulierst, deutet eine gewisse Abkehr davon schon an, indem sie sagt "es könnte was gewesen sein, das kann passieren". Wenn "es" passieren kann, wird es Zeit "es" genauer anzuschauen.
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren. Ignoriere ihn einfach."