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[quote]Noch einmal: das hat nichts mit meiner Motivation zu tun, selbst dann nicht, wenn ich KO-Optionen kaufe. Das sehe ich eher als Witz... Diese ganze Wirecardgeschichte kostete mich bisher ein Vermögen, selbst wenn ich meine Arbeitsstunden nicht rechne. Ob ich dann noch ein paar tausender an Optionen in den Sand setze, ist fast schon egal. Ich lerne ja schließlich was dabei :)[/quote]
Und das Alles nur weil Markus Braun deine Liebe nicht erwiedert?
Es geht um Briefkastenfirmen, dabei (auch) darum, die Durchführung illegaler und/Oder krimineller Geschäfte zu ermöglichen und/oder zu vereinfachen und das Risiko aller Beteiligten zu verringern, dabei erwischt zu werden. Das ist "strukturell" illegal und/oder kriminell - und es ist nachweislich zu solchen Ereignissen gekommen.
Wenn eine Bank (unabsichtlich) einem Kriminellen ein Konto gibt und es merkt und das Konto sperrt, dann kann sie sagen "sorry" und es passiert nichts, wenn sie nachweisen kann, der Sorgfaltspflicht genüge geleistet zu haben. Genau das hat die Wirecardbank nach eigener Darstellung 2010 bei Bluetool gemacht.
Interessant ist aber schon einmal die Frage, ob sie nicht früher hätte aufmerksam werden müssen. Man behauptete, über Systeme zu verfügen, die Betrug unmöglich machen. Wie sahen diese aus, wenn doch Betrug möglich war - und sogar recht einfach? Zu sagen "wir handeln mit Immobilien" reichte...
Aber das lasse ich mal weg...
Also: Consettfirmen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Eigentümer (UBO) nicht in den Akten stehen und die Direktoren willkürlich gewählte und völlig unverbundene Personen sind, sodass man sich 10 dieser Firmen kaufen könnte und es würde nicht auffallen, dass sie alle zusammengehören. Wenn nun eine illegale und/oder kriminelle Handlung mit einer dieser Firmen auffällt, sieht keiner den Zusammenhang.
Bewertung: Consettfirmen helfen Anbietern illegaler und/oder krimineller Dienste, illegale und/oder kriminelle Handlungen weiterführen zu können, selbst wenn sie aufgefallen sind. Es handelt sich um ersetzbare Spielfiguren. Erneut: das ist praktisch direkte Unterstützung illegaler und/oder krimineller Handlungen seitens des Anbieters solcher Firmen in völligem Bewusstsein darüber, dass man die Entdeckung erschwert. Wenn es eine zentrale Figur wie Dowson gibt, ist er direkter Unterstützer illegaler und/oder krimineller Handlungen - zumindest grob fahrlässig.
Wenn man nun Geschäfte mit solchen Firmen und gleichzeitig mit einem Dritten macht, wird es interessant. Mal angenommen, eine Paymentfirma macht einen merchant-Vertrag mit einer Consettfirma und es kommt zu illegalen und/oder kriminellen Handlungen. Dann kann die Paymentfirma ja nichts dafür, oder? Sie sagt dann der KK-Firma (oder den behörden) "sorry, aber wir können nichts dafür"
Wenn die Paymentfirma aber das System selbst (mit-)überwacht und/oder (mit-)kontrolliert und/oder Besitzverhältnisse den Eindruck erwecken, eine soche Überwachung und/oder Kontrolle sei möglich gewesen, dann kann sie ggf. in einem konkreten Fall den wissentlich falschen Eindruck erwecken, sie könne nichts dafür, was wiederum (weitere) illegale und/oder kriminelle Handlungen ermöglicht und zugleich das Risiko verringert, dass die Paymentfirma Ärger bekommt. Das wäre dann aktiver Betrug und zugleich aktive Unterstützung illegaler und/oder krimineller Handlungen.
Nun wäre eine bewusst illegal und/oder kriminell handelnde oder illegale und/oder kriminelle Handlungen bewusst in Kauf nehmende Paymentfirma ja dumm, wenn sie da schreiben würde "wir sind der Anbieter"... Sie werden es vertuschen, beispielsweise durch fake-Direktoren wie Dowson. Möglicherweise wird es aber blöd, wenn es nämlich zu oft passiert und der Herr Dowson dann womöglich zu viel gefährliches Wissen hat. Dann muß man Wege finden, ihn zu kontrollieren. Eine Idee könnte sein, die ganzen Gründungen der Firmen formal so zu machen, dass man nicht selbst auftaucht, sondern eine andere Firma (BMIE zB) - aber dazu weiß ich zu wenig.
Kurz:
wenn Patrick M, Elisabeth W und Brigitte A Gesellschafter einer Firma waren, die theoretisch illegale und/oder kriminelle Handlungen ermöglicht und deren Entdeckungsrisiko verringert haben, handelten sie womöglich kriminell. Einen ausreichenden Verdacht würde ich nach all dem, was öffentlich bekannt ist, mit vollster Überzeugung bejahen.
Wenn Wirecard davon gewusst hat und/oder davon profitiert haben könnte, besteht der Verdacht, sie habe - bewusst oder nicht - durch illegale und/oder kriminelle Handlungen ihrer eigenen Mitarbeiter profitiert.
Ein Anfangsverdacht ist nach allem, was man lesen kann, ja wohl gegeben - muß die Staatsanwaltschaft in München oder die Polizei in UK oder die FCA oder Mastercard oder Visa jetzt eigentlich von sich aus aktiv werden oder muß das jemand melden?
PS: Das ist das, was ich verstehe, wenn ich den Artikel lese. Es ist kein juristisches Statement. Mir ist es egal, ob es eine Auswirkung auf den Kurs hat, mir geht es darum, ob es illegale/Kriminelle Handlungen gab, an deren Aufdeckung die Wirecard sich beteiligen kann/muß.
Ob dabei etwas rauskommt, was in irgendeiner Weise Einfluß auf den Ruf der Firma hat? keine Ahnung. Würde jemand die Firma auf eine Art und Weise attackieren, die nicht der Sachlage entsprechend ist, würde ich selbstverständlich dagegen vorgehen.
Der Dohmsbeitrag überrascht keinen, der in den Foren liest. Das tun aber sicher nicht alle 17.000, die den Beitrag aufgerufen haben. Ich werde in den nächsten Tagen genau verfolgen, ob es irgendwo jemanden gibt, der den Beitrag kommentiert.
Wer nicht mit einer Binde über den Augen herumläuft, den springt es nach dem Reutersartikel förmlich an, was das Problem für die Wirecard ist... Man hat 2011 vor dem LG und 2016 in FINANCE gesagt, es sei unmöglich, dass es bei wirecard illegale Zahlungen geben kann und nun kommt heraus, dass hochrangige Mitarbeiter verwickelt sind in einen Gründungsservice, der als Geschäftszweck Gründungen hatte, die an sich schon grenzwertig sind in Sachen KYC... und zu allem Überfluß gibt es Dutzende von Firmen, die in illegale Machenschaften und Betrügereien verwickelt sind- Über Jahre hinweg! Zigmillionen an Wirecardgeldern liefen über dieses System - und nicht genug damit, wurde dieses System offenbar auch in anderen Fällen systematisch verwendet, Visa und Mastercard zu betrügen - eben nicht über die Wirecard selbst, weshalb es hierzulande noch keinem aufgefallen ist.
Dohms hat ausgesprochen, was Reuters - aus welchem Grund auch immer - nicht ausgedrückt hat. Es geht nicht mehr um "gossip" - Brinken Merchants ist ein rauchender Colt. Ein zentrales Puzzlestück und wenn man endlich aufhört, so zu tun, als sei völlig ausgeschlossen, dass an Wirecards scharfem Dementi etwas nicht stimmt, dann kann man anfangen, Fragen zu stellen.
Vorab:
Es ist interessiert mich schon, was hinter dieser ganzen Sache mit Bezug zu Wirecard steckt. Ich interessiere mich ja auch für Marktmissbrauchsverfahren der Deutschen Post, weil ich da ebenfalls Aktionär bin.
Ich mache lediglich zur Bedingung, dass Anschuldigungen Hand und Fuß haben - und das sehe ich hier nachwievor nicht.
Ich sehe nachwievor keinen Beleg, dass sämtliche Zahlungen des Consett-Konstruktes durch die Wirecard-Bank gingen.
Zudem steht in dem MM-Artikel auf Seite 1 Folgendes, das der Simon zu BMI angibt:
"Jedenfalls erklärte der 35-Jährige sein Geschäftsmodell wie folgt: Er habe Onlinehändlern, deren Transaktionen von Kreditkartenfirmen als "Hochrisikogeschäft" eingestuft wurden, geholfen, trotzdem Zahlungen per Kreditkarte anbieten zu dürfen. Hintergrund: Viele dieser Händler hätten außerhalb Europas gesessen. Mit der britischen - und damit europäischen - Adresse sei es für sie leichter gewesen, Kreditkartenfirmen von der Zusammenarbeit zu überzeugen und in Europa Geschäfte zu machen."
-> Es ging darum, in Europa, und damit mit Europäern in Geschäfte zu kommen.
Deinen Bezug zu den US_Bürgern erschließt sich mir daher nur in Bezug zu Bluetool, aber nicht generell.
Überdies vergisst du, deinem Zitat auch die nachgelagerten Sätze anzufügen:
Denn in der Fußnote 98 auf openjur.de/u/495630.html geht es ja wie folgt weiter:
"In dieser Ausgangslage ist es dann Aufgabe des Klägers, darzulegen und zu beweisen, dass die Beklagte und ihre Tochtergesellschaften in nennenswertem Umfang Umsätze mit der Abwicklung von verbotenem Glücksspiel generiert haben. Dies ergibt sich in Anwendung der Grundsätze zur sekundären Darlegungs- und Beweislast. Der Kläger als Aktionär hat naturgemäß keinen Einblick in Einzelheiten der Geschäftstätigkeit der Beklagten, während diese die wesentlichen Tatsachen über ihre Geschäftstätigkeit kennt. Die Beklagte hat sogar im Wege des Gegenbeweises Zeugen dafür angeboten, die zu diesen Tatsachen aus ihrem Erkenntnisbereich Bekundungen machen sollen. Dann aber muss der Kläger darlegen, woraus sich im Einzelnen ergeben soll, dass die Beklagte wesentliche Umsätze im Zusammenhang mit gesetzwidrigem Glücksspiel erzielt. Allein der Umstand, dass ein hoher Anteil des Umsatzes im Ausland erzielt wird, lässt einen zwingenden Rückschluss auf eine Beteiligung an illegalen Finanztransaktionen bei Glücksspielen nicht zu, nachdem die Beklagte ihre Geschäfte über das weltweite Internet entsprechend ihrem Geschäftsmodell abwickelt."
Und der Kläger, wie von den Gutachtern Prof. Dr. H und Dr. K bestätigt, haben überdies versäumt, Abschlussunterlagen der relevanten Beteiligungsgesellschaften, anhand derer sich der Verdacht und die Klage möglw. hätte erhärtet werden können, im Zuge eines Beweisantrages zu beschaffen.
-> Ergo: Es gibt und gab keine Beweise, man schlug das Angebot von WRI aus, Zeugen zu befragen, und man hat sich auch nicht darum bemüht, diese zu beschaffen.
Im MM-Artikel heißt es weiter:
""Reuters" zufolge agierte Dowson in einer "rechtlichen Grauzone". Dabei seien einige der Geschäfte, denen die Consett-Firmen ihren Namen liehen, sogar illegal gewesen. Dennoch habe man weder die "Direktoren" noch Dowson persönlich belangt. Gleichwohl machte eine britische Regierungsbehörde 2010 insgesamt 27 der von Brinken Merchant Incorporations aufgesetzten Unternehmen dicht - eine davon war eine gewisse Bluetool. Im März 2014 folgten elf weitere Unternehmen. 2015 schließlich willigte Dowson nach eigener Aussage gegenüber der Regierungsbehörde ein, die Brinken Merchant Incorporations abzuwickeln."
-> Wenn von 1.000 Briefkastenfirmen 38 Firmen möglw. illegale Geschäfte betrieben, ist dein Schluss, alle Briefkastenfirmen wären in illegale Geschäfte verwickelt, dummes Zeug.
Und nochmal: Welche Geschäfte genau abgewickelt wurden, ob sie tatsächlich über die WRI-Bank gingen und mit welchen Staatsbürgern diese Geschäfte abgewickelt wurden, steht nirgends.
Auch keine Angaben zun Transaktionsvolumina und was davon bei WRI blieb.
Es gibt weiterhin keinen Beweis dafür, dass Wirecard illegale Machenschaften bewusst unterstützte!
Dass 2 Personen mit Wirecard-Bezug bei der BMI waren, deutet für mich primär darauf hin, dass sie "geldgierig" waren bzw. sind und möglw. dazubeitrugen, WRI Risiko- und Compliance-Geschäft auszuhebeln um sich selbst zu bereichern. Das sie im Auftrag von Wirecard handelten, dafür gibt es keine Beweise.
Halte ich auch für unwahrscheinlich, denn wenn mir mein Chef sagen würde: "Ey, ich will mehr Traction und mehr Umsatz machen, und dafür sollst du mein Strohmann sein, dann würde ich sofort das Unternehmen verlassen. Ich lasse mich doch nicht zum Kriminellen machen!" So etwas gibt es nur in der Mafia und Braun ist kein Mafiaboss und er bedroht auch seine Angestellten nicht oder korrumpiert sie.
Es ist doch andersherum für mich wahrscheinlicher, das da Mitarbeiter sind, die mit krimineller Energie eine Möglichkeit gesehen haben, sich nebenbei etwas zu verdienen und wussten wie sie dabei vorgehen mussten.
Versäumnisse seitens Wirecard sind durchaus möglich und auch in Ordnung, weil das einfach so ist. Jeder von uns macht Fehler, kein System der Welt ist perfekt. Auch wenn das immer alle behaupten.
Und nochwas: Entscheidend ist für mich, wie die Sachlage heute aussieht. Allem Anschein nach ist Brigitte nirgends mehr involviert und niemand anderes mit einem WRI-Bezug. Gibt es Nachfolgeunternehmen der geschlossenen BMI? Was ist mit EMB?
Ich halte es da wie mit der Deutschen Post. Das dortige und abgeschlossene Marktmissbrauchverfahren von 2015 kümmert jetzt und zukünftig nicht mehr. Und wenn bei WRI theoretische Verfehlungen der Vergangenheit nicht endlich auch mal handfest bestätigt werden, sind sie ebenfalls von keinem Interesse für die Wirecard von heute und morgen.
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