Deutsche Bank Marktausblick zum 07.01.2000:

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Deutsche Bank Marktausblick zum 07.01.2000: Al Bundy

Deutsche Bank Marktausblick zum 07.01.2000:

 
#1
Aktienmärkte:
Der gestrige Handelstag hinterließ eine
sogenannte „Kreisel“ Formation und beließ
die aktuelle charttechnische Verfassung des
DAX unverändert. Interessant ist hierbei
lediglich, daß sich gestern ein kurzfristiger
Rückgang der abwärtsgerichteten
Schwungkraft abzeichnete. Es wurde kein
neues Reaktionstief generiert, womit wir an
der 6388 als neue Trigger-Marke festhalten.
Es konnte aber auch nicht das Tageshoch
vom Mittwoch überwunden werden, womit
die erwartete technische Aufwärtskorrektur
noch nicht einsetzte.
Quelle: Reuters
Somit erhalten wir die im gestrigen technischen Tageskommentar beschriebenen Korrektur-Szenarien aufrecht.
Diese Korrekturerwartung behält ihre Gültigkeit, solange die 6388er Marke, der wir jetzt einen wichtigen
unterstützenden Charakter zuordnen, nicht unterschritten wird.
Mit dem Bruch der unteren Begrenzungslinie des sekundären Aufwärtstrends vom Mittwoch, der zudem per gestern
bestätigt wurde, hat ein neues Kurs-Fraktal begonnen, dessen Entwicklungsspielraum vorerst mit den
Bereichsgrenzen um 6388 (untere Begrenzung) und 6762 bzw. 6992 (obere Begrenzung) definiert wird. Innerhalb
dieses Abschnitts gehen wir weiterhin davon aus, daß sich der DAX aktuell in einer guten Ausgangslage befindet,
um in eine Aufwärtskorrektur überzugehen, deren minimales Potential sich bis 6681 (+/- einige Indexpunkte)
erstreckt. Kann der DAX dieses Niveau nicht überschreiten, bzw. gar nicht erst erreichen bevor wieder ein
Verkaufsmuster auftritt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer sich anschließenden Fortsetzung der
Abwärtsbewegung auszugehen, die den DAX noch deutlich tiefer drücken sollte.

Übersteigt der DAX in den nächsten Tagen dagegen das minimale Korrekturniveau, wäre das ein Indiz für ein
grundsätzliches Nachlassen der abwärtsgerichteten Bewegungsdynamik, in dessen Konsequenz sich eine
mittelfristige, übergeordnete Seitwärtskonsolidierung anschließen könnte. Neben den rechnerischen
Korrekturpotentialen, die bei 6681 (Minimumkorrektur) und 6774 (Normalkorrektur) liegen, verlaufen die
charttechnisch wichtigen Widerstände in den Bereichen um 6762 und 6992. Hierbei kommt der 6762 die höhere
Bedeutung zu, da diese fast punktgenau mit dem normalen Korrekturpotential zusammenfällt.
Markttechnisch ist der DAX weiterhin indifferent. Die Trendfolger trüben sich weiterhin ein. Da das sogenannte long-set-
up, eine über eine Trendfolgerkombination ermittelte Filterfunktion, seit gestern auf neutral wechselte, ist der
vorangegangene Aufwärtstrend auch aus markttechnischer Sicht beendet. Die Oszillatoren bewegen sich zum
überwiegenden Teil im überverkauften Extrembereich, so das eine erwartete technische Aufwärtskorrektur
vergleichsweise rasch eine Unterstützung von Seiten der oszillierenden Indikatoren erhalten sollte. Dennoch: noch
liegen keine Kaufsignale über die Oszillatoren vor.
NEMAX
Im Zusammenhang mit dem kräftigen Kursverlust vom Mittwoch, wurde auch der sekundäre Aufwärtstrend
unterschritten, womit er definitionsgemäß als beendet einzustufen ist. Die Besonderheit des Kursrutsches vom
Mittwoch ist das recht große Gap (Kurslücke), dessen Begrenzungen derzeit in den Bereichen um 4445 und 4339
verlaufen. Dieses Gap ist zunächst als Widerstandsbereich zu interpretieren, der mit der gestrigen Tagesentwicklung
bestätigt wurde.

Grundsätzlich gehen wir auch im NEMAX davon aus, daß der Index die Abwärtsbewegung noch nicht beendet hat.
Auch hier halten wir eine technisch bedingte Aufwärtskorrektur für sehr wahrscheinlich, deren Potential wir derzeit
bis in den Bereich der oberen Gap Grenze bei 4445 Indexpunkten limitiert sehen. Die aktuelle technische
Unterstützung verläuft im Bereich des Tagestiefs vom Mittwoch bei 4102 und stellt eine Trigger-Marke dar, bei deren
Unterschreitung mit weiteren Kursverlusten bis in die Bereiche um 3700 bzw. 3500 zu rechnen ist. Diese
Unterstützungsmarke gewinnt auch unter dem Hintergrund an Bedeutung, da sich im Zusammenhang mit der
gestrigen Tagesentwicklung die Konstruktion einer 1-2-3 Umkehrformation nach Ross anbietet, wobei die (1) im
historischen Hoch bei 4813 verläuft und die (2) bei 4102 festgelegt werden kann. Die (3) ist noch offen und liegt im
sich noch auszubildenden Reaktionshoch, welches aus der erwarteten Korrekturbewegung heraus ermittelt werden
muß.
EURO STOXX 50
In der gestrigen Sitzung setzte der Euro STOXX 50 die Abwärtsbewegung fort und unterschritt die untergeordnete
Unterstützungsmarke im Bereich um 4533. Allerdings muß darauf hingewiesen werden, daß die Abwärtsdynamik im
Vergleich zu den drei Vortagen deutlich abgenommen hat. Daher sind die Chancen, daß es an dieser Stelle zu einer
Konsolidierung oder Aufwärtskorrektur kommen könnte, gestiegen. Ein eindeutiges Zeichen aus dem Kursverlauf
fehlt allerdings noch (wie z. B. eine Candlestick Formation), und die technischen Indikatoren sind immer noch
bearish zu interpretieren. Unterstützungen liegen bei 4441/4415, 4283 und 4205 Indexpunkten, Widerstände bei
4533 (untergeordnet) und 4744. Die Korrekturpotentiale sind bei 4684 (Minimumkorrektur), 4750 (Normalkorrektur),
4816 (Maximumkorrektur).
Index          Widerstände         Unterstützungen      Tendenz
DAX            6762, 6992, 7159,   6388,6296,           neutral
NEMAX          4339, 4445,         4178, 4102,          neutral
Dow Jones      11366,              10939, 10860,        neutral
S&P 500 Index  1425,               1391, 1380           neutral

Rentenmärkte:
Marktausblick:
Die heutigen Datenveröffentlichungen in Euroland sollten keinen großen Einfluss auf die Bondmärkte haben. Die
deutschen Auftragseingänge (Nov) dürften sich heute gegenüber dem sehr starken Vormonatsergebnis etwas
abschwächen. Der deutsche Ifo-Index ist starke 2.9% im November gestiegen, so dass es kaum Zweifel geben kann,
dass der Rückgang der Werte ggü. Vormonat bei den Auftragseingängen nur eine Verschnaufpause im
Aufwärtstrend ist.
Wichtiger sind da die heute zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktdaten (Dez) und die Verbraucher- und
Erzeugerpreise, die nächste Woche bekanntgegeben werden. Der Arbeitsmarktbericht dürfte uns weitere Beweise
dafür geben, dass die US-Wirtschaft im vierten Quartal um die 5% gewachsen und der Arbeitsmarkt weiterhin sehr
robust ist. Die Daten sollten auf einen kräftigen Anstieg bei den Neubeschäftigten um 300.000 hindeuten
(Konsensuswert liegt bei 225.000). Die erwartete Stärke im Stellenwachstum bedeutet, dass der US- Arbeitsmarkt
angespannt bleiben wird. Für die Arbeitslosenrate erwarten wir 4.1%. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sollten
um 0,4% steigen und somit zu einer Jahresrate von 3,7% zurückkehren. Alles in allem sollten starke
Arbeitsmarktdaten aber bereits eingepreist sein, so dass wir für heute keine größeren Marktbewegungen erwarten.
Gleichwohl könnten vor dem Hintergrund angespannter Arbeitsmärkte die Finanzmärkte einen starken Anstieg bei
den Löhnen als Auslöser neuer Inflationsängste sehen.


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