sind heutzutage häufig Hedgefonds (also Wall Street), die die Häuser am Tief der Housing-/Banken-Krise massenhaft (in Tausender-Paketen) den strauchelnden Banken abgekauft hatten. Normalbürger wurden bei den Zwangsversteigerungen des Hauspakete überhaupt nicht zugelassen, weil Wall Street unter sich bleiben wollte.
Wall Street profitierte dabei indirekt von den Verlusten, die Normalo-Banken, darunter auch deutsche Banken und Landesbanken, bei der Subprime-Finanzierung dieser Häuser gemacht hatten. Denn als die Erdbeerpflücker, die Goldman und Co. in diese Häuser gesetzt hatten, nicht mehr zahlen konnten und die Häuser zwangsversteigert wurden, waren die Häuser vom Gebrauchswert her (z. B. als Objekte für Vermietungen) ja nicht wertlos. Die Hedgefonds konnten die Häuser, die damalige Notlage nutzend, spottbillig und weit unter Wert kaufen.
Weitgehend wertlos wurden hingegen die Subprime-Anleihen, mit denen die Häuser einst finanziert wurden. Diese Anleihen hatte Normalo-Banken (auch deutsche) wegen ihres trügerischen AAA-Ratings massenhaft als vermeintliche Wertanlage gekauft. Hierzulande liegen diese Schrottanleihen nun seit Jahren in den Leichenkellern des Soffin und dämmern ihrer wertlosen Endfälligkeit entgegen. Leidtragende sind aber weniger die verzockten (Landes-)Banken, sondern es ist der deutsche Steuermichel. Er wird noch weitere 20 Jahre alljährlich zweistellige Milliardenverluste der Bad Banks übernehmen müssen. Durch Auslagerung der faulen Hypotheken-Pakete in die Bad Banks hatten sich die Banken des Schrotts entledigt und die Zechzahlung dem Staat aufgehalst.
Doch die Welt ist seitdem nicht stehen geblieben. In USA macht Wall Street mit den vermieteten Subprime-Häusern glänzende Geschäfte. Nicht nur die Hauspreise sind in den letzten Jahren drastisch gestiegen (und damit die "Assets" von Wall Street), sondern auch die Mieten - und zwar doppelt so schnell wie die US-Löhne, siehe # 069.
FAZIT: Erst haben Goldman und Co. mit Subprime (ausländische) Banken betrogen und sich dabei eine goldene Nase verdient. Kein US-Bänker kam für diese Megabetrügereien in den Knast. Wall Street hat lediglich Strafzahlungen an die Börsenaufsicht SEC (ohne Schuld-Anerkennung) geleistet. Anschließend hat Wall Street die Subprime-Häuser spottbillig aufgekauft und vermietet. Das war eine erneute Gewinnbonanza, weil die Hauspreise seitdem stark gestiegen sind und in einigen US-Städten inzwischen fast doppelt so teuer sind wie am 2005-Hoch der US-Hausblase.
Finanziert haben diese traumhaften Wallstreet-Gewinne die mit den Subprime-Anleihen betrogenen US-In- und Ausländer. Die hiesigen Banken haben die Verluste allerdings auf den deutschen Staat (bzw. die Bundesstaaten) abgewälzt (Bad Banks). Und der deutsche Staat bzw. die Bundesstaaten holen es sich wieder, indem sie Sozialleistungen zusammenstrichen und u.a. die Gehälter im Sozialbereich (z. B. Kita-Mitarbeiter) drastisch gesenkt haben. Ein riesiges kollektives Opfer für Wall Street und Immobilienmagnate vom Schlage Trumps.