Bewertungsvergleich: Software für Handelsplattformen

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Bewertungsvergleich: Software für Handelsplattformen Johnboy

Bewertungsvergleich: Software für Handelsplattformen

 
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Bewertungsvergleich: Software für Handelsplattformen  

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Wenn das Blut spritzt und es richtig zur Sache geht, kommt es darauf an, den Überblick zu waren.  
Am neuen Markt sind vier fast lupenreine Softwarefirmen für den Handel im Internet notiert, INTERSHOP, BroadVision, Internolix und OpenShop.
Die amerikanische Konkurrenz hat sämtliche Kursgewinne dieses Jahres wieder eingebüßt. Insoweit haben die deutschen Firmen Rückschlagpotential. Am Jahresanfang stand INTERSHOP bei 300 Euro, jetzt bei 500. Dies entspricht einem KUV für 2000 von 100. Dem Unternehmen wird somit eine momentane Bewertung von 10 Milliarden Euro zugestanden, die fast dem Zehnfachen des Marktwertes vom Konkurrenten OpenMarket entspricht, bei einem etwa ebenso großem Marktanteil (ca.10 Prozent). Andererseits wird für die mit einem doppelt so großem Marktanteil marktführende BroadVision das Doppelte bezahlt. Ein KUV von 140 ist jedoch recht hoch. Da scheint der momentane Preis für INTERSHOP angesichts der steigenden Tendenz beim Marktanteil nicht zu hoch zu sein, solange der Markt die Favoritenrolle INTERSHOP zuspricht.
Erheblich kleiner ist OpenShop mit einem Marktwert von 800 Millionen Euro und einem Planumsatz für 2000 von 7,7 Millionen Euro, demnach einem KUV von ca. 100. Das Unternehmen wird somit in Relation zu INTERSHOP ähnlich bewertet, hat aber eine schwächere Marktposition. In Relation zu OpenShop ist INTERSHOP deshalb fundamental vorzuziehen, obwohl OpenShop bei den Wachstumsraten noch großen Nachholbedarf hat.

Das vierte Unternehmen ist Internolix. Mit einem Planumsatz von 6,5 Millionen Euro in 2000 ist es vergleichbar mit OpenShop. Die momentane Marktbewertung von 300 Millionen Euro ergibt ein diesjähriges KUV von unter 50! Optisch ist dies die billigste Aktie. Bei Einhaltung der Planzahlen ist deshalb hier im Vergleich zu den anderen Aktien eigentlich eine bessere Chance zu sehen. Allerdings ist man bei Internolix noch deutlich von einer Marktposition, wie sie OpenShop bereits besitzt, entfernt, hier darf man sich von den Umsätzen nicht blenden lassen.

Entscheidende Bedeutung lassen wir der Gewinnsituation zukommen. Deshalb sollte der nicht ganz spekulativ eingestellte Anleger den Verlustbringern OpenShop und Internolix entweder BroadVision oder INTERSHOP vorziehen, wobei wir den Sprung in die Gewinnzone für INTERSHOP im ersten Halbjahr 2000 voraussetzen. Sollte INTERSHOP die Gewinnschwelle nicht baldigst erreichen, ist die bereits in den schwarzen Zahlen arbeitende BroadVision vorzuziehen.
Wir rechnen jedoch damit, dass INTERSHOP seine Planzahlen erheblich übertreffen wird, während Internolix durch seine Positionierung im Niedrigpreissegment Schwierigkeiten bekommen könnte. Auch wenn INTERSHOP sehr gut strategisch positioniert ist, rechnen wir aber nicht damit, dass die Aktie in diesem schwachen Marktumfeld größeres Potential hat. Die Aktie der INTERSHOP bleibt aber in Relation zur deutschen Konkurrenz Erste Wahl.
Wer ein erhebliches Risiko nicht scheut, kann sich an OpenShop oder Internolix versuchen, die Chancen sind hier naturgemäß für junge Werte am größten.
Besser schlafen kann man trotz des sehr hohen Börsenwertes mit INTERSHOP im Depot.



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