Währungsunion: Blockade beim Euro-Rettungsschirm
15.03.2011 | 18:37 | Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am Dienstag, dass sechs osteuropäische Staaten die Reform des Stabilitätspaktes zu blockieren drohen, wenn sie in dem ab Sommer 2013 geltenden Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) weiterhin so hohe Lasten tragen müssen, wie es bisher geplant ist. Es handelt sich laut Reuters um die Euroländer Estland und Slowakei sowie Lettland, Litauen, Bulgarien und Tschechien.
Der ESM ist jener dauerhafte EU-Währungsfonds, der künftig bis zu 500 Milliarden Euro an Hilfen vergeben kann, wenn wieder ein Euroland derart in Zahlungsschwierigkeiten wie Griechenland und Irland kommt. Er soll den provisorischen Schutzmechanismus EFSF ablösen, der gegen Garantien der Euroländer bis zu 440 Milliarden Euro an Anleihen begeben können soll, um Hilfsprogramme zu bezahlen. Das 85-Milliarden-Euro-Programm für Irland wird über den EFSF finanziert.........
Derzeit haften die Euroländer für die EFSF-Anleihen in dem Ausmaß, wie sie an der Europäischen Zentralbank beteiligt sind. Im Fall Österreichs sind das 2,86 Prozent beziehungsweise 12,2Milliarden Euro. Die Regierung hat bereits angekündigt, dies auf bis zu 25 Milliarden Euro zu verdoppeln...................
....... Der Eurobond ist politisch tot
Unterdessen erklärte Ratspräsident Herman Van Rompuy Ideen zur Schaffung gemeinsamer Anleihen aller Euroländer für politisch tot. „Man kann dies bedauern, aber es ist politisch in nahezu allen Mitgliedsländern nicht durchsetzbar“, sagte er im Europaparlament.........."
#0000ff">wenigstens mal Gute News > wobei das "WIE" der Transfer stattfindet eher semantischer Natur ist... "Eurobonds" würde aber vielleicht die Masse begreifen, dass wir alle unmittelbar die Haftung mitübernehmen, wenn ein Land solche Bonds ausgibt..