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Der USA Bären-Thread


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Yen und Euro vor Ausbruch

8
16.03.11 12:05
Händler erwarten Bewegung

Yen und Euro vor Ausbruch

Yen und Euro halten sich zuletzt stabil. Devisenhändlern zufolge ist dies allerdings nur eine Momentaufnahme . Die japanische Währung steht unter dem Einfluss der Geldspritzen ihrer Notenbank. Beim Euro wartet der Markt auf die Zinsentscheidung der EZB.

Entspannt und ohne Kursverwerfungen sind die europäischen Devisenmärkte in den Handel gestartet. Yen und Euro pendeln ohne große Ausschläge um ihre Vortagsniveaus. "Angesichts des globalen Ausverkaufs an den Aktienmärkten ist das schon bemerkenswert", sagt ein Händler. Zu erklären sei dies überwiegend durch die massiven Liquiditätsspritzen der Bank of Japan.

Zudem warte der Markt auf die Zinsentscheidungen der EZB und der SNB am Donnerstag. Die Abstufung der Bonität Portugals durch Moody's spiele dagegen keine Rolle. "Die folgen nur dem, was der Markt und andere Agenturen längst eingepreist haben", sagt ein Händler. Die Rating-Agentur hat ihre Bonitätsnote Portugal um zwei Stufen auf "A3" gesenkt und sieht den Ausblick weiter negativ.

Japaner holen Geld nach Hause

Den Yen sehen Analysten weiter gestützt von Währungsrückführungen in das geschundene Land. Viele Marktakteure erinnerten sich offensichtlich an das Jahr 1995, als der US-Dollar nach dem Erdbeben von Kobe gegen den Yen um 20 Prozent abwertete. Japans Versicherungskonzerne müssten einen Teil ihrer auf ausländische Währung lautenden Anlagen in den Yen zurückführen, um die notwendigen Mittel zur Deckung der katastrophenbedingten Kosten zu beschaffen.

Technische Analysten sehen den Euro weiter im Aufwärtstrend gegen den US-Dollar. Aktuell rette die US-Währung nur noch, dass der Euro an der großen Abwärtstrendlinie um 1,40 US-Dollar aus den letzten drei Jahreshochs gebremst werde. "Wenn er die genommen hat, fliegt der Deckel weg", sagt ein Händler. Kurse um 1,50 US-Dollar könnten dann schnell Realität werden. Fundamental dürften US-Inflationsängste der Treiber sein. Passend hierzu werden am Mittwoch die US-Erzeugerpreise veröffentlicht.
 

Quelle: DJ

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Anti Lemming:

Permanent - Yen-Trades sind gefährlich

9
16.03.11 12:09
Devisen-Spezis wie Mark Chandler meinen, USD/JPY könne noch bis 65 fallen (aktuell: ca. 80), weil die Japaner ihre Auslands-Assets verkaufen (müssen). Chandler geht von einer Entwicklung wie nach dem Kobe-Beben aus, nach dem der Yen ebenfalls um 20 % zum Dollar aufwertete.

Allerdings ist der Yen wegen Bernankes QE2 bereits tief im Keller. Chandler könnte daher - wie so oft - falsch liegen. Nach unten gibt es jetzt womöglich weniger Luft als nach dem Kobe-Beben, das noch in die Blütezeit des Yen-CT fiel.

Ungeachtet dessen halte ich Yen-Spekulationen für ein Vabanque-Spiel. Besonders kompliziert wird die Sache dadurch, dass die (laut Chandler) kommende Yen-Stärke rein technisch ist. Fundamental war der Yen schon vor dem Beben zum Dollar viel zu teuer - und nach dem Beben/GAU erst recht.

Bekäme Japan Probleme mit seinen horrenden Überschuldung (225 % vom BIP), könnte sich der Yen zum Dollar halbieren, d.h. USD/JPY könnte von aktuell 80 auf 160 steigen. Diese Erwartung/Erkenntnis nützt enem freilich nichts, wenn der Yen ungeachtet dessen aus technischen Gründen erst mal weiter erstarkt.

Wenn überhaupt, sollte man USD/JPY prozyklisch traden. Zurzeit weist der Haupttrend klar nach unten.

Man kann mMn gefahrloser short auf US-Indizes gehen. Ich halte in USA eine 20 % Korrektur für denkbar, die den SP-500 vom Februar-Top bei 1340 auf 1070 bringen könnte (bis zum Sommer).
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permanent:

Gedankenumkehr in China

7
16.03.11 12:23

+++ China will vorerst keine neuen AKW genehmigen +++

Die Lage im Kernkraftwerk Fukushima gerät außer Kontrolle. Erstmals bricht die innere Schutzhülle eines Reaktors. Die Strahlung steigt stark an, die verbliebenen Helfer müssen vorübergehend ihre Arbeit abbrechen. In vier von sechs Reaktoren droht eine Kernschmelze. Die Zahl der Opfer durch Erdbeben und Tsunami steigt weiter.

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permanent:

@AL, wenn ich Japaner wäre oder eine

3
16.03.11 12:28
japanische Institution leiten würde, so würde ich mein Auslandsvermögen im Ausland belassen.
Die Lage in  Japan ist zu sehr verworren um sagen zu können wie sich die Zukunft im Land gestalten wird.
Alleine aus Gründen der Risikodiversifikation würde ich bestimmt kein Vermögen nach Japan zurückholen.
So denken sicher nicht alle.

Permanent
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musicus1:

Währungssprünge von 80 auf 160

2
16.03.11 12:37
im USDYEN sind  für Anleger nicht in der realität, da tradet man das momentum und sehr kurzfrist, es sei denn, es ist ein langfrist trend erkennbar, das haben wir z.zt. nicht.
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Pichel:

na wartet mal ab, ihr dummen Amis

6
16.03.11 13:20
DJ: ANALYSE/J.P.Morgan: S&P-500-Index könnte Jahrestief gesehen haben
Der jüngste Ausverkauf am US-Aktienmarkt ist laut J.P. Morgan eine
Kaufgelegenheit. Das Jahrestief könne erreicht sein. Die Analysten nennen
mehrere Gründe: Solange sich die Atom-Situation nicht verschlimmert, werde
Japan sich wahrscheinlich widerstandsfähiger entwickeln. Die dortigen
Stromausfälle würden überschätzt. Der Ölpreis schwäche sich ab, er sei das
größte Risiko für Konsumausgaben, Bruttoinlandsprodukt und Gewinne gewesen. Der
Wachstumsschub durch den Wiederaufbau in Japan sei bedeutender als die
kurzfristigen Unterbrechungen der Produktion.

 Der S&P-500-Index habe nun das zuvor von J.P. Morgan prognostizierte
Jahrestief von 1.250 Punkten annähernd erreicht. Jetzt bestehe erhebliches
Aufwärtspotenzial zum für das Jahresende erwarteten Stand von 1.425 Punkten.
Die Analysten ziehen zyklische Aktien den defensiven vor.

DJG/DJN/gei/raz

 (END) Dow Jones Newswires

 March 16, 2011 08:19 ET (12:19 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2011
:37:49 - 14.03­såÕã@
Unterbezahlte Verlustbringer
rottmeyer.de/?p=3649
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fkuebler:

permanent #551: Die sturzblöden "Analysten" sind..

8
16.03.11 13:23

"Den Yen sehen Analysten weiter gestützt von Währungsrückführungen in das geschundene Land. 

 Technische Analysten sehen den Euro weiter im Aufwärtstrend gegen den US-Dollar"

... sicher die allerletzten, die eine Ahnung davon haben, wohin insbesondere Devisen gehen. Mit denen verglichen ist ja sogar ein Ebay-Kundensupport-Center eine Quelle der Kompetenz...

Die machen einfach wertlose Strichverlängerung, denn solange der Strich gilt, solange braucht ja sowieso niemand ihren Quatsch.

Ich will ja nicht sagen, dass ich selbst es sicher weiss, aber besser als diese Idioten noch immer:

Der JPY dürfte gegen den USD nicht weit unter 80 gehen, und allerspätestens bei 78 durch massive BOJ-Massnahmen gefixt werden. Demzufolge wäre das also ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis für einen short Put USD/JPY Strike 79. Aber ich bin schon reichlich genug voll mit Shorts...

Der EUR/USD Longtrade ist derart crowded (ich glaube alle Plätze auf dieser Reise nach Jerusalem sind mindestens vierfach überverkauft), dass da kaum noch 'was läuft. Mein Tipp: vielleicht maximal bis 1.41, danach erwarte ich eher einen längerfristigen UDS-Aufwärtstrend. Vor allem wenn's wieder irgendwo ordentlich qualmt, und dafür bewerben sich derzeit ja viele Plätze der Welt...

Wie toll die Analysten/Finanzjournalisten-Zunft ist, konnte man ja auch aufs allerschönste bei den Longbonds bewundern: als Bill Gross sagte, er hätte alle längerlaufenden US-Treasuries verkauft, sagten die Kanaillen, jetzt würden die Bonds sinken. In Wirklichkeit steigen sie exakt seit diesem Zeitpunkt.

Antworten
fkuebler:

Pichel #556: Na, was haltet Ihr denn davon, liebe

9
16.03.11 13:28

"... ist laut J.P. Morgan eine Kaufgelegenheit...
Der Wachstumsschub durch den Wiederaufbau in Japan sei bedeutender als die
kurzfristigen Unterbrechungen der Produktion"

... Analysten, wenn wir gemäss Eurer Überlegung einfach alle paar Monate ein paar Atombomben zünden, falls sich für die so produktive Vernichtungsarbeit nicht freiwillig ein Erdbeben breitschlagen lässt?

Dann müsste Eurer Theorie nach doch der GDP immer neue Bocksprünge machen, oder?

Und wenn sich die Methodik bewährt hat, dann müssen wir das unbedingt in New York wiederholen. Am besten direkt in der Wallstreet zünden...

Die Jungs gehen mir sowas von auf den Zeiger... :-(

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permanent:

US Mortgage Applications Fell Last Week: MBA

6
16.03.11 13:32
US Mortgage Applications Fell Last Week: MBA
MORTGAGES, HOUSING, REAL ESTATE, CREDIT, LOANS, LENDING, ECONOMY, RECESSION, GOVERNMENT, FORECLOSURES, CONSUMERS
Reuters
| 16 Mar 2011 | 07:02 AM ET

Applications for U.S. home mortgages dipped last week despite increased refinancing, an industry report said Wednesday, suggesting still-stunted demand as the spring selling season nears.

 

The Mortgage Bankers Association said its seasonally adjusted index of mortgage application activity, which includes both refinancing and home purchase demand, fell 0.7 percent in the week ended March 11.

The MBA's seasonally adjusted index of refinancing applications rose 0.9 percent, marking its second straight week of greater volume.

The MBA's gauge of loan requests for home purchases fell 4 percent.

 

Fixed 30-year mortgage rates averaged 4.79 percent in the week, down from 4.93 percent the week before.

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permanent:

Inflation Rises More than Expected, PPI Index Up 1

6
16.03.11 13:33

Inflation Rises More than Expected, PPI Index Up 1.6% Vs. 0.8% in Jan.; Housing Starts Plunge 22.5%

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Pichel:

Baubeginne und Baugenehmigungen sinken stark

7
16.03.11 13:42
dpa-AFX: USA: Baubeginne und Baugenehmigungen sinken stark
   WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Baubeginne im Februar
stark zurückgegangen. Sie brachen im Monatsvergleich um 22,5 Prozent auf
annualisiert 479.000 ein, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch in
Washington mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit 575.000 Beginnen gerechnet.
Im Vormonat hatte der Wert bei revidiert 618.000 (zunächst 596.000) gelegen.

   Die Zahl der Baugenehmigungen ging im Februar um 8,2 Prozent auf
517.000 zurück. Erwartet wurden 570.000 Genehmigungen. Im Vormonat hatte der
Wert nach einem Rückgang um 10,2 Prozent bei 563.000 gelegen.

Die Daten im Überblick:

                 Februar    Prognose   Vormonat

Baubeginne         479.000    575.000    618.000r
Baugenehmigungen   517.000    570.000    563.000


(Angaben in Tsd; r=revidiert)

/RX/jha/jsl
Unterbezahlte Verlustbringer
rottmeyer.de/?p=3649
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Anti Lemming:

Die These, dass Zerstörungen wie durch das Beben

7
16.03.11 13:56
die Wirtschaft fördern, können nur Dummköpfe aufstellen wie die Ami-Analysten, die die Kosten bzw. die zusätzliche Staatsverschuldung für den Wiederaufbau - wie daheim in USA - ignorieren.

Wer fundamental orientiert ist, tut besser daran, solche "Analysten" zu ignorieren.

Zwar gab es in den 1950er Jahren in Deutschland ein Wirtschaftswunder im Zuge des Wiederaufbaus nach den vorangegangenen Kriegszerstörungen. Der Preis dafür war aber die komplette Annullierung der Altschulden - gekoppelt mit der Totalentwertung aller Ersparnisse - durch die Währungsreform bzw. die Einführung der DM. Alle Altsparer wurden damit vom Staat enteignet. Nach dem Ersten Weltkrieg lief es ähnlich; der Staat griff 1923 aber zum Mittel der Hyperinflation, um sich "nach innen" zu entschulden. (Letzteres droht Japan im Falle einer Staatspleite ebenfalls, ausufernde QE-Maßnahmen deuten bereits in diese Richtung.)

Hätte es die Reichsmark weiter gegeben und hätten die Altschulden weiter Bestand gehabt, wäre das Wirtschaftswunder ausgeblieben. Im Übrigen war der Boom der 1950er über den Marshall-Plan fremdfinanziert durch die Amis. Die Geldhilfen waren strategisch: Sie sollten im rasanten Wiederaufbau die Überlegenheit des Kapitalismus im Vergleich zur DDR demonstrieren. Die DDR bekam derweil keinerlei Gelder aus der Sowjetunion. Im Gegenteil wurden Produktionsanlagen in Ostdeutschland abgebaut und in die Sowjetunion abtransportiert.
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permanent:

Inflation Pressures Build on Surge in Energy, Food

4
16.03.11 13:57
Inflation Pressures Build on Surge in Energy, Food
ECONOMY, PRODUCER PRICES, INFLATION, PPI
The Associated Press
| 16 Mar 2011 | 08:48 AM ET

Wholesale prices jumped last month by the most in nearly two years due to higher energy costs and the steepest rise in food prices in 36 years. Excluding those volatile categories, inflation was tame.

The Labor Department says the Producer Price Index rose a seasonally adjusted 1.6 percent in February, double the 0.8 percent rise in the previous month. Outside of food and energy costs, the core index ticked up 0.2 percent, less than January's 0.5 percent rise.

Food prices soared 3.9 percent last month, the biggest gain since November 1974. Most of that increase was due to a sharp rise in vegetable costs, which increased nearly 50 percent. That was the most in almost a year. Meat and dairy products also rose.

In other economic news,

U.S. businesses sold more industrial supplies, chemicals and farm products in the final three months of last year, pushing the deficit in the broadest measure of foreign trade to the lowest level in a year.

The Commerce Department says that the current account trade deficit fell 9.7 percent to $113.3 billion in the October-December period, the smallest imbalance since the end of 2009.

While the fourth quarter deficit shrank, economists are forecasting that the first quarter deficit will widen significantly, reflecting surging oil prices.

The devastating earthquake in Japan is expected to have only a modest impact on the trade deficit this year. It will likely lower imports from Japan at least temporarily while boosting U.S. exports of goods needed in the rebuilding effort.

Antworten
Kicky:

noch 5-10 Tage und es wäre sicher ?

7
16.03.11 14:06
sehr beruhigende Lektüre: es sieht so aus als ob genügend Wasser derzeit reingepumpt wird.Wenn man die Kühlung noch 5-10 Tage aufrecht erhalten kann ,ist das Schlimmste vorbei.
Das Unglück in Fukishawa ist überhaupt nicht vergleichbar mit Chernobyl,wo die radioaktive Wolke lange Zeit 10000m hoch ausgestossen wurde.Hier würde eine radioaktive Wolke nur ca 320m hoch ausgestossen und es reicht völlig ,die Leute im Umkreis von 20 bzw 30 km zu evakuieren hat die britische Botschaft mitgeteilt

1240 – The FT’s Clive Cookson has been talking to Colin Brown, Director of Engineering at the Institution of Mechanical Engineers. Here’s what he had to say on Fukushima Daiichi:

   Colin Brown: Looking at the situation in Fukushima at the moment, it seems as if engineers have enough cooling water pumping into the reactor and if they are able to continue their efforts to get the core heat down the site could be safe in just 5-10 days.The explosions at the Fukushima plant are incredibly serious, and the Japanese authorities have rightly been swift to evacuate people from the local area, but we are confident that if we can maintain pumping, radiation levels at the site will not escalate further.

1113 – The UK Embassy in Japan has been urging calm amid the ongoing problems at Fukushima Daiichi. This was their message to UK citizens resident in Japan on Tuesday:

  It is wholly wrong to compare the situation to Chernobyl, which emitted a radioactive cloud 30,000 feet into the air for a long period of time. In the reasonable worst case scenario at Fukushima, a plume would only be emitted to a maximum height of 500m so any radioactive cloud would land very close to the reactor. A 20km exclusion zone and a further 10km zone where residents are advised to stay indoors would be entirely appropriate for minimising health effects from direct radiation exposure.
blogs.ft.com/rachmanblog/
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@AL

5
16.03.11 14:08

Am Anfang eines gigantischen Wiederaufbau steht in der Regel ein Schuldenschnitt.

Steigende Zinsen kann sich Japan nicht leisten. Die BOJ kann jedoch im Notfall Geld drucken und dieses der Regierung unmittelbar zur Verfügung stellen.

In den USA wird die Schuldenlast der öffentlichen Hand wie auch in vielen europäischen Staaten immer unerträglicher. Nun kommen auch noch steigende Preise hinzu -auch Japans Produktionsausfall  und Aufbau wird die Preise weiter anziehen lassen-.

Wem will man in diesem Zusammenhang die Flucht in Sachwerte verübeln?

Papier ist geduldig.

Spekulationen darüber sind noch zu früh.

Permanent

Antworten
Ischariot MD:

sehr beruhigende Lektüre

6
16.03.11 14:21
aus der britischen Botschaft.
Klar. Und Sellafield ist weiterhin sicher.
Ich kaufe mir morgen ein Loft in Sellafield  ;o)
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Antworten
Anti Lemming:

Desinformation aus Japan

4
16.03.11 14:30
13:08 Die Agentur Kyodo berichtet unter Berufung auf die japansche Regierung, es sei unwahrscheinlich, dass die Hülle des Reaktors drei im AKW Fukushima schwere Schäden hat.

Eine Unterscheidung in leichte/schwere Schäden bringt nichts. Entscheidend ist, dass das Druckgefäß durch Schaden bzw. Explosion undicht geworden ist. Über den entweichenden Dampf gelangt die Radioaktivität aus dem Reaktorkern ins Freie. Ob das Druckgefäß eine großes Loch oder nur einen Riss hat, ist dabei unmaßgeblich.

Heute morgen hieß es, die Lage in Block 2 hätte sich entspannt, weil der Druck im Reaktordruckgefäß "deutlich gesunken" sei. Das liegt aber nur daran, dass auch dieses Druckgefäß gestern morgen explodiert ist und der Dampfdruck dadurch abgefallen ist.  Auch dies ist weder "entspannend" noch beruhigend, sondern ein Alarmsignal: Das Druckgefäß ist nun - wie in Block 3 - offen, so dass auch hier über den Dampf Radioaktivität nach außen dringt und die Umgebung verseucht.

In Block 3, der MOX-Brennstäbe enthält, kommt erschwerend hinzu, dass der entweichende Dampf Plutionium-haltig ist.
Antworten
schlauerfuchs:

Yen short oder long

6
16.03.11 14:33
Grundsätzlich halte ich es für gefährlich, in die Vergangeheit zu schauen und eine monokausale Erklärung für eine Entwicklung zu suchen. Oder Kurz: nur Repatriierung von Geldern wird den Yen-Kurs am Ende nicht bewegen.

Wie an der Börse üblich kann nämlich immer alles anders kommen sogar das Gegenteil. Das Kobe-Erdbeben ist über 15 Jahre her, die Lage damals war sicher anders, ohne es im Detail geprüft zu haben. Als Stichworte sag ich mal: Zinsniveau, Verschuldungsgrad, Inflationsrate, Auslandsverschuldung bzw. -guthaben, Sparquote.

Die niedrigen Renditen japanischer Staatsanleihen werden tarditoionell mit dem hohen Verschuldungsgrad des japanischen Staates im Inland erklärt (ca. 95% der Staatstitel sind in japanischer Hand). Wenn aber jetzt Geld gebraucht wird, wird Geld aus dem Ausland zurückgeholt.

Frage: sind die Japaner so reich, dass sie sowohl das eigene Staatsdefizit als auch die Defizite andere Staaten finanzieren? Ich meine das noch nicht mal ironisch, würde mich tatsächlich interessieren. Die Frage hatte ich schon, als der japanische Staat sich groß in europäische Schuldtitel eingekauft hat. Die höchste Staatsverschuldung aber gleichzeitig größer Gläubiger der USA und jetzt auch in Europa aktiv?

Mich würde mal das Gesamtsaldo interessieren. Sich Zuhause billig zu verschulden und im Ausland mit besseren Zinsen anzulegen wäre ja der CarryTrade par excellence könnte aber auch zu einer Schieflage führen. Dann allerdings könnte es jetzt schon noch zu kräftigem Aufwertungsdruck kommen, wenn Auslandsvermögen aufgelöst und heimische Schulden getilgt werden. Wenn der Saldo aber in Summe umgekehrt ist (heimische Schulden deutlich höher als ausländisches Vermögen) kann der Schuss auch nach hinten losgehen.
The quick brown fox jumps over the lazy dog.
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Anti Lemming:

Unfug aus England

8
16.03.11 14:57
Alte Brennelemente können in Abklingbecken, WENN diese gut gekühlt sind, monate- bis jahrelang vor sich hinbrüten, ohne dass die ihre Gefährlichkeit sinkt. Sie bleiben tickende Zeitbomben. Das gilt auch für die Castoren in Gorleben.

Der Knackpunkt ist ein Ausfall der Kühlung - wie jetzt im Abklingbecken von Block 4. Dort lagen 220 Tonnen an alten Brennelementen. Diese werden zurzeit nicht mehr gekühlt. Das Kühlwasser kocht und der Pegel sinkt. Die Stäbe liegen teils frei, erhitzen sich zur Weißglut, fangen durch Eigenwärme an zu brennen und zu schmelzen. Auch in diesem Abklingbecken droht eine Art Kernschmelze - und dies mit 220 Tonnen an Brennstäben unter praktisch freiem Himmel.

Deshalb sind die Japaner ja auch so besorgt. Es gilt, den sinkenden Kühlwasserpegel im Abklingbecken von Block 4 möglichst schnell wieder aufzufüllen. Da es mit Hubschraubern nicht ging, weil die Strahlung bereits zu groß und lebensgefährlich für den Piloten war, sollen es nun Wasserwerfer erledigen.

Gelingt die Kühlung bzw. das Wiederauffüllen des Beckens nicht, kommt es dort zu einer Brennelemente-Schmelze. Dann würden 220 Tonnen nukleare Lava aus den Boden des kaum schützenden Metallkastens laufen. Das Becken wäre in Stunden durchgeschmolzen. Es steht nicht im Containment, sondern "im 5. Stock" unterm zerfetzten Dach. Die runterfallende Nuklearlava würde schnell mit Lösch-, Grund- und/oder Meerwasser in Kontakt kommen. Bei der folgenden Dampfexplosion würde das Zeug in große Höhen geschleudert. Die extrem strahlenden Dampfwolken könnte gut bis Tokio gelangen. Das wäre ein Super-GAU schlimmer als in Tschernobyl (weit mehr Strahlentote), allerdings womöglich mit weniger Reichweite.

Auch in den Reaktoren gilt die heute auch von Malko genannte Zeitrechnung mMn nicht. Die Reaktion in den Stäben kommt nicht zum Erliegen, wenn man die Gefäße von außen noch einige Tage kühlt. Es wäre - selbst bei noch intakten Brennstäben - ein meta-stabiler Zustand, weil die Reaktoren auch im runtergefahrenden Zustand noch 3 % Restenergie erzeugen, die dauerhaft weggekühlt werden muss.

In Block 1 sind 70 % der Brennstäbe von einer Kernschmelze betroffen. Ich bezweifle, dass die Stäbe dabei intakt geblieben sind. Falls sich die Stab-Strukturen bereits aufgelöst haben und Nuklear-Lava auf den Reaktor-Boden gefallen ist, wirken die Bremsstäbe nicht mehr. Dann kann die ohnehin unzureichende Meerwasserkühlung den Reaktor nicht mehr "in Schach halten".

All dies wird erschwert durch teils tödlich starke  Strahlung, die "Kühlung von Menschen-Hand" bereits gestern Nacht zeitweise unmöglich gemacht hat. Heute morgen war die Anlage lange Zeit sich selbst überlassen, die Arbeiter waren 500 Meter entfernt.
Antworten
Pichel:

BoE muss expansive Geldpolitik zunächst fortführen

5
16.03.11 15:01
DJ: OECD: BoE muss expansive Geldpolitik zunächst fortführen
FRANKFURT/PARIS (Dow Jones)--Die Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet, dass das Wirtschaftswachstum in
Großbritannien im laufenden Jahr schwach bleiben wird und rät der Bank of
England (BoE) zu einer Fortführung ihrer expansiven Geldpolitik. Zwar liege die
um steuerliche Effekte bereinigte Inflationsrate derzeit über dem Zielwert von
2%, doch dürfte sie im Verlauf des kommenden Jahres wieder darunter sinken,
heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Länderbericht zu Großbritannien.

 Angesichts dieser zu erwartenden Entwicklung, der hohen Output-Lücke, der
Auswirkungen der fiskalischen Konsolidierung und des eingeschränkten
Kreditangebots sei eine Fortführung der sehr expansiven Geldpolitik geboten.
"Die Leitzinsen sollten ab Mitte 2011 nur langsam steigen, so lange sich die
Inflationserwartungen nicht zu weit vom Zielbereich entfernen", heißt es in dem
Bericht. Darüber hinaus sollte das Wertpapierkaufproramm im Volumen von 200 Mrd
GBP, entsprechend 14% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), in geordneter Weise
zurückgefahren werden, wenn die Zinsen nicht mehr bei Null lägen. "Allerdings
wird die BoE eher handeln müssen, wenn die Inflationserwartungen deutlich
steigen oder sich in Form höherer Lohnabschlüsse niederschlagen sollten",
warnte die OECD auch.

 Die OECD rechnet damit, dass Großbritanniens Bruttoinlandsprodukt im
laufenden Jahr um 1,5% und im kommenden Jahr um 2,0% steigen wird. Dabei dürfte
das Haushaltsdefizit 8,8% bzw. 7,2% betragen. Eine Fortführung der
Konsolidierungspolitik der Regierung sei daher geboten.


  Webseite: www.oecd.org

 -Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300,
  Hans.Bentzien@dowjones.com
  DJG/hab/mle

 (END) Dow Jones Newswires

 March 16, 2011 10:00 ET (14:00 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2011
Unterbezahlte Verlustbringer
rottmeyer.de/?p=3649
Antworten
Anti Lemming:

Das Meerwasser-Gepumpe an den Reaktoren

10
16.03.11 15:10
ist eine Art Metapher für das QE-Gepumpe der Fed.

In beiden Fällen wird ein marodes System künstlich am Leben gehalten, weil es den "Betreibern" sonst schon längst um die Ohren geflogen wäre.

Der GAU in Fukushima ist die Kernschmelze.

Der GAU der Fed ist die Geldschmelze.

Beide GAUs werden kommen, der in Fukushima zuerst.
Antworten
musicus1:

schlau USDCHF.....short???

2
16.03.11 15:33
Antworten
Anti Lemming:

Wenn die Börsen fallen sollen

4
16.03.11 15:39
wird der Dollar stärker. Shorts auf USD/irgenwas sind dann nicht empfehlenswert.

Musicus, deine prozyklischen Kurzfrist-Trader-Tips in Devisen sind eher was für Quo Vadis. Im Eingangsposting steht, dass dies keine Thread für kurzfristige Trader ist.

Hier geht es um längerfristige und strategische Positionierungen. Dollar-Shorts bleiben gefährlich, wenn man bzgl. des US-Aktienmarktes bärisch ist.
Antworten
Anti Lemming:

steady as she goes...

 
16.03.11 16:06
Der USA Bären-Thread 388761
Antworten
musicus1:

AL guck mal auf USDYEN und guck auf USDCHF

 
16.03.11 16:07
oder hat meine brille schon milchgläser????
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