Sehe ich auch so, Zins/Zins abzuschaffen wäre schon ein dickes Brett.
Allerdings, was Du zur Trennung der Banken Risiko/Normalgeschäft schreibst, brennt doch mehr auf den Nägeln.
Habe dazu in FAZ einen Artikel gelesen mit dem Titel "Was die Schifffahrt der Bankenbranche vormacht". Bei den Reedern gilt, wenn ein Schiff, und somit die ganze Ladung weg ist, ist auch der Haftungsumfang beschränkt. Nicht auf die ganze Ladung, sondern nur auf den untergegangenen Bruttoregistertonnenanteil. Also nicht der Totalschaden, sondern nur ein Teil davon. Das gilt weltweit.
Nun zu den Banken. Daran angelehnt wird ein Sanierungsmodell für Banken vorgeschlagen. Zitiere:
"Im Ernstfall würde, um einen Zusammenbruch einer Bank zu vermeiden, eine Bad Bank gegründet, die Forderungen der notleidenden Verbindlichkeiten der Bank übernähme und dieGläubiger auszahlte. Zunächst wäre also die Befriedigung der Gläubiger auf die Höhe des Vermögens des Haftungsfonds der Bank beschränkt. Die gute Bank indessen würde ihre Geschäfte fortführen, das Management wüde freilich ausgewechselt (gut so!!). Sollte das Vermögen der Bad Bank die Ansprüche der Gläubiger nicht voll decken, wären die Gläubiger mit ihren Ansprüchen auf das Eigenkapital der "Good Bank" beschränkt, allerdings nur soweit, wie der Fortbestand der "Good Bank" nicht gefährdet würde".
Der Vorteil dieser Methode wäre, dass die Bank weiterbestehen könnte und, nicht vom Staat gerettet werden müsste.
Ich sehe in diesem Ansatz/Studie von Reynolds schon eine Möglichkeit sinnlose Bankenrettungen des Staates (Geld der Steuerzahler!) zu meiden.
Was meint ihr dazu?

