Also vom fundamentalen Standpunk, kann es nur nach unten gehen. Die Finanzblase ist geplatzt, und wer bitte, soll die für das Funktionieren des Systems notwendigen Gewinne generieren? Weit und breit ist keine technologische Innovation zu sehen, die dies leisten könnte. Gentech und Nanotech sind auch schon ausgelutschte Gassenhauer. Vor allem deshalb, weil die notwendigen Mittel, für die Beherrschung dieser Technologie nicht unbedingt aus der Portokassa des kleinen Anlegers genommen werden können. Im Klartext, dem exorbitanten Kapitaleinsatz, steht zwar ein phantastischer Gewinn gegenüber. Nur das Risiko dabei auf die Schnauze zu fallen, ist auch nicht zu verachten. Und die Bonds als Garant? LOL.
Wer glaubt, dass wir dabei sozusagen im freien Fall am Boden aufschlagen, liegt weit daneben. Ebenso wie Rom nicht an einem Tag erbaut wurde, geht es nicht an einem Tag unter. Zum Einem gibt es wahrscheinlich Millionen Anleger, die noch keinen Cent ihrer Verluste tatsächlich realisiert haben und nun ständig Kapital nachschießen, in der Hoffnung doch noch einen günstigen Ausstiegszeitpunkt zu erhaschen. Zum Anderen lassen auch die Staaten ständig Kapital nachfließen und stabilisieren damit die Kurse.
Das Problem liegt meiner Ansicht nach darin, dass die Erträge pro eingesetzter Kapitaleinheit schrumpfen. Wir haben uns über die Tatsache hinwegschwindeln können, indem wir ein höheres Risiko eingegangen sind, und dieses Risiko vor uns selber versteckt haben. Kein Rettungspaket wird irgendetwas daran ändern. Das Einzige, was passiert ist, dass das Risiko anders verteilt wird.
Was die Amis zur Zeit machen, ist die Deflation zu bekämpfen. Die Mittel die sie aber dabei zur Hand nehmen, macht es ihnen unmöglich, umgekehrt, die Inflation zu bekämpfen. D.h. sollten unsere Wirtschaftsweisen die Deflation erfolgreich bekämpfen, sind sie im Arsch. Ein Zinssatz von 15%, würde aufgrund des Verschuldungsgrades der Bevölkerung und des Staates, die meisten Volkswirtschaften sofort kollabieren lassen.