Insideraktionen, sowohl Käufe als auch Verkäufe, können ein Hinweis auf Kurserwartungen der Insider sein. Sie müssen es aber nicht. Ich war bei Arques short. Keine Kunst, wenn man das handelt was man sieht. Nach den ersten Einbrüchen häuften sich die Mitteilungen, daß irgendein Vorstandsmitglied Aktien kaufte, am nächsten Tag kaufte eine anderes Vorstandsmitglied zockige Long-K.O. Der Kurs fiel aber noch einmal um mehr als 60%. Publikationspflichten sollen eigentlich Aktionäre schützen. Aber CEOs wissen über die Folgen der Veröffentlichung ihrer Käuf/Verkäufe. Die Publikationspflichten können sehr wohl als Waffe in der psychologischen Kriegsführung verwendet werden. Und wir hatten bereits Tage an denen 3 Daxmitglieder gegen die anderen 27 standen und den Kurs in die andere Richtung hieften. Was kann das Ziel der CEOs sein?
Short-squeeze.
Wie so etwas funktioniert konnte man bei VW sehen. Warum nicht auch Shorties rasieren bei Ami-Aktien? Die Tradingsituation ist genau vergleichbar. Charttechniken versagen. Fundamentale Zahlen auch. Reines Gezocke.
Ich handele was ich sehe. Und monentan sehe ich einen Dax der lustig zwischen 5210 und 5310 hin und her hüpft. Ein einfaches Set-up mit schönen Gewinnen.
Aber ich erwarte auch eine Korrektur.
Irgendwann.
Sollten die Verkäufe ein Hinweis auf wirkliche Angst der CEOs sein, wird man dies dem Chart ansehen. Kein Ceo verkauft seine Aktien, weil er 5 % Verlust erwartet. Da wartet er doch lieber auf 2012 und verkauft zum doppelten Preis.
Sollte Angst der CEOs der Anlaß für Verkäufe sein, so sehen wir keine kleine Korrektur. Wir sehen dann einen Crash mit Kursen deutlich unterhalb der letzten Kampflinie bei 4500.
Meine Schlußfolgerung:
Ein Hinweis auf derartige Ereignisse könte ein Rutsch auf unter 5150 sein. Ein bestätigter Trend liegt erst vpr, wenn unterhalb dieses Wertes zwei Tage nach einander der Schlußkurs Xetra nach unten gegangen ist. Beide Bedingungen (Kurs unter 5150 und zwei Tage Miese) müssen erfüllt sein, um mit großem Geld short zu gehen. Bei diesem Set-up verliert man zwar etwas beim Einstieg, aber sollte es einen Crash geben, ist man mit wenig Risiko voll dabei.
im übrigen erwarte ich derart heftige Kursbewegungen erst nach den Zahlen am Donnerstag. Freitag und Montag sind ideale Tage für den Beginn von Short-Wellen. War in der Vergangenheit oft so.
Bis dahin ist wohl das lukrative Dax-JoJo weiterhin angesagt.
Fazit: Was ich nicht sehe, handele ich nicht. Und ein Trend, jedenfalls nach unten, ist nicht zu sehen oberhalb von 5150.