bin kein banker, aber auch sonst halte ich es fuer nicht angezeigt, leute mit anderer meinung in eine bestimmte ecke stellen zu wollen.
wenn / wie du sagst - alle bereits long sind, ist doch klar, dass es leicht runter gehen kann. haben sich halt schon eingedeckt und stehen nun nicht mehr als kaeufer bereit, sondern verkaufen hoechstens per sl, um die verbliebenen gewinne zu sichern.
meine kritik an der finanztransaktionssteuer bezieht sich im wesentlichen auf zwei punkte>
1) es werden im wesentlichen normale leute zusaetzlich belastet, da sie der steuer kaum ausweichen koennen. politik ruft seit jahren zur eigenen altersvorsorge an, verteuert aber so fuer jeden aktien-, fonds-, lebensversicherunssparer gerade die altersvorsorge bzw. sorgt fuer niedrigere ertraege. grosse institutionelle entziehen sich der steuer durch verlagerung.
2) der verlagerungseffekt fuehrt zu einem kapitalabfluss aus den betroffenen laendern, z.b. deutschland. volkswirtschaftlich gibt es im wesentlichen zwei produktionsfaktoren> arbeit und kapital. (frueher, als die landwirtschaft eine groessere rolle gespielt hat, hat man auch mal "boden" als einen der produktionsfaktoren betrachtet, spaeter gelegentlich "energie"). im wesentlichen ist es so, dass die kapitalausstattung einer volkswirtschaft ueber den gesamtwirtschaftlichen 'wohlstand' entscheidet. kapitalabfluss fuehrt auch zu einer verringerung der arbeitsplaetze. deutschland schiesst sich also selbst in den fuss ... dies wird uebrigens von allen oekonomen so gesehen, unterschiede gibt es nur in der bewertung, weil einige einen BSP verlust durch einfuehrung der finanztransaktionssteuer aufgrund der (aus ihrer sicht erwuenschten) verteilungseffekte akzeptieren (angebliche gerechtigkeit, wenn menschen, die ueber kapital verfuegen staerker zur besteuerung herangezogen werden)