Wenngleich die obere Begrenzung des jüngeren, steiler verlaufenden Trendkanals aus dem Herbst 2011 immerhin erst bei 9.290 Zählern wartet, so deutet die auch auf Wochenbasis mittlerweile überkaufte Markttechnik doch an, dass es jetzt normalerweise langsam zu einer auch etwas deutlicheren Korrektur kommen würde, zumal der DAX in nur wenigen Tagen fast 400 Punkte zugelegt hat, basierend auf der Erleichterung, dass in den USA letzten Endes nur der bisherige, politisch unbefriedigende Zustand wieder hergestellt wurde. Dazu auch ein Blick auf den Chart auf Tagesbasis: Tagesanalyse: Auch hier sehen wir, dass die Stochastik mittlerweile in der überkauften Zone angekommen ist, während der RSI unmittelbar davor steht und selbst bei gehaltenen DAX-Notierungen in den kommenden Tagen das überkaufte Niveau erreichen wird. Was kann die bullishen Akteure in diesem Umfeld überhitzter Markttechnik und nahe kommender, langfristiger Kursziele dazu bewegen, weiter zu kaufen beziehungsweise die Bären dazu bringen, die Fronten zu wechseln? Eine Möglichkeit besteht darin, dass die US-Behörden ab Dienstag eine ganze Flut an Konjunkturdaten veröffentlichen werden, die aufgrund des "Shutdown" der letzten Wochen noch ausstehen. Selbst wenn diese Daten unerfreulich ausfallen würden, könnte man mit einer entsprechend optimistischen Einstellung entweder darin den Vorteil sehen, dass die US-Notenbank deshalb ihre Anleihekäufe auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht reduzieren wird ... oder schlechte Konjunkturdaten auf Verzerrungen durch diese Phase geschlossener US-Behörden zurückführen. Das Problem ist aber, dass es auf die bullishen Akteure momentan nicht ankommt. Wenn der DAX weiter steigen soll, müssen die Bären beziehungsweise die momentan wenig oder gar nicht investierten Akteure überzeugt werden, auf diesem Niveau neu einzusteigen. Ob das durch eine positive Interpretation möglicherweise negativer Daten gelingt, ist fraglich, denn wer momentan skeptisch ist, wird wohl kaum auf einmal eine rosa Brille aufsetzen. Daher raten wir dazu, laufende Long-Positionen jetzt auf keinen Fall mehr auszubauen und den Schwerpunkt auf die Gewinnssicherung zu legen. Dazu würden wir den Stop-Loss parallel zum sukzessive weiter steigenden 20-Tage-Durchschnitt jetzt auf 8.675 Punkte anheben. Sollte der DAX mit 8.675 Punkten oder weniger auch unterhalb der 20-Tage-Linie schließen, wäre dies eine Gelegenheit für eine erste, noch kleine Short-Position, deren Stoppkurs zunächst bei 8.780 Punkten angesetzt werden sollte. Widerstände: 8.865 / 8.955 / 9.290 Unterstützungen: 8.770 / 8.690 / 8.676 / 8.605 / 8.558 / 8.526 / 8.457 / 8.415 / 8.235 / 8.215 / 8.107 Passende