Kolumne von Manfred Gburek
Zwischen Mario Draghi und Jens Weidmann schwelt ein Konflikt. Erst in einem Jahr werden wir erfahren, wie ernst er wirklich ist. Bis dahin nimmt das Spiel mit Staatsanleihen skurrile Formen an.
Am kommenden Mittwoch wird EZB-Präsident Mario Draghi wieder einmal etwas Wichtiges verkünden: Einzelheiten zur europäischen Bankenaufsicht. Bei dieser Aufsicht scheint es sich zwar nur um ein weiteres technokratisches Monster zu handeln, aber in Wahrheit geht es um Konfliktpotenzial, wie es brisanter nicht sein könnte: Zum einen hier der EZB-Präsident, der sich in einer legendären Rede schon längst so festgelegt hat: „Innerhalb unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir, das wird ausreichen.“ Das war im Sommer 2012 und ging mit drei Worten in die Finanzgeschichte ein: „whatever it takes“, was immer es erfordert. Zum anderen dort Draghis Widersacher, Bundesbank-Präsident und EZB-Ratsmitglied Jens Weidmann, der nicht müde wird zu verkünden, was er alles gegen den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB hat.
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