Angesichts der Rekordjagd an vielen Börsen  schöpfen Anleger offenbar Mut und ziehen Gelder aus dem "sicheren Hafen"  des Schweizer Frankens ab. Die Schweizer Währung hat sich in den  letzten Tagen abgeschwächt. Am Freitag kletterte der Kurs des Euro über  1,24 Franken.

Im Lauf des Freitags erreichte der Kurs einen Höchsstand von 1,246. Das  ist der höchste Stand seit Januar. Danach war der Euro angesichts der  mehrmals gescheiterten Regierungsbildung in Italien und wegen der  Zypern-Krise bis im April auf noch gut 1,21 Franken gesunken.

Die wachsenden Hoffnungen, die Eurozone könnte ihre Probleme langsam in  den Griff bekommen, schwächen den Franken. Aus dem selben Grund steigen  derzeit auch die Aktienkurse.

 

Die gute Stimmung führe dazu, dass Anleger Geld aus sicheren Häfen  abzögen und in Aktien investierten, hiess es. Am Markt schöpft man  Zuversicht, nachdem sich die Anzeichen verstärken, dass in den  europäischen Ländern der harte Sparkurs, der zur Eindämmung der Krise  eingeschlagen worden war, aufgeweicht werden könnte.

 

Der Anstieg des Dollarkurses zum Franken wird erklärt mit der Annahme,  dass die USA ihre grossen Anleihenkäufe dieses Jahr beenden könnten.

(sda)