wie zur Jahrtausendwende. Damals hiess es ja ebenfalls, dass die traditionellen Bewertungsmassstäbe nunmehr überholt seien. Wie die Geschichte letztendlich ausging, das ist ja allseits bekannt.
Aktuell vernimmt man wieder ähnliche Statements. Wenn man die verschiedenen Kommentierungen mal durchgeht, so spielen da Bewertungen nur noch eine untergeordnete Rolle. Vielmehr ist von dem "Firepower" der Notenbanken die Rede, welche den Aktienmärkten künftig den entsprechenden Geleitschutz verpassen, Kursrückschläge gehören somit der Vergangenheit an. Die sogenannten Märkte könnten auch unmöglich auf Liquiditätsentzug gesetzt werden, weil ansonsten ja der Finanzmarkt kollabieren würde, usw., usf. Haben wir es hier etwa mit einem Drogendealer zu tun, der die Märkte bis hin zur Überdosis mit Geld versorgen muss?
Es kommt eigentlich kaum jemand auf die Idee, dass eine falsche, viel zu expansive Politik der Notenbanken durchaus einen Brandbeschleuniger darstellt. Denn ein System, welches als Hauptfaktoren Geldschwemme, exzessive Spekulation und ein gewaltiges politisches Erpressungspotential anbietet, hat mit freier Marktwirtschaft bzw. Kapitalismus aber kaum noch etwas gemein.
Man sollte sich nochmals kurz vor Augen führen, was da so in den vergangenen fünf Jahren auf uns so alles eingeprasselt ist:
Finanzielle Repression, Zwangsabgaben, Schuldenschnitte, Enteignung, kalte Progression, historisch tiefe Leitzinsen, Haftungskaskade, Negativzinsen, Bargeldverbot, Schuldensteuer, Kapitalabgabe, Austeritätspolitik, Rettungspakete, Wohlstandsverluste, höhere Inflation, Deflationsspirale, Kapitalverkehrskontrollen, Kollektive Handlungsklausel, Blasenbildungen …..
Und die Liste lässt sich noch beliebig fortführen. Choose your poison!
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!