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Der USA Bären-Thread


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Zanoni1:

Es kommt auch darauf an,

 
14.09.13 18:07
von welchen Niveaus kommend Zinsen steigen oder fallen!

Eine Erhöhung von 0% auf 0,5% stellt nicht wirklich eine Belastung für die Wirtschaft dar.
Genau so, wie es keine nennenswerte Erleichterung für die Wirtschaft ist, wenn die Zinsen von 0,75% auf 0,5% fallen.
Es handelte sich in beiden Fällen immer noch um historisch aussergewöhnlich niedrige Zinsen.

Wer zu 0,75% nicht bei Krediten zugegriffen hat, wird dies auch nicht tun, nur weil der Zins nun bei 0,5% läge. Die Höhe des Zinses dürfte nämlich kaum das Hindernis gewesen sein.
Andersherum gilt das gleiche.

Auf die Preise von Anleihen wirkt sich so etwas allerdings unmittelbar aus - und zwar technisch bedingt völlig automatisch.
Antworten
Anti Lemming:

Für den Dollar-Carrytrade,

2
14.09.13 19:28

der bei Nullzinsen theoretisch mit "unendlichem" Hebel (Division durch Null) arbeitet, ist bereits eine Leitzinserhöhung von Null auf 0,5 % fatal, weil der Hebel dann von "unendlich" in den endlichen Bereich zurückkommt. Da muss dann mit Deleveraging gegengesteuert werden.

Und da sämtliche Assets - von Aktien über Staatsanleihen (aller Herren Länder) und Junkbonds bis zu Rohstoffen im Dollar-CT gigantisch aufgebläht wurden, erzeugte die
Tapering-Vorankündigung im Mai - obwohl diese lediglich das "lange Ende" der Zinskurve ins Visier nimmt, panikartige Verwerfungen - inbesondere im US-Bondmarkt und in den Emerging Markets.

FAZIT: Wir haben - bedingt durch die Nullzinspolitik - die Mutter aller Assetblasen. Jede Form von Zinserhöhung (schon am langen und erst recht am kurzen Ende) führt zu empfindlichen Verwerfungen. In USA bricht allein schon mit Tapering buchstäblich ein Luftschloss zusammen. Wenn dessen Wälle bröseln, sieht man, das QE-Kaiser Alois Bernanke dort nackt auf einer Keynes-Wolke residierte.

rieke3562.beepworld.de/files/alois_harfe1.jpg

Der USA Bären-Thread 644333
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Anti Lemming:

Genfer Verhandlung: Streit um das "Kleingedruckte"

 
14.09.13 19:56
www.spiegel.de/politik/ausland/c-waffen-plan-fuer-syrien-a-922268.html

...Doch schnell zeigt sich, dass es mit der Einigkeit zwischen Washington und Moskau nicht weit her ist. Die beiden haben die wichtigste Frage ausgeklammert: Was passiert, wenn sich Baschar al-Assad nicht an ihren Plan hält?

Washington hat darauf eine andere Antwort als Moskau.

US-Verteidigungsminister Kerry sagt: "Wenn Syrien diesen Plan nicht umsetzt, wird eine Antwort in Übereinstimmung mit Uno-Kapitel sieben folgen."

Unter Berufung auf dieses Kapitel über Bedrohungen für den Weltfrieden darf der Uno-Sicherheitsrat Militärschläge gegen Drittstaaten autorisieren oder auch nichtmilitärische Maßnahmen wie Sanktionen.

Lawrow widerspricht dem amerikanischen Außenminister sofort. In der Resolution werde nichts von Kapitel sieben stehen, sagt er. "Jede Verletzung des Plans wird im Uno-Sicherheitsrat diskutiert werden", sagt Kerry. Lawrow sagt: "Verletzungen müssen begutachtet, untersucht und verifiziert werden."
Antworten
Anti Lemming:

Vertrackte Lage...

 
14.09.13 20:00

www.handelsblatt.com/politik/international/...ntwaffnung/8790006.html

....Den Angaben im Vorfeld der Verhandlungen zufolge ist Washington jetzt bereit, im Uno-Sicherheitsrat eine Resolution zu verabschieden, in der keine direkte Androhung von Gewalt gegen das Regime in Damaskus vorkommt. Eine solche Drohung darf es für Moskau nicht geben. Diplomaten in Genf sagten allerdings, die USA könnten ihre Drohung mit eigenen Militärschlägen auch ohne ausdrückliche Erwähnung in einer Uno-Resolution aufrechterhalten...


A.L.: Dass heißt: UNO-Reglement, solange Assad spurt. Schert er aus, werfen die Amis auch ohne UNO-Billigung bomben.

Antworten
zaphod42:

Meine Antwort

 
14.09.13 20:01
"Die beiden haben die wichtigste Frage ausgeklammert: Was passiert, wenn sich Baschar al-Assad nicht an ihren Plan hält?"

BUMMMM

----------

Deine Antwort?

Egal, schuld sind sowieso  die Amis selbst  oder wahlweise die Saudis oder deren Handlanger-Rebellen, die haben ja auch dem armen Assad die Falle gestellt. Wenn Assad nicht spurt muss folglich Wahsington bombardiert werden?

Antworten
Anti Lemming:

Für die Annalen der "Analen"

3
14.09.13 20:09
Ich finde, Kerry hat ein verkniffenes Gesicht, vor allem der dünnlippige Unterkiefer malt "verklemmt" beim Sprechen, so als würde er ständig was zurückhalten (Aggression?).

Ein klassischer Militarist aller Schule. Kaiser Wilhelm hätte seine Freude an ihm gehabt.

Sichtprobe:
www.youtube.com/watch?v=3gS15veiB9U

Dein Vorbild, Zaphod?
Antworten
Zanoni1:

#552

 
14.09.13 20:17
Was die Wirkung auf die Zinskurve am langen Ende von Anleihen betrifft. gebe ich Dir völlig recht.
Ob sich das Tapering dann allerdings in irgendeiner Weise auf die Wirtschaft selbst auswirkt, möchte ich doch sehr bezweifeln. Der Kreditzins ist davon im übrigen gar nicht betroffen.
Der Leitzins selbst dürfte dabei noch auf längere Zeit bei 0 bleiben, und wenn dann allenfalls geringfügig angehoben werden.
Für die Wirtschaft m.M. nach immer noch kein Problem. Für Carry-Trades möglicherweise schon, zumindest würden sie dadurch weniger lukrativ.
Bei der Erwägung, in welchem Maße sich Zinserhöhungen auf die Realwirtschaft und auf die Aktienkurse auswirken sollten, und ob das nun etwas Gutes oder etwas Schlechtes ist, sollten Carry-Trades meiner Meinung nach jedoch außen vor bleiben.  
Antworten
zaphod42:

Wer ist dein Vorbild, AL?

 
14.09.13 20:25
Mal überlegen. Homophob, Magengeschwür, Anal fixiert, Politisch ungebildet und auch sonst wenig Ahnung vn Psychologie und dem Zwischenmenschlichen, aber mit Wortwitz und Talent zu schreiben.

Vermutlich ein Theaterkritiker. Da kenn ich nicht viele, ich lese keine gehässigen Theaterkritiken.
Antworten
zaphod42:

#56

 
14.09.13 20:27
Den Charakter an der Schädelform und dem Gesicht ablesen zu wollen haben übrigens zuerst die Nazis versucht. Hast du diese Mach-Werke intensiv studiert?  
Antworten
Zanoni1:

Ergänzung

3
14.09.13 20:30
"Wir haben - bedingt durch die Nullzinspolitik - die Mutter aller Assetblasen."

GA!

"Jede Form von Zinserhöhung (schon am langen und erst recht am kurzen Ende) führt zu empfindlichen Verwerfungen."

Das hängt davon ab, wie weit die Blase bereits fortgeschritten ist.
Noch ist die Liquidität ja gar nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangt.

Problematisch wird es erst, wenn überall und exzessiv Kredite zu Niedrigzinsen vergeben werden und dadurch Investitionen getätigt werden, die bei einem natürlichen Zins gar nicht profitabel wären. Diese würden dann bei Zinserhöhungen rückabgewickelt werden müssen. Das wäre dann der Crash, ähnlich, wie wir ihn 2008 gesehen haben.

An diesem Punkt sind wir allerdings noch längst nicht! Das Potenzial dafür wurde aber durch Notenbankpolitik bis dahin erstmal geschaffen.
Mal sehen wie es weiter geht, bzw. ob vorzeitig gegengesteuert wird.

Die augenblicklichen Risiken sehe ich eher in der immer noch dramatischen Situation der Überschuldung vieler Länder und nicht in ungebremstem Kreditwachstum.

Das kann aber noch kommen.... in einigen oder vielen Jahren.
 
Antworten
Anti Lemming:

Zanoni - Irrtum in # 557

3
14.09.13 20:33

"Ob sich das Tapering dann allerdings in irgendeiner Weise auf die Wirtschaft selbst auswirkt, möchte ich doch sehr bezweifeln. Der Kreditzins ist davon im übrigen gar nicht betroffen."

Der Zinssatz für langfristige Festzins-Hypotheken hängt (weltweit) stark an der Rendite der langfristigen (10- bis 30-jährigen) Staatsanleihen. Da in USA deren Renditen schon allein seit der "Tapering-Androhung" im Mai stark gestiegen sind (bei US-10jährigen fast Verdoppelung auf jetzt 3 %), wurden auch die US-Hypotheken sprunghaft teuer. Folge: Entsprechend stark sind in den letzten Monaten die US-Bauaktivitäten und Gebrauchthausverkäufe eingebrochen (teilweise zweistellig, hier im Thread gepostet). Hinzu kommt, dass das in USA wieder gebräuchliche Zweckentfremden des eigenen Hauses als Geldautomat (HELOC) dadurch einen Dämpfer erhält.

Gegenpol hat in # 507 treffend darauf hingewiesen, dass ein Großteil der US-Wirtschaft am Immobilienmarkt hängt:

www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4300#jumppos107509

P.S. Zu solchen Fehlschlüssen wie Du kommt man, wenn man die (unsäglichlichen) Fillorkill'schen Vorstellungen über die "Neutralität" von QE teilt.

Für # 560 gilt Ähnliches. Sprüche wie "Noch ist die Liquidität ja gar nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangt", die auf Fills Mist gewachsen sind, zeugen - sorry - von erheblichen Wahrnehmungsdefiziten. Deshalb will die diesen Unsinn hier auch nicht mehr mit Fill diskutieren.

Antworten
zaphod42:

zan

 
14.09.13 20:35
"Das kann aber noch kommen.... in einigen oder vielen Jahren."

Der nächste Crash ist immer "weit weg". Selbst nur Stunden vorher.

Grund: Niemand will sich zum Deppen machen und "in eingen Jahren" ist weit genug weg um nicht falsch gelegen zu haben wenn es soweit ist. Das Problem: JE weiter die Zeit forstschreitet, desto näher ist "weit weg". Konkret: "Heute" ist das "weit weg" von 2010/11.  
Antworten
Anti Lemming:

Kleines Traktat zu Psychologie und Physiognomie

5
14.09.13 20:41
Nicht der Körper oder die Gesichtsform verraten psychologisch etwas über den Menschen, sondern die Art und Weise, wie er damit "umgeht".

Meine Ex-Frau, die körpertherapeutisch tätig ist, sagte mal (etwas zynisch).

"Jeder hat den Körper, den er verdient".

Sprich: Krankes, psychotischen Denken verunstaltet den Körper. Kenner wie Psychologen "sehen" dies an zahlreichen Faktoren, u. a. an der Art zu Sprechen und zu Gehen. (Tipp: Wie breitbeinig gehst Du morgens zum Klo? ;-) Ok, der war daneben).

Fazit:. Nix Nazi-Denken, angewandte Psychologie, gepaart mit "wachem Auge" und gesunden Menschenverstand.
Antworten
Zanoni1:

#561

 
14.09.13 21:06

Die Vorstellungen über Neutralität von QE teile ich aber gar nicht. Zumindest nicht so, wie es Dir vielleicht vorschweben mag.


"Noch ist die Liquidität ja gar nicht in den Wirtschaftskreislauf gelangt", die auf Fills Mist gewachsen sind, zeugen - sorry - von erheblichen Wahrnehmungsdefiziten. Deshalb will die diesen Unsinn hier auch nicht mehr mit Fill diskutieren."


Dabei ist das nun ein Punkt der völlig unstrittig ist. Aber vielleicht habe ich mich auch misverständlich ausgedrückt, mir ging es nicht um die QE Liquidität, die durch mittelbare Staatsfinanzierung an die Staaten geflossen ist und von diesen auch ausgegben wurde, sondern um die QE-Liquidität, die an die Banken geflossen ist und von ihnen gehortet wird, und eben nicht über die Kreditvergabe in die Realwirtschaft gelangt ist!

Es findet derzeit alles andere als eine expansive Kreditvergabe der GB statt!
Deswegen sehen wir auch noch keine höhere Inflation. Es werden Excess-Reserves gehortet.

Das findet man nun überall in Deinen Lieblingsfarben, schwarz auf weiß!

Antworten
zaphod42:

Nicht jeder

2
14.09.13 21:09
hat den Körper den er verdient. Oder wie abnormal krankes Denken würde der Theorie deiner Ex(hoffentlich deswegen)Frau zufolge unten stehenden Herrn verunstaltet haben?

Langsam wird mir machens klar, AL, warum manchens diner Postings recht verstörend wird. Küchenpsychologie gepaart mit platten Weisheiten aus dem Masseusen-Lehrbuch führen bei dir zur Analyse deiner Mitmenschen.

Holzauge sei wachsam! Mens sana in corpore sanum wie mein Sportlehrer immer sagte (vermutlich Turnvater-Jahn-Gefolgsmann oder noch schlimmer Exnazi. So genau konnte ich das damals nicht unterscheiden)
Der USA Bären-Thread 644352
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Zanoni1:

...und ohne exzessive Kreditexpansion

 
14.09.13 21:09
... keine Megabubble, die platzen würde, wenn die Zinsen wieder etwas erhöht würde.

Das war mein eigentlicher Punkt, auf den ich damit hinauswollte.
Antworten
Anti Lemming:

Das WSJ will in einem Artikel weismachen, dass

3
14.09.13 21:32
in den Boomjahren des US-Housing-Marktes geschnürte "toxische Subprime-Hypothekenbonds" keinesfalls "tot" seien, sondern teils noch stark werthaltig.

Mit dem erwünschten Lerneffekt: Seht her, eigentlich sind Kreditverbriefungen doch gar nicht so schlecht.

Nur Lehman war halt böse, und die sind deshalb wirklich tot ;-)

In dem groß aufgemachten WSJ-Artikel wird ein AAA-Subprime-Paket (beste Tranche) mit der Bezeichung CWABS 2006-7 untersucht, das zurzeit wieder bei 91 % des Nominalwerts notiert. 2008/9 hatte sich der Marktwert dieser Kreditverbriefung zeitweise halbiert.

Nach dem Auszug aus dem WSJ-Artikel (unten) zeige ich, dass diese Auswahl recht selektiv erfolgt ist. Als Gegenbeispiel poste ich den Chart eines ABS-Papier mit BBB-Rating (was immerhin noch als Investmentgrade gilt), das aktuell nur noch mit 1,25 % des Nominalwerts notiert. Versicherungen, Landesbanken und andere Deppen, die in dieses Papier investiert hatten, sitzen BIS HEUTE auf 98,75 % Verlust - und werden ihr Geld höchstwahrscheinlich NIE wiedersehen.

-------------------------

WSJ.de
www.wsj.de/article/SB10001424127887323846504579073113405381086.html
Ein toxischer Subprime-Hypothekenbond lebt weiter

Im Zentrum der Finanzkrise stand ein komplexes Finanzprodukt namens Subprime-Hypothekenanleihe. Zu den giftigsten Papieren dieser Art zählte eines mit dem Namen CWABS 2006-7.

Es bestand komplett aus Krediten der Hypothekenbank Countrywide Financial und war 2009 so stark von Problemen betroffen, dass es schien, als ob fast alle der in die Tausende gehenden Hypotheken, die in dem Papier gebündelt waren, ausfallen könnten.

Heute mag man vielleicht denken, dass solch ein Relikt mit schlecht konzipierten Krediten so tot ist wie Weltraummüll in der Erdumlaufbahn. Tatsächlich lebt CWABS 2006-7 noch – und es geht ihm gut. Es wird stark nachgefragt und hat cleveren Anlegern schon große Gewinne beschert. Eine gehobene Tranche des Papiers notiert derzeit wieder bei 91 Prozent des Nennwertes und hat damit fast alle Verluste wieder wettgemacht....


-------------------------

So - und hier nun mein Gegenbeispiel mit der ABS-Tranche ABX.HE.BB-.07-1. Dieses verbriefte Hypothekenbündel notiert aktuell bei nue noch 1,25 % (!) seines Nominalwerts. "Investoren" haben mit diesem Papier also bislang 98,75 % ihres Einsatzes verloren.

www.markit.com/en/products/data/indices/...ndices/abx/abx-prices.page
Der USA Bären-Thread 644354
Antworten
Anti Lemming:

Hier noch eine AAA-Verbriefung aus dem

2
14.09.13 21:43
US-Housingmarkt, die aktuell bei nur 52,5 % ihres Nominalwerts notiert. Wer dieses Papier bei seiner Emission zu 100 % gekauft hat, sitzt immer noch auf fast 50 % Verlust. Und dies, obwohl die Börsen (QE bedingt) weltweit boomen.

Wenn die Aktienblase platzt, werden auch diese (Klo-)Papierchen ("Klo" für Zaphod) erneut stark an Wert verlieren.

(Quelle: siehe Markit-Link im letzten Posting)

FAZIT: Das WSJ.de hat sich für seine "Subprime-Erholungs"-Story in # 567 selektiv eines der wenigen AAA-Subprime-Pakete herausgepickt, die sich bis heute nennenswert erholt haben. Diese Auswahl ist nicht repräsentativ!
.
Der USA Bären-Thread 644357
Antworten
learner:

Ob die Annahmen und Regeln der Vergangenheit

6
14.09.13 21:55
einem weiterhelfen, um die Entwicklung der Börsen in irgend einer Form zu antizipieren erscheint mir mindestens mit einigen Fragezeichen versehen zu sein.

Die Staaten haben sich nach der Krise noch weiter verschuldet, um einen Kollaps zu vermeiden. Diese Schulden müssen bedient werden, weshalb die Zinsen gedrückt werden. Alle hoffen, dass die niedrigen Zinsen zu mehr Wirtschaftswachstum führen.

Letztendlich ist entscheidend, ob die Kaufkraft und das Vertrauen in eine bessere Zukunft zu den Verbrauchern zurückkehrt. Die Konzerne werden jedoch weiterhin alles versuchen (müssen), um noch profitabler zu werden. Der globale Konkurrenzkampf ist sicher knochenhart, bzw. die Erwartungen der Anleger sind extrem hoch.

Dadurch bedingt werden ständig die Kosten optimiert, was letztendlich dazu führt, dass die Kaufkraft der Lohnabhängigen kaum Schritt hält mit der tatsächlichen Inflation. Die Kaufkraft der Massen lässt nach!

Dies war der Anlass für die Staaten in keysianischer Manier für einen Ausgleich dieser fehlender Kaufkraft zu sorgen, verbunden mit den oben beschriebenen Hoffnungen. Das Problem für die Staaten besteht darin, dass die Konzerne Ihre Gewinne Offshore versteuern und die Staatskassen leider leer bleiben. Nicht ganz leer, denn der Staat versucht diese durch den Griff in die Taschen der Unter- und Mittelschicht wieder zu füllen.

Das führt wiederum zu verstärktem Abbau der Massenkaufkraft.

Die heutigen Probleme werden erst wieder verschwinden, wenn man diese Abwärtsspirale beendet, was vorerst nicht im Interesse der sehr mächtigen Geldoligarchie ist, die ca.1% der Bevölkerung ausmacht.


Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"
Antworten
Anti Lemming:

Learner

 
14.09.13 21:58
danke für dieses Substanzposting. Davon würde ich hier gern mehr sehen - und weniger Anal-Schrott von Kriegstreibern und Wirtschaftsmissverstehern.
Antworten
zaphod42:

Learner

2
14.09.13 22:06
anke für dieses Substanzposting. Davon würde ich hier gern mehr sehen - und weniger Anal-Schrott von Kriegstreibern und Wirtschaftsmissverstehern.  
Antworten
Zanoni1:

Zap, bitte genau lesen.

2
14.09.13 23:00
Geschrieben hatte ich nicht, dass ein crash in einigen oder vielen Jahren kommen kann. (Ein Crash kann grundsätzlich jederzeit passieren, wenn es einen Trigger dafür gibt.)

Gesprochen habe ich von einer erneuten exzessiven Kreditexpansion.
Das Deleveraging ist noch lange nicht beendet. Es dürfte noch eine längere Zeit dauern, sowohl auf der Seite des Angebots, als auch, was viele übersehen, auf Seite der Nachfrage nach Kredit, bevor wir wieder größeres Kreditwachstum sehen werden.

Es sind ja nicht nur die Staaten, die hoch vesrchuldet sind, sondern auch viele Privathaushalte und Unternehmen.

Wenn der Kredit wieder zunimmt und vermehrt Investitionen getätigt werden, ist die Freude dann so groß, dass keine NB daran denkt, die Zinsen zu erhöhen.
Wer möchte schon riskieren, das zarte Pflänzchen Wachstum wieder abzuwürgen.
Wenn dann irgendwann doch Gefahr gesehen wird, dann haben aber in der Regel schon Fehlentwicklungen und Blasenbildungen stattgefunden.
Diese kann man nämlich erst nachlaufend und nicht in ihrer Entstehung erkennen!

Erhöht man dann die Zinsen, bringt man die Blase ungewollt zum Platzen, dass es nämlich mal wieder zu spät zum Gegenlenken war, hat dann nämlich keiner erkannt.
Das war genau der Ablauf zwischen dem Zusammenbruch der New Econmy und dem Crash 2008.
Das Drehbuch von solchen Zyklen ist dabei im Kern immer das selbe.

Aus diesem Grund sollte man den Zins dann m.M. nach auch besser dem Markt überlassen, anstatt über einen künstlichen Zins die Wirtschaft lenken zu wollen.

Antworten
zaphod42:

Alles richtig, zan

 
15.09.13 01:35
Das einzige was falsch sein wird, ist vermutlich die die Zeitpunkte betroffende sich daraus ergebende Vorhersage. Denn niemand kann wissen, ob die Kreditsause noch 3 Tage oder 30 Jahre gehen kann/wird. Sie geht schon fast 5 Jahre, insofern postuliere ich mal dass wir dem vorläufigen Ende näher als dem Anfang sind. Vorläufig deshalb, weil das System kämpfen wird. Dieser Kampf ging schon einmal für das System aus. Warum nicht ein zweites Mal?  
Antworten
Anti Lemming:

Warum die Amis Kriege "brauchen"

7
15.09.13 08:54
Der militärisch-industrielle Komplex - ein aufgeblähtes Ungeheuer, das auch Geheimdienste wie NSA und "law enforcement" (Homeland Security) einschließt - saugt immer mehr Geld aus dem US-BIP (Chart unten) und braucht dafür als Rechtfertigung dringend neue Kriege.

Daher auch das aggressive Syrien-Getrommel.

Natürlich bedarf es dazu passender Feindbilder und "Empörungspropaganda", die debil-aggressive Zukurz-Denker bei Ariva prompt, sendungsbewusst und teils geradezu kriegsgeil nachbeten - dabei gegen alles tretend, was Bedenken an ihren moralisierenden Hau-Drauf-Ergüssen anmeldet.

Seit Beginn der "Großen Finanz-Depression" in 2008, in deren Gefolge der US-Mittelstand sukzessive in Armut (teils Food Stamps) versinkt, werden die Umverteilungskämpfe jedoch zunehmend härter. Wenn hinten und vorn das Geld fehlt, wird auch die Legitimierung neuer Kriege immer problematischer. Die US-Bevölkerung  hat nach den Erfahrungen des Irak-, Afghanistan- und Libyen-Krieg schlicht kein Interesse mehr, Geld in diese Kanäle fließen zu lassen, zumal der propagierte Erfolg "Demokratisierung" und "Befriedung" in allen Fällen ausblieb.

Autor Paul Rosenberg nennt im Blog Freeman's Perspective sieben Möglichkeiten, mit denen der militärisch-industrielle Komplex dennoch noch weiter an neue Gelder kommen könnte. Die sicherste Option bleibt "war-mongering" (Kriegstreiberei):


American workers already have about half their money taken from them. The now-denuded middle class is surviving on food stamps, disability payments, and a dozen other programs that dish out federal money. They"ve undergone a long, hard fall, from working machines to working government programs.

The military-industrial-intelligence-law enforcement complex has only a few choices left in front of it. (Aside from rational things, like giving up their immoral and abusive game.)

Those choices include:

1. Find a way to legitimately juice [Aussaugen] the economy. (Good luck.)

2. Make people want to be poorer. (Again, good luck.)

3. Act like Stalin and terrorize your populace openly. (Americans still have guns.)

4. Create a really, really scary foreign devil. (A tough sell these days, but not for lack of trying.)

5. Create an iron-clad, world monetary system and government. One that can feed them no matter what. (Probably requires a nuclear war first.)

6. Create a truly scary war, with piles of dead people in US cities. Then folks will be frightened enough to hand over the rest of their money.

7. Down-size: Work with their politicians and bankers to dominate only the major cities, the major corporations, and those who will live as dependents to the system. Abandon most of the rest and stop meddling in all the world"s affairs.

[Dabei ist (7) sicherlich die am wenigsten "präferierte" Option, A.L.]

The one other possibility for them is to convince the Fed to print faster and damn the consequences. [siehe dazu mein gestriges Posting # 455: www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4300#jumppos107511 ]

And they may choose that option first, since it would allow them to kick the can just a little bit further down the road.

But once that"s done, they"ll be right back to these seven choices.


Anstieg der Rüstungsausgaben in den letzten 10 Jahren:

www.freemansperspective.com/military-industrial-complex/

Der USA Bären-Thread 644387
Antworten
Anti Lemming:

Das drohende Platzen der Militär-Industrie-Blase

6
15.09.13 09:08
(ergänzend zum letzten Posting)

Der militärisch-industrielle Komplex blieb bis Mitte 2012 ein großer Profiteur von QE. Geithner verfügte dank enormer Staatsanleihen-Emissionen, die die Fed größtenteils indirekt aufkaufte, über genug "Spielgeld", um auch weiterhin massiv Rüstungsaufträge in Auftrag zu geben. Der Chart unten zeigt, dass die US-Rüstungsausgaben in der "Krisenzeit" seit 2008 um ca. 15 % gestiegen sind.

Die Einsparungen im Gefolge des "fiscal cliff" ab Jan. 2013 zwangen die US-Regierung jedoch auch zum Eindampfen der Rüstungsausgaben, die seitdem deutlich gefallen sind. Dies führt zu neuen Verteilungskämpfen. Der Rüstungs-Sektor "hungert" geradezu nach neuen Kriegen und deren "moralische" (LOL) Rechtfertigungen (# 574).

Um weiterhin an Staats-Manna zu kommen, bleibt dem Sektor nur, mit neuen Kriegen mehr Sachzwänge für weiter ausufernderndes QE zu "erzeugen" (siehe mein Posting # 511). Dabei kann politisch ausgenutzt werden, dass in "Kriegslagen" Inflationsbedenken in den Hintergrund rücken - freilich nur bei hinreichend aufgebauschten Feinbildern.
(Verkleinert auf 98%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 644388
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