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Der USA Bären-Thread

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf DAX

Strategie Hebel
Steigender DAX-Kurs 5,00 10,00 19,99
Fallender DAX-Kurs 5,77 9,99 20,02
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11KN5 , DE000NB2E3F2 , DE000NB4LQR0 , DE000NB32ZH1 , DE000NB2MJF2 , DE000NB24NB7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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S&P 500 6.900,3 -0,09% Perf. seit Threadbeginn:   +372,95%
 
lehna:

# 72 AL, alter Junge...

3
05.06.13 19:53
seit wann machen Nachrichten Kurse??? Was sind denn das für komische Annahmen???
Ok, ok... für stramme Shorties sind die US-Arbeitsmarktzahlen natürlich immer gefälscht und Bullen leiden fast immer an Rinderwahn.
Der Hype die letzten Monate gehört natürlich gestutzt, bevor die Fahnenstangen zu gackelig werden.
Trotzdem Vorsicht, ihr Bären.
Die Rentenmarkt - Blase ist zum gigantischen Ballon mutiert. Beim kollabieren kann also noch viel heisse Luft in den Aktienmarkt reinschiessen.
Natürlich gäbs erst mal lange Gesichter, wenn der US- Arbeitsmarkt am Freitag zu viel Stellen schaffen würde.
Die Fed würde dann weniger schmieren-- was jeder Motor übel nimmt...
Antworten
Stöffen:

Sehe es ähnlich

3
05.06.13 20:24
es schmerzt zwar an dieser Stelle etwas, unserem Perma-Bullen Lehna hier zwar beizupflichten, aber der Markt war hoffnungslos überkauft und ein Rücksetzer hatte sich unmittelbar abgezeichnet. Dieses wurde auch im Thread bereits vor kurzem dementsprechend angerissen und ist/war für Kurzfristtrader sicherlich ein nettes Ballyhoo. Ob sich hiermit ein längerfristiger Bärenmarkt etabliert, ob sich konsequente Langfristler, welche in der Vergangenheit relativ günstig ihre Shares eingekauft haben, von derart kurzen Pullbacks aus ihren Positionen herausdrängen lassen, nun, das mag vom heutigen Standpunkt wohl bezweifelt werden.

Selbst unser Ober-Pessimist Marc Faber hält weiterhin seinen Aktien-Anteil, hat natürlich auch für die Zukunft seine ihm eigene skeptische Sichtweise, äußert sich jedoch in puncto des Eingehens von massiveren Short-Positionen da eigentlich doch noch eher recht zurückhaltend:

"Ist es eine gute Zeit, den Markt zu shorten? Ja, wenn Sie tiefe Taschen haben, dann ist vielleicht jetzt eine gute Zeit, die Aktienmärkte zu shorten. Aber wer weiß…."

www.goldseiten.de/artikel/...g-bei-Bergbauwerten-moeglich.html

Wahrscheinlich lesen wir bei Bubble-Media in ca. 2-3 Tagen, das Investoren auf dem erniedrigtem Niveau nun wieder herzhaft zugreifen. Und das wäre ganz und gar nicht verwunderlich. It's a mad world!
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Anti Lemming:

Madoff warnt vor Betrügern an der Wall Street

7
05.06.13 21:29
Madoff meint sinngemäß, der ganze Markt ist eine einzige Verarschung von Kleinanlegern, die stets am schlechtesten darüber informiert sind, was wirklich läuft.

www.marketwatch.com/story/...ll-street-scam-you-like-i-did-2013-06-05

Wobei man Madoff zugestehen muss, das er über hervorragende Berufserfahrung im kriminellen Finanzsektor verfügt.

Dass ausgerechnet am Hoch vor zwei Wochen hier die große Bullen-Euphorie ausbrach, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter und böswilliger Gehirnwäsche auf allen Kanälen. Wenn dort nur lange genug rumgesülzt wird, dass schlechte Makrozahlen gut für die Wirtschaft seien, weil dann mehr QE kommt, dann glauben es am Ende fast Alle, selbst kritische Geister wie Gegenpol und Fillorkill. Selbst Gevatter Stöffen "bezweifelt", dass der aktuelle Abverkauf Beine nach unten hat.

Was kontraindikatorisch ideale Bedingungen für Bären (bekanntlich Einzelgänger) sind.
Antworten
lehna:

#78 ...Nana AL...

2
05.06.13 22:17
wieso werden Kleinanleger verarscht???
Weil sie diese Hausse verpennten und zu lange auf Apokalyptiker hörten???
Da muss sich jeder Kräuterer an die eigene Nase packen.
Wer Verschwörungen vorschiebt, wenn das Portfolio den Bach runterging, sollte der Börse fern bleiben. Stattdessen Angeln gehn oder nen Häkelverein gründen.
Wer trotzdem Nervenkitzel braucht kann immer noch Bungee jumpen...
Antworten
Sufdl:

Der Zug der Lemminge, oder

 
06.06.13 05:10

die Gipfelstuermer...

Der USA Bären-Thread 613123
Antworten
Sufdl:

vor 10 jahren

 
06.06.13 05:23

wurde der NEMAX dicht gemacht.

(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 613124
Antworten
Sufdl:

Einer verweigert sich mal wieder....

9
06.06.13 05:27
Der USA Bären-Thread 613125
Antworten
Fillorkill:

# 78 AL,

2
06.06.13 05:56
offenbar hab ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich bin seit Oktober 012 mental Bär und bin aus strategisch long im April zu Dax 7.900 raus. Seitdem spicke ich auf eine Chance für den strategischen short-entry. Allerdings bin ich Bär aus anderen Gründen als Du - vermutlich wirst Du dir jedoch nicht wirklich vorstellen können, dass dies möglich ist...

Ich hatte Dir immer nachgesagt, Du stellst hier - abzüglich der permabearishen Übertreibung - tatgtäglich eine bullishe Argumentation zusammen. Ungefähr so, wie von Dir in #78 skizziert. Allerdings weigerst Du dich standhaft, dies irgendwie ernstzunehmen - im Gegensatz zB zu GP. Obwohl auch Du selbst dem Narrativ aufsitzst, QE sei 'Deficit Spending', welches Unsummen an Liquidität in die Märkte und Haushalte pumpe. (wäre dem tatsächlich so, wäre es wirklich absurd, dagegen anzushorten. Selbst v Mises wäre dann long in Aktien)

Aber dies sage ich Dir zuletzt nun nicht mehr nach. Viemehr beziehe ich mich darauf, dass der rein psychologische Trigger 'QE' seine Wirksamkeit erschöpft hat und entsprechend kein hinreichendes Volumen auf der Longseite mehr mobilisieren wird - während eine mögliche Erholung makro (von der ich ausgehe) in den aktuellen Kursen bereits mehr als enthalten ist. Gleichzeitig wird die Rückführung des Budget Deficits auf 4.0% 013 bzw 2.5% 014 auf die corporate profits drücken...

Also, von Bär zu Bär, Fill
Mein Gott, es ist voller Sterne...
Antworten
Fillorkill:

übrigens,

 
06.06.13 07:06
Lehna hat natürlich recht darin, dass kaum überzeugte Bullen zu finden sind. Das Sentiment bewegt sich die ganze letzte Zeit zwischen extrem bearish und neutral. Analysier das doch einmal, bin gespannt...
Mein Gott, es ist voller Sterne...
Antworten
zaphod42:

Die Gehirnwäsche auf allen Kanälen

7
06.06.13 07:20
ist sicher nicht GS-bezahlt sondern resultiert aus der Eigen-Gehirnwäsche der Journallie. Die schreibt nämlich nur was die Leute auch lesen wollen. Welcher Bulle klickt gerne auf bärische Analysen? Insofern also alles eine Folge des Kapitalismus im Mediengewerbe. Buisiness as ususal, denn es war schon immer so: Verkaufen wenn die Glocken läuten, manchmal kann es sehr einfach sein.

Notwendig ist es, den Kopf von der Medienberieselung frei zu halten. Das gilt übrigens auch "unten", wenn das Panikgeschrei am lautesten ist.
Antworten
Anti Lemming:

Wer es besser wissen will als Madoff,

 
06.06.13 08:13
der in # 478 eine generelle und durchgehende Verarschung von Nicht-Insidern durch Wall Street konstatiert, sollte mindestens Madoffs Erfahrungslevel vorweisen können. (Paul Farrell sagt übrigens dasselbe wie Madoff...).

Kleinanleger, die permanent long sind und daher an Tops wie jetzt "gut aussehen", haben solche Insider-Kenntnisse in der Regel nicht. Sie sollten sich mal in Erinnerung zurückrufen, wie sie im März 2003 und im März 2009 aussahen.
Antworten
learner:

Fill, deine bärischen Argumente liefern

2
06.06.13 08:14
nicht gerade den Stoff für einen Crash. Einen breiten Seitwärtsmarkt kann ich mir da eher vorstellen. Auch wenn die Firmengewinne nicht mehr wachsen müssen diese ja nicht zwangsläufig zusammenbrechen.
Glücksbehindernde Überzeugung: "Ich verlange Gerechtigkeit und Fairness!"
Antworten
relaxed:

In gut zwei Wochen ist großer Verfall

2
06.06.13 08:22
... das bewegt die Märkte ... sonst nix.
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.
Antworten
Anti Lemming:

Paul Farrell: Crash kommt noch dieser Jahr

4
06.06.13 08:24
www.marketwatch.com/story/...sk-of-stock-crash-by-year-end-2013-06-05

New crash coming? When? Before year-end?

In “Stocks for the Long Run,” economist Jeremy Siegel researched all the “big market moves” between 1801 and 2001. Bottom line: 75% of the time, there is no rationale for “big moves.” [big moves nach oben und unten, A.L.] No one can predict them. Maybe technicians and traders can pick short-term moves the next second. Maybe tomorrow. But the long-term “big market moves?” No way.

So why predict an “87%” chance of another meltdown in 2013? Because in the real world of statistical probabilities, historical facts and expert opinions danger signals are flashing wild. In mid-2008 we summarized the predictions of 20 experts over several years. Predicted a meltdown in a few years — markets crashed two months later. Fast.

In retrospect, it was inevitable, thanks in part to the hype, arrogance and incompetence of Fed Chairman Ben Bernanke and Treasury Secretary Henry Paulson who failed to prepare America.

The warnings are again accelerating. And so is the happy talk from Wall Street casino insiders, about rallies, housing recoveries, perpetual cheap money. Don’t listen. The next crash will happen by year-end.
...

Im Artikel folgt eine Liste mit 10 Punkten, die dies begründen. Jeder dieser Punkte gibt die Einschätzung eines Bären mit gutem "track record" wieder.
Antworten
Anti Lemming:

Großer Verfall

2
06.06.13 08:54
Wenn Hedgefonds - zurzeit die Hauptmarktteilnehmer - long sind, z. B. mit "short Put", kann es zum großen Verfall auch erdrutschartige Bewegungen nach unten geben, z. B. weil sie ihre Put-Shorts mit Future-Shorts hedgen müssen. Auch Calls im Minus erzeugen "Handlungsbedarf".
Antworten
Anti Lemming:

US-Fondsmanager kaufte von Kundeneinlagen

2
06.06.13 10:08
Privatjet, baute ein Restaurant und zahlte mit den Kundengeldern seine geschiedene Ehefrau aus. Nun sitzt im Knast (50 Jahre). Madoff (150 Jahre) ist nicht allein.

www.marketwatch.com/story/us-bank-sued-over-peregrine-fraud-2013-06-06
Antworten
Stöffen:

Wie seriös sind Crash-Prognosen?

7
06.06.13 11:27
Ich denke, dass sie das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben worden sind. Es ist völliger Kappes, wenn jemand wie in #10489 schreibt, dass eigentlich niemand derartige Prophezeihungen leisten kann (No one can predict them), aber einige Zeilen später einen punktgenauen Crash zum Jahresende 2013 prognostiziert.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Anti Lemming:

Ja Stöffen

6
06.06.13 12:31
Ich hab mich auch schlapp gelacht bis zum Abrollen auf dem Teppich und Fäustehämmern aufs Parkett, als ich das las, und war heilfroh, dass es nur im Internet verbreitet wurde und nicht auf kostbarem gedrucktem Papier, wofür Wälder hätten sterben müssen, was den Treibhauseffekt noch weiter befeuert hätte, der ja bekanntlich für die feucht-kalten Sommer in hiesigen Breiten verantwortlich ist und nun unsere Flüsse über die Deiche treibt, woran natürlich letztlich nur diese Scheißnotenbanker mit ihrer Geldflut Schuld sind, die als Mutter aller Fluten eine völlig Enthemmung, auch in der Natur, ausgelöst hat. Und während ich noch, halb lachend, halb weinend, auf den Teppich einhämmere, meine ich unter meinen Fäusten bereits eine modrige Feuchtigkeit zu spüren - gerade so, so als wäre die C-Welle, die nun die Elbe und die Börsen hinab schwappt, als Ursuppe alles Bösen bereits in der Sphäre des Anfassbaren angekommen.

www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=2360#jumppos59015
Antworten
Dreiklang:

Keynes, Bernanke und die Hortungskasse

6
06.06.13 13:05
Bei ZH bin ich auf einen Beitrag aufmerksam geworden, der sich mit der realwirtschaftlichen Konsequenz : „Under ZIRP,. inventory is not a burden“ der QE/Nullzinspolitik befasst. Dass die Nullzinspolitik eine Erholung verhindern kann, hatte ich schon vor langer Zeit gepostet -

http://www.ariva.de/forum/...eren-Thread-283343?page=2743#jump8621505

doch das war eine „intuitive“ Beschreibung, keine Analyse. Die kann ich nun mit dem Begriff der „Hortungskasse“ nachholen und dabei Keynes im Zeitalter des „New Normal“ aktualisieren.

Zunächst Keynes/Deflationsszenario: Unternehmen halten Kapital, sowohl in Anlagen, als auch in Vorprodukten/Lager (Lager = Vorprodukt +    „geronnene Arbeit“ der Arbeiter der Firma).  Das Lager geht letztlich in den Verkauf mit Gewinn. Der Gewinn finanziert das Anlagekapital (Zins für den Kapitalhalter) und  die -eher geringen- Zinskosten des Lagers. Das finanzielle Äquivalent von Lager(inkl. „Assets“)  nenne ich Hortungskasse.   „Just-in-Time“ Fertigung ist ein Konzept zur Minimierung der Kosten der Hortungskasse.

Sinkende Preise / Deflation verteuert Hortung , denn Vorprodukte und Arbeitskraft wurden teurer eingekauft als es dem Verkaufspreis entspricht (Latenz zwischen Ankauf und Verkauf). Diese kann man als zusätzliche (Zins-)Kosten der  Hortungskasse ansehen. Übersteigen die Kosten den Mehrwert, verkauft das Unternehmen mit Verlust - negativer Cash-Flow- und geht u.U. pleite. Der Verlust kann zwar mit radikaler Verkleinerung von Lager und extrem kurzfristiger Fertigung minimiert, aber nicht eliminert werden, da  nach Keynes bei Deflation die Löhne langsamer fallen als die Verkaufspreise : „Rigidität der Löhne“.

Paradox ist dabei, dass durch diese Rigidität die Kaufkraft der Löhne steigt (und die der  Arbeiter, solange sie Arbeit haben). Dieser Kaufkraftanstieg ist aber in rezessiven Phasen für die Unternehmen ein Problem. Er verschärft die Krise, da er Arbeit zu teuer macht. Die Firmen entlassen Leute. Die sinkenden Lohnsummen lassen die Nachfrage weiter sinken, so dass die Hortungskasse immer teurer wird. Ein Teufelskreis. Der wird nach Keynes dadurch durchbrochen, dass der Staat zusätzliche Aufträge vergibt, welche die Nachfrage steigern. Faktisch setzt der Staat damit Mindestpreise durch. Sinken die Preise nicht mehr weiter, sinken die Kosten der Hortungskasse auf die der reinen Kapitalbindung(Zinskosten). Die Erholung kommt schnell, da die Kaufkraft der Löhne ja grundsätzlich vorhanden und durch die Deflation sogar gestiegen ist.

Das ist das Szenario nach Keynes. Für Keynes ist die Hortungskasse stets mit negativem Ertrag , also Kosten,verbunden . Deflation erhöht diese Kosten und die Hortungskasse ist  daher zu vermeiden.
Antworten
Dreiklang:

Keynes, Bernanke und die Hortungskasse (II)

8
06.06.13 13:14
Szenario FED / Bernanke ab 2007/2008

Mit der letzten großen Kreditausweitung der Geschäftsbanken, der „Häuserblase“, waren die USA in die Phase einer Leistungskrise eingetreten. Die gepumpten Hauspreise hatten in keiner Weise mehr ein Refinanzierungsäquivalent in der Bevölkerung. Die FED unter Greenspan unterstützte die Blase dennoch, da zum einen Inflation „hedonisch“ schöngerechnet wurde, zum anderen letztlich das Ausland über den Dollar-Trade den amerikanischen Konsum finanzieren würde. EURUSD erreichte 2008 über 1,60.

Als die Häuserblase platzte, wurde schlagartig (doch vorhersehbar) eine Schuldenkrise sichtbar.  Die Schuldenkrise alleine wäre durch Stützung der Hypothekenfinanzierer mit Umschuldung der Hausbesitzer auf sehr langlaufende Kredite (zu Nullzins) abzuwenden gewesen, aber nicht in Zusammenhang mit der Leistungskrise. Der Weg wurde zwar auch beschritten, aber ohne Erfolg. Wäre er erfolgreich gewesen, hätten wir 2008  und danach nur eine konjunkturelle Delle gesehen.

Mit der Leistungskrise war der Korrekturbedarf von Löhnen und Preisen nun so hoch (aufgelaufen), dass der deflationäre Impuls ungleich stärker als bei der  „Great Depression“ gewesen wäre. Die FED sah sich  darauf zu  einer historisch einmaligen Geldschöpfung veranlasst. Zwar im Panik-Modus, aber planvoll.

Wobei die Geldschöpfung gar nicht von der FED hervorgerufen werden kann. Das geschieht vielmehr über die Staatsanleihen, deren Gleichsetzung mit Geld von der FED durch die Monetarisierung massiv unterstützt wird (womit sie zugleich Zinsen subventioniert). Ziel ist die Aufkollateralisierung der gesamten Volkswirtschaft, für die der Staat nun in Haftung geht - UND  

der sukzessive Entzug von Massenkaufkraft - was den eigentlichen Mechanismus zur Behebung der Leistungskrise darstellt. Deswegen kommen die Gelder auch nicht Umlauf. Sie werden vielmehr wie die Staatsanleihen von Banken und Unternehmen gehortet. Zur Hortung gehört auch die „Assetinflation“ bzgl. Öl, sonst. Rohstoffe und Aktien.

Es wird also eine gigantische Hortungskasse aufgebaut. Gehortet wird „alles“ . Dadurch wird das Angebot verknappt und bei stagnierenden Löhnen und einer durch die Verknappung entstandenen Inflation Kaufkraft abgebaut. Das Risiko dabei: Dauert die Nullzinsphase allzulang, trocknet der Markt auf diese Weise vollständig aus. Nullzins oder Niedrigstzins lässt also die Wirtschaft schrumpfen. Das heißt: Wir haben definitiv „nicht-klassische“ Verhältnisse, in der sogar Zwangsversteigerungen „bewirtschaftet“ werden - indem die Banken die Häuser horten.

Das andere Risiko wäre: Die Geschäftsbanken fangen an, selbst Geld zu schöpfen und finanzieren damit Asset-Spekulation. Das wäre der GAU für die FED - diese Spekulation würde ebenfalls zum Crash der Wirtschaft führen und müsste daher mit drastischen Mitteln unterbunden werden( die FED würde  durch Auflagen die Geldschöpfung der Privatbanken beenden).  

Am allerwenigsten muss die FED bei einem Exit  einen Bond-Crash fürchten. Für neue Treasury-Bonds, die mit geringem, aber immerhin wahrnehmbaren Zinsen ausgestattet sind, fänden sich aufgrund der (durch die FED selbst geschaffenen) Geldmengen reichlich Abnehmer. Wie aber bei anziehenden Zinsen die Belebung der Realwirtschaft  verkraftet wird, bleibt eine spannende Frage. Im Unterschied zu den bisherigen  „Erfolgsmeldungen“ müssen Börsen und Banken  eine echte Erholung der Realwirtschaft fürchten, da dann erst  die tatsächlichen KGV , KBU usw sichtbar und relevant werden. Insbesondere in der  Abwicklung der Hortungskasse steckt beträchtliches deflationäres Potenzial bzw. Risiko. Haben die Bilanzen der Unternehmen aber genügend Reserven, sollten sie diese deflationäre Phase überstehen können.
Antworten
Anti Lemming:

Promi-Zitate aus dem Farrell-Artikel

9
06.06.13 13:52
in # 489 - von mir paraphrasiert übersetzt:

1. Warren Buffett "garantierte" nach dem 2008-Kollaps eine neue Blase, gefolgt von einer neuen "schweren Rezession".

2. Der Fed-Beirat sieht eine "unhaltbare Blase in Aktien und Anleihen." Die Nullzinspolitik könne zu einer "nicht mehr handhabbaren Inflation" führen, die sich "für die US-Wirtschaft desaströs" auswirke.

3. Peter Schiff sieht ein "No-Win-Szenario": "Entweder stoppt der Fed QE sofort und verursacht damit eine Rezession aus. Macht sie indes weiter, dann löst sie "unvermeidlich eine noch viel schlimmere Währungskrise aus" (das liest sich wie bei von Mises...). Die (Wahn-)Vorstellung, die US-Wirtschaft erhole sich, basiert allein auf steigenen Aktien- und sonstigen Assetpreisen. Diese Anstiege seien aber nur eine Folge der Niedrigzinspolitik. Sobald die Zinsen steigen, gehen die Börsen in den Keller. (Kürzlich reichte dazu bereite ein "Raunen" Bernankes, A.L.).

4. Bill Gross sieht 2013 eine "Kredit-Supernova" implodieren, die einen "schweren Bärenmarkt" auslöst. Gross verwaltet in seinen Fonds 2.000 Milliarden Dollar (entspricht zwei Drittel der gesamten Fed-Schulden). Die Billiggeldpolitik, sagt Gross, werde den Amerikanern "um die Ohren fliegen" und die Wirtschaft erneut in die Knie zwingen. "Investment-Banking basiert heute [fast nur noch] auf gehebelter Spekulation und Ponzi-Finanzierung." Bernankes Ponzi-Spiele seien selbstzerstörend und letztlich ökonomisch tödlich.

5. Gary Shilling prophezeit, dass die "große Kluft" (grand disconnect) zwischen Real- und Ponzi-Wirtschaft noch 2013 zu einem "Schockerlebnis" führen wird. "Investoren schenken der schwachen und sich weiter verschlechternden Wirtschaftslage in aller Welt kaum Beachtung. Statt dessen konzentrieren sie sich auf die Geldfluten der Zentralbanker." Wall Street erzeugt erneut eine hässliche Blase, die schlimmer als die aus 2008 platzen wird.

6. Jeffrey Gundlach, CEO von Doubleline Capital, sieht einen "großen Kabumm" kommen. Die erste Phase - gekennzeichnet durch Kreditaufblasung im privaten wie im staatlichen Bereich - dauerte 27 Jahre und endete 2008. Die darauf folgende Staatsgeld-Blase (Phase 2) mit Billionen an Stimulus erzeugte eine nun ausklingende Pseudo-Blüte. Nun folgt "die ominöse dritte Phase" - ein Crash, der den aus 2008 noch weit ein den Schatten stellt.

7. InvestmentNews, ein Newsletter, den 90.000 Investmentprofis lesen, warnte kürzlich mit der großen Überschrift "Tick, tick....Bumm!" davor, wie desolat die Kundenportfolios ausssehen werden, wenn die "Bond-Bombe" hochgeht.

8. Reagan’s ehemaliger Budget-Chef sieht eine "Apokalypse" kommen. Auch David Stockman warnt vor einer Apokalypse, deren Verursacher die wie "Schurken-Trader" (a la Kerviel) agierende Zentralbanker seien. Sie fungieren als "Helfershelfer des Wallstreet-Kasinos" und hätten "die Sparer an das Kreuz der Nullzinsen genagelt. Die von ihnen ausgelöste globale Rohstoffblase ruiniert die Mittelklasse (Normalbürgern) durch steigende Nahrungs- und Energiepreise. Der Kapitalismus sei " zu einem von Politikern geführten Monopol verkommen, das allein den reichen Eliten dient".

9. Nouriel Roubini warnt: "Bereiten Sie sich auf den perfekten Sturm vor!" Die Finanzwelt sei ein "Spiel aus Dominosteinen, deren Fall den globalen Kollaps auslöst". "Hässliche Schuldenstreits" würden die Märkte erneut  verschrecken. Hinzu komme wachsende Kriegsgefahr.

10. Jeremy Grantham meint sogar: "Amerikas Wachstum und Reichtum sind für immer verloren." Granthams GMO-Fonds verwalten 100 Milliarden Dollar - er ist also wie Gross ein "Schwergewicht". Die große strukturelle Wende sei in USA bereits 1980 gekommen, als organisches Wachstum suzkzessive durch Billigzins-Politik ersetzt wurde.
Von heute bis 2100 soll das US-BIP-Wachstum jährlich bei weniger als 1 % liegen. (Das sind praktisch japanische Verhältnisse, A.L.).



Liest man sich die gesammelten Statements dieser recht einfluss- und kenntnisreichen Finanz-Gurus durch, fragt man sich, ob es WIRKLICH angesagt ist, all diese Kritik (wie Stöffen es in # 492 versuchte) ins Lächerliche zu ziehen und mit einem beherzt-naiven "Wieso-die-Fed-druckt-doch weiter" vom Tisch zu wischen.
Antworten
wawidu:

Die "Magie" runder Zahlen

 
06.06.13 15:28
Indu: hatte die "magische Marke" von 15000
Antworten
wawidu:

Die "Magie" runder Zahlen

2
06.06.13 15:41
INDU: hatte die "magische Marke  von 15000 EOD um 400 Punkte überschritten und ist gestern wieder darunter gerutscht. Um als signikant zum gelten, müssen solche Marken EOD um wenigstens 3 Prozent überschritten werden.

NDX: hatte "magische Marke" von 3000 um 50 Punkte überschritten, aktuell bei 2937

NYA: hat "magische Marke" von 10000 um 300 Punkte verpasst

RUT: hat exakt an der Marke von 1000 gestoppt
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 613291
Antworten
wawidu:

Consumer Staples

 
06.06.13 17:19
So werden Konsumgüter des Grundbedarfs (z.B. Nahrung, Getränke, Strom, Heizöl, Erdgas, Waschmittel) bezeichnet. Die Aktien der Produzenten gelten als "defensiv", als "nicht-zyklisch". Die ETFs auf den Consumer Staples Select Sector haben das Kürzel XLP.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 613319
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Anti Lemming:

USD/JPY in forciertem Sinkflug

8
06.06.13 17:37
USD/JPY - d.h. der Kurs des japanischen Yen in US-Dollar - ist mMn zum neuen Gradmesser für "risk on"/"risk off" geworden und hat dabei den bisherigen "Proxy" EUR/USD weitgehend ersetzt.

Fällt USD/JPY, dann fallen wegen des "neuen Yen-Carrytrades" (der seit Abes "Großexperiment" läuft) auch viele andere Assets, z. B. Aktien. Die Korrelation zwischen USD/JPY und dem SP-500 ist recht stark.

Ich hatte Ende April damit gerechnet, dass USD/JPY nicht nachhaltig über die 100-Marke hinauskommt. Die DoppeltopVrmutung wurde dann aber Anfang Mai durch einen Ausbruch über die 100-Marke negiert. USD/JPY stieg danach weiter bis 103,50 - ist aber in den letzten Wochen deutlich - und parallel zum Nikkei - zurückgekommen.

Ursache ist der Fed-Tapering in USA - und dass die Amis keinen zweiten Carrytrade neben dem Dollar-CT "wünschen" ;-)

All dies nährt die kursierende Bären-Vermutung, dass die US-Indizes im Sommer ähnlich deutlich abschmieren werden wie der Nikkei, der bereits mit -20 % ab dem Top in "Bären-Terrain" angekommen ist.
(Verkleinert auf 76%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 613325
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