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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

Blase bei US-Studenten-Darlehen

3
14.05.13 20:32
Die Blase bei US-Studenten-Darlehen ist auf ingesamt über 1 Billion Dollar (engl. "TRILLION") gestiegen. Das entspricht einem knappen Drittel der aufgeblasenen Fed-Bilanz.

Gleichzeitig steigt die Zahl der säumigen Rückzahler (unten aufgegliedert nach US-Bundesstaaten).

Werden die Unmengen an student loans und suprime car loans faul - beide werden weiter "verbrieft", so als hätte es das 2008-Fiasko mit den Hauskredit-Verbriefungen nie gegeben - dann könnte den Amis die nächste Überschuldungskrise ins Haus stehen.

www.zerohedge.com/news/2013-05-14/...hington-dc-stands-out-sore-thumb
(Verkleinert auf 74%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 606057
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Anti Lemming:

Schmackhaft gemacht wird die Kredit-Sause

 
14.05.13 20:41
mit Charts wie dem unten.

www.marketwatch.com/ECONOMY-POLITICS/CALENDARs/economic

(aus der Serie: "Wie man sich durch Kontoüberziehung zu Wohlstand shoppt".)
(Verkleinert auf 98%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 606063
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Anti Lemming:

Divergenz Austral-Dollar zum SP-500

2
14.05.13 20:45
(ergänzend zu # 100)

blogs.marketwatch.com/thetell/2013/05/14/...ne-for-u-s-stocks/
Der USA Bären-Thread 606066
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Palaimon:

#101 - alter Hut ;-)

7
14.05.13 22:23
Guckst Du:

http://www.ariva.de/forum/...en-Thread-283343?page=4151#jumppos103784
.
Der aus Deiner Quelle zitierte Fed-Report ist auch von März 2013. Tyler Durden ist wohl gerade aufgewacht?
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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Anti Lemming:

Alter Hut in neuen Hutschachteln

6
15.05.13 07:33
stimmt im Prinzip. Der Schuldenberg wächst allerdings weiter.

Kreditblasen werden übrigens erst dann zum realen Problem, wenn sie wieder eindampfen, z. B. weil wegen zu häufiger (Rück-)Zahlungsausfälle keine neuen Kredite mehr vergeben werden.

In der Anfangsphase war die Housing-Blase in USA, Spanien und Irland sogar "hilfreich". Das wusste Greenspan auch, als er sie mit Tiefzinsen bewusst anschob und Leute ausdrücklich zu HELOCs ermutigte. Zum Problem werden Kreditblasen, wenn sie wieder schrumpfen, weil sich dann das Ponzi-System offenbart (Buffett: "Erst wenn die Flut zurück geht, sieht man, wer nackt schwamm"). Schrumpfende Kreditblasen führen in der Regel zu Bankenproblemen, da diese die Kredite gehebelt vergeben hatten. Ab 2009 ist die Fed als Gelddruck-Notnagel eingesprungen. Sie kann ihre Bilanz aber auch nur einmal ausweiten. Wenn die gesamte US-Staatsschulden von der Fed aufgekauft sind und die Langlaufzinsen nahe Null sind, wird etlichen Leuten schwanen, dass da gewaltig was stinkt.

Der Chart unten stammt aus Posting # 103784 von Palaimon. Studentenkredite sind die steigende rote Linie, die inzwischen bei 1 Billion Dollar (1.000.000.000.000 $ - engl. "trillion") angekommen ist.

Das "Wirtschaftswunder" in USA ist daher nicht wundersamer als ein ordinäres Klo. Was man oben reinmacht (QE), kommt unten (Einzelhandelsumsätze) wieder raus. Real "gewonnen" wird dabei allerdings nichts - bis auf die kurzfristig "guten Zahlen" (vorgezogener Konsum aus der Zukunft) der Einzelhändler.

Fazit: There is no free lunch for everybody. On credit it's even worse.
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 606171
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Anti Lemming:

Weltwirtschaft ab 1995 (Kurzfassung A.L.)

16
15.05.13 08:45
Die Computer-/Internet-Revolution ab 1995 bescherte den westlichen Industrienationen die letzte große Boom-Phase mit organischem Wachstum.

2001 brachen die Luftschlösser zusammen. Die Enron- und Worldcom-Pleiten offenbarten erstmals den latenten "Madoff-Charakter" der US-Wirtschaft. Um den Konsum nicht versiegen zu lassen, schob Greenspan (der bereits 2001 von "drohender Deflation" sprach), ab 2002 mittels Tiefzinsen die US-Hausblase und - via Hausbeleihungen - die Privatkredit-Blase an. Der Privatkredit-Boom kaschierte die Lücken, die aus dem weggebrochenen organischen Wachstum resultierten.

Doch der Preis dafür war hoch. Als 2008 die Privatkreditblase platzte, war das US-Bankensystem praktisch bankrott. Nun sprang die Fed mit QE ein. Dabei wurden die (faulen) Privatschulden sukzessive in die Fed-Bilanz verfrachtet. Die Fed wurde zur größten "Bad Bank" der Welt. Auf diese Weise wurde abermals ein paar Jahre "Konsumglück" samt Retail-Bonanza erkauft. Doch am Grundübel (Überschuldung) ändert dies nichts.

Um ihre Gewinn-Margen trotz Flaute zu steigern, verlagerten die westlichen Industriefirmen ihre Produktion ab 2000 zunehmend in die asiatischen Länder. 2008/2009 nutzten die US-Firmen die Bankenkrise außerdem zu Massenentlassungen. Als sich Weltwirtschaft ab 2009 erholte, wurden neue Produktionsstätten überwiegend in Fernost hochgezogen. So blieb es in USA (und in großen Teilen Europas) bei einer chronischen - und strukturellen - Arbeitsmarkt-Misere.

Um den US-Konsum dennoch am Laufen zu halten, schloss Finanminister Geithner die Konsumlücke durch Wohltaten wie zig Arbeitslosengeld-Geldverlängerungen, Food stamps usw.. Das Geld dafür erhielt er indirekt von der Fed, weil sonst niemand auf der Welt (nicht mal China) die riesige Neuverschuldung aufkaufen konnte oder auch nur WOLLTE.

Bei den US-Firmen führte diese Entwicklung zu starken Gewinn-Steigerungen:  Einerseits lief der Konsum dank dem Geithner/Fed-Gespann (siehe auch Studentenkredite) rund wie eh und je - was den Firmen den Umsatz/Absatz sicherte. Andererseits zahlten die Firmen in immer größerem Umfang nur noch asiatische Billiglöhne, was was die Kosten stark senkte.

Zu den positiven kurzfristigen Effekten (Aktienanstiege, von denen die breite Masse der Amis allerdings nicht allzu viel hat) gesellten sich jedoch negative Langfristfolgen. China stellte als Bedingung für das Job-Outsourcing, dass die Firmen (auch aus Europa), die in China produzieren wollten, praktisch sämtliche Patente und Fertigungs-Details preisgeben mussten. Folge war ein extremer Know-How-Transfer. Dabei verloren die westlichen Industrienationen ihren früheren "know-How"-Heimvorteil. Und damit endete auch schlagartig die "gute alte Zeit", in der GE und Siemens exklusiv "Hochtechnologie" produzierten und die Chinesen im wesentlichen Reis.

Im Zuge der Globalisierung wurde der westliche "Know-How-Heimvorteil" sukzessive in alle Welt (BRICs) verkauft. Produkte wurden dadurch zwar billiger (vor allem IT). Doch an den Arbeitsmärkten der vormals führenden Industrieländer begann durch die Billiglohn-Konkurrenz der "große Blues": strukturelles "Massenelend", einhergehend mit Jobangst und Reallohnabbau. Die Lohnabhängigen in den westlichen Industrieländern sind somit die großen Verlierer der Globalisierung - in Europa wie in USA. (Der Euro brachte den PIIGS ab 2002 einen ähnlichen Kreditschub wie die zeitgleich laufende Hausblase in USA, doch beides kaufte lediglich Zeit...)

Die Schnapsidee, diese Entwicklung nun durch Gelddrucken umkehren zu können, ist - man muss schon sagen: üble - Propaganda Derjenigen, die von dieser globalen Entwicklung persönliche profitierten (= die reichen 1 % der westl. Industrieländer).

Die Staats- und Zentralbank-Verschuldungen, mit denen die Konsumlücken in den westlichen Industrienationen geschlossen werden, erzeugen eine "Zeche", die letztlich "das Volk" - die überwiegend lohnabhängige Normalbevölkerung - begleichen muss. Es ist ein Umlagesystem ähnlich der Renten- und Arbeitslosenversicherung. Allerdings hat "das Volk" nichts davon: QE und ZIRP beschert den "Normalos" im Wesentlichen starke Teuerung bei Nahrung und Energie, die auf den Reallohnabbau noch "obendrauf" kommt. Kein Wunder, dass heute kaum noch ein Einzelverdiener eine Familie durchbringen kann.

Die Umverteilung von unten nach oben nimmt dabei immer unverschämtere Züge an. Inzwischen wird in Brüssel klammheimlich das für Zypern entwickelte "Bail-in"-Modell auf ganz Europa übertragen. Dabei sollen nun - nachdem die Staaten wegen der Banken-Bail-outs nahezu pleite sind - die privaten Sparer via "Bail-ins" für die Exzesse der Zockerbanken haften. Die Sozialisierung von Verlusten, die schon 2008/2009 für Stirnrunzeln und Empörung sorgte, schaltet damit in den Turbo-Modus.

Mit äußerst fragwürdiger rechtlicher Grundlage. Denn das ist staatliche Privatkonten-Plünderung mit  Billigung von höchster Stelle. Einziger Zweck ist, die superreichen 1 Prozent (die mit ihrem Geld rechtzeitig nach Singapur flohen) weiter schadlos zu halten.
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Anti Lemming:

Die Börsen und der Euro

2
15.05.13 09:02
Deutsches Bruttoinlandsprodukt für das erste Quartal 2013

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im ersten Quartal zum Vorquartal saison-, preis- und kalenderbereinigt um 0,1 % gestiegen nach -0,7 % im Quartal zuvor. Zum vierten Quartal des Vorjahres sank das BIP um 1,4 %, kalenderbereinigt lag die Zuwachsrate bei -0,2 %.

derivatecheck.de

Das französische BIP sank um -0,2 % (erw. -0,1 %).

Die Börsen ignorieren dies, nicht jedoch der Euro (Chart unten). Fundamental ist ein stärkerer Dollar für die US-Wirtschaftsentwicklung (= Leitbörsen) nachteilig. Dollarstärke torpediert den Dollar(Carry)Trade. Da harrt also eine weitere Divergenz ihrer Auflösung.

Spannend bleibt weiterhin, wie lange sich die Amis noch von Japan-QE "die Schau stehlen" lassen. Die Börsen orientieren sich inzwischen stärker an USD/JPY als an EUR/USD.



www.wallstreetjournal.de/article/...7323550604578408541195835804.html

"Der Dax wird in einem der steilsten kurzfristigen Aufwärtstrends seiner Geschichte gehandelt", sagt Michael Riesner, Marktanalyst der UBS. Trotz der überkauften Situation hält er aber einen weiteren Ausbau der Gewinne Richtung 8.480 Punkte für möglich. ...

Ein leicht negativer Impuls kommt von den Zahlen zur Wirtschaftentwicklung im ersten Quartal. Sowohl in Deutschland wie auch in Frankreich ist das BIP-Wachstum unter den Erwartungen geblieben, wobei es in Deutschland immerhin noch ein Wachstum zeigte, während es in Frankreich schrumpfte. Das Wachstum für die Eurozone insgesamt wird erst später am Vormittag bekannt. Das erste Quartal ist nach Analystenmeinung wichtig für den Fortgang des Jahres. Folglich dürften die Reaktionen auf die Zahlen an den Finanzmärkten stärker sein als bei den anderen Quartalen.

Unter Druck steht der Euro. Er ist deutlich unter die Marke von 1,30 Dollar abgetaucht und kämpft nun sogar mit der 1,29er Marke. Grund sind neben den aktuellen BIP-Daten die steigenden Zinsen für US-Anleihen, denn in den USA wird über ein Straffen der Geldpolitik spekuliert, in der Eurozone dagegen über eine weitere Lockerung. Aber auch zu anderen Währungen legt der Dollar zu. Zum Yen hat er bereits die 102er Marke geknackt, nachdem er erst in der Vorwoche mit einem Bruch der 100er Marke für Aufsehen gesorgt hatte. ...
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 606200
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Anti Lemming:

Fitch stuft Griechenland hoch

4
15.05.13 09:06
- und das Wall Street Journal spricht allen Ernstes von einer "Rückkehr zur Normalität" in GR.

www.wallstreetjournal.de/article/...7323716304578484042435518214.html

Meinen die damit die auf 65 % hochgeschnellte Jugendarbeitslosigkeit? Es ist leichtfertig, wirtschaftliche Entwicklungen allein an den Kursen 10-jähriger Staatsanleihen festzumachen - zumal wenn Großbieter mit frisch gedrucktem Geld im Spiel sind.
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lehna:

#108 AL....

2
15.05.13 09:29
die Börse spielt Rückkehr zur Normalität-- in Griechenland.
Ist vielleicht gar nicht so abwegig.
Sie glaubt, der Saustall wird ausgemistet---und nun lauern keine großen Schlaglöcher mehr. Und sehr oft bekommt die Börse recht-- nicht die Gurus.
Bis 2008 war Schlaraffenland bei den Hellenen.
1 Prozent Produktivität und tolle 20 Prozent Lohnsteigerungen mussten mit Schulden oder in der EU erschwindelt werden. Hinzu kam eine Beamtenrate von 25 Prozent.
Der Laden flog dann logischerweise um die Ohren-- und es war Wasser und Brot angesagt.
Aber irgendwann wird es auch dort wieder Schnitzel geben...
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Anti Lemming:

Aufschwung mit Zahnlücke

2
15.05.13 09:53
Die Commerzbank verliert nach der zig-sten Kapitalerhöhung allein heute -17,7 %. Ohne den kürzlich durchgeführten Reverse Split (10 zu 1) wäre die Coba mit 0,76 Euro ein Pennystock. Lächerlich, dass sie im DAX belassen wird.

Das Schicksal solcher Verzocker-Banken belegt exemplarisch, dass mit Gelddrucken keine Systemheilung zu erzwingen ist.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 606228
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Anti Lemming:

WSJ.de hat bei der Coba "den Schuss nicht gehört"

2
15.05.13 09:56
www.wallstreetjournal.de/article/...7323550604578408541195835804.html
Der USA Bären-Thread 606231
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Anti Lemming:

Nachtrag zu # 110

2
15.05.13 10:07
Der heutige Kurs der Coba ist ex-Bezugsrechte (21:20), die zum Kauf neuer Coba-Aktien zum Kurs von 4,50 Euro berechtigen. Die BZR notieren bei ca. 2,85 E. Addiert man den aktuellen Kurs + BZR, ergibt sich gegenüber dem gestrigen SK ein Plus.
Antworten
Anti Lemming:

Aufschwung mit Zahnlücke (2)

 
15.05.13 10:09
Thyssen-Krupp entlässt 3000 Mitarbeiter.

www.marketwatch.com/story/...to-cut-around-3000-admin-jobs-2013-05-15
Antworten
Anti Lemming:

Wall Street gambler brain lacks moral conscience

2
15.05.13 10:37
www.marketwatch.com/story/...-brain-lacks-moral-conscience-2013-05-15

Wall Street’s gambler brain lacks moral conscience
By Paul B. Farrell, MarketWatch

SAN LUIS OBISPO, Calif. (MarketWatch) — Wall Street has no moral conscience. No public values. Zero. Will never change. Why? Wall Street insiders have one goal: get personally rich.

How? Wall Street gets rich by stealing money from America’s 95 million investors. Yes, they steal, skim, scam, siphon off your money, using the neurosciences that a decade ago promised to level the playing field for investors. But today it’s worse.

Too harsh? No. Vanguard’s Jack Bogle has been comparing Wall Street to Vegas for decades. He sees gambling casinos with a million “croupiers” manipulating Wall Street’s gaming tables 24/7, skimming a third of your returns off the top.

You can’t win. They get richer pocketing millions by betting against average Americans who work all day. Yes, the games are fixed. They have zero morals. The house always wins. Always....
Antworten
Gegenpol:

Restriktivere EZB Geldpolitik? Pah!

2
15.05.13 13:08
IWF: Immobilienmarkt und private Verschuldung gefährden Niederlande

Die niederländischen Haushalte sind die am höchsten verschuldeten in der ganzen Eurozone. Den größten Teil bilden aufgenommene Hypotheken: in Höhe von etwa 650 Milliarden Euro. Doch der Immobilienmarkt des Landes ist in Schwierigkeiten. Die Preise sind seit 2008 um fast 20 Prozent gefallen. Die Zahl der faulen Kredite steigt.

www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2013/05/52078/
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Gegenpol:

Krasse bullische Indikation

5
15.05.13 13:13

Der Anteil der amerikanischen Aktienbesitzer geht seit 2007 kontinuierlich zurück. Anhand dieser Konstellation lässt sich auch das geringe Volumina an den Börsen erklären. So lange die Kleinanleger nicht auf den Zug aufspringen wird es keine nachhaltige negative Trendwende an den Aktienmärkten geben.

Quelle Bild: http://www.rottmeyer.de/sparen-bauen-zocken/2/
Moderation
Zeitpunkt: 17.05.13 12:04
Kommentar: Löschung auf Wunsch des Verfassers

Link: Nutzungsbedingungen

Antworten
Anti Lemming:

US-Industrieproduktion fällt im April um -0,5 %

4
15.05.13 15:26
(erwartet war -0,3 %)

Industrial production drops 0.5% in April
By Steve Goldstein

WASHINGTON (MarketWatch) -- Industrial production slumped 0.5% in April, dragged lower by a big drop in utilities output but also by a drop in manufacturing, the Federal Reserve said Wednesday. Economists polled by MarketWatch expected a drop of 0.3%. In addition, March's growth was downwardly revised to 0.3% from 0.4%, and February's growth was downwardly revised to 0.9% from 1.1%. In April, manufacturing output fell 0.4%, mining output rose 0.9%, and utilities output dropped 3.7%, with the latter reflecting more normal April weather after an unusually cold March. Capacity utilization fell to 77.8% from a downwardly revised 78.3%.
Antworten
Anti Lemming:

Kass: Ignore the macro? Not me!

 
15.05.13 18:47
www.thestreet.com/story/11923074/1/kass-ignore-the-macro-not-me.html
Antworten
Anti Lemming:

Empire State Index fällt auf -1,4

2
15.05.13 18:57
www.marketwatch.com/story/...tate-index-turns-south-in-may-2013-05-15
Antworten
wawidu:

Ein paar Bullen kalt erwischt

 
15.05.13 19:22
Ja, sowas gibt´s ab und zu noch!
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 606461
Antworten
Ace the base:

Anti Lemming 106

 
16.05.13 00:03
Super Artikel. Mein Kompliment.

Warum gehst net in die Politik?

In Talkshows würdest du mit derartigen Ausführungen die Massen hinter dich versammeln (= profundes Hintergrundwissen gepaart mit rhetorischer Brillianz).

Eine seltene Gabe, die du da offenbarst.

Meinen Respekt.
Antworten
Ace the base:

Mal zu den Kleinanlegern

 
16.05.13 00:16
Es ist ein großer Irrtum, auf diese zu schielen.

Die Deutschen sind nicht dabei und die Amis auch nicht.

Daher sind derartige Erhebungen auch völlig unsinnig.

Diese spielen schlichtweg keine Rolle mehr.

Ausnahme: Wenn sie (endlich mal wieder) anfangen, es zu wagen, auf eine Richtung zu setzen, dann ist es an der Zeit, sich langsam in Gegenrichtung zu positionieren.

Gründe werden umgehend und quasi nach Belieben nachgeliefert.

Börse ist letztlich nichts anderes als ein Kettenbrief-Spielsystem.
Antworten
Anti Lemming:

Ponzi-Journalismus zur Japan-Flutung

2
16.05.13 09:55
Das Wall Street Journal (de) versucht den Lesern weiszumachen, dass Gelddrucken in Japan zu realem Wachstum geführt haben soll.

Propagandistischer Hintergrund ist der "Goldman"-Wunsch, Europa ebenfalls auf die USA/Japan-Inflationierungsschiene zu bringen.

www.wallstreetjournal.de/article/...7324767004578486114230898332.html

Die neue Wirtschaftspolitik von Japans Ministerpräsident Shinzo Abe zeigt erste Erfolge. Im ersten Quartal trieb die Mischung aus aggressiver Geldpolitik gepaart mit großzügigen Staatsausgaben die Konjunktur stärker als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt kletterte zwischen Januar und März aufs Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent...

Schade nur, dass dies - bereinigt um die forcierte Yen-Inflation - eher einer BIP-Schrumpfung entspricht. Denn der Yen ist seit September um fast 30 % gefallen.
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 606623
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Anti Lemming:

Kurz darauf rudert WSJ.de zurück

5
16.05.13 11:31
und fragt - obigen Artikel in # 123 in Frage stellend - ob dieses "Wachstum" denn auch tatsächlich nachhaltig sei?

www.wallstreetjournal.de/article/...7324767004578486371182160326.html

Was nach wie vor fehlt ist die Inflationsbereinigung dieses Ponzi-Wachstums.

Nachhaltigkeit wird im Grunde erst relevant, wenn überhaupt REAL Wachstum entstanden ist. Ich stelle nach wie vor in Abrede, dass "Wachstum" aus der Druckerpresse diesen Namen überhaupt verdient.

WSJ.de weist darauf hin, dass zusätzlich Strukturreformen nötig seien. Ich behaupte, dass NUR Strukturreformen effektive Wirkung haben. Das inflationäre Ponzi-Wachstum aus dem Geldgedrucke ist bloße Dekoration und Augenwischerei.

Hinzu kommt, dass die forcierte Yen-Abschwächung durch die jap. Notenbank eine fatale Eigendynamik entwickeln könnte. Zwar war der Yen zum US-Dollar und zum Euro bis Ende 2012 fundamental deutlich überbewertet (unten grün). Durch Abes forcierte Entwertung nähert er sich nun wieder der Zone fundamental angemessener Bewertung (ca. 115 bis 120, unten orange). Sollte das Gelddrucken jedoch zu einem nachhaltigen Vertrauensschwund führen, könnte der Yen - von Momentum-Dynamik getrieben - auch "aus dem Lot laufen" und in die hyperinflationäre Region von über USD/JPY 200 ausbrechen (unten rot). Die Gefahr eines ungeordneten Yen-Kollaps ist angesichts von 244 % Schuldenquote in Japan durchaus real. Das wäre dann das Äquivalent zum Peso-Kollaps in Argentinien im Zuge der dortigen Staatspleite in 2002.

Dass die forcierte Yen-Entwertung ein "Spiel mit dem Feuer" ist, glaubt u. a. George Soros, der sich mit kippenden Landeswährungen bestens auskennt ;-)  - und mit aggressiven Spekulationen gegen das Brit. Pfund und den Thai-Baht Milliarden verdient hat.
(Verkleinert auf 73%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 606651
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Contrade 121:

und was lernen wir daraus?

5
16.05.13 11:46
immer schön die Erwartungen niedrig halten, dann übertreffen und dann die positive Überraschung als gute Zukunft verkaufen. Mainstream wird derzeit programmiert, dass die Sparpolitik  doch nicht so das Wahre ist. Das Problem und die Lösung dieses Problems sind identisch: Verschuldung. Der EU-Ministerrat wird i.d.Z. vermutlich die Schuldenbremse im Juni wegdiskutieren und irgendein Wachstumspakt auf den Weg bringen. Das dürfte die Stimmung den Sommer über hoch halten, nicht nur an den Aktienmärkten.  

Pikant empfand ich das Interview mit dem französischen Finanzminister, der die Notenbankaktionen aus USA und Japan lobt (!) und gleichzeitig selbiges, u.a. Ankauf von Verbriefungen, von der EZB einfordert.
Das sind alles neue Paradigmen, die sich hier etablieren. Mal schauen, wie weit das gehen wird. Bei mir persönlich verfestigt sich der Eindruck, dass der Euro in dieser Form nicht (mehr) überlebensfähig ist und wir spätestens bei der nächsten Globalen Konjunkturkrise massive Probleme unter den Mitgliedsstaaten bekommen werden.
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