Der USA Bären-Thread

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Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Sollte das Fiscal Cliff doch noch umschifft werden

6
30.12.12 22:02
vor dem Jahreswechsel, dann gibt es zwar keine unmittelbare "Sparbombe" (SPON), dafür aber umso schneller - nämlich bereits in wenigen Wochen - die Schuldenbombe. Reps und Dems werden sich wie üblich genüsslich zerfleischen, unter welchen "Sparbedingungen" die abermalige Erhöhung der Schuldengrenze durchgewunken werden kann.

Dann findet im Prinzip die gleiche Debatte, die aktuell um das Fiscal Cliff tobt, um das Thema Schuldengrenzen-Aufstockung statt.

FAZIT: Egal was zum Jahreswechsel noch entschieden wird, die nächsten Wochen in USA werden mit Sicherheit turbulent.



Vola-Index VIX erwacht aus Winterschlaf:
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Der USA Bären-Thread 565339
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Verdammte Scheiße

9
31.12.12 01:21
"Equity futures rise, but "cliff" stalemate suggests more losses"
finance.yahoo.com/news/...edge-higher-cliff-231428394.html?l=1

Das waren wirklich noch Zeiten, als der große blonde Held im weißen Hirschlederanzug beim finalen Showdown alle Bösewichte niederschießt, sich schwer getroffen und verletzt auf sein Pferd schwingt, und ohne überhaupt irgendeinen Dank eines Betroffenen abwartend dem Sonnenuntergang entgegenreitet. Remember Ronald Reagan, der konnte derlei Gefühlsviolinen bravourös spielen.

Wahrscheinlich wurde auch aufgrund dieser simplen Illusion der "Terminator" Schwarzenegger zum Gouverneur von Kalifornien gewählt. Endlich mal jemand, der mit diesem "ganzen Schlamassel" in kürzester Zeit mal so richtig handfest "aufräumen" wird.

In einer Zeit, in denen Länder unter den Schuldenlasten ächzen oder evtl. sogar kollabieren könnten, sollte Politik als Budenzauber mittlerweile eigentlich ausgedient haben, so sollte man meinen.

Aber wenn man sich so umschaut, so darf man als unbeirrbarer Pessimist sich jedoch auch weiterhin seine passenden Idioten aussuchen, wie es einem beliebt und wie man es persönlich mag.

LOL.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Super, Stöffen

5
31.12.12 09:12
"...als der große blonde Held... sich schwer getroffen und verletzt...auf sein Pferd schwingt und... dem Sonnenuntergang entgegenreitet."

Genau wie in der Reklame eine großen amerikanischen Zigarettenherstellers: ;-)

tabakblog.de/grafiken/i-miss-my-lung-bob.jpg
Der USA Bären-Thread 565426
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

"I miss my profit, Warren!"

4
31.12.12 09:23
Gestern abend haben die vereinigten Großzocker aus dem Goldhändchen-Stall noch schnell alle Stop-Loss in SP-500-Future*-Shortposis um 1410 "abgefischt", damit nicht so viele Kleinzocker-Konkurrenten (die mit ihren Gewinnmitnahmen den Downmove bremsen würden) am heutigen Erdrutsch teilhaben ;-)

* ES (Globex)

Kann natürlich auch andere Gründe haben ;-)
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Der USA Bären-Thread 565428
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Chinas PMI erreicht mit 51,5 ein 19-Monatshoch

5
31.12.12 11:12
doch die SP-500-Futures (aktuell um 1390) ignorieren dies.

Zerohedge schreibt, dass die meisten Umfrage-Parameter des PMI seit Dez. unverändert geblieben sind. Nur die Lagerbestände sanken - und fast ausschließlich dies habe für den Anstieg des chin. PMI gesorgt. Wenn Lagerbestände sinken, kann das idealerweise (Bullensicht) die Folge erhöhter Nachfrage sein. Es kann aber (Bärensicht) auch sein, dass (chin.) Firmen in Erwartung einer weltweiten Rezession vorauseilend die Produktion zurückgefahren haben.

Firmen reagieren oft schneller als Staaten, Bürokraten und "Börsianer" - die entweder aus Ignoranz, Gier oder aus Wunsch hedonistischer Realitätsverklärung lieber die "glorreiche Vergangenheit" feiern. In solchen Zeiten hört man oft Formulierungen, dass die Börsen halt "unsinkbar" seien. Das ist meist ein Verkaufssignal. Das optimale Kaufsignal hingegen ist, wenn Goldman nach endlosem Sinkflug der US-Aktien einen Report bringt, wonach es "zum Verkaufen noch nicht zu spät" sei. ;-)

In USA erfolgten die großen Entlassungs-Vorankündigungen (Anfang Dez.) bezeichnenderweise zu einer Zeit, als sich die US-Börsen noch im Höhenrausch befanden - der SP-500 notierte bei 1420. Hier mein damaliges Posting dazu:

www.ariva.de/forum/...SA-Baeren-Thread-283343?page=4079#jumppos101986



Zerohedge
China PMI Surges To 19-Month High - US (And Chinese) Equities Sigh
Submitted by Tyler Durden on 12/30/2012 21:38

There was a time when the US was the cleanest dirty shirt; it seems now, given the US equity futures' (total lack of) reaction to tonight's 19-month-high surge in the ever-trustworthy over-invested mal-allocated Chinese PMI that for once, all that matters is domestic issues. HSBC's China PMI surged to 51.5, its highest since May 2011 and the Shanghai Composite is even shrugging it off as new export orders fell slightly (but of course all that matters is the top-line); and not wanting to burst anyone's bubble but - a majority of survey respondents (nearly 85%) reported no change in the level of outstanding business, employment levels also remained broadly similar in December, with nearly 92% of panelists noting no change to workforce numbers. But apart from that, the drop in inventories (and jump in input prices) apparently was enough to jerk this idiotic barometer of whatever it is to something that purports to show the best manufacturing growth in 19 months. It seems clear that our Chinese 'friends' at the PBoC are telegraphing that we are on our own - there will be no easing from them in this environment - Trade accordingly...

www.zerohedge.com/news/2012-12-30/...igh-us-and-chinese-equities-sigh



SP-500-Indikation:
In der prozyklischen Blähphase (seit Sommer 2012) hätte die China-News den SP-500 über Nacht um 25 Punkte gehoben.
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Der USA Bären-Thread 565454
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Bert Dohmen: Die kommende China-Krise

7
31.12.12 12:01
Recht interessantes Interview bei Goldseiten.de mit Bert Dohmen, dem Herausgeber des Investorenbriefs "Wellington Letter".

Die kommende China-Krise

Droke: Sie kommen gerade aus China wieder. Was können Sie uns über Ihren Besuch berichten?

Dohmen: Was ich gelernt habe, hat das, was ich ohnehin schon wusste, bestätigt. Von seinem Schreibtisch aus und über das Internet kann man viel mehr über ein Land lernen, als bei einem Besuch, bei dem man fürstlich trinkt und speist. Ich habe mit Hedgefondsmanagern, institutionellen Investoren, Unternehmensvorständen, etc. gesprochen. Das Erste, was man erzählt bekommt, ist, dass “alles ganz toll in China ist” und dass die Wirtschaft des Landes nur eine kurze Flaute durchmacht. Wenn die Leute aber mitkriegen, dass man mehr weiß, dann öffnen sie sich und erzählen die wahre Geschichte: “Es herrscht Stagnation, die Wirtschaft schwächelt, etc.“.........

www.goldseiten.de/artikel/...n~-Die-kommende-China-Krise-.html
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Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Dohmen-Interview

7
31.12.12 13:05
Wirklich sehr lesenswert. Deckt sich teils mit den USA Bären-Thread-Thesen, z. B. hier:

Dohmen: "...Wir in den USA haben eine Finanzkrise erlebt, in der Institutionen schließen oder gerettet werden mussten. Die Folge war im Grunde ein wirtschaftlicher Abschwung in den USA. Meiner Meinung nach wird die nächste Krise in den USA und weltweit eine Wirtschaftskrise werden, bei der alle Stimuli, die ins System gesteckt werden, abklingen und immer weniger positive Effekte für die Wirtschaft haben werden. Ich sehe Hinweise darauf, dass sie kontraproduktiv sind.

Wer hinter die Kulissen schaut, erkennt, dass die Geldpolitik der Fed zerstörerisch ist. Sie lässt den Zentralbanken keine andere Wahl. Die chinesische Regierung tut ihr Möglichstes, um die Banken am Laufen zu halten. In China haben die Banken Kredite im Wert von 21 Billionen Dollar laufen. Das ist ein gewaltiger Betrag, wenn man sieht, dass es in China nur 3 Billionen Reserven gibt. Wirtschaftsprüfungsunternehmen schätzen, dass der Prozentsatz der schlechten Kredite in den chinesischen Bankenbilanzen bei ganzen 40% - 50% liegt. Sie haben also schlechte Kredite in Höhe von 10 Billionen Dollar - und das ist unhaltbar. Das könnte eine gewaltige Krise verursachen..."
Der USA Bären-Thread Palaimon
Palaimon:

Wünsche allen ein bärenstarkes 2013

14
31.12.12 16:20
Der USA Bären-Thread 565548
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
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2013 wird bullish!??

3
31.12.12 20:03
Klaus Wellershoff, in Finanzkreisen wohl nicht gänzlich unbekannt, äußert sich aktuell dahingehend, dass eine so einheitliche positive Marktmeinung zu 2013, wie sie momentan zu vernehmen ist, eigentlich recht gefährlich sei. Sämtliche Chefökonomen & Analysten rechnen mit positiven Aktienmärkten, warnende Stimmen gibt es im Gegensatz zum Jahresende 2011 so gut wie gar nicht.

Auch Laszlo Birinyi, Chef der gleichnamigen Börsen-Research-Firma, ist für 2013 sehr bullish eingestellt.

Allerdings liest sich Birinyis Prognose nach meinem Geschmack wie eine Werbeverkaufsveranstaltung, wo oftmals den Teilnehmern minderwertige Artikel zu überhöhten Preisen angedreht werden sollen.

Daher übersetze ich mal seine unten angeführte Prognose kurz mit meinen eigenen Worten:

Hallo werte Kleinanleger!

Die US-Börsen haben seit dem Crash 2008 um sagenhafte 8,4 Billionen Dollar(!) an Wert wieder zugelegt. Leider habt ihr Deppen daran nicht partizipert, aber wir haben noch Tonnen von billig erworbenen Aktien in unserem Portfolio, welche wir euch liebend gerne, nachdem sich die Börsen nun wieder in Richtung Kurshöchststände reflationiert, ähhm…, vorgearbeitet haben, andrehen würden. Kommt also bitte wieder zurück in das Kasino und kauft die Chips zu coolen Preisen. Nun, Schnäppchenpreise sind das zwar sicherlich keine mehr, aber da die Börsen ja künftig nur noch als einzigen Weg die Richtung Norden kennen werden, hat man jedoch stets die Gelegenheit, das brennende Streichholz ohne Probleme an jemand anderen weiterzureichen.

Krisen gibt es künftig auch keine mehr, das ist alles Schnee von gestern. Die bösen Bären werden in 2013 endgültig kapitulieren, das verspreche ich hiermit, und alle diejenigen, die nun Aktien kaufen, werden vielleicht nicht unbedingt reich. Aber das werden schließlich wir sein, nachdem ihr uns die Shares aus den Händen gerissen habt. Bitte, ihr lieben Kleinanleger, kommt doch zurück!!

Birinyi Odds Favor S&P 500 Record as Individuals Return

The Standard & Poor’s 500 Index will probably surpass its record high in 2013 as bears capitulate and the lure of a four-year bull market pulls “everyone in the pool,” according to Laszlo Birinyi.

Expansion in U.S. housing, recovering markets in Europe where bank shares have rallied 36 percent since June and buying by individual investors will push the advance in equities to its fourth and final stage, “acceptance,” said Birinyi, the president of Birinyi Associates Inc. The benchmark gauge for American equity is within 11 percent of its record after gaining 107 percent since March 2009, data compiled by Bloomberg show.

Birinyi, the former Salomon Brothers Inc. executive, is sticking to the bullish forecast he has given to clients of his Westport, Connecticut-based research firm since stocks hit a 12- year low following the credit crisis four years ago. The 69- year-old money manager says the bull market that began in March 2009 resembles advances that pushed equities up more than threefold in the 1980s and fourfold in the 1990s.

“We’re still very comfortable with the market,” Birinyi said. “Our view all along since 2009 is that we’re in the midst of a protracted bull market, similar to 1982 and 1992, markets that went on for four or five years.”…..

Equity Value

…..More than $8.4 trillion has been restored to U.S. share values since the rally began……

Exodus Reversal

…..Birinyi is predicting a reversal of the exodus from equities by smaller investors that has accompanied the S&P 500’s advance. More than $275 billion was withdrawn from U.S. stock mutual funds over the last four years and daily volume on American exchanges has averaged 6.4 billion in 2012, the lowest level since at least 2008.…..
General Motors

…..Companies highlighted by Birinyi at the start of the year have posted mixed returns. General Motors Co. and BlackRock Inc., which he recommended buying in January, are up 37 percent and 15 percent, respectively, while two other picks, Research In Motion Ltd. and People’s United Financial Inc., declined 19 percent and 6.9 percent.

Apple Inc. (AAPL), Birinyi Associates’ biggest stock holding as of Sept. 30, has climbed 26 percent in 2012, though it’s down 24 percent during the fourth quarter. The firm also had $34 million in the SPDR S&P 500 ETF Trust at the last reporting date. The exchange-traded fund increased 12 percent this year.

“We’re still bullish,” said Birinyi, who twice in 2012 said it was possible the S&P 500 would rise above 1,700 should economic growth accelerate. Now, he says, odds the index surpasses its old record of 1,565.15 set on Oct. 9, 2007, are greater than 50 percent as investors pile in.

“What keeps things going forward is more acceptance when we start to see the individual come back somewhat, when we see people redoing their asset allocations,” he said. “When we look at parallels to previous markets, we find them.”…..

www.bloomberg.com/news/2012-12-31/...s-individuals-return.html
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Der USA Bären-Thread Stöffen
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Ein Frohes Neues Jahr

4
31.12.12 20:09
und vor allem Gesundheit an alle Threadteilnehmer von dieser Stelle aus. Den Rest werden wir uns wie eigentlich immer in mühseliger Kleinarbeit zusammenstoppeln.

LOL.
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Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Sie sind ein Bär, wenn...

20
31.12.12 20:18
1. Ihnen bei krachenden Böllern sofort krachende Börsen einfallen;

2. Sie kunterbunt leuchtende Sylvester-Raketen nicht mit staunenden Kinderaugen in den Himmel verfolgen, sondern überlegen, wie und wo die wohl wieder runterkommen, aufschlagen und mögliche Schäden anrichten;

3. Sie, statt sich für die Sylvesterparty schön zu machen und schnell noch ein paar "Schönes-Neues-Jahr"-SMS an die Liebsten zu versenden, in einer muffigen braunen Strickjacke vor dem Monitor hocken und grantig auf die steigenden US-Futures gaffen, die nur darauf warten, dass Obama in letzter Minute die "erlösende" Einigung im Fiscal Cliff Streit verkündet, damit Goldman nicht um seine fetten Jahresend-Boni "betrogen" wird;

4. angesichts der vielen Facebook-Deppen, die in der U-Bahn auf dem Weg zur Sylvester-Party mit den Nasen ihre iPhones navigieren und ihren 437 Facebook-Freunden einen "guten Rutsch" wünschen, dankbar an die wunderbaren Shortgewinne denken, die sich mit Apple, Facebook und anderem gehypten Tech/Sozial-Schrott seit November einfahren ließen;

5. Sie - endlich und viel zu spät auf der Sylvesterparty angekommen - , nicht glückstrunken mit den Freunden ins Neue Jahr tanzen, sondern lieber in der Küche das Buffet niedermachen und dabei übellaunig über die sinnlos hochgezockten Mais-, Weizen, Soja-, Zucker-, Kakao- und Rinderhälften-Futures schimpfen - unablässig davor warnend, dass dies wohl das letzte "große Fressen" vor der kommenden Ravioli-Ära sein wird.

6. auf die Hinweise der anderen Gäste, dass sie diese Themen zurzeit leider überhaupt nicht interessieren, entgegnen, dass sie selbstgefällige Ignoranten seien, genau wie dieser Draghi, und das sie dankbar sein sollten, dass sie hier von einem Experten, der wirklich weiß, wie sich die Dinge entwickeln werden, beizeiten und vor allem kompetent vorgewarnt werden, das Neue Jahr sei schließlich auch die Zeit der Einkehr und Besinnung.

© A.L.
Der USA Bären-Thread lady luck
lady luck:

na watten nu?

4
31.12.12 21:52
Obama: Cliff deal 'within sight'
US President Obama says a deal to avoid the so-called "fiscal cliff" of tax rises and spending cuts is "within sight", as a midnight deadline looms.
Der USA Bären-Thread 14913257
US President Obama says a deal to avoid the so-called "fiscal cliff" of tax rises and spending cuts is "within sight", as a midnight deadline looms.
Der USA Bären-Thread lady luck
lady luck:

war ja klar...

4
31.12.12 23:20
Working with Congress against a midnight deadline, President Barack Obama said Monday that a deal to avert the “fiscal cliff” was in sight but not yet finalized. The emerging deal would raise tax rates on family income over $450,000 a year, increase the estate tax rate and extend unemployment benefits for one year.

http://www.huffingtonpost.com/mobileweb/2012/12/...rks_n_2388980.html
Obama Fiscal Cliff Remarks Spark Republican Threats To Blow Up Deal
WASHINGTON -- With hours remaining to avert the so-called fiscal cliff, President Barack Obama said a deal is “within sight” and urged lawmakers to come together to avert automatic tax hikes and spending cuts that kick in on Tuesday.

But his midday press conference, with a group of middle-class Americans looking on, was not without a bit of bravado as well. Obama took multiple shots at Congress for its clumsiness in negotiations and insisted that he'd demand more tax hikes if the legislative body used the impending debt ceiling standoff to demand spending cuts.

In the process, the president irked several Republican aides, who suggested that the entire fiscal cliff deal had been complicated because of his tone and criticism.

“Potus just moved the goalpost again. Significantly. This is new,” tweeted a top aide to McConnell.
Der USA Bären-Thread lady luck
lady luck:

link1 nochmal

3
31.12.12 23:26
WASHINGTON — Congress won't meet Monday midnight deadline on voting to avert 'fiscal cliff.'

Working with Congress against a midnight deadline, President Barack Obama said Monday that a deal to avert the “fiscal cliff” was in sight but not yet finalized. The emerging deal would raise tax rates on family income over $450,000 a year, increase the estate tax rate and extend unemployment benefits for one year.

The parties were at an impasse over whether to put off the automatic, across-the-board spending cuts set to take effect at the beginning of the year and if so, how to pay for that.

One official said talks were focused on a two-month delay in the across-the-board cuts but negotiators had yet to agree on about $24 billion in savings from elsewhere in the budget.

Officials emphasized that negotiations were continuing and the emerging deal was not yet final. And a confident Obama, flanked by cheering middle class Americans in a White House auditorium, jabbed Congress, saying lawmakers would use every last second to delay a deal. He said his hopes for a larger, more sweeping deal have been dashed and said that such an accommodation was not possible “with this Congress at this time.”

Unless an agreement is reached and approved by Congress by the start of New Year’s Day, more than a half-trillion dollars in tax increases for nearly all Americans will begin to take effect, and $109 billion will be cut from defense and domestic programs. Though both would be felt gradually, economists warn that if allowed to fully take hold, their combined impact would rekindle a recession.

The House of Representatives and the Senate were meeting Monday, a rarity for New Year’s Eve, in hopes of having a tentative agreement to consider.

Republicans, who control the House, are scared of raising taxes. Democrats, who control the Senate and are in the White House, are scared of cutting spending.

Each side is scared of looking like it’s giving in to the other.

Meanwhile, the country’s chronic deficit spending continues without a deal to address it.

www.lohud.com/article/20121231/NEWS/...fiscal-cliff-AP-reports
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

FAZ: "Rezession damit wohl abgewendet" ??

9
01.01.13 08:50
In einem nächtlichen Schnellschuss schreibt die FAZ:

Fiskalische Klippe
Senat beschließt Kompromiss im Haushaltsstreit in Amerika

01.01.2013 ·  Das Weiße Haus und der Senat haben in der Nacht zum Dienstag einen Kompromiss im Haushaltsstreit erreicht. Am Neujahrstag muss nun noch das Repräsentantenhaus zustimmen. Damit ist die beim Sturz über die fiskalische Klippe drohende Rezession wohl abgewendet

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/...ka-12010974.html

Der obige unterstrichene Satz ist keinesfalls in trockenen Tüchern. Das WSJ (US-Ausgabe) kommt im Gegensatz zur wohlmeinenden FAZ zu dem Schluss, dass das Fiscal Cliff damit nur um zwei Monate aufgeschoben ist: Es fällt nun ausgerechnet mit der Ende Feb./Anfang März anstehenden abermaligen Debatte um die Erhöhung US-Schuldengrenze zusammen.


The deal doesn't do much to control the U.S.'s long-term budget woes, which are driven largely by entitlement spending, especially on health care, which were left untouched in this agreement. And depending on the budget math and the ultimate fate of the spending cuts, it may not do much for the short-run deficit either.

By waiting until the last minute, and reaching a deal on a much smaller scale than either side once envisioned, Washington also deferred many of its thorniest questions for perhaps as little as a few weeks. In late February of early March, the Treasury Department will run out of extraordinary measures to deal with the government's borrowing limit—which it reached on Monday—and Congress would need to approve an increase.

The delay in the spending cuts will run out about the same time. In effect, Congress has delayed the fiscal cliff by erecting a new and potentially more dangerous one.

...The Biden-McConnell deal is a classic compromise that included something for everyone to love—and hate. The key question is whether the positive components and the pressure of the Jan. 1 deadline are enough to neutralize the parts that raise objections. If not, attacks from the left and right could combine to topple the deal.

For Republicans, the bill includes the bitter medicine of the first income-tax rate increase since 1993, a violation of the anti-tax orthodoxy that has defined their party. On the other hand, it would codify the Bush-era lower income-tax rates for most Americans as permanent law, ending the recurring battles over how long they will endure.


online.wsj.com/article/...594177744.html?mod=WSJ_WSJ_US_News_3

Die nächtliche Kompromiss-Entscheidung im Senat muss außerdem noch heute im Laufe des Tages vom Repräsentantenhaus abgesegnet werden, erst dann kann Obama das Gesetz unterzeichnen. Obama kam den Reps in seinem Kompromissvorschlag stärker als erwartet entgegen. Er hatte ursprünglich gefordert, Jahreseinkommen ab 250.000 Dollar ab 1. Jan. 2013 höher zu besteuern. In seinem finalem Angebot stieg die Schwelle auf 400.000 (single) bzw. 450.000 (married). Der Höchstsatz der US-Einkommensteuer steigt für die "Betroffenen" von derzeit 35 % (gültig seit Bushs "temporärer" Senkung aus 2001) auf jetzt 55 %.
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Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Korrektur: Spitzensteuersatz nach Fiscal Cliff

10
01.01.13 09:59
Laut "USA today" steigt infolge der Fiscal-Klippe der Spitzensteuersatz in USA von bislang 35 % (entspricht der reduzierten Rate nach Bushs Senkung) auf 39,6 % (nicht 55 %, wie ich oben schrieb).

www.usatoday.com/story/money/personalfinance/2012/...-change/1688699/

Auch die FAZ (# 315) beziffert den neuen Spitzensatz mit 39,6 %.

Auf 55 % kam ich (irrtümlich), weil dies der neue Spitzensatz bei der Erbschaftssteuer ist. Diese wurde in der Tat von 35 % auf 55 % erhöht.

www.handelsblatt.com/politik/international/...s-abgrunds/7573472.html

Die erwarteten Steuermehreinnahmen betragen damit nur 600 Mrd. pro Jahr. Obama wollte eigentlich 1,6 Bio. mehr.

Wenn das Fiscal Cliff "gegriffen" hätte und für ALLE Amis die Steuersenkungen der Bush-Ära zurückgenommen worden wären, dann wäre das Gesamtsteueraufkommen fünf mal so stark gestiegen wie bei der jetzigen Kompromisslösung, bei der nur für Einkommen über 400.000 $ die Steuern erhöht werden. Damit kann zwar möglicherweise in der Tat eine Rezession in USA infolge Steuererhöhungen vermieden werden, wie die FAZ schreibt (jedenfalls wenn man dies allein am Steuersatz festmacht). Doch dafür wird die Schuldengrenze nun umso schneller erreicht. Offiziell hat Geithner bereits seit 28. Dezember 2012 kein Geld mehr. Er kann sich mit Bilanztricks (Umschichtungen) noch max. 2 Monate durchlavieren. Wenn dann die Sylvester um 2 Monate aufgeschobenen Einsparungen um 110 Mrd. Dollar "greifen", droht eine erhitzte Neuauflage der jetzigen Debatte.



Hier die korrigierte Version des obigen Langzeit-Charts zum Spitzensteuersatz:
(Chartquelle: # 316)
(Verkleinert auf 95%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 565633
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Rosa Brille nun Pflicht bei US-Floortradern

5
01.01.13 13:00
auf Anordnung Bernankes:

www.marketwatch.com/story/...l-blindside-investors-in-2013-2013-01-01
Der USA Bären-Thread 565673
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Paul Farrell: Kaboom imminent

3
01.01.13 13:26
... Gundlach, the CEO of DoubleLine Capital, who predicted the 2008 Wall Street credit meltdown, says it’s real damage is still to come. Earlier at TCW Group, he had a 7.9% annual average return for the 2000-2009 decade. He warns: “The first phase of the coming debacle consisted of a 27-year buildup of corporate, personal and sovereign debt. That lasted until 2008.”

Then all that cheap money “finally toppled banks and pushed the global economy into a recession, spurring governments and central banks to spend trillions of dollars to stimulate growth.” America piled on an estimated $29.7 trillion in debt in the shadow markets.

No early warning signal when new bank meltdown hits

Gundlach’s now predicting an “ominous third phase,” a bigger crash, one whose impact will far exceed the damage of 2008: “Deeply indebted countries and companies” won’t default till after 2013.” Meanwhile, Washington and the Fed will keep kicking the can down the fiscal road. “Central banks may forestall these defaults by pumping even more money into the economy,” but “at the risk of higher inflation in coming years.”

He admits he doesn’t really know exactly when this final phase will trigger, but warns you’re not “going to get some sort of an early warning” signal. He has “no faith” that any fiscal-cliff deal will resolve the deficit.

“Tax hikes on the wealthy wouldn’t bring in enough revenue” and politicians won’t “make major cuts in entitlement programs because the public overwhelmingly supports them.” Yes, Washington is setting up a new crash....

(selber Link wie im letzten Posting)
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Trulla trällert Transparenz

4
01.01.13 16:15
www.wallstreetjournal.de/article/...rticle_forsub#articleTabs=article

Merkel fordert stärkere Finanzmarkt-Kontrolle
VON SUSANN KREUZMANN

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Neujahrsansprache die Bürger auf wirtschaftlich schwierigere Zeiten auch in Deutschland vorbereitet. Gleichzeitig mahnte sie weitere Reformen zur Überwindung der Staatsschuldenkrise an.

„Die Reformen, die wir beschlossen haben, beginnen zu wirken", sagte die Kanzlerin. „Dennoch brauchen wir weiterhin viel Geduld. Die Krise ist noch längst nicht überwunden." Das wirtschaftliche Umfeld werde nächstes Jahr nicht einfacher, sondern schwieriger, sagte die Kanzlerin. „Das sollte uns jedoch nicht mutlos werden lassen, sondern ...

(automatisch gekürzt für Nichtabonnenten, reicht auch schon...;-))

Auf Spiegel-Online geht es gratis weiter:

www.spiegel.de/politik/deutschland/...t-harte-zeiten-an-a-875187.html

...Überschäumenden Optimismus kann man Angela Merkel in ihrer Neujahrsansprache wirklich nicht attestieren. Im Gegenteil, die Bundeskanzlerin stimmt die Deutschen auf eine schwierigere Wirtschaftslage 2013 ein. Sie wisse, dass viele Menschen "auch mit Sorgen in das neue Jahr gehen", sagte die Kanzlerin in ihrer Neujahrsansprache laut dem vorab veröffentlichten Redetext.

"Und tatsächlich wird das wirtschaftliche Umfeld nächstes Jahr nicht einfacher, sondern schwieriger", sagte sie. Das sollte uns jedoch nicht mutlos werden lassen, sondern - im Gegenteil - Ansporn sein." [hier also die Lösung des WSJ-Nicht-Abonnentenrätsels]

Die Deutschen bräuchten für ihren Wohlstand und ihren Zusammenhalt die richtige Balance, so die Kanzlerin weiter. Die Bereitschaft zur Leistung sei ebenso notwendig wie soziale Sicherheit für alle. "Wie wichtig diese Balance ist, das zeigt uns auch die europäische Staatsschuldenkrise." Diese sei noch längst nicht überwunden - auch weil die Welt aus der vergangenen Krise von 2008 nicht genug gelernt habe. "Doch nie wieder darf sich eine solche Verantwortungslosigkeit wie damals durchsetzen."

[Oho, Frau Merkel, Sie und Schäuble basteln doch gerade gemeinsam mit Goldman-Draghi an der finalen europäischen Untergangsnummer, lesen sie mal nach bei Paul Farrell in # 319:

Gundlach is now predicting an “ominous third phase,” a bigger crash, one whose impact will far exceed the damage of 2008: “Deeply indebted countries and companies....”]

In der sozialen Marktwirtschaft sei der Staat der Hüter der Ordnung. [A.L.:  Meinen Sie damit die "Ordnung" im Target-2-Saldo der Buba?)] "Darauf müssen die Menschen vertrauen können." Die beschlossenen Reformen würden zu wirken beginnen. Viel Geduld sei aber auch weiterhin nötig.

Positive Beispiele aus der Forschung

Immer wieder streute Merkel in ihrer Rede Geschichten von Menschen ein, deren Beispiel sie im vergangenen Jahr habe aufhorchen lassen. Da ist der fast taube Zehnjährige, der mit einem hochmodernen Implantat zum Musikfan geworden ist. Oder der Fall einer jungen Frau, die dank mitwachsender Herzklappenprothesen ein normales Leben führen und sogar Sport treiben kann.

[A.L.: Das also kommt raus, wenn eine Physikerin Krisen-Kanzlerin wird. Naturwissenschaftlicher Machbarkeitswahn nach dem Motto: "Ich pumpe, also bin ich." Die EZB ist eigentlich kerngesund, sie braucht nur bessere Elektroden zur Echtzeitmessung des Schuldenpegels.;-)]

Die Forschung bringe Deutschland nicht nur solche persönlichen Triumphe, sondern auch reichlich Arbeitsplätze. "Wenn wir etwas können, was andere nicht können, dann erhalten und schaffen wir Wohlstand", sagte Merkel.

[A.L.: Super, Frau Merkel. Erforschen sie doch mal noch, ob man Draghis Geldpumpe nicht auch manuell bedienen kann, so mit 1000 Ex-Opelarbeitern am Schwengel. Da steckt ungeheures Potenzial drin für den Arbeitsmarkt!]

Deshalb werde so viel wie nie zuvor in Bildung und Forschung investiert und Deutschland zu einem der modernsten Energiestandorte der Welt umgebaut. [Auf Kosten der Stromkunden...A.L.] Die Bundesrepublik werde auf den demografischen Wandel vorbereitet, zudem würden die Staatsfinanzen in Ordnung gebracht. [A.L.: Aber sicher doch. Schäuble hat ja schon vorangekündigt, dass er die verminderte Mehrwertsteuer von 7 auf 19 % erhöhen will, dann zahlen Hartz-IV-ler bei Aldi für den Aufschwung" ;-)] "Diese Ziele leiten uns auch 2013", fügte die Kanzlerin hinzu.

Merkel würdigte zugleich das Engagement vieler Menschen in der Bundesrepublik. "Es sind Freunde und Nachbarn, die Initiative ergreifen oder einen Missstand beheben", sagte Merkel. "Es sind die Familien, die sich Tag für Tag liebevoll um ihre Kinder und um ihre Angehörigen kümmern. Und es seien "Gewerkschafter und Unternehmer, die gemeinsam für die Sicherheit der Arbeitsplätze arbeiten".

[A.L. CDU-Sozialromantik aus den 50ern, die längst der Doppelverdiener/Burnout-Zerrüttung des verelendeten Mittelstands-Prekariats gewichen ist...]

(längereAuslassung..!) ...Schließlich rief die Regierungschefin die Bürger doch noch zur Zuversicht für 2013 auf. "Lassen Sie uns gemeinsam auch das neue Jahr zu einem Jahr machen, in dem wir einmal mehr unsere größten Stärken unter Beweis stellen: unseren Zusammenhalt, unsere Fähigkeit zu immer neuen Ideen, die uns wirtschaftliche Kraft gibt."

[A.L. Genug "rant" meinerseits, sonst ende ich noch wie der Nörgel-Bär in # 311 ;-) ]
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Erhöhung der Sozialvers.-Beiträge bremst BIP

2
01.01.13 17:09
Der US-Mittelstand wird ebenfalls von den neuen Abgabenregelungen betroffen - und zwar durch Erhöhung der Sozialvers.-Beiträge, die das mittlere Jahreseinkommen um 1000 bis 2200 $ mindern. Dies allein schon soll das US-BIP um 0,5 Prozentpunkte senken - d. h. von +2 % (aktuell) auf +1,5 %. JPM schätzt die Auswirkungen sämtlicher fiskaler Neuregelungen auf das BIP auf insgesamt -0,8 %.



Falls [der Fiskalpakt] in Kraft tritt, blieben für 99 Prozent der US-Haushalte die derzeitigen Einkommenssätze bestehen. ... Bedeutsamer sind dagegen die nun wieder höheren Beiträge für die Sozialversicherung. Diese waren für die vergangenen zwei Jahre von 6,2 auf 4,2 Prozent gesenkt worden, aber diese Maßnahme wird mit dem Kompromiss nicht verlängert. Sie steigt deshalb wieder um zwei Prozentpunkte und mindert das Einkommen einer amerikanischen Durchschnittsfamilie um ca. 1.000 Dollar. Für einen Angestellten mit einem Gehalt an der Bemessungsgrenze von derzeit gut 110.000 Dollar steigt die zusätzliche Belastung in diesem Jahr sogar um 2.200 Dollar.

Letztlich würde also für die Angestellten trotz der verlängerten Steuersenkungen die Gesamtbelastung steigen – und zwar für die meisten Haushalte auf den höchsten Stand seit 2008. Insgesamt beliefen sich die zusätzlichen Abgabenbelastungen laut J.P. Morgan Chase auf 125 Milliarden Dollar im Jahr. Das sind rund 0,8 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Vielen Analysten zufolge würde dies das Wachstum der USA um einen halben Prozentpunkt mindern – nicht wenig für eine Wirtschaft, die derzeit jährlich um zwei Prozent wächst.

Lewis Alexander, Volkswirt bei Nomura, ist deshalb mit Blick auf die Konjunktur im ersten Halbjahr skeptisch. „Wir rechnen in Reaktion auf die kommenden Belastungen und die weiter bevorstehenden Haushaltsdiskussionen weiter mit einem deutlichen Abschwung zu Jahresbeginn", sagt er. Ihm zufolge wird der Kompromiss vom Montag "nur kurzfristig positiv sein".

...Zudem würden die automatischen Ausgabenkürzungen über insgesamt 110 Milliarden Dollar, die zum 1. Januar in Kraft getreten wären, um zwei Monate hinausgeschoben. Nach dieser Zeit dürfte auch die aktuell geltende Schuldengrenze von 16,4 Billionen Dollar endgültig erreicht sein, so dass der nächste große Kampf zwischen Demokraten und Republikanern bereits vorprogrammiert ist.

...Eigentlich wurde die Schuldengrenze schon am vergangenen Montag erreicht, aber durch interne Haushaltsverschiebungen lässt sich noch eine Gnadenfrist von etwa zwei Monaten herausholen. Aber Anfang März muss die Grenze vom Kongress wieder erhöht werden, ansonsten könnte der Staat ab diesem Zeitpunkt seine Angestellten und Rechnungen wohl nicht mehr bezahlen.

Viele Analysten glauben, dass die Anleger, die Unternehmen und die Konsumenten weiter abwarten werden, weil die Unsicherheit über das, was in Washington geschehen wird, bestehen bleibt. Das Verbrauchervertrauen und die Zuversicht der Unternehmen waren in den vergangenen Wochen und Monaten wegen der scheinbar ergebnislosen Verhandlungen bereits abgestürzt.

"Der Vertrauensverlust hat äußerst negative Konsequenzen für die Wirtschaft", sagt Sung Won Sohn, Volkswirt an der California State University Channel Islands. „Die Unternehmen sind sehr zurückhaltend was Neueinstellungen und Investitionen in die Betriebe und die Ausrüstung angeht. Und auch die Konsumenten öffnen nur widerwillig ihre Portemonnaies"....

www.wallstreetjournal.de/article/...7323320404578215192996802824.html
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

WSJ.de: Fiskalpakt bringt USA nicht weiter

 
02.01.13 09:35
Das Wall Street Journal (dt.) ergreift Partei für die Reps. Die im Artikel genannten Zahlen zur US-Staatsverschuldung, die angeblich bis 2022 auf nur 81 % steigen soll, sind erstunken und erlogen. Bereits JETZT liegt die US-Schuldenquote bei 110 %! - siehe Chart in # 300.

Nach diesem Horror-Artikel habe ich starke Zweifel, ob man das WSJ.de weiterhin hier als seriöse Quelle zitieren kann.

A.L.

www.wallstreetjournal.de/article/...7323374504578216731028713600.html

Der Pakt im Streit um das US-Haushaltsdefizit stellt bestenfalls eine chaotische Unterbrechung in der Saga um die so genannte Fiskalklippe dar. Es gibt keine Helden. Es gibt ein paar Tränen der Erleichterung, aber keine Freudenschreie. Die große Katharsis bleibt aus.

...Drei große Wirtschaftsfragen stehen... weiterhin im Raum: Was trägt das Abkommen zur Verringerung des Defizits in den nächsten Jahren bei, die ja eigentlich das Ziel ist? Was hilft es einer Wirtschaft, die quälend langsam wächst? Und was tut es, um die viel beschworene Unsicherheit zu senken?

Das Defizit.

Im Grunde trägt dieser Pakt zwar etwas, aber nicht viel dazu bei, künftige Defizite zu senken. Und er hilft überhaupt nicht dabei, die Ausgaben im Zaum zu halten.....

...Nach Angaben des Committee for a Responsible Federal Budget, einer Anti-Defizit-Gruppe, waren die Staatsschulden auf bestem Wege, bis zum Jahr 2022 auf 81 Prozent der gesamten amerikanischen Wirtschaftsleistung anzusteigen

[Die Zahlen sind grob falsch, A.L.!]

. Zum Vergleich: Deutschlands Staatsschuldenquote liegt nach Angaben des Bundesfinanzministeriums schon in diesem Jahr bei 81,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), soll aber sinken. In Griechenland liegt sie derzeit bei mehr als 170 Prozent. Und in Japan, dem Land mit der weltweit höchsten Staatsverschuldung, liegt sie laut der Wirtschaftsforschung Trading Economics bei mehr als 200 Prozent des BIP.

Mit dem nun gefundenen Haushaltskompromiss würde die Staatsverschuldung der USA in zehn Jahren 79 Prozent des BIP betragen. Damit wäre sie aber immer noch doppelt so hoch wie im Jahr 2000.

(stimmt ebenfalls hinten und vorn nicht... A.L.)

Michael Bennett, einer von acht demokratischen Senatoren, die gegen den Fiskalpakt gestimmt haben, sieht deswegen „keinen wirklichen Fortschritt, um die Schulden zu senken".

(Das stimmt wiederum. Weiter muss man diesen Schundartikel nicht lesen. A.L.)
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

SPON - falsch recherchiert ;-)

2
02.01.13 09:46
Hamburg - Bevor es überhaupt begonnen hat, kleben am Jahr 2013 allerlei Etiketten. Für die Unesco ist es das "Weltwasserjahr", für den Vatikan das "Jahr des Glaubens", für die EU das "Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger". Aber wird es auch ein gutes Jahr für die deutsche Wirtschaft? Oder steht die 13 für das Jahr, in dem Deutschland das konjunkturelle Glück verlässt?

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...eine-rezession-a-874823.html



*rant on*

A.L.:

Korrekt hätte es heißen müssen:

Für die EZB ist es das "Weltverwässerungsjahr"

Für die Börse ist es das "Jahr des Glaubens"

Für die PIIGS ist es das "Abgreifjahr an Europäischen Bürgern und Bürgerinnen"

Für den Vatikan ist es das "Jahr der Draghi-Mafia"

*rant off*
Der USA Bären-Thread Ischariot MD
Ischariot MD:

Taktik wie in den Ardennen

8
02.01.13 10:22
man hat also die Entscheidungsschlacht gescheut und sich auf weitere verlustreiche Stellungskämpfe zurückgezogen, im Westen also nichte Neues.

...genug der martialischen Analogie. Die GOP hat verstanden, daß das Volk weiterhin niedrige Steuern will und man sich hier nur Feinde machen kann, und die Taktik entsprechend geändert.
Mit den jetzt festgeschriebenen Steuererleichterungen ist nur eine vernachlässigbare Einnahmeverbesserung erzielt worden, alle anstehenden Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung müssen also auf der Ausgabenseite vorgenommen werden. Hier verspürt die GOP einen Heimvorteil, denn der Gegner ist jetzt klar definiert: Obama, der Präsident mit dem höchsten Staatsdefizit aller Zeiten. Dementsprechend verbissen wird diese Schlacht geführt werden, und ich glaube nicht, daß sich die Reps nochmal auf ein 'kick-the-can-down-the-road' einlassen werden, der showdown wird in diesem Quartal anstehen, da bin ich mir sicher.

Was daran gut für die Märkte sein soll und den heutigen bounce rechtfertigt, erschließt sich mir nicht. Es ist auch keinesfalls so, daß man jetzt zwei Monate Ruhe hätte. Die debt ceiling ist bereits erreicht, alle Maßnahmen zur Abwendung der techn. Zahlungsunfähigkeit sind bereits jetzt nur mit buchhalterischen Tricks verbunden. Es besteht also bereits jetzt Handlungsdruck zur Ausgabenbeschränkung, der in den Folgewochen konstant anschwellen wird. Die Zwei-Monatsfrist für Ende Februar definiert dann nur noch den gewollten Kulminationspunkt.

Ich denke, die DAX-Bullen wollen rasch noch vollendete Tatsachen schaffen (ATH in erster Januarhälfte), bevor das Störfeuer aus USA überschwellig wird. Das muß man als Bär jetzt noch aushalten.
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
Der USA Bären-Thread A.L.
A.L.:

Reihenweise schlechte Zahlen

2
02.01.13 11:10
in Europa - aber die hiesigen Börsen feiern, dass in USA eine Steuererhöhung niedriger als erwartet ausfiel....

eltee.de/termine.php

Veröffentlichung der Zahlen zum deutschen Einkaufsmanagerindex für Dezember 2013

Der deutsche Einkaufsmanagerindex für Dezember notiert bei 46,0. Das Vormonatsniveau hatte bei 46,8 gelegen.

(Zahlen unter 50 deuten auf Schrumpfung - A.L.)

------------

Zweite Veröffentlichung der Zahlen zum Einkaufsmanagerindex der Eurozone für Dezember 2013

Der Einkaufsmanagerindex für die Eurozone notiert im Dezember bei 46,1. Damit wurde die erste Veröffentlichung von 46,3 nach unten revidiert. Im Vormonat hatte der Index bei 46,2 notiert.

derivatecheck.de
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Der USA Bären-Thread 565854

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