... ohne seine sonst übliche Polemik, jedenfalls soweit es im DJ/WSJ-Artikel wiedergegeben ist. Entweder Dtld. pumpt dauerhaft Milliarden in den Euro-Orgiensumpf oder tritt aus dem Euro aus.
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Ischariot: Der Austritt Dtlds. würde wohl nicht allein erfolgen, was eine neue Währung (Nord-Euro) mit starker Aufwertung und den weiterbestehenden Euro (dann Süd-Euro genannt) zur Folge hätte, letzterer würde extrem abwerten, und alle bisherigen Euro-denominierten Schulden würden entsprechend stark abwerten, das bedeutet carnage für nordeurop. Banken, Versicherungen und Pensionsfonds, jedenfalls für die die auf die Merkel/Schäuble-Lügen vertraut haben. Dto. carnage auch für Staatshaushalt und BuBa (via EZB-Anteil und Target-2). Politisch vorbereiten kann man solch ein Ereignis nicht, jeglicher Fingerzeig an inländische KAGs würde die Euro-Spaltung noch in derselben Nacht besiegeln. Deshalb gibt's in D auch keine proaktive Politik mehr, sondern ALLE Maßnahmen und Äußerungen sind angstgetrieben vor der Nacht X.
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Soros: Deutschland kann Krise durch Euro-Austritt lösen
Die Eurokrise ist "hausgemacht" - und sie drückt die Europäische Union in eine anhaltende Depression: Das sagte George Soros, Leiter des Soros Fund Management LLC.
Und: Die Krise könne durch Deutschland gelöst werden, entweder indem das Land als ein "freigiebiger Hegemon" agiere oder aber, indem das Land aus der Eurozone austrete.
Die Krise sei ein "Alptraum", sagte Soros auf einer Konferenz der National Association for Business Economics in New York. Die Architekten des Euro hätten von den Mängeln gewusst, als sie den Euro schufen. Sie hätten eine Zentralbank geschaffen, doch kein gemeinsames Finanzministerium. Wie in jedem Auf- und Abzyklus habe es in den ersten Jahren Optimismus und Nachsicht gegeben, doch mit der Verschärfung der Lage habe sich auch die Einstellung der Beteiligten geändert.
So sei beispielsweise die Sichtweise der deutschen Öffentlichkeit nicht gleich geblieben. Als der Prozess der deutschen Einigung begonnen habe, hätten die Deutschen realisiert, dass dies nur gemeinsam mit einer stärkeren Europäischen Union gemacht werden könne. "Deutschland war die treibende Kraft für eine stärkere Integration", sagte Soros.
Mit der Einführung des Euro habe die Europäische Zentralbank (EZB) ungeachtet der Mängel die Anleihen der Mitgliedsländer als risikolos angesehen. Dies habe bei den Geschäftsbanken einen starken Anreiz zum Kauf von Anleihen schwächerer Währungen hervorgerufen, doch tatsächlich seien Spanien und Italien nicht so wettbewerbsfähig gewesen wie Deutschland.
Deutschland habe auf einem Weg des geringsten Widerstands nur ein Minimum getan, um den Euro zusammenzuhalten, doch dies sei nicht genug, sagte Soros. Faktisch habe der Euro bewirkt, dass die Schuldnerländer sich in weniger entwickelte Länder verwandelt hätten, die sich in einer fremden Währung verschulden mussten. Sie hätten das Recht zum Gelddrucken aufgegeben.
Es habe die Fehlannahme gegeben, dass Staatschulden risikolos seien und dieser fundamentale Webfehler sei aufgedeckt worden. Dem könnte durch Einführung von Euro-Bonds begegnet werden, doch dies sei in Deutschland politisch nicht durchsetzbar.
Auch wenn Deutschland nicht böswillig handle, bliebe unterm Strich die Tatsache, dass sich der Gegensatz zwischen Schuldnern und Gläubigern vertiefe. Dieser Gegensatz könnte ein dauerhafter bleiben. Es werde zwar erkannt, dass etwas grundlegendes falsch sei, doch wie dies gelöst werden kann, sei bis jetzt nicht klar.
Eine Option für Deutschland sei eine Rolle als "freigebiger Hegemon" mit Hilfen für die verschuldeten Länder. Eine andere, drastischere Möglichkeit sei der Austritt Deutschlands aus dem Euro. Statt den verschuldeten Ländern die Last der Anpassung aufzubürden und die Rückzahlung der Schulden zu verlangen, würde dann die Last auf Deutschland fallen, das sich neu aufstellen müsste, sagte Soros.
Sollte Deutschland den Euro verlassen, würde der Euro abwerten; die Schulden blieben nominal gleich, würden sich real aber vermindern. Dann würden die verschuldeten Länder ihre Wettbewerbsfähigkeit wieder erlangen, weil die Exporte billiger würden und die Importe teurer.
www.finanzen.net/nachricht/aktien/...o-Austritt-loesen-2095321
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar