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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

Behaupten kann man viel.

2
30.09.12 19:07
Nur stimmen tut es nicht.

Auch München war total zerstört und der Aufbau der Industrie erfolgte von praktisch 0 aus, musste vor Ort erbracht werden. Nur dass ein Konzern zugewandert ist, der auch bei Null und ohne Märkte loslegen musste bedeutet keinen großen Vorteil. In Frankfurt sind weit mehr Konzerne zugewandert. Hamburg hat seine Konkurrenz bei Schiffsbau im Osten verloren.  Es gibt diesen angeblichen Vorteil nicht. Ist ein Märchen, auch wenn man es noch so oft wiederholt. Wahrscheinlich steht auch der FC Bayern finanziell so gut dar weil er von der Teilung profitiert hat und Hertha hat ach so stark darunter gelitten.
Antworten
daiphong:

#48 ich diskutiere mit dir nicht über Berlin

2
30.09.12 19:24
Dein blinder Hass lässt das gar nicht zu. Ist mir einfach viel zu viel Arbeit, den abzubauen. Auch nicht anhand eines alten, blöden Artikels, der das Land Berlin nicht von der Kommune und den Funktionen als Bundeshauptstadt trennen kann. Berlin, Bremen, NRW, Ostdeutschland, die alten Industriereviere musst du schon selbst studieren, falls du tatsächlich irgendwas davon und von Deutschland verstehen willst, ich kann dir diese Arbeit nicht abnehmen.
Antworten
Malko07:

Z.B. ist der Vorschlag von

3
30.09.12 19:39
Ministerpräsident Winfried Kretschmann mMn sinnvoll:

"Wir wollen beim Länderfinanzausgleich nicht raus aus der Solidarität, sondern neue Grundlagen für ein faires System. Es müssen Anreize her, wie ärmere Länder von Mehreinnahmen profitieren können, ohne dass es auf den Finanzausgleich angerechnet wird." Ärmere Bundesländer hätten bisher keinen Vorteil davon, sich anzustrengen. "Das müssen sie aber, wenn am Ende auch die Geberländer wie Baden-Württemberg entlastet werden sollen", meint der Grünen-Politiker. "Wir wollen darüber verhandeln. Bis Jahresende muss klar sein, ob die anderen Länder das auch ernsthaft wollen. Wenn nicht, erwägen wir, uns der Klage der Bayern gegen den Länderfinanzausgleich anzuschließen."

Mit Unterstellungen (Hass ...) lebt sich gut, glaubt man ...
Antworten
Caliban:

Gewaltige Mentalitätsunterschiede

9
30.09.12 19:52
hier im Thread und im Allgemeinen zwischen Bayern und Preußen eben ;)

Wenn man die (Ur-)Bayern verstehen will, muss man aber im 19.Jh nachsehen, nicht im 20.

Bayern wollte niemals heim ins Reich der Preussen. Sie waren von der Geschichte, Abstammung und Mentalität her den Österreichern verbunden und sind es eigentlich heute noch - trotz der Vielzahl der allg. bekannten Österreicherwitze ;)

Preussen hat leider in seinem deutschnational untermauerten Größenwahn der 2. Hälfte des 19.Jh den Grundstein für einen Gutteil der deutschen Misere im 20.Jh gelegt. Die Bayern hatten an einem deutschen, d.h. preussisch diktierten Großreich niemals Interesse. Bayern war schon immer mental und kulturell bodenständig und konservativ, Eigenschaften, die heutzutage offensichtlich Erfolg bescheren.
Muss man schon auch mal die Kirche im Dorf lassen, liebe Berliner.
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Kicky:

Berlin hat sich nichts vorzuwerfen

7
30.09.12 20:31
"Es scheint ein bayerischer Reflex zu sein, immer in Wahlkampfzeiten das Thema Länderfinanzausgleich aufzugreifen.“ Das sagte Berlins Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum am 16. Juli 2012 zur Ankündigung von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, das Land werde vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die geltenden Regelungen zum Länderfinanzausgleich Klage erheben. „Aus Berliner Sicht haben wir uns nichts vorzuwerfen“, erklärte Nußbaum weiter. „Deshalb fordere ich alle auf, die ernsthaft an einer Reform des Finanzsystems interessiert sind, endlich alle Finanzströme transparent zu machen - auch jenseits des reinen Finanzausgleichs. Dann wird deutlich, worüber wir eigentlich reden."
Das Land Berlin bekommt aus dem Länderfinanzausgleich jährlich 3 Milliarden Euro. Ziel dieser Ausgleichszahlungen unter den Bundesländern ist es, die unterschiedliche Steuerkraft der Länder zumindest teilweise auszugleichen. Ohne diesen Ausgleich wäre das Defizit des Landeshaushalts 3 Milliarden Euro größer. Die Mittel sind nicht zweckgebunden. Sie stehen Berlin in gleicher Weise zur Verfügung wie beispielsweise die Steuereinnahmen. Über die Verwendung entscheidet das Berliner Landesparlament – wie jedes andere Landesparlament auch – autonom.

Argumente zum Download

Um eine vorurteilsfreie Diskussion zu ermöglichen, hat die Senatsverwaltung für Finanzen zentrale kritische Behauptungen zum Länderfinanzausgleich aufgegriffen und sorgfältig geprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung wurden in einer Folienpräsentation zusammengefasst. Die Präsentation "Länderfinanzausgleich - Behauptungen und Tatsachen"steht hier zum Download bereit.

www.berlin.de/imperia/md/content/...ngen_und_tatsachen_4_0.pdf

Fakt ist, dass die Wirtschaftskraft in Deutschland immer noch in hohem Maße
unterschiedlich ist, ungeachtet aller bestehenden Bundes- und Länderprogramme und der besonderen Förderung der ostdeutschen
Länder. Infolgedessen differiert auch die Steuerkraft der Länder erheblich – Hamburg liegt um die Hälfte über dem Bundesdurchschnitt,
die ostdeutschen Länder liegen um die Hälfte darunter. Diese Unterschiede gleicht der Länderfinanzausgleich zu einem Teil aus....

Den Gesamteinnahmen von Ländern und Gemeinden im Jahr 2011 von rd. 300 Milliarden Euro stand der Länderfinanzausgleich in Höhe von 7,3 Milliarden Euro gegenüber, das sind gerade 2 ½ %.

...Lässt man Nordrhein-Westfalen
(das auch im Jahre 2011 praktisch keine Leistungen aus dem Finanzausgleich erhalten hat) unbeachtet, dann stehen den 31,2 Millionen Einwohnern der Geberländer (Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Hamburg) 32,7 Millionen Einwohner in den Nehmerländern gegenüber. Die Behauptung, wenige würden für viele zahlen, ist schlichtweg falsch.

Die Behauptung, das Volumen des LFA steige immer weiter an, stimmt nicht. Im Gegenteil: Der Anteil des LFA am Steueraufkommen von Ländern und Gemeinden ist tendenziell rückläufig, die Umverteilung nimmt beständig ab: Die Nehmerländer haben aufgeholt, ihre eigene Steuerkraft verbessert

Bayern zahlte 2011 mit 3,7 Mrd Euro zwar einen hohen Betrag in den Länderfinanz- ausgleich ein – aber nicht alles aus eigenen Mitteln.
Zwei Milliarden Euro kamen quasi aus der Bundeskasse – sieben Umsatzsteuerpunkte, die der Bund den Ländern 1995 beim Einbezug der ostdeutschen Länder zur Finanzierung des Länderfinanzausgleichs überlassen hatte. Der Rest ergab sich aus Wirtschaftswachstum und aus Bevölkerungszuwächsen – Bayern hat seit 1995 mehr als 600 000 Einwohner hinzugewonnen.

Der Länderfinanzausgleich gleicht die Steuerkraftunterschiede zwischen den Ländern nur teilweise aus. Die Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium zeigen, dass auch nach Länderfinanzausgleich erhebliche Finanzkraftunterschiede fortbestehen: So hat etwa
Bayern als Geberland zwei Milliarden Euro mehr in der Kasse als dem Länder-durchschnitt entspricht, das halb so große Hessen rund eine Milliarde. Dagegen bleiben die finanzschwachen Länder auch nach Finanzausgleich finanzschwach.

Aufgabe des Länderfinanzausgleichs ist es, Finanzkraftunterschiede zwischen den Ländern angemessen auszugleichen. Genau dieses leistet er – und nicht mehr. Auf den tatsächlichen Bedarf bei staatlichen Kernausgaben – verursacht beispielsweise durch
strukturschwache Industrien oder zahlreiche Sozialhilfeempfänger – nimmt der Finanzausgleich keine Rücksicht. Und wer seiner Bevölkerung etwa gute Schulen und unentgeltliche Kitas anbietet, muss sich deshalb an anderer Stelle einschränken......
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Franzosen gegen rigiden Sparkurs

5
30.09.12 20:54
Hollande verspürt heftigen Gegenwind

Franzosen gegen rigiden Sparkurs

Die französische Linke hatte vom sozialistischen Präsidenten Hollande eigentlich ein Ende der strengen Sparpolitik erwartet. Keine fünf Monate nach Amtsantritt sind viele Menschen enttäuscht. Zehntausende gehen auf die Straße - aufgerufen ausgrechnet von einem linken Parteienbündnis.

In Frankreich formiert sich Widerstand gegen die Sparpolitik des neuen Präsidenten François Hollande. Bei einer Großdemonstration in Paris protestieren Anhänger linker Gruppen erstmals mit einer Großdemonstration. Nach Angaben des Parteienbündnisses Front de Gauche (Linksfront) beteiligten sich rund 80.000 Menschen an einem Protestmarsch quer durch die Hauptstadt. Die Polizei gab keine offizielle Schätzung ab.

Die Demonstranten forderten unter lauten "Widerstand"-Rufen eine Volksabstimmung über den europäischen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin, der in den nächsten Wochen auch vom französischen Parlament ratifiziert werden soll. Die dort verankerte Schuldenbremse wird nach Auffassung der Kritiker den Handlungsspielraum der sozialistischen Regierung stark einengen und zu einer langanhaltenden Rezession führen.

Der Aktionstag war die erste große Protestveranstaltung gegen die Politik des sozialistischen Präsidenten Hollande. Er hatte im Wahlkampf im Frühjahr ein sozialeres Frankreich und den Verzicht auf allzu harte Sparpläne versprochen. Der Haushalt für das Jahr 2013 sieht allerdings Steuererhöhungen und Einsparungen in Höhe von 36,9 Milliarden Euro vor.

Linke versprechen weitere Proteste

Anführer des Parteienbündnisses Front de Gauche, das links der regierenden Sozialisten steht, ist Jean-Luc Mélenchon. Bei der Präsidentenwahl im Mai war er auf rund elf Prozent der Stimmen gekommen. Zuletzt hatte er auch Bundeskanzlerin Angela Merkel wegen ihrer Europapolitik heftig attackiert. Merkel betreibe eine engstirnige und sehr dogmatische Politik, sagte der Politiker im Deutschlandfunk.

Am Sonntag bekräftigte Mélenchon, die Demonstration in Paris sei nur der Auftakt der Proteste gewesen. Weitere würden folgen. Von diesem Dienstag an soll in der französischen Nationalversammlung über den Fiskalpakt debattiert werden.

Quelle: dpa/AFP

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Wut gegen Europas Sparkurs

6
30.09.12 21:03

Protestwelle: Wut gegen Europas Sparkurs

In mehreren Metropolen Europas haben Zehntausende gegen Sparmaßnahmen ihrer Regierungen demonstriert. In Madrid schlug der Protest in Gewalt um. Auch Frankreichs Präsident Hollande spürt steigenden Druck von der Straße.

Paris / Lissabon / Madrid Zehntausende Spanier, Portugiesen und Franzosen sind am Wochenende ein weiteres Mal zu Massenprotesten gegen die Sparmaßnahmen ihrer Regierungen auf die Straße gegangen.

In Madrid schlug die zunächst friedliche Demonstration in der Nacht zum Sonntag in Gewalt um. Die Polizei in der spanischen Hauptstadt versuchte gegen Mitternacht, die noch verbliebene Menschenmenge aufzulösen. Die Sicherheitskräfte setzten Schlagstöcke ein, mehrere Demonstranten warfen Steine und Flaschen. Das staatliche Fernsehen meldete zwei Verletzte und zwölf Festnahmen. Bei Kundgebungen am Dienstag waren mehr als 60 Menschen verletzt worden, 38 wurden festgenommen. Auch am Mittwoch war es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Die Proteste am Samstag waren hingegen bis in die Nacht friedlich verlaufen.

Die Demonstranten in Madrid marschierten zum dritten Mal in einer Woche zum Parlament, um ihrem Ärger über Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen Luft zumachen. Mit Parolen wie „Feuert sie, feuert sie“ forderten sie den Rücktritt der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy. In Spanien hatte die Regierung erst am Donnerstag für 2013 ihre bisher drastischsten Kürzungen sowie neue Sparmaßnahmen zur Bewältigung der Krise angekündigt. Der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr sieht Einsparungen von 40 Milliarden Euro vor.

Im Nachbarland Portugal gingen am Samstag Tausende gegen die Sparpläne der Regierung auf die Straße. Die friedliche Kundgebung in der Hauptstadt Lissabon wurde von der Gewerkschaft CGTP organisiert. „Vor einem Jahr hat uns der Ministerpräsident erklärt, eine Einigung mit der Troika sei die Lösung für die Probleme dieses Landes“, rief CGTP-Chef Armenio Carlos der Menge zu. Man habe jedoch in Griechenland gesehen, dass dieser Weg in eine Sackgasse führe. Portugals Regierung muss massive Einsparungen im Haushalt vornehmen, um die Auflagen für die Hilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erfüllen. Die portugiesische Regierung hat im Gegenzug für das 78-Milliarden-Euro-Rettungspaket an ihr Land einschneidende Sparmaßnahmen umgesetzt. Der Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes CGTP, Arménio Carlos, erklärte laut einem Bericht der Zeitung "O Público" vor Tausenden Demonstranten in Lissabon, er strebe noch für dieses Jahr einen Generalstreik an.

Antworten
Fillorkill:

'Unethische + unreife Subjekte' (# 326)

10
30.09.12 21:41

Die vorgeblich Kant und Hegel abgelauschte kulturalistische Arroganz dieses Beitrages hat mich ehrlich gesagt sprachlos gemacht. Ganze Bevölkerungen werden hier in kollektiv in Haftung genommen für nun geplatzte Kreditblasen, deren Nutzniesser diese tatsächlich allenfalls ganz am Rande waren. Ihre kollektiven charakterlichen Mängel und nicht etwa vagabundierendes spekulatives Kapital sollen es gewesen sein, die diese Blasen ungerechtfertigt und unverdient in Gang gesetzt haben. Dass das Zusammenstreichen von Lebensstandard und Lebensperspektive nicht umstandslos begrüsst wird (wie es in D unter äquivalenten Bedingungen ganz sicher der Fall wäre), sondern mit mehr oder weniger symbolischen Protest beantwortet wird, bestätigt in der Lesart des Autors nur den sittlichen Vorwurf, einen 'unethischen' Verhaltenskodex zu pflegen. In meiner Lesart bestätigt hingegen der Autor die Diagnose, einen modernen, sozial akzeptierten Rassismus zu fahren, der sich nicht mehr biologisch, sondern soziokulturell ableitet und damit seine tatsächlichen Motive aus der Schusslinie bringen will. Krise und Krisenmomentum sind ihm tatsächlich nur das Ticket, um endlich die Spreu vom Weizen trennen zu können. Dafür soll und muss es krachen!

 

Was mich betroffen gemacht hat ist, wie widerspruchslos ein derartiges Pamphlet hier seinen Gang nehmen kann. Insofern beende ich deshalb mein Experiment 'BT' als aussichtslos.

 

Danke für die Geduld, Fill

 

 

 

 

contrarian investors are buying / selling the divergence between fundamentals and expectations
Antworten
daiphong:

na fill, bist du deinen allgemeinen

7
01.10.12 00:10
Rassismus-Vorwurf an den BT und an AL  ja doch noch endlich losgeworden   ;-o)  

Und alle miteinander endlich entlarvt, ja, du bist ein ganz besonders pfiffiger Marxist. Schon der BT- Einstieg mit einer Lenin-Kritik  (  http://www.ariva.de/forum/...ren-Thread-283343?page=3938#jumppos98451  ) war witzig, du hältst das Forum hier wohl echt für eine Partei?! Eingeschliffene Reflexe?  
Mit bürgerlichen Verhältnissen, auch allen Fragen von Regionalität hast du es ja eher nicht so, die sind dir sowieso lächerlich, aber genau darum dreht sich auch hier recht vieles. Denn sie sind überall ein ganz entscheidender Maßstab für Ökonomie, Politik, Staat. Dann aber sind sie für dich sogleich rassistsich. Und ja, wirkliche Bürger sehen sich auch für ihren Staat irgendwie verantwortlich und erwarten dies auch anderswo - total lächerlich, nicht wahr?
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permanent:

Japan Business Mood Worsens on Global Slowdown

3
01.10.12 06:30
Japan Business Mood Worsens on Global Slowdown
JAPAN, MANUFACTURING, EARTHQUAKE, TSUNAMI, ECONOMY, DEMAND, YEN, CURRENCY, FOREX, FOREIGN EXCHANGE, EXPORTS, BOJ, BANK OF JAPAN, ASIA
Reuters
| 30 Sep 2012 | 08:21 PM ET

Big Japanese manufacturers' business mood worsened in the three months to September and will stay gloomy, the central bank's tankan survey showed, a sign slowing global growth and a stubbornly strong yen was hurting the world's third-largest economy.

 

Service-sector sentiment remained unchanged from three months before but is seen deteriorating as strength in domestic demand, which had partly offset the weakness in exports, the quarterly survey showed on Monday.

The tankan underscored the view held by the central bank, and shared by many analysts, that growth will stall for most of this year as slack demand for Japanese goods in China and Europe weigh on the export-reliant economy.

It may add pressure on the Bank of Japan to expand monetary stimulus further to support the economy, even after easing policy just a month ago.

The headline sentiment index for big manufacturers fell by 2 points from three months ago to minus 3 in September, matching a median market forecast.

The index for December stood at minus 3, indicating the manufacturers expect unchanged business conditions.

Service-sector sentiment was flat from June at plus 8, better than the median forecast of plus 6. But the index for December stood at plus 5, a sign they expect tougher times ahead.

Still, big firms expected capital expenditure to increase 6.4 percent in the fiscal year to next March, more than a 5.5 percent increase forecast by markets and a 6.2 percent rise projected in the central bank's June survey.

 

Central bank policymakers are expected to scrutinize the survey when they meet for a two-day rate review that ends on Friday. Many market players expect the Bank of Japan to hold fire this week after having eased policy just last month.

The Bank of Japan boosted its asset buying program in September, as prospects of a near-term recovery faded due to weakening exports and a prolonged slowdown in Chinese growth.

The tankan's sentiment indexes are derived by subtracting the percentage of respondents who say conditions are poor from those who say they are good. A negative reading means pessimists outnumbered optimists.

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permanent:

Japan in der Rezession

5
01.10.12 07:55
Starker Yen und Inselstreit

Japan in der Rezession

Was der deutschen Wirtschaft der Ifo-Index ist in Japan der Tankan-Bericht. Die jüngste Umfrage unter rund 10.000 Unternehmen malt dabei ein düsteres Stimmungsbild und prognostiziert das zweite Quartal in Folge ein schrumpfendes BIP. Experten sprechen von einer technischen Rezession und begründen diese mit dem starken Yen, der großen Exportabhängigkeit und dem Inselstreit mit China, Japans wichtigstem Handelspartner.

In Japans Industrieunternehmen macht sich zunehmend Pessimismus breit. Die Stimmung in den Chefetagen wurde vor allem von der anhaltenden Yen-Stärke und der globalen Konjunkturflaute getrübt. Wie aus dem von der Bank of Japan (BoJ) vierteljährlich vorgelegten Tankan-Bericht hervorgeht, sank der sogenannte Diffusionsindex, der die Lagebeurteilung der Unternehmen abbildet, in den drei Monaten bis September auf minus 3 Punkte. Im Juni hatte der Index bei minus 1 notiert. Ökonomen hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.

Das Stimmungsbarometer notiert damit das vierte Quartal in Folge im negativen Bereich. Ein Wert unter null signalisiert, dass sich die Ökonomie in einer schlechten Verfassung befindet. Die japanische Wirtschaft ist sehr exportabhängig, deshalb belastet die globale Wachstumsabschwächung sehr stark. Insbesondere das schwächere Wachstum in China besorgt die Manager, da China mittlerweile der wichtigste Handelspartner für Japan ist. Und wegen des Inselstreits droht ein handfester Konflikt, der zumindest die Handelsströme schwer treffen könnte.

"Technische Rezession"

Im Dienstleistungsbereich sieht es im Unterschied zur Industrie nicht ganz so düster aus: Die Großunternehmen im Servicebereich hielten an ihrer Beurteilung der Wirtschaftslage fest, der Indikator notiert wie im Vorquartal bei plus 8 Zähler. Auch damit wurde die Prognose der Ökonomen erfüllt. Der Dienstleistungsbereich profitiert von dem Wiederaufbau nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe.

"Der Tankan-Bericht hat untermauert, dass die Wirtschaft im vierten Quartal schrumpfen dürfte. Und nach dem Rückgang der Wirtschaftsleistung von Juli bis September bedeutet das eine technische Rezession", sagte Norio Miyagawa, Ökonom bei Mizuho Securities Research. Allerdings sollte die Rezession milde ausfallen, fügte der Experte hinzu.

Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie, ein wichtiger Sektor der japanischen Wirtschaft, wurde von der globalen Konjunkturschwäche und dem Auslaufen der Subventionen für umweltfreundliche Fahrzeuge besonders hart getroffen. Auch die antijapanischen Proteste, in deren Gefolge viele japanische Fabriken in China schließen mussten, waren der Stimmung abträglich.

10.000 Unternehmen befragt

Das Wort Tankan ist eine Abkürzung für "Untersuchung zur kurzfristigen Konjunktureinschätzung der Unternehmen". Der Bericht besteht dabei aus verschiedenen Unterindizes, die zu einem Indikator zusammengefügt werden. Am stärksten im Fokus stehen die Indizes für die Großunternehmen der Industrie und des Dienstleistungsgewerbes.

Der Bericht, für den rund 10.000 Unternehmen aller Größenordnungen befragt werden, gilt als wichtiger Kompass für die Geldpolitik der japanischen Notenbank. Die vierteljährlich erhobene Tankan-Umfrage ist mit dem deutschen Ifo-Index vergleichbar. Der Diffusionsindex zur Wirtschaftsstimmung misst die Differenz zwischen den Unternehmen, die angeben, dass ihre Geschäftslage besser ist, und jenen Betrieben, die ihre Lage schlechter einschätzen.

Ökonomen sagten, es sei unwahrscheinlich, dass die Währungshüter unmittelbar mit weiteren Aktionen auf den Tankan-Bericht reagieren würden. Erst am 19. September hatte die BoJ beschlossen, die Wertpapierkäufe um 10 Billionen Yen aufzustocken und damit die Notenpresse schneller laufen zu lassen. Insbesondere der Beschluss der Federal Reserve, die Geldschleusen wieder zu öffnen, hatte den Yen unter Aufwärtsdruck gesetzt, so dass die BoJ unter politischen Druck geriet, mit einer Aktion dagegenzuhalten.

Quelle: DJ

Antworten
relaxed:

Berlin ist das Sizilien Deutschlands:

4
01.10.12 08:15
Mafiös und Geld raubend!
Das Copyright für den Inhalt (Text und Bilder) liegt bei relaxed.
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permanent:

Bayern und Hessen sollen EZB verklagen

 
01.10.12 08:27

exklusiv Die EZB hat bei den Deutschen keinen guten Ruf. Die Bürger haben kaum Vertrauen in die Währungshüter, und auch die deutsche Politik blickt immer kritischer nach Frankfurt. Jetzt sollen den Worten Taten folgen. Von Dietmar Neuerer. Mehr…

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A.L.:

# 351

 
01.10.12 08:44
Noch ein kleiner Exkurs zu Zerstörungen im 2. Weltkrieg: Das "Problem" der Aliierten war die damalige Flugzeug-Technologie. Die meisten Bombenangriffe flog die britische
Royal Air Force. Bomber hatten damals aber eine nur begrenzte Reichweite (je voller, desto kürzer). Infolgedessen sind Städte in Norddeutschland von den englischen Luftangriffen sehr viel stärker zerstört worden als im Süden. Die Briten haben sogar einmal in einer Art Bombardierungs-Übung die gesamte Altstadt Lübeck platt gemacht.  Damals war die Navigation und Orientierung aus der Luft schwierig. Um das Zentrum Lübecks zu finden, brauchten die Briten nur dem Fluss Trave zu folgen, was die Übung leichter machte. Wie schlecht das damalige "Bomben auf Sicht" funktionierte, zeigt auch Hamburg. In HH wurde der Hauptbahnhof mit einer großen blauen Plane bedeckt, damit er aus der Luft wie ein Teil der Alster (Fluss/See im Zentrum von Hamburg) aussah. Das hat funktioniert, er blieb von Bomben weitgehend verschont.

Im Osten sind gegen Kriegsende viele Städte (Berlin) von den Bodentruppen der Sowjets verwüstet worden. Im Westen lief die Invasion glimpflicher ab.
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permanent:

Die CRV für Shorts ist besser dennoch ist die

7
01.10.12 08:48

Lage zu unberechenbar um Shorts ins Depot zu legen.

Die heutige Rede von B.Bernanke (18:30 MEZ) kann schon wieder alles umkehren. Einige passende Worte bzw. die passende Interpretation und die Welt sieht (scheint) schon wieder besser aus.
Am Freitag kommen die US Arbeitsmarktdaten (BLS). Hier kann man wohl nicht viel Gutes erwarten, dementsprechend aber wohl auch keine negativen Überraschungen.

Kurze Anmerkung zum PMI China: Der Teilindex für Auslandsneuaufträge ist auf dem niedrigsten Stand seit 42 Monaten. Keine gute Ausgangslage aber eben auch ein Grund um weitere Stimulusmaßnahmen zu erwarten.

Permanent

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Caliban:

Schade um Fill

3
01.10.12 09:04
denn dieser Thread lebt ja von Meinungsvielfalt. Sonst würde er ja zum depressiven Bärenthread verkommen ;)
Dennoch muss ich A.L. in dem kritisierten Beitrag #326 grossteils Recht geben.
Weder die Anfeindungen der Europäer untereinander, noch die Gefahr durch die Märkte und hoher Zinsen für die Südländer war vor dem Euro jemals ein Thema. Jeder wußte, dass jedes Land den Haushalt und seine Reformpolitik entsprechend selbstverantwortlich gestalten konnte, ohne jemand anderem, einem Nachbarland z.B., dabei massiv zu schaden.

Im übrigen beweist die Geschichte eindeutig, dass die Politik zwar Strömungen eindämmen und kurze Zeit aufhalten kann, aber nach dem Dammbruch mussten alle das Weite suchen, allen voran die Einpeitscher vorne am Hauptdamm.
Man kann zwei bis drei Jahre eine Deflation mit Gelddrucken aufhalten, sollte aber, wenn sich der Trend festigt, beginnen, über andere geeignete Maßnahmen nachzudenken und die jahrelangen Tabus der geförderten Inflation über Bord zu werfen.
Antworten
Malko07:

#100363: Mir ist nicht bekannt,

 
01.10.12 09:32
dass Bayern ein Staat der EU wäre und deshalb in dieser Frage vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die EZB klagen könnte (bezüglich Einzelpersonen geht es um Angestellte in EU-Organisationen). Klagen kann in dieser Frage nur die Bundesregierung.
Antworten
Malko07:

Der Credit agricole

7
01.10.12 09:53
verkauft seine Griechenland-Filiale Emporiki an die griechische Alpha Bank. Dazu erhöht er vorher das Eigenkapital von Emporiki um 550 Millionen Euro (auf 3 Milliarden), also er zahlt diese Summe um die Bank los zu werden.

Es gibt inzwischen einen exklusiven Vorvertrag, den endgültigen Verkauf gibt es noch nicht. Der Crédit agricole freut sich, diese Geldverbrennungsmaschine endlich los zu werden. Hat ihn bis jetzt ca. 10 Milliarden  Euro gekostet.


Aus Sicht Frankreich spricht ab dem gültigen Verkauf nichts mehr gegen eine Pleite Griechenlands. Da diese Pleite, sollte es wirklich dazu kommen, frühestens Mitte November starten würde (US-Wahlen), sollte der Verkauf bis dahin abgeschlossen sein.

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A.L.:

Fillorkill - # 358

9
01.10.12 09:59
Daiphong hat das schon mMn passend und treffend beantwortet.

Von mir noch folgende Ergänzung. Fillorkill schreibt: "Ganze Bevölkerungen werden hier kollektiv in Haftung genommen für nun geplatzte Kreditblasen, deren Nutzniesser diese tatsächlich allenfalls ganz am Rande waren."

Dies trifft mMn nicht zu. Nehmen wir Spanien, das in Vorkrisen-Zeiten als Bilderbuch-EU-Staat galt: Die Staatsverschuldung war niedrig (unter der deutschen), und die Banken hatten auch weit weniger US-Subprime-Müll angehäuft als die in D.

Dennoch steht Spanien heute am Abgrund. Wer trägt die Schuld? War es wirklich das von Fillorkill angeführte "vagabundierende spekulative Kapital"? Diese Frage kann man in Spanien (und Irland) verneinen. Es waren die spanischen Bürger selbst, die den Grundstein für ihren Ruin gelegt hatten. In Spanien grassierte ein Immobilienboom, und viele Leute haben sich - getrieben von Gier nach Betongold, geködert von vorangegangen Preisanstiegen und oft rein spekulativ - eine oder mehr Eigentumswohnungen oder Häuser gekauft. Und dies oft von Geld, das sie gar nicht besaßen. Ursache war - wie beim Anschwellen der USA-Hausblase - zu viel und zu billiges Geld: Mit der Euroeinführung sanken die Kreditzinsen in Spanien deutlich.

Die span. Politik spielte beim Aufpumpen diese Blase kräftig mit, da sie insbesondere den Sparkassen erlaubte, in hohem Umfang Hauskäufe mit sehr geringem Eigenkapital der Käufer (bis zu 100 % Fremdkapital) zu finanzieren. Örtliche Bauunternehmer (Mittelstand!) übten Druck auf die Lokalpolitiker aus, diese scheinbar paradiesischen Zustände durch immer laxere Kreditbestimmungen weiter am Laufen zu halten. So schwoll die Hausblase immer stärker an.

Auch von der EU und aus Deutschland kam wenig Kritik. Spanien galt in der Boom-Phase als Musterland. Und leider haben Blasen wie die im span. Hausmarkt die fatale "Nebenwirkung", alle Beteiligten - bis zu Ökonomen im Ausland - betriebsblind zu machen.

So entstand buchstäblich eine Misswirtschaft. Junge Leute brachen ihr Studium ab, weil es am Bau auf die Schnelle mehr zu verdienen gab. Niemand begriff, dass er Teil eines Schneeballsystems im Hausmarkt war. Die Kreditnehmer - oft kleine Leute - haben sich maßlos übernommen. Sie glaubten, den "großen Spekulanten" spielen zu können. Das zählt übrigens zu dem von mir in # 326 angeführten "Ethikmangel unten". Man könnte ihn auch "mangelnde Demut" nennen.

Es war also nicht in erster Linie das Großkapital, das hier die Fäden zog. Eher waren es die vielen kleinen Leute - in Spanien (wo man baute und kaufte) und in D. und Nordeuropa (wo man die Häuser kaufte). Span. Großbanken haben sich bei der Immokredit-Finanzierung sehr viel vernünftiger (d.h. in meinem Sinne "ethischer") verhalten als die kleinen Sparkassen, die mit ihrer leichtsinnigen Kreditvergabe dem Leichtsinn der "Spekulanten-Kleinbürger" Nahrung und damit die materielle Grundlage gegeben hatten.

In der künstlichen Boom-Phase stiegen in Spanien die Löhne stark an, viel stärker als in D. Die "wachsende Wirtschaft" Spaniens schien das zu rechtfertigen. Doch als die Blase platzte, war die große Sause vorbei: Die Hauspreise gerieten ins Trudeln gerieten, viele kleine Spekulanten (zockende Kleinbürger) standen mit negativem Eigenkapital da. Die faulen Schulden wurden auf die kreditgebenden Banken, vor allem Sparkassen, überwälzt. Am Ende landeten die faulen Schulden bei der staatseigenen "Bankia", einer Notfusion und "bad bank" der bankrotten Sparkassen.

Damit wurden im Endeffekt die spanischen Staatsfinanzen gleichsam durch "Unethik von unten" zerstört.

Fatal ist, dass die span. Bürger, deren Löhne im von ihnen selbst erzeugten Immo-Boom phantastisch gestiegen waren, nun glauben, diese Lohnanstiege seien eine Art kollektiv erwirtschaftetes Anrecht. Deshalb fordern sie, dass die Löhne trotz der Baukrise auf dem künstlichen Boom- bzw. Vorkrisen-Niveau bleiben sollen. Das ist jedoch bei 25 % Arbeitslosigkeit (50 % bei Jugendlichen), die das Platzen der Immo-Blase hervorbrachte, eine Illusion.

Tatsache ist: Zur Rückabwicklung von Blasen zählt nicht nur, dass die Hauspreise deutlich fallen (letztes Jahr -20 %), sondern auch, dass die Löhne entsprechend zurückgehen. Genau dies aber soll nun mit den Massen-Demos verhindert werden (obwohl es ökonomisch nötig ist, um die Konkurrenzfähigkeit Spaniens aufrecht zu erhalten). Man kann dies auch der engen Sicht der Beteiligten vielleicht verstehen, aber es ist ökonomisch nicht tragbar.

Wenn Draghi nun mit der Geldpumpe frisch gedrucktes Geld (genauer: ungedeckte EZB-Schulden) nach Spanien schafft, das bewirken soll, dass die Bürger in Spanien weiterhin zu hohe Löhne erhalten können, werden die Schieflagen aus der Blasenzeit nur perpetuiert. Gewonnen ist damit nichts. Das Gleiche gilt für Griechenland (und Sizilien), wo Vetternwirtschaft zur Vergabe zig hochdotierter Posten im Staatsdienst geführt hat. In Sizilien überwachen 27.000 Forstbeamte kaum noch vorhandene Wälder. In Griechenland gibt es 1000-köpfige Kommitees zur ökologischen Überwachung von Seen, die längst ausgetrocknet sind.

Ist es wirklich ein "historischer Fortschritt", wenn diese Beamten auch weiter im Dienst bleiben können, indem Draghi die Transferzahlungen sicherstellt?

Nein, denn damit werden nur Schieflagen, die ökonomisch nicht tragfähig sind, per EU-Subvention über die Runden gerettet. Das Vorhaben ist ähnlich sinnlos wie staatliche Subventionen für Autobauer, wenn gleichzeitig in der Branche starke Überkapazitäten bestehen.

Man kann beides subsumieren über der gemeinsamen Überschrift: "Sinnloses Verballern (nicht vorhandener) Staatsgelder".

Zu den üblen Folgewirkungen zählt, das künftig immer mehr Geld erforderlich wird, weil es ja "organische Missstände" sind, die z. B. bei den sizilianischen Forstbeamten keinerlei Aussicht auf Verschwinden haben. Die 27.000 Beamten, die aus ihren Bürofenstern nicht vorhandene Bäume beim Wachsen beobachten, werden auch künftig keinen wie auch immer gearteten "Cash Flow" erzeugen - außer dem, der aus der EU in ihre Taschen fließt.

In den PIIGS geht es nicht in erster Linie um spekulative Eskapaden "ausländischer Raffzähne" (Goldman und Co.), die nun den Bondmarkt aufmischen und an CDS verdienen (wiewohl AUCH das der Fall ist). Dies stellen Politiker um Hollande - die Realität verkennend - ständig als "Hauptursache" der Krise dar, um weitere Geldflutungen zu rechtfertigen. Nein, die Krisen sind zu einem erheblichen Teil hausgemacht. Und Gelder, die die entstandenen Schieflagen "stabilisieren" sollen, sind letztlich zum Fenster herausgeworfen.

Meine diesbezüglichen Äußerungen als "Rassismus" zu verunglimpfen (# 358) zeugt von tiefem Unverständnis - philosophischem wie ökonomischem. Es ist Ausdruck einer Borniertheit, die "alternativlose" Geldflutungen nicht zuletzt deshalb rechtfertigt, um damit eigene Long-Posis in Plus zu beten - so sinnleer die Argumente auch sein mögen. Und wenn man dann - selber als "kleiner Spekulant" agierend - auch noch das internationale Großkapital als wahren Täter in den PIIGS "entlarvt", dann hat man obendrein auch noch ein moralisch sauberes Schürzchen vorzuweisen.
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fkuebler:

Auch eine Art systemische Schieflage im Sandkasten

12
01.10.12 10:28

... wenn "Ihr" (ich lass' das mal unspezifiziert) eure kleinen und grossen Eitelkeiten zu systemischen Fragen hochstilisiert...   

Eure Egos sind eben auch too big to fail...   

Manchmal nervt es mich, manchmal ärgert es mich sogar, erst den Trennmüll im BT von manchmal hochwertigen Einsichten absondern zu müssen, aber überwiegend erheitert es mich zumindest nach dem ersten Augen-Verdrehen, Gott-sei-Dank...   

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daiphong:

#64

 
01.10.12 10:39
de.wikipedia.org/wiki/..._im_Zweiten_Weltkrieg#Deutsches_Reich
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daiphong:

#70 geht hier fast jedem so

 
01.10.12 10:44
#70 geht hier fast jedem so">
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Kicky:

Das Ende einer europäischen Beziehungskrise

2
01.10.12 10:46
Auf Youtube, wo sonst, macht nun ein Kurzfilm Furore, der den Euroschlamassel als turbulente Beziehungskomödie zeigt.

www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/...riechen-vom-Sofa.html
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Malko07:

Wenn man schon so viel

9
01.10.12 10:52
über kulturelle Eigenheiten faselt, sollte man sich mindestens geringfügig informieren.

Wären die durch spekulative Käufe ausgelöste Bauvorhaben der Grund der Blase, würde die Blase praktisch nicht existieren.

Die "realen" Bauherren von spekulativ hochgezogenen Bauten war hauptsächlich ausländischen Kapital, welche mit umfangreichen Krediten von spanischen Banken (hauptsächlich Sparkassen) diese "Investitionen" stark gehebelt haben. Ich erwähnte hier schon mal das Beispiel der Allianz, welche u.a. eine ganze Siedlung mit Golfplatz und sonstigen Annehmlichkeiten hochzog und bewusst leer stehen ließ. Man spekulierte auf entsprechende Preiserhöhungen. Die Siedlung steht heute noch leer, der "virtuelle" Bauherr ist Pleite und die Sparkasse schaut blöd aus der Wäsche. Hier kann man sicherlich der Sparkasse den Vorwurf machen wieso sie nicht den "realen" Bauherr vertraglich mit gebunden hatte. Derartige Beispiele gibt es sehr viele, sie machen allerdings nicht die Blase aus, schlagen aber überproportional ins Kontor der Sparkassen.

Der wirkliche Grund ist sehr wohl kulturell bestimmt, diese Ursache liegt allerdings nicht in der Gier und der Spekulationswut begraben. In Spanien war der Mietwohnungsbau praktisch nicht existent, eventuell wird er es jetzt gezwungenermaßen. Man heiratete erst, wenn man eine eigene Wohnung/Haus hatte, vorher lebte man im Regelfall bei den Eltern. Mit dem Anspringen des Arbeitsmarktes und dem gleichzeitig ungewohnten billigen Geldes (man komme mir jetzt nicht mit dem Euro, die USA haben nämlich den Dollar), ergab sich für viele die Möglichkeit zum eignen Eigentum zu kommen und damit zusammenziehen zu können. Diese Bewegung schaukelte sich hoch und der Baumarkt explodierte. Das führte dann zu den schon erwähnten Schulabbrüchen, da in der Bauindustrie so leicht gutes Geld zu verdienen war. Mit diesen Löhnen konnte man sich dann schnell auch eine eigene Wohnung/Haus leisten .....

Selbstverständlich hätte der Staat eingreifen müssen (unserer tut es allerdings momentan bei ähnlichen Bewegungen in manchen Ballungsräumen auch nicht) und man hätte unter den damaligen Bedingungen das Geld nicht verleihen dürfen (meisten zu kurzfristig finanziert, oft nur an den kurzfristigen Marktzins gekoppelt). Mit der Lehman-Pleite schossen die kurzfristigen Zinsen hoch, brachen vielen das Genick und die Blase platze. Sie wäre auch ohne diese Pleite geplatzt, nur später und wahrscheinlich mit noch schlimmeren Auswirkungen. Jetzt befindet man sich in einer doppelten Abwärtsspirale. Die Arbeitsplätze am Bau fielen weg und man kann die Raten nicht mehr zahlen. Viel Spanier werden daran bis zu ihrem Lebensende zu knabbern haben. So leicht wie in den USA kann man nicht flüchten.

Der Bauboom gefiel besonders der lokalen Politik und sie schauten in den Aufsichtsgremien gerne über die Risiken hinweg, war auch sehr bekömmlich für die lokalen Baulöwen, welche wieder die Politik "unterstützt" haben. Kommt uns doch sehr bekannt vor. Man schaue nur auf unser Sparkassen/Landesbanken-Dilemma.

Die wirklich Ursache lag in dem zum billigen Geld seit Anfang der Neunziger und der fehlenden Kreditregulierung. Die wenigen sinnvollen Regulierungen dieses Gebietes bei uns wurden unter Schröder begraben. Wir sind diesbezüglich heute kein Deut besser als Spanien und sind dabei einen ähnlichen Unsinn zu treiben. Inzwischen werden bei uns doch allen möglichen Mietern vorgerechnet wie sinnvoll es doch wäre die bewohnte Wohnung oder einen andere zu kaufen, bei den niedrigen Zinsen und der potentiellen Geldentwertung. Bei uns spielt dabei eben die kulturell stark ausgeprägte Ängste vor der Hyperinflation eine Rolle. Das Ergebnis ist das Gleiche.

Man soll jetzt nicht glauben, dass ich dafür wäre, die Spanier sollten nicht für den bei ihnen erzeugten "Unsinn" zahlen. Sollen sie, wie wir auch für unseren Unsinn werden zahlen müssen. Die meisten Bundesländer haben bei uns nur die Schulden ihrer Landesbanken  mittels Garantien zugedeckt, die Rechnung wird aber sukzessive präsentiert werden.

Und was ist die Lehre aus dem Ganzen? Zurück ins Schneckenhaus und seine Ausländerphobie pflegen? MMn ist eine entsprechende Bankenregulierung und Aufsicht notwendig. Es reicht eben nicht nur die Staatsfinanzen zu überwachen. Im Privatsektor können sich Bomben entwickeln, die der Staat nicht überlebt.
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Kicky:

Mince with us and you'll end up as chopped liver

2
01.10.12 11:03
hat Draghi so gehandelt als er drohte ,die EZB werde die Staatsverschuldungen aufkaufen und er so die Spekulanten erschrecken wollte?

..."The key element in deterrence is credibility - making those you are trying to deter believe that you actually would do what you say you would do, that you have not just the military means but the political will," said Simon Lunn, a former NATO defense planner and expert on nuclear strategy.

"Does the ECB have the will, given that it depends on a range of diverse stakeholders, just as NATO does? And can that will be sustained when the going gets tough?" asked Lunn, who served at NATO headquarters during the 1980s Euromissile crisis.....

Within weeks of the ECB intervening in August 2011 to buy Italian bonds, then Prime Minister Silvio Berlusconi laughed off the reform pledges he had made to obtain central bank support.

Draghi was determined to avoid another such fiasco when he designed the new Outright Monetary Transactions (OMT) policy.

The bank would buy bonds only if a country accepted strict conditionality and international supervision, and would stop the support if a government veered off course, he declared.

But EU-IMF monitoring of austerity measures and reforms imposed from abroad is so humiliating that the target states, Spain and Italy, are desperate to avoid requesting assistance.

Yet many market players will only believe the ECB if they see it buying bonds on a massive scale.


There are also doubts about the credibility of the ECB's threat to stop supporting a country that goes off track, if the result would be to tip Spain or Italy into default. The euro zone has not dared to risk that even with smaller Greece.

Richard Portes, professor of economics at the London Business School, said the ECB has undermined its own deterrence by making itself dependent on other players.

"To defend the euro, they should have made the intervention unconditional, set a specific cap on bond spreads and stated explicitly that if a country is insolvent in the ECB's judgment, they will let it go," he told Reuters.

As an example of successful deterrence, he cited the Swiss central bank's capping of the Swiss franc's exchange rate against the euro....
www.reuters.com/article/2012/10/01/...ar-idUSBRE89006620121001
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