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Der USA Bären-Thread


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Dreiklang:

Der Marshall-Plan

10
12.02.12 19:19

Der Anteil für D. am Marshall-Plan betrug 1,4 Mia $, nach heutiger Kaufkraft liegt dies in einem Intervall  von 9 - 20 Mia €. Allein die jetzige Griechenland-Krise würde bei Abwicklung der Pleite Schäuble (den dt. Steuerzahler) ca. 70 Mia € kosten.

1950 standen die USA für mehr als 50% des Welt-BNP. Aufgrund der Weltleitwährungsfunktion und des dadurch gegebenen enormen Bedarf an $ außerhalb der USA brauchte man das Geld für den Marshall-Plan nur zu drucken. Der amerikanische Steuerzahler merkte vom Marshall-Plan wenig, eher nichts.

Wenn man heute in (Nord-)Europa fragen würde, warum sich mit den Winzig-Beträgen des ERP Deutschland wieder aufbauen ließ, würde man oft die Antwort bekommen: Weil es Deutsche sind.

Tatsächlich stand aber die Hauptarbeit des wirtschaftlichen Aufschwungs 1952 in D. noch bevor, die kommenden Jahre wiesen erheblich stärkere Wachstumsraten der Volkswirtschaft in D. auf, während die anderen ERP-Bezieher (das Programm war 1952 ausgelaufen) relativ zurückfielen, im Fall GB sogar stagnierten.

Daten (Volumen, Zeitplan) aus Wikipedia.

 

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permanent:

Ich war spontan für einige Tage in

10
12.02.12 20:43

Barcelona.

Einen depressiven Eindruck -wie man ihn aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit erwarten könnte- macht die Stadt  und die Einwohner nicht.
Leider waren bis auf einige Gäste in meinem Hotel die konversationen sehr begrenzt. Mein spanisch ist nur im Ansatz vorhanden und die Fremdsprachengewandheit der Spanier ließ sehr zu wünschen übrig.
Selbst junge Menschen sprechen kaum Englisch. Da sollten sich die Südländer ein Beispiel an Polen nehmen.

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Anti Lemming:

Volksabstimmungen zu Griechen-Beihilfen

3
12.02.12 21:57
Gestern hatte ich es Volksabstimmungen hier (indirekt) angeregt:

www.ariva.de/forum/Der-USA-Baeren-Thread-283343?page=3734#jumppos93354

Auszug: Es geht doch um die Zweckentfremdung bzw. das "Abgreifen" hier erarbeiteten Geldes, ohne dass dies bei UNS vom Volk mehrheitlich legitimiert worden wäre: Würde Merkel eine Volksabstimmung durchführen, ob deutsche Steuergelder nach Griechenland überwiesen werden sollen, um dortige Korruptions- und Missbrauchslöcher zu stopfen, würden sicherlich 95 % der Befragten mit NEIN stimmen."

--------

Heute schlägt Seehofer genau solche Volksabstimmmungen in Sachen Eurozonen-Beihilfen vor:

www.ftd.de/politik/deutschland/...it-ueber-euro-rettung/60167915.html
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Stöffen:

Ich habe heute

6
12.02.12 22:55
ein recht interessantes Interview von Jim Puplava mit dem schwyzer Asset-Manager Felix Zulauf gelesen. Felix Zulauf gibt zu Bedenken, dass eine deflationäre Spirale den überschuldeten westlichen Industrie-Nationen sehr wahrscheinlich schwerlich zugemutet werden könne, denn, wie er ausführt, wäre eine deflationäre Abwärtsspirale unweigerlich mit einem Kollaps der westlichen Demokratien verbunden, und ich stimme dem zu:

“It would be a downward spiral, would lead to a deflationary collapse. No democratic system will opt for such an outcome. The forces, the economic forces may push in that direction, but democratic systems cannot use that formula. They will go against it and going against it in today’s world of already over-indebted government means money printing and means quantitative easing or whatever you call it. And that’s why the balance sheets of our central banks will zoom…..”

Nun mögen die Deflationistas hier im Thread zwar aufheulen und ihre gebetsmühlenartig vorgetragenen Argumente wieder hervorholen, aber sie sollten wissen, dass es Gegenspieler gibt, welche bei weitem viel mächtiger sind, als sie es realitätsnaherweise annehmen. So schreibt Zulauf, und der Umstand ist ja hier nicht zur Gänze unbekannt, dass die EZB

„The next one trillion will probably come at the end of this month. That the next, the second tranche of long term refinancing operation will probably be as high as one trillion Euros. (Hat evtl. dann auch einen gewissen Einfluss auf die Preise am Aktienmarkt, LOL - Stoeffen) I don’t think that’s the end of the whole process. In very few years time, the balance sheets of our central banks will be as big as the GDP of our economy. There is no other way because we cannot solve the problem at the roots. Solving the problem at the roots would mean that you have a political process that could, through that, that we all — that we all slim down in our financial behavior: that we save more, that we spend less, that we receive less wages and things like that…..

Möglicherweise befinden wir uns in dem von mir seit einiger Zeit erwogenen “Inflate or die-Modus”, who knows... Und dieser Umstand könnte sich mit dem "Zooming der Balance-Sheets der Zentralbanken" durchaus noch ein Weilchen hinziehen, bevor die Deflationistas ihr "Recht" bekommen. LOL

Das komplette Interview von Jim Puplava mit Felix Zulauf gibt es hier

www.financialsense.com/node/7593
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Stöffen:

Und wenn ich schon mal von dynamischen

4
12.02.12 23:16
Aufwärtsbewegungen rede, so möchte ich dies hier auch graphisch hinterlegen. Was ich jetzt noch benötige, das ist ein mit Schaumlöffeln gefütterter Schlaumeier, der mich dahingehend definitiv beauskunftet, wann diese Fahnenstange denn bricht bzw. wann diese "Bad Banks" den Löffel abgeben. 'ne Idee hierzu?
LOL
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Der USA Bären-Thread 484881
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Die japanische Wirtschaft schrumpft mehr als erwar

3
13.02.12 06:32

Die japanische Wirtschaft schrumpft mehr als erwartet

Die japanische Wirtschaft kränkelt. Zum Jahresende ist sie weit mehr geschrumpft als erwartet. Die Konjunkturflaute und Produktionsausfälle in Thailand sind nur einige der Belastungen. Volkswirte sind aber optimistisch.

Die japanische Wirtschaft ist zum Jahresende geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt verringerte sich von Oktober bis Dezember um 0,6 Prozent. Der Rückgang war doppelt so groß wie von Experten im Mittel erwartet. Die weltweite Konjunkturflaute, Produktionsausfälle im überfluteten Thailand und eine starke Landeswährung schickten Japan wieder zurück auf den Weg in eine Rezession.

Das Land hat sich erst vor wenigen Monaten mühevoll aus einem tiefen Tal nach der Finanzkrise herausgearbeitet. Zwischen Juli und September hatte die Wirtschaftsleistung erstmals in vier Quartalen zugelegt, und zwar um 1,7 Prozent, wie die Regierung am Montag weiter mitteilte. Aufs Jahr hochgerechnet entspricht der Rückgang im Schlussquartal einem Minus von 2,3 Prozent. Hier hatten Experten einen Wert von minus 1,4 Prozent erwartet.

Insgesamt zeige aber die konjunkturelle Entwicklung nach oben. Die Kapitalinvestitionen der Unternehmen erhöhten sich im dritten Quartal des noch bis zum 31. März laufenden Steuerjahres um real 1,9 Prozent. Der Privatkonsum, der in Japan rund 60 Prozent der wirtschaftlichen Leistung des Landes ausmacht, stieg um 0,3 Prozent.

Die USA haben ihre Wirtschaftsleistung im selben Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,8 Prozent ausgeweitet. Volkswirte gehen davon aus, dass die japanische Wirtschaft im Laufe dieses Jahres wieder wächst. Die Regierung fördert den Wiederaufbau nach der Fukushima-Atomkatastrophe vor knapp einem Jahr mit Milliarden. Zudem hält die Notenbank die geldpolitischen Schleusen weit offen.


Zum Artikel

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permanent:

Griechenland versucht den Neubeginn

4
13.02.12 06:33

Das griechische Parlament hat das Sparpaket bewilligt. Ministerpräsident Lucas Papademos sagte: „Der ganze Staat soll neu gegründet werden.“ Deutschland will helfen, aber vor allem Taten sehen. Mehr…

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permanent:

S&P, die Luft wird dünner

5
13.02.12 08:31

 

Seit Mitte Dezember hat der S&P 500 praktisch ohne ernstzunehmende Atempause um mehr als 12 %

zugelegt. Dank der beschriebenen Rally rückt nun auch wieder der horizontale Widerstandsbereich aus

dem Hoch vom Juli vergangenen Jahres und dem Jahreshoch 2011 bei 1.356/71 Punkten in den Fokus.

Da aber der RSI mittlerweile im überkauften Terrain abgekippt ist und auch der Stochastik ein neues

Verkaufssignal generiert hat, dürfte ein Durchmarsch über die oben angeführten Barrieren ein

schwieriges Unterfangen werden. Ins gleiche Horn stößt derzeit auch die Sentimenterhebung der

„American Association of Individual Investors“. Der jüngste Wert dieser Datenreihe zeigt, dass der Anteil

der Bären unter amerikanischen Privatanlegern nur noch 20 % beträgt, während das Bullenlager mit

knapp 52 % mittlerweile sehr gut gefüllt ist. Kurzfristig ist die Stimmung damit etwas zu sorglos. Vor

diesem Hintergrund wird im Dunstkreis der o. g. Barrieren eine Atempause zusehends wahrscheinlich.

Eine erste wichtige Haltezone stellt dabei die Kombination aus dem Tief von Ende Januar bei

1.300 Punkten und dem Erholungshoch von Ende Oktober 2011 bei 1.293 Punkten dar.

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Dreiklang:

Japan droht erneut der Absturz

4
13.02.12 08:48

Aus SPON

Tokio - Japan droht erneut der Absturz in die Rezession. Das  Bruttoinlandsprodukt der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt  verringerte sich von Oktober bis Dezember um 0,6 Prozent. Der Rückgang  war doppelt so groß wie von Experten erwartet. Die Gründe: die weltweite  Konjunkturflaute, Produktionsausfälle im überfluteten Thailand und ein  starker Yen, der Exporte verteuert.

...

Volkswirte gehen jedoch davon aus, dass die japanische Wirtschaft im  Laufe des Jahres wieder wächst. Die Regierung fördert den Wiederaufbau  nach der Fukushima-Atomkatastrophe vor knapp einem Jahr mit Milliarden.  Zudem pumpt die Notenbank Milliarden in die Märkte.

(Hervorhebung von mir)

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,814851,00.html

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Anti Lemming:

Fukushima und andere Milliarden-Spülungen

4
13.02.12 10:13
#384: Zudem pumpt die Notenbank Milliarden in die Märkte.

Im Pumpen haben die Japaner inzwischen auf allen Gebieten reiche Erfahrung.

In Fukushima wurde gepumpt, bis die Welt die Sache "vergessen" hatte. Das Problem wurde buchstäblich ersäuft (auf sowas hoffen auch die Notenbanker). Denn niemand zählt, wieviel Milliarden Liter Pumpwasser dort geflossen sind und wieviel Radioaktivität ins Meer gespült wurde.

Am "Geldmarkt" laufen die Zähler (Unterwasserstandsmesser, Staatspleiten-Geigerzähler) jedoch unerbittlich und auf vollen Touren weiter. Bei Schulden sind Menschen weniger vergesslich. Spülungen wirken da nur kurzfristig gegen hochschlagende Flammen, langfristig überwiegt die Sorge um  übermäßige "Verdünnung".

Während in Fukushima die Radioaktivität so lange verdünnt wird, bis die Weltmeere gleichmäßig verseucht und das Problem flächendeckend "verteilt" ist, führen die Verdünnungen der Weltwährungen durch das Zentralbanken-Gepumpe zu weltweiten "Land-Unter"-Lagen, die im Gegensatz zu Radioaktivität "sichtbar" werden, weil sie erkennbar den Lebensraum der Menschheit einengen. Insbesondere ersäuft bei den Flutungen langfristig das Vertrauen.
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permanent:

Es ist immer sehr leicht sich hier

6
13.02.12 10:24

mit Distanz, sakastisch, moralisch zu äußern.
Ein Karren der im Dreck steckt, den holt man nicht auf die Schnelle wieder ins ebene Gelände. Das müssen die Demonstranten in Nordafrika erfahren, das erfahren die Griechen heute und morgen wieder andere Nationen.
Wenn Verursacher und die anschließend Leidtragenden immer die gleichen Personen sind ist das auch überhaupt kein Problem. Häufig liegen die Ursachen weit in der Vergangenheit, die Schuld liegt bei einer anderen Generation.
Die Frustration der jungen Menschen kann ich sehr gut verstehen, eine schnelle Lösung gibt es nicht. Im BT werden häufig sehr gute Ansätze gebracht und diskutiert, leider kommen jedoch auch immer wieder sehr unschöne sarkastische Bemerkungen, die vielleicht nur der eigenen Fehlpositionierung geschuldet sind.

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Stöffen:

Was wäre denn

4
13.02.12 10:28
wenn sich die Deflationsspirale schlagartig und ungehindert mit Wucht & Rasanz durch die überschuldeten Industrieländer fräsen würde?

Wahrscheinlich ist das, was wir aktuell bereits real an Eskalation sehen, nur ein winzig kleiner Vorgeschack, ja fast ein Teaser auf den dann kommenden Haupt-Film "Mad Max meets the Roving Hordes".

Man kann sehr wahrscheinlich nur als Bewohner eines Elfenbeintürmchens zu der Auffassung gelangen, dass eine Deflation selbstverständlich gefälligst in geordneten Bahnen abzulaufen hat. LOOL

"Mob Rulez", Bild dazu entnommen aus Spiegel online
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 484965
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China will keine Italien-Anleihen kaufen

4
13.02.12 10:33

China will keine Italien-Anleihen kaufen

Industrielle Projekte sind für den Staatsfonds CIC attraktivere Investment-Gelegenheiten als europäische Staatsanleihen. Ein Rückschlag für Angela Merkels Werben um mehr chinesisches Engagement in Europa.

Der chinesische Staatsfonds CIC hält europäische Staatsanleihen als langfristiges Investment für ungeeignet. Es sei sehr schwierig, in Papiere von Ländern wie Italien oder Spanien zu investieren, sagte der Chef der China Investment Corporation (CIC), Lou Jiwei. Der Fonds verwaltet Vermögen im Wert von umgerechnet 410 Milliarden Dollar. Er sehe eher bei Infrastruktur- oder Industrieprojekten Investment-Gelegenheiten, sagte der CIC-Chef. Der Fonds war beim Londoner Wasserbetrieb Thames Water eingestiegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte jüngst China besucht und die Reise auch genutzt, um für ein finanzielles Engagement des Landes in der europäischen Schuldenkrise zu werben. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao kündigte während der Reise an, die Regierung prüfe erstmals auch ein direktes Engagement im Rahmen der Rettungsschirme EFSF und ESM.


Zum Artikel

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permanent:

Anleger flüchten in deutsche Immobilien

2
13.02.12 10:34

Suche nach Sicherheit: Anleger flüchten in deutsche Immobilien

Für eine Investition in den deutschen Immobilienmarkt ist es noch nicht zu spät, sagen Experten. Das Umfeld sei nach wie vor attraktiv und trotz starker Nachfrage gebe es noch keine Preisblase. Doch das kann sich ändern.

BerlinSoll man angesichts der Preissteigerungen der vergangenen Monate noch in deutsche Immobilien investieren? Diese Frage bewegt nicht nur private Anleger, sondern auch institutionelle Investoren, wie diese Woche auf der hochkarätig besetzten Branchenkonferenz Quo Vadis in Berlin deutlich wurde. Die Antwort der meisten Profis: Ja, man kann noch kaufen, muss aber aufpassen, nicht zu hohe Preise zu bezahlen.

„Es ist noch nicht zu spät für den Einstieg“, sagte Michael Ramm, der für die US-Bank J.P. Morgan Immobilienfonds betreut. Denn die Renditen befänden sich immer noch auf einem im langfristigen Vergleich „guten Niveau“. Außerdem seien in den vergangenen Jahren wenige neue Büro- und Einzelhandelsgebäude entstanden, so dass steigende Mieten zu erwarten seien. „Deutschland ist nach wie vor ein attraktiver Markt“, folgert Ramm.

Frisches Kapital aus aller Welt

Das sehen andere Investoren offenbar ähnlich, wie eine Umfrage des Branchenverbands Inrev unter europäischen Immobilienanlegern zeigt. Inrev vertritt die Interessen nichtbörsennotierter Immobilienfonds. Platz eins belegen bei den Investoren deutsche Einzelhandelsimmobilien; bereits auf dem dritten Platz folgen deutsche Wohnungen.

Diese Vorlieben haben einen einfachen Grund: Anleger suchen angesichts von Schuldenkrise und Turbulenzen an den Finanzmärkten Sicherheit – und diese glauben sie in deutschen Immobilien zu finden. „Aus allen Ländern der Welt fließt Geld nach Deutschland“, beobachtet Jan Bettink, Vorstand der Landesbank Berlin. „ Deutschland wird am ehesten zugetraut, die Turbulenzen unbeschadet zu überstehen.“

Hoch im Kurs stehen Wohnimmobilien in Großstädten. Trotz starker Nachfrage gebe es aber noch keine Preisblase, sagt Harald Simons, Vorstand des Beratungsunternehmens Empirica. Der Grund: „Mieten und Kaufpreise entwickeln sich gleichmäßig.“ In Berlin etwa stieg der Durchschnittspreis für neue Eigentumswohnungen seit 2004 um 23 Prozent. Die Mieten legten im selben Zeitraum aber sogar um 35 Prozent zu. Gleichzeitig warnt Simons Anleger davor, auf ungebremstes Mietwachstum zu setzen: In Berlin erwarte er eine „Verschnaufpause“, in München sei wegen der bereits jetzt sehr hohen Mieten „irgendwann einmal eine Grenze erreicht“.

Für völlig abwegig aber hält selbst Simons die Furcht vor einer Überhitzung des Markts keineswegs. Mit Blick auf die extrem niedrigen Zinsen räumt auch er ein, das billige Geld bereite „den Boden für eine gewisse Kaufpreisblase“.

Niedrige Zinsen bergen Risiken

Auch Stefan H. Brendgen, der beim Versicherungsriesen Allianz das deutsche Immobiliengeschäft verantwortet, stellt „in einigen Bereichen Preisüberhitzungstendenzen“ fest. Wirtschaftsprofessor Wolfgang Wiegard, einer der Autoren des auf dem Kongress vorgestellten Frühjahrsgutachtens des Rats der Immobilienweisen, will diese Gefahr ebenfalls nicht ausschließen: Um die Währungsunion zu retten, werde die Europäische Zentralbank weiteres billiges Geld bereitstellen – mit der Folge, dass noch mehr Kapital in Immobilien fließt. „Dann besteht durchaus die Gefahr, dass es zu einer Preisblase kommt.“

 

 


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Pichel:

Chinas Ministerpräsident macht Druck bei Geldpolit

2
13.02.12 10:37
13.02.12 10:30     DJN: Chinas Ministerpräsident macht Druck bei Geldpolitik - Xinhua
PEKING (Dow Jones)--Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat einem
Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge eine schnelle
Anpassung der geldpolitischen Feinsteuerung im ersten Quartal angekündigt. "Wir
müssen so schnell wie möglich zu einer richtigen Beurteilung kommen und rasche
Entscheidungen fällen", zitierte Xinhua den Regierungschef. Die Aussage Wens
sind ein neuerliches Zeichen dafür, wie ernst die Regierung die schwächeren
Wachstumsaussichten nimmt.

 Der Ministerpräsident sagte außerdem, China werde die Anforderungen bei der
Kreditvergabe lockern, um mehr privates Kapital in die Bereiche Finanzen,
Energie, Transport und Soziale Dienste zu leiten. Wen betonte ein weiteres Mal,
dass die Regierung daran arbeite, die Hauspreise auf ein "vernünftiges Niveau"
zurückzubringen und versprach für ein langfristiges, stabiles Wachstum zu
arbeiten.

 Unterdessen könnte auch die chinesische Zentralbank (PBoC) in naher Zukunft
die Geldpolitik behutsam lockern. Wegen der unsicheren Wachtstumsperspektive
sei eine Senkung der Mindestreservepflicht denkbar, schrieb das staatliche
China Securities Journal in einem Leitartikel. Demzufolge werde die PBoC den
Leitzins in nächster Zeit nicht verändern, aber wahrscheinlich den
Mindestreservesatz für Banken bei der Notenbank reduzieren.

 Obwohl der Yuan sich nach und nach dem realen Marktwert annähert, bleibe noch
Spielraum nach oben, so lange ein Überschuss in der Handelsbilanz erzielt
werde, hieß es im China Securities Journal. Die staatliche Zeitung ist eine

führende Stimme in Wirtschaftsfragen. Sie repräsentiert nicht direkt die
offizielle Politik, gibt aber ein verlässliches Bild von den Plänen und
Ansichten der kommunistischen Führung.

 "Wenn die Inflation und das Wachstum weiter sinken, öffnet das den Raum für
eine Senkung der Mindestreserveanforderungen. Ob das geschieht, hängt
wesentlich von den Februar-Daten zur Wirtschaftsentwicklung ab", schrieb das
Journal weiter. Zuletzt wurde der Mindestreservesatz im Dezember um 50
Basispunkte reduziert. Er steht gegenwärtig bei 21 Prozent. Davor hatte die
PBoC den Satz während der Finanzkrise das letzte Mal im Dezember 2008 gesenkt.

 -Von Shen Hong und Yajun Zhang, Dow Jones Newswires,

 +49 (0)69 29725 300, konjunktur@dowjones.com

 DJG/DJN/chg/apo

 (END) Dow Jones Newswires

 February 13, 2012 04:30 ET (09:30 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2012



Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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Anti Lemming:

Volkswirte zu Japan - # 382

4
13.02.12 10:43
Die japanische Wirtschaft kränkelt. Zum Jahresende ist sie weit mehr geschrumpft als erwartet... Volkswirte sind aber optimistisch... [Sie] gehen davon aus, dass die japanische Wirtschaft im Laufe dieses Jahres wieder wächst. Die Regierung fördert den Wiederaufbau nach der Fukushima-Atomkatastrophe vor knapp einem Jahr mit Milliarden. Zudem hält die Notenbank die geldpolitischen Schleusen weit offen.

Wie wir im Gegensatz zu "den Volkswirten" wissen, führen offene geldpolitische Schleusen der Notenbanken - zumal wenn diese wegen fortlaufender Nullzinsen ihr reales Pulver längst verschossen haben - lediglich zu Vermögenspreisblasen, aber nicht zu einer organischen Gesundung der Wirtschaft. Im Gegenteil steigt die Staatsverschuldung durch QE noch STARK weiter, was einer weiteren "Kränkung" entspricht.

Wann endlich werden auch "die Volkswirte" dies begreifen?

Sind Volkswirte nur sich am rollenden Schneeball festklammernde Hofschranzen, die zweckoptimistisch um ihre Pfründe bangen und daher nicht wagen, das (Überschuldungs-)System "an sich" in Frage zu stellen?

Denn dann würde ja auch ihr fehlerhaftes "Wissen" evident, und sie müssten neu bei Null anfangen. Evtl. als Bulettenbrater bei McDonalds ("gefressen" wird immer, "geflutet" dann immer seltener).
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Pichel:

Gerald Celente:

2
13.02.12 10:55
Zusammenbruch der Europäischen Union im ersten Quartal 2012

22 Monate der Hysterie über einen Kollaps des Euro, welche in Griechenland im März 2010 anfing, wird letztendlich 2012 ein dramatisches Ende finden, das glaubt Gerald Celente, Gründer des Trends Research Institute.

de.ibtimes.com/articles/25307/20120212/...ten-quartal-2012.htm
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
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Anti Lemming:

Permanent - # 387

7
13.02.12 10:58
Was bleibt den Bären denn außer Sarkasmus? Im Übrigen waren nur Deppen über das WE short, wo doch die zig-ste Griechenland-Rettung "auf dem Programm" stand (Programm steht dabei auch für Goldmans "program trading" im dünnen Asienhandel).

Da nützt es zumindest kurzfristig auch nichts, wenn die Akropolis-Schuldenbude in wenigen Monaten dennoch endgültig zusammengefaltet wird.

Außerdem lebt der Thread von einer unterhaltsamen Mischung aus Hintergrund-Analyse, leichter Muse, Off-topic-Gequatsche über Rentenfragen, genereller Sozialromantik/Weinerlichkeit, "Geld-wird-wertlos"-Gesülze, vermeintlich alternativlosen Gold-Anlagen, Galgenhumor sowie eben zuweilen auch beißendem Spott.

Vielfalt braucht nicht nur, wie Du immer betonst, die Wirtschaft.
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Anti Lemming:

Chinas Rückzieher bei Italo-Bond-Käufen - # 389

3
13.02.12 11:37
Was die Chinesen wollen, ist auf längere Sicht verlässlicher Cash-Flow aus den Invests.

In Italien ist bei 120 % Schulden/BIP-Quote eher mit baldiger Ebbe zu rechnen. PIIGS-Staaten sind zurzeit noch eher pleitegefährdet als gut geführte Firmen.

Das Staatsanleihen keine Sicherheits-Selbstgänger sind, haben die Chinesen bereits beim Kauf von US-Staatsanleihen feststellen müssen, wo sie über "Dollar-Verwässerung" abgeledert wurden.
Antworten
permanent:

Sicher sind die Geldflutungen nicht

3
13.02.12 11:53

das heilige Rezept. Konsequentes gemeinsames Sparen auf allen Ebenen hätte aber eine größere Katastrophe zur Folge.
Fehler der Vergangenheit können eben nicht innerhalb kürzester Zeit beseitigt werden.  Dabei können wir in Deutschland aus einer sehr bequemen Position als Zaungast zuschauen. Ob das so bleibt muss sich zeigen.
Aus Respekt vor den Menschen, die zum großen Teil ohne eigene Schuld (insbesondere die Jugend der schwachen Länder), in einer schlechten wirtschaftlichen Situation stecken, sollte man seine Worte sehr wohl wählen.
Wieso bleibt uns nur Sarkasmus? Uns, in Deutschland, geht es doch gut. Einzig die Sorge, vor dem was kommen mag, kann uns Angst bereiten.

Permanent

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imagine:

Griechland und der nächste Aufzug..

11
13.02.12 12:26

Der USA Bären-Thread 12830036hartgeld.com/filesadmin/images/cartoons/...G-SHOWDOWN-NEU.jpg" style="max-width:560px" />

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Anti Lemming:

FDT ändert Kurs: Griechen haben Fallbeil verdient

2
13.02.12 12:34
www.ftd.de/finanzen/maerkte/...en-das-fallbeil-verdient/60167060.html

Zuvor hatte Chefvolkswirt Frìcke stets die grenzenlose Flutung gepriesen.
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Dreiklang:

Keynes Pro und Kontra

5
13.02.12 13:21
Keynes ist für die Analyse hervorragend. Es gibt nichts Besseres, da Keynes als Erster eine geschlossene Theorie zum Gleichgewicht von Realkapital und monetärem Kapital vorgelegt hat, die soweit vollständig ist, dass niemand (bisher) diese Theorie ersetzen konnte - Ergänzungen gab es natürlich.

Der Gegenspieler zu Keynes war historisch Hayek, der als "angebotsorientiert", "austeritätsorientiert" und "neoliberal" gilt. Jedenfalls berufen sich die "Neoliberalen" heute auf ihn. Der Beginn der Hayek-Welle ist wohl mit dem "Thatcherismus" zu verorten.

Hayek würde aber erstaunt darüber sein, wie sehr seine Theorie schließlich als Begründung ungehemmter monetärer Expansion herhalten musste. Heute würden sich Keynes und Hayek gegen die "Neoliberalen" verbünden.

Was weder Hayek noch Keynes auf der Rechnung hatten: Dass im internationalen Handel das kombinierte Angebot von billigem monetären und Real-Kapital ganze Volkswirtschaften aushebeln kann. Dabei muss das monetäre Kapital nicht einmal schulden-generiert sein: Die "Holländische Krankheit" ist dafür das (erste historische) Beispiel. Indem das billige RK den (heimischen) Markt flutet, wird das Marktgefüge automatisch Richtung Konsum verschoben.
Antworten
Malko07:

#93398: Geänderter Kurs?

2
13.02.12 13:30
Lachhaft! Es wird eine sanfte Pleite gefordert. Wie soll so etwas funktionieren und für wen soll es sanft werden? Sinnloses Geschreibsel, wie üblich in diesem Blättchen. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - Respekt vs. Sarkasmus

8
13.02.12 13:31
Permanent, ich möchte auf Deinen Hinweis hin anmerken, dass mein Sarkasmus nur am Rande den Menschen in den betroffenen Staaten (Griechenland) selbst gilt, er richtet sich hauptsächlich gegen die korrupten dortigen Regierungen, die sich - nachdem sie den Karren vorsätzlich und betrügerisch in den Dreck gefahren haben - nun auf Eurozonen-Kosten aushalten lassen wollen.

Der selbstherrliche Hickhack, mit dem sich die griechische Regierung zurzeit in Pose setzt, ist derart unter aller Sau, dass selbst die Bailout-freundliche FTD heute "das Fallbeil" rausgeholt hat ("Fallbeil" taucht wortwörtlich im FTD-Titel auf, siehe Link in meinem letzten Posting).

D.h. selbst den "politisch korrekten" Medien läuft mittlerweile die Galle über.

Ungeachtet dessen gilt die Einschränkung, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient. Nur in seltenen Fällen schwingen sich Dikatoren auf, die das Volk wider Willen auspressen und bevormunden. In GR ist die Regierung demokratisch gewählt und repräsentiert m. E. den "Volkswillen". Würde die jetzige Regierung zurücktreten, schwänge sich aus dem "Sumpf" bald eine neue auf, die der alten zum Verwechseln ähnlich ist.

Krank ist daher nicht nur der Kopf der griechischen Schlange, sondern auch das "Schwanzende".

Bei den Griechen ist die weit verbreitete Korruption eine Art Volks-Virus. Jeder Einzelne, der unmotiviert Pöstchen schiebt, die Steuer unterschlägt oder für die längst verstorbene Oma noch weiter Rente kassiert, macht sich "mitschuldig".

Mir liegt es fern, Länder und Ethnien auf Grund von Stammtisch-Vorurteilen zu diskriminieren. Ich glaube im Prinzip auch an "das Gute im Menschen". Bei den Griechen ist dieses Potenzial sicherlich grundsätzlich vorhanden, bedarf allerdings noch einiger "externer Förderung". Es ist nicht anmaßend, als Zahlmeister für den griechischen Schlendrian solche "Erziehungsmaßnahmen" einzufordern, und es ist auch nicht "Gaulleiter-Gehabe", wie die Griechen polemisch weismachen wollen. (Im Übrigen ist Sarkasmus eine adäquate Entgegnung auf Polemik...)

Es geht im Grunde darum, dass die Griechen ein Staatswesen hervorbringen, das sie auch vor sich selbst respektieren können. Das fängt, wie schon Kant erkannte, bei jedem Einzelnen an. "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

Das Häuflein korrupter Eurosozialhilfe-Erpresser an der Spitze der jetzigen Regierung verdient keineni Respekt - weder von den griechischen Bürgern noch von uns. Und unseren Unmut daran "darf" man mMn im Bärenthread auch mal mit sarkastischen Bermerkungen zum Ausdruck bringen. Die Jugend, die in dies Missstände (schuldlos) hineinwächst , ist sicherlich zu bedauern, aber das darf nicht in "General-Amnestie" ausarten.

Völkersolidarität ist prima, aber dazu bedarf es seitens der Völker einer immanenten Sozialethik, die die Griechen bislang bitter vermissen lassen. Sie würden umgekehrt den Deutschen sicherlich nicht helfen. Solidarität muss per Def. wechselseitig sein. Auch darf Leistung nicht bestraft werden.
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