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Der USA Bären-Thread


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daiphong:

CSU-Märchstunde zu den 70ern wieder mal?

 
11.02.12 12:55
zum "Ursprung" der Vertreibung aus dem Paradies? Aber den Enkeln kann man ja jeden unerträglichen Mist erzählen, wenn es nur plausibel wirkt ...
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Malko07:

#93352: Auch heute will

 
11.02.12 13:07
die SPD die Strukturprobleme Griechenlands mittels Konjunkturprogrammen "heilen". Dazu gelernt haben sie offensichtlich nicht viel. Und mit der wachsenden Zahl Pöstchen in Gemeindefirmen scheinen sie immer noch keine Probleme zu haben, Hauptsache es wächst irgendetwas ....
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Anti Lemming:

Jeder, der in GR Sparmaßnahmen durchsetzen will,

11
11.02.12 13:27
gilt dort als "Feind der Demokratie" (zu # 350).

Demokratie ist gemäß diesem Missverständnis das vom griechischen Volk "einstimmig beschlossene" Sonderrecht, auf Kosten produktiverer Eurozonen-Staaten ein nichtsnütziges Paria-Dasein zu fristen und durch bloßes Handaufhalten ("Kredite und noch mehr Kredite") von fremder Leute Arbeit zu leben.

Soll Schäuble, um dies zu finanzieren, nun - am hiesigen Parlament vorbei - sämtlichen Sozialhilfe-Erpresser von Athen bis Palermo unbefristete Abbuchungsermächtigungen einräumen, nur weil dortige Regierungen diesen bequemen Zustand "mehrheitlich" für aufrechterhaltenswert befunden haben?

Wie ist das denn mit unserem Demokratie-Verständnis vereinbar?

Es geht doch um die Zweckentfremdung bzw. das "Abgreifen" hier erarbeiteten Geldes, ohne dass dies bei UNS vom Volk mehrheitlich legitimiert worden wäre: Würde Merkel eine Volksabstimmung durchführen, ob deutsche Steuergelder nach Griechenland überwiesen werden sollen, um dortige Korruptions- und Missbrauchslöcher zu stopfen, würden sicherlich 95 % der Befragten mit NEIN stimmen.

Das Perverse ist, das Merkel (dies sehr wohl ahnend) vorsorglich gar nicht erst "fragt" und stattdessen hohle Phrasen von "Euro-Solidarität", "Sicherheit und Freiheit in Europa" usw. drischt, um mittels dieser Stimmungs-Opiate das Volk auch ohne Abstimmung "zu überzeugen". Ansonsten gilt das TINA-Prinzip: Es ist "alternativlos", dass der deutsche Steuerzahler via Griechenbailout Ackermann und Co. schadlos halten.

Das von Merkel dergestalt hinterlassene Deutungs-Vakuum wiederum gibt den Griechen Oberwasser, noch unverschämter auf ihre vermeintlich demokratischen Rechte zu pochen.
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Anti Lemming:

# 351 - deutsche Verschuldung unter Schmidt

3
11.02.12 13:53
Allein durch das ab 2008 erfolgte Ausbailen deutscher Banken, die sich mit US-Immobilien-Schrottpapieren (CDOs) vollgesogen hatten, stieg die deutsche Staatsverschuldung in weniger als einem Jahr von 65 auf 85 %.

D.h. zur Kompensation von Goldmans Betrügereien - die in USA übrigens nie ernsthaft geahndet wurden - musste Deutschland in wenigen Monaten so viel zusätzliche Schulden (20 % Plus) aufnehmen, wie zu Beginn von Schmidts Amtszeit insgesamt ausgestanden hatten.

Das Zockerbankentum ist daher keine Alternative für sozial-liberale-"Spendier"-Runden.

Fakt ist außerdem, dass in USA weder Demokraten noch Republikaner ernsthaft gegen weitere Neuverschuldung sind. Streit gibt es nur um die Verteilung dieser Gelder. Obama will sie in Päppelprogramme stecken (Transferzahlungen), die Reps wollen sie über Steuersenkungen den Unternehmen bzw. den Reichen zukommen lassen.

Hätte Schmidt die Schulden nicht für seine Sozialprogramme aufgenommen, hätte die CDU das Geld für Unternehmens-Subventionen verballert. Der Nutzen für die Gemeinschaft wäre dann vermutlich eher noch geringer gewesen. Und eine Rückzahlung der Gelder hätte sicherlich auch die CDU nie ernsthaft eingefordert.

Man kann sich die Polemik gegen Schmidt und Obama daher sparen, sie führt nicht weiter.
Antworten
Malko07:

#93355: Welche Sozialprogramme?

6
11.02.12 14:31
Die von ihm aufgelegten Konjunkturprogramme waren durchgehend Subventionen für Firmen! Ansonsten würde ich empfehlen den damaligen massiven Einstieg in die Staatsverschuldung am heutigen BIP zu relativieren, dann wir es noch weniger. Es war nun mal der Sündenfall und damit die Vertreibung aus dem Paradies. Dass es anschließend verschiedene Koalitionen noch bunter getrieben haben, entschuldigt nichts. So war auch die Aushebelung des Stabilitätspaktes durch Deutschland (diesmal Rot-Grün) und Frankreich die Freigabe für die Sause im Süden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sogar Italien seine Verschuldung massiv abgebaut gehabt.
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Dreiklang:

Ach...

4
11.02.12 14:31

vor Kurzem war noch Bremen schuld (das deutsche Griechenland...)

und jetzt Schmidt:

In den siebziger Jahren versuchte Helmut Schmidt, mit  Konjunkturprogrammen die Arbeitslosigkeit zu senken. Die Inflation wuchs  auf bis zu 8%, das Wachstum blieb stabil, aber die Arbeitslosigkeit  explodierte förmlich. Am Ende der sozialliberalen Koalition waren 1,8  Mio. Menschen arbeitslos.  Dafür war in der Dekade die  Staatsverschuldung von 20 auf 30% des Bruttosozialproduktes gestiegen.

Ende der 70er war in Dtl. die Arbeitslosigkeit wieder bei 3,4% angekommen - nach heutiger Definition war das Vollbeschäftigung. Die "Baby-Boomer" drängten auf den Arbeitsmarkt.

Und dann unter der CDU? Die Arbeitslosigkeit ging auf bis zu 8%. Dabei wurden großzügigste Programme gefahren, die Leute aus dem Produktionsprozess zu nehmen "Rente mit 55".

Und wie sah es mit der dt. Staatsverschuldung aus? 1990 war man bei 600 Mia angelangt, 1997 bei 1,6 Bill. Allein 1996 80 Mia Neuverschuldung. Alles unter "christlich-liberal".

Mit der II. Ölkrise (ab 1980)  wurde monetäres Kapital schließlich extrem teuer, als Volcker die Zinsen bis auf 20% hochzog, um die Inflation zu kappen. Das war auch das Ende der Regierung Schmidt. Die CDU aber, Schmidt Verschwendung vorwerfend, machte das Gegenteil ihrer Ankündigungen und verschuldete munter weiter , zugleich zogen  die Arbeitslosenzahlen seit 1982 erst richtig an. "Die SPD kann nicht mit Geld umgehen?" Da sind mir Schmidt und Schröder wesentlich lieber als Kohl und Merkel.

Die jetzige SPD-Troika lasse man mal beseite - bei Gabriel ist Hopfen und Malz verloren.

 

 

Antworten
Malko07:

Habe ich behauptet, dass

6
11.02.12 14:56
nur unter der SPD die Verschuldung grassierte. Sie hat den Einstieg bereitet und die anderen haben das zum Teil übertroffen. Und Kohl glaubte die Strukturprobleme in den neuen Bundesländer mit Geldverbrennen lösen zu können. Auch habe ich die jetzige Regierung schon mehrfach kritisiert, dass sie z.B. trotz einem sehr gut gelaufenem Jahr es nicht geschafft hat den Schuldenberg anzuknabbern.

Bezüglich dem Auskauf der Banken war leider in vielen Fällen der Steuerzahler zwanghaft dabei. Der Eigentümer haftet nun mal.  Das gilt sowohl für die IKB als auch für die Landesbanken. Trotzdem war und bin ich nicht mit der Art, wie es gelaufen ist einverstanden. Aber bitte schön, wer war das nunmal, der diese Geschäftspraktiken erst ermöglicht hat? Ich weiß, die Opposition hatte zugestimmt, aber die damalige Regierung war nicht gezwungen derartige "Deregulierungen" vorzulegen.

Seit den siebzigern ist die Politk diesbezüglich durchgehend verdorben, ob nun Schwarz, Rot, Grün oder Gelb. An dem Verhalten der jetzigen Regierung habe ich viel auszusetzen: Immer noch nicht ausreichende Bankenregulierung,  Strategie in der Eurokrise .... Und was forderte die SPD in dieser Krise? Schon alles vergessen? Es ist schon ein trauriges Ereignis, dass die brandenburgische Sumpfblüte momentan die höchste Anerkennung genießt. Wirft ein eindeutiges Licht auf die anderen ...
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Malko07:

Die Arbeitslosigkeit beginnt

5
11.02.12 15:10
in meinen Augen mit dem ersten Arbeitslosen. Ich halte nichts von den statistischen Tricks und von Neudefinitionen wann Arbeitslosigkeit herrscht. Man schaue sich die Quoten in den Sechziger an und sieht was auch sein kann. Ich gebe der damaligen Regierung Schmidt auch nicht die Schuld an der politisch herbeigeführten Ölkrise mit all ihren Kollateralschäden, ich gebe ihr die Schuld an sinnlosem Geldverbrennen. Auch Kohl ist nicht schuldig an dem was er vom Ostblock geerbt hat, genau so wenig wie die Einwohner der DDR. Aber er trägt genauso wie Schmidt die Verantwortung zu dem Teil der leichtsinnigen und nicht in diesem Maße notwendigen Überschuldung. Beide hatten von Wirtschaft keine Ahnung und unterlagen große Illusionen über das was staatlicherseits schnell machbar ist.

Dass unserer Guru jetzt auch noch Kritik an der Wirtschaftspolitik Obamas verbietet und das bei dem was er dauernd schreibt, finde ich schon beachtlich. Es muss ihn politisch tief getroffen haben ....
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Kicky:

Enter the Bull:Dow Jones Industrial 15000 in 2014

3
11.02.12 19:01
Leitartikel des Barrons
Even by conservative measures, the Dow Jones Industrials could top 15,000 in two years. Dow 17,000 is a 50-50 bet.

man muss doch auch mal Optimisten zu Worte kommen lassen,wo doch bald Wahlen anstehen in USA
....
The argument basically has two halves.

The first is that based on cycles going back to the 1800s, the market is due for an upswing.

The market history draws on 141 years of equity performance, from which a fairly straightforward cyclical pattern can be discerned: a strong tendency for periods of worse-than-average returns to be followed by periods of better-than-average, and vice versa. Since the past five years have been squarely in the worse-than-average category, better-than-average returns in the two-year period just begun are now likely.

The cycles, then, are based on simple arithmetic: two-year intervals following intervals of five years. Also, five-year intervals that are worse-than-than average are objectively defined as belonging to the lowest quartile of all five-year periods in the 141 years tracked. Two-thirds of the time, after a five-year period like the one we've just seen, the market rises fast enough to lift the Dow to 15,000 or higher from present levels over the following two years. The same pattern applies to Dow 17,000 or higher, except that happens just half the time.

And then also, these numbers are just not that outlandish, given that the Dow closed Friday just over 12,800:

WHILE DOW 15,000 AND 17,000 may sound like dramatic targets, from at least two perspectives -- earnings and inflation -- they are actually rather modest objectives.....

Read more: www.businessinsider.com/...000-and-beyond-2012-2#ixzz1m66GAAQh
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Kicky:

Titelbild des Barrons

7
11.02.12 19:03
LOL
Der USA Bären-Thread 484680
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Kicky:

und Kontra:The Stock Market Is Overvalued 33-44%

5
11.02.12 19:07
by Doug Short
www.businessinsider.com/...overvalued-33-and-44-percent-2012-2
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Kicky:

Wisconsin u.Missouri nehmen Mortgage Deal Funds

5
11.02.12 19:15
zum Schliessen von Budgetlücken und nicht für die von Zwangsversteigerung Betroffenen.Es wird befürchtet,dass andere Staaten folgen ,so wie bei dem Deal mit der Zigarettenindustrie von den 26 Milliarden  lediglich 1,8% zur Bekämpfung der Nikotinsucht eingesetzt wurden

www.huffingtonpost.com/2012/02/10/...1269560.html?ref=business

...If the news that some of the money from the foreclosure settlement won't end up in borrowers' hands is disappointing to some, it won't be the first time this week that the deal has let someone down.

While the settlement involves five of the country's largest banks -- Citigroup, JPMorgan Chase, Ally Financial, Wells Fargo and Bank of America -- and an amount of money that has been called one of the largest mortgage settlements in history, many borrowers stand to realize practical benefits that are marginal at best.

Some 1 million homeowners will receive material mortgage relief that may help them stave off a default, but another 775,000 borrowers who have lost their homes to foreclosure will receive payments of no more than $2,000.....
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Kicky:

wer nicht dafür stimmt kandidiert nächstes Mal nic

3
11.02.12 20:24
sieht so aus als ob die Stimmen trotz allem noch reichen könnten ,um das Sparpaket zu beschliessen im Kabinett.Samaras schwört seine Leute ein auf Parteidisziplin bzw bedroht sie

...Members of the conservative New Democracy party, which has a big lead in opinion polls before elections expected as early as April, are likely to back the deal solidly.

Samaras still warned his party, the second biggest in parliament, against stepping out of line. "This is obviously an issue of party discipline," he told New Democracy lawmakers in parliament, warning anyone who opposed the bailout "will not be a candidate in the next election"...
Despite the whiff of rebellion, analysts expect parliament to pass the package, which also includes a bond swap which will ease Greece's debt burden by cutting the value of private investors' bond holdings by 70 percent.

Some economists suggest that if Greece defaulted and left the eurozone, its new national currency would dive in value and allow the Greek economy to become internationally competitive.

But government spokesman Pantelis Kapsis dismissed this notion. "We'll have to reduce the deficit, regardless of whether we have the euro or not."

www.athensnews.gr/portal/8/53236

www.ekathimerini.com/4dcgi/...s_wsite1_32664_11/02/2012_427299
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Anti Lemming:

Wirkung der Konjunkturprogramme in den 1970ern

4
11.02.12 20:29
KEYNES Journal

Die Legende von den unwirksamen Konjunkturprogrammen in Deutschland


Immer wieder wird von den Gegnern keynesianischer Wirtschaftspolitik behauptet Konjunkturprogramme würden nicht funktionieren, sondern lediglich eine Geldentwertung herbeiführen und in eine wachsende Staatsverschuldung münden, welche die kommenden Generationen über Gebühr belasten und den Handlungsspielraum der zukünftigen Politik stark einschränken werde.

In Deutschland wird in der wirtschaftspolitischen Diskussion von konservativer Seite als abschreckendes Beispiel die angeblich misslungenen Konjunkturprogramme der SPD/FDP Regierungskoalition in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts genannt. Die damalige Bundesregierung sah sich infolge der Ölkrise mit einer tiefen Wirtschaftskrise und wachsender Arbeitslosigkeit  konfrontiert...

www.keynesianismus.wordpress.com/2009/04/12/...rammen-in-deutschland/

FAZIT:
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 484702
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wawidu:

Rente ab 72

5
11.02.12 21:30
www.welt.de/wirtschaft/article13863076/...ie-Rente-mit-72.html

James Vaupel, Direktor des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock, "einer der profiliertesten Experten weltweit", ist selbst übers deutsche Rentenalter hinaus und hat darum gekämpft, länger bleiben zu dürfen. (wawidu: Welchem zwangsläufigen Stress ist ein Forscher und gar ein Institutsdirektor wohl ausgesetzt?)

Aber werden alle bis in die 70er arbeiten können? Der Demograf bringt Trost: „Die gesunde Lebenserwartung steigt ebenso rasch an. Wenn Menschen zehn Jahre länger leben, werden sie zehn Jahre später krank“, sagt Vaupel.

Welch ein Schwachsinn! Hat dieser Herr Vaupel wohl eine Ahnung davon, wie die "gesunde Lebenserwartung" in Deutschland aussieht, welchen krank-machenden körperlichen und psychischen Belastungen eine Vielzahl von Arbeitnehmern ausgesetzt ist: Produktionsarbeiter im Drei-Schicht-Dienst, Bauarbeiter, Fliesenleger, Dachdecker, Straßenbauarbeiter, Beschäftigten bei der Müllabfuhr, Polizisten, insbesondere bei der Kripo, Beamte und Angestelle im Strafvollzugsdienst, Postler im Paket- und Briefdienst, Lehrer an öffentlichen Schulen und neuerdings Menschen, die von einer Zeitarbeitsstelle zur anderen geschickt werden - u.a.m.? Es kommt doch nicht von ungefähr, dass die Anzahl der Frührentner in den letzten Jahren erheblich gestiegen ist. Auch ich gehöre zu dieser Gruppe. Deren Lebensqualität und Lebenserwartung ist dank einer im Allgemeinen guten medizinischen Betreuung als recht ordentlich zu bezeichnen, doch das Gros ist halt aus medizinischer Sicht physisch oder psychosomatisch krank. Die meisten Probleme liegen im Bewegungsapparat, sind also orthopädischer Natur. Und mit solchen kann man sehr alt werden. Ein Großteil massiver muskulärer Probleme basiert übrigens auf chronischen psychosomatischen Verspannungen, die erst ab einem Alter von über 58 zunehmend in Erscheinung treten. Sobald die berufliche Belastung aufhört. bessern sich diese Probleme in der Regel.
Antworten
wawidu:

kicky # 93360

3
11.02.12 21:51
Bei solchen Covers, egal ob bei Barron´s oder FOCUS MONEY, schrillen bei mir die Alarmglocken!
Antworten
wawidu:

Ein "netter" Cartoon

 
11.02.12 22:03
- passend zum bevorstehenden "Valentins-Tag"

www.ritholtz.com/blog/2012/02/...r-spurious-correlation/print/
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daiphong:

US-Haushalt 2013 - und Obama-Wahlkampfprogramm?

3
12.02.12 00:37
Schock:  ab 1 Mill Einkommen plötzlich 30% Steuern - wofür, wieso?
tapfer:  "nur" noch 900 Mrd Defizit 2013 - geplant jedenfalls.
Kürzungen:  bei staatlichen Gesundheitsprogrammen und Militärausgaben
interessant: "Der Schwerpunkt unserer Wirtschaft muss sich von der Spekulation, dem Konsum und Geldleihen hin zu einem soliden Fundament aus Bildung, Innovation und Aufbau verschieben" - ,moralisch verbessert, aber doch sehr luftig

www.n-tv.de/politik/...ll-Geld-von-Reichen-article5472976.html
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Malko07:

#93365:

4
12.02.12 10:24
Es gibt Konservative, Liberale und Linke, die machen eine vernünftige Wirtschaftspolitik und es gibt das genau so umgekehrt. Wenn also jemand eine Bewertung in dem Sinne absetzt, es wäre konservativ oder links, bewegt er sich in primitiver Parteipropaganda. Derartige Bewertungen, genau so wie die Unterstellung einer politischen Richtung und das auch noch als Gütesiegel auszugeben, zeugt nicht von argumentativer Stärke.

Keynes wie er praktiziert wird und wurde hat nichts mit dem was Keynes gefordert hat zu tun. Darüber hinaus ist seine Theorie genau so wenig bewiesen wie viele anderen volkswirtschaftlichen Theorien. Volkswirtschaft ist ja auch keine Wissenschaft sondern primär ein Kampfmittel bei der ideologischen Auseinandersetzung und dabei geht es immer um die Gewinnung spezifischer Gruppenvorteile. Die reale Wirtschaft ist ein wichtiger Teil des realen Lebens und damit einfach zu komplex um sie in einfache Theorien zu pressen.

Auch die jetzige Regierung behauptet die momentane Gewinnung von Arbeitsplätzen gehe auf ihre Kappe. Das behaupten gegebenenfalls auch die Vertreter von volkswirtschaftlichen Theorien. Ist allerdings absoluter Mumpitz. Sie haben offensichtlich nicht soviel falsch gemacht, dass die positive Entwicklung zu verhindern gewesen wäre. Wenn die Entwicklung allerdings negativ verläuft, war die Regierung angeblich nicht beteiligt oder die volkswirtschaftliche Theorie wurde nicht richtig angewandt.

Es ist nicht so, dass ich jetzt für einen schwachen Staat plädieren würde. Er hat dafür zu sorgen, dass die Bedingungen für eine funktionierende Marktwirtschaft erhalten bleiben oder endlich erreicht werden. Es reicht eben nicht gegen das Finanzsystem zu schimpfen oder den Politiker Vorwürfe zu machen, dass sie wieder Banken gerettet haben. Das Finanzsystem muss eben so reguliert und organisiert sein, dass man eine Bankenpleite zu lassen kann. Auch hat der Staat ein soziales Auffangnetz für die Risiken zu bieten die der einzelne nicht selbst leisten kann. Und in Kriesenzeiten wird ein derartiges Netz stärker gefordert und dazu braucht der Staat denn Reserven.

Sowohl die keynesianisch-neoklassischen Synthese, vorherrschend seit Mitte der 60-ziger bis zu ihrer Ablösung Angang der 80-ziger durch den  Monetarismus, haben uns die heutigen Probleme beschafft. Die ersten glaubten mit Staatsverschuldung ein derartiges Wachstum erzeugen zu können, dass darüber die Schulden verschwinden würden. Die Zweiten glaubten mit reiner Angebotspolitik und monetärer Steuerung uns ewiges Wachstum zu bringen.

Als einfaches Beispiel des Irrsinns derartiger Politik stelle ich 2 Eingriffe in die damalige Wirtschaft vor. Jeder mag selbst beurteilen:

- Mitte der 60-ziger begann die Arbeitslosigkeit trotz heißlaufender Wirtschaft an zu steigen. Man begann dann 1967 mit der Subventionierung der Bauwirtschaft um damit die Abwanderung von Industrie nach Japan zu bekämpfen (lustig). 1969 hinterlegt man zwecks Dämpfung Steuereinnahmen bei der Bundesbank. 1970 führte man zwecks weiterer Dämpfung einen rückzahlbarer Konjunkturzuschlag auf Lohn-, Einkommen- und Körperschaftsteuer ein. Also rein in die Kartoffel, dann wieder raus aus den Kartoffeln, so als ob die Wirtschaft so schnell reagieren könnte. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosigkeit und die Staatsverschuldung weiter an.

- Im Juni 1972 zahlte man dann den Konjunkturzuschlag zurück und kurze Zeit später, Februar 1973, eine Stabilitätsabgabe in Höhe von 10 % der Einkommen- und Körperschaftsschuld zwecks Förderung der Wirtschaft einzuführen. Dieser Unsinn dauerte dann bis Dezember 1973. Und der Unsinn setzte sich laufend fort.

Ich habe hier nur einen geringen Ausschnitt des Versuches des Staates eine Feinsteuerung (Planwirtschaft) zu praktizieren. In Wirklichkeit waren die Hektik und der sich widersprechenden Maßnahmen des Staates noch verrückter und intensiver wie hier beschrieben. Interessierten steht dazu ein Menge Material zur Verfügung.

Besser in Erinnerung sollten den Lesern hier noch der Unsinn des Monetarismus und der Angebotspolitik bekannt sein. Damit wurden die Ungleichgewichte, sowohl in den einzelnen Gesellschaften und zwischen den Nationen so stark vergrößert, dass uns momentan die Ideen für die Korrektur ausgehen. MMn sind beide Theorien massiv in der Praxis gescheitert, auch wenn ihre politischen Vertreter ihnen immer noch nachhängen. In unseren beiden großen Parteien sind beide Richtungen immer noch stark vertreten. Dabei hilft mMn nur die menschliche Vernunft, abseits aller Ideologien und Theorien, weiter. Schritt für Schritt, aber konsequent, müssen wir die Fehler der vergangenen Jahrzehnte die kommen Jahrzehnte korrigieren.
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Malko07:

#93369:

4
12.02.12 10:37
Ob Obama den Reichen wirklich an den Geldbeutel will, wage ich zu bezweifeln. Nach der letzten Wahl war er überraschend stark in beiden Häusern und er hätte vieler seiner Versprechen bezüglich der Finanzindustrie umsetzen können. Er hatte allerdings die Geduld so lange zu warten bis er seine Mehrheit verloren hatte um dann als Bettvorleger bei den Banken zu landen. Er hat große Chancen, Angesichts des traurigen Haufens bei den Republikaner, wiedergewählt zu werden. Er weiß allerdings, dass er die Mehrheit im Kongress nicht erreichen wird. Dann kann man sich ruhig wieder als Anwalt der kleinen Leute geben - man kann es eh nicht durchsetzen. Es ist so wie momentan bei der SPD. Sie muss sich sputen um Schwarz-Grün zu verhindern und will die Kanzlerin nicht angreifen. Auch sie wollen nur primär an die Töpfe und es sich nicht verscherzen.
Antworten
Dreiklang:

Überauslastung der Volkswirtschaft

4
12.02.12 11:07

- Mitte der 60-ziger begann die Arbeitslosigkeit trotz heißlaufender Wirtschaft an zu steigen.(Malko)

Tatsächlich?

Die Arbeitslosigkeit war Mitte der 60er auf einem absoluten Minimum angelangt. Bei dem  zugleich sehr hohen Potenzialwachstum war die Inflation hoch: 1965, 1966 je 3,3%. Das Potenzialwachstum lag aber über der Inflationsrate.  Die Handelsbilanz war in etwa ausgeglichen. Tendenziell gab es zu dieser Zeit (zum ersten Mal) etwas "Überkonsum" in D. Insofern  erscheinen  Versuche der Gegensteuerung logisch. Rückblickend, aus heutiger Sicht, hätte man die Zinsen erhöhen sollen - das lag aber außerhalb der Entscheidungskompetenz der Bundesregierung.

Die Probleme der damaligen Zeit müssen uns heute als Luxusprobleme erscheinen.

 

Antworten
Malko07:

Wenn es beginnt,

3
12.02.12 11:35
ist es nicht auf dem Höhepunkt, aber die Wende. Dass damals der Tiefpunkt verlassen wurde konnte man allerdings erst später erkennen. 65 war sie noch praktisch nicht vorhanden und 1967 betrug sie schon 2,1%, was aus damaliger Sicht eine Katastrophe war. Auch spielte der Lebensstandard, verglichen mit heute, in der Kreisliga  und damit war man in der Familie nicht so einfach in der Lage derartige "Katastrophen" abzufangen.

Ja heute haben unsere Probleme eine ganz andere Dimension erreicht. Sie entstanden aber nicht plötzlich sondern haben eine sehr lange Vorgeschichte. Und wenn man die gemachten Fehler nicht laufend wiederholen oder verstärken will, sollte man die Geschichte schon verstehen, auch wenn dann plötzlich manche Theorie als gescheitert erscheint.
Antworten
Malko07:

Ich weiß nicht, ob

4
12.02.12 11:54
ich den Irrsinn nicht richtig herausgearbeitet habe:

- Die erste Sonderabgabe auf Einkommen war zwecks Dämpfung der Wirtschaft.

- Die zweite Sonderabgabe auf Einkommen war zwecks Förderung der Wirtschaft.


Hauptsache Sonderabgabe!
Antworten
Anti Lemming:

Das große Bild seit 1945

15
12.02.12 15:11
Die (west-)deutsche Wirtschaft erholte sich von 1945 bis ca. 1965 im Zuge des "Wirtschaftswunders".

Voraussetzung dafür war:

1. 1945 lag Deutschland nach dem verlorenen 2. Weltkrieg größtenteils in Schutt und Asche. Außerdem wurde die Reichsmark wertlos (mithin auch Schulden in Reichsmark).

Jeder "Normalo" erhielt 1948 den Betrag von 40 DM für einen Neuanfang. Doch für "das Kapital" gab es in Westdeutschland eine solche "Stunde Null" nicht, da die alten Besitzverhältnisse (Sachwerte) unangetastet blieben.

D.h. wer schon traditionell reich war oder beizeiten mit Reichsmark Sachwerte wie Fabriken oder Villen aufgekauft hatte, blieb von der kompletten Geldentwertung verschont. Blohm+Voss-Bosse, die Kriegsschiffe gebaut hatten (=  Staatsaufträge, die von Krediten finanziert wurde, die aus Hitlers Territiorialgewinnen zurückgezahlt werden sollten) durften ihre Villen in der vornehmen Hamburger Elbchaussee behalten, obwohl sie ihr Geld teils mit verbrecherischen "Vernichtung durch Arbeit"-Programmen erworben hatten, bei denen KZ-Insassen ohne Lohn und fast ohne Nahrung arbeiten mussten, bis sich buchstäblich tot vom Gerüst fielen. Außerdem gingen Villen und Fabriken von Juden, die willkürlich nach Ausschwitz deportiert wurden, per NS-Recht in Staatsbesitz. Vom Staat konnten sie gut Vernetzte (Industrielle, NS-Schergen) dann lächerlich billig aufkaufen. Auch diese Kaufverträge wurden nach 1945 nicht angefochten, weil sie "nach damals geltendem Recht" erfolgten. Dabei half, dass auch die gesamte NS-Gerichtsbarkeit nach 1945 - geläutert als "Demokraten" - in Personalunion weiter machen durfte. Aber ich schweife aus....

2. Die Amis wollten in Westdeutschland ein Exempel statuieren, dass der Kapitalismus dem Sozialismus im Osten überlegen ist.  Dabei ging es auch um die Errichtung eines (militärischen) Bollwerks gegen den Osten ("Kalter Krieg"). Um dies anzuschieben, haben die Amis nach 1945 Riesensummen an Hilfsgeldern (Marshall-Plan) nach Westdeutschland transferiert. Das viele Geld fiel auf eine buchstäblich ausgebomte Infrastruktur. Der nachfolgende Wiederaufbau-Boom - jeder brauchte eine neue Wohnung, Waschmaschine, Auto - war daher buchstäblich ein Selbstgänger.

In Ostdeutschland hingegen gab es tatsächlich eine "Stunde Null", weil dort auch das Kapital enteignet wurde. Niemand konnte alte Besitztümer in den neuen Staat retten. Es gab allerdings - anders als beim westdeutschen Marshall-Plan - kaum Hilfsgelder aus Moskau. Im Gegenteil montierten die Russen in Ostdeutschland Industrieanlagen ab und bauten sie in Russland wieder auf. Mit-Grund war Hitlers Politik der "verbrannten Erde", bei der in einigen russischen Städten buchstäblich Nichts mehr stehen blieb, teils wurden sämtliche Einwohner vom deutschen Militär erschossen und in Massengräbern bestattet (siehe Ausstellung "Verbrechen der deutschen Wehrmacht" von Jan Philip Reetsma). Hinzu kam in Ostdeutschland eine wenig innovationsfreudige Funktionärs-Kaste, die an Altbewährtem (Braunkohle usw.) festhielt und deren planwirtschaftliche "Langsamkeit" nicht mit der innovativen, von US-Geld befeuerten Schnelligkeit des Westens konkurrieren konnte.

Im Gegensatz zur Sowjetunion, wo allein über 50 Millionen Zivilisten im 2. Weltkrieg starben (u. a. durch die obigen Wehrmachts-Exekutionen), blieb USA weitgehend von Kriegsschäden verschont. Nur in Pearl Habor gab es durch den japanischen Bomber-Angriff schwere Schäden, die allerdings lediglich die Pazifikflotte und dortige Militärs trafen. Als USA danach in den 2. Weltkrieg eintrat, erlebte die US-Wirtschaft durch die Aufrüstung, die auch damals mit massiver Neuschuldenaufnahme finanziert wurde, einen regelrechten Boom - der mit dazu beitrug, die Wehen der Großen Depression zu verlassen (der DOW JONES überstieg kurz nach Kriegsende erstmals wieder die Höchststände aus dem Crash-Jahr 1929).

Kein Wunder, dass die von Kollateralschäden verschonten Amis (im Gegensatz zu den Sowjets) in der Lage waren, massenhaft Hilfsgelder zu "spendieren" - mit denen freilich vor allem außenpolitische Ziele umgesetzt werden sollten. Die für den Krieg aufgenomme massive Neuverschuldung (bis 120 % Schulden/BIP-Quote) konnten die Amis nach 1945 sukzessive wieder abbauen, weil USA der "industrielle Nabel der Welt" blieb, während in Europa zerbombte Kleinstaaterei mit zig Währungen auf jeweils eher kleinen Binnenmärkten vor sich hin laborierte (in dem Kontext ist auch Kohls "Euro-Traum" zu sehen...) und Osteuropa an den Spätfolgen der Infrastrukturzerstörung durch Hitler litt.

-----

Nach diesem zugegeben länglichen Vorspann komme ich zum eigentlichen Punkt meiner Argumentation:

Es war nach 1945 absehbar, dass der vom Marshall-Plan getriebene Wiederaufbau-Boom nicht ewig halten kann. Er flachte in den 20 Wirtschaftswunderjahren bis 1965 langsam ab - und ging in den 1970ern, als das teure Öl zu bremsen begann, in Stagflation über.

Es ist müßig, wenn nicht gar kurzsichtig, diesen Gang der Geschichte und deren ökonomische Folgen (= Neuschuldenaufnahme nach 1965 zur Stimulation) auf die Verdienste oder Unterlassungen irgendwelcher gerade an der Regierung befindlicher Parteien zu reduzieren, wie Malko es tendenziell getan hat (und es auch andere Konservative gern tun - Tenor: "Ab Schmidt ging es bergab...").

Denn: Wer auch immer nach 1965 an der Regierung war, sah sich mit einem abebbendem Wiederaufbau-Boom konfrontiert. Organisches Wachstum war nun kein Selbstgänger (führte auch zur Verklärung von Adenauer/Ehrhard) mehr, und auch das teure Öl half wenig. In einer solchen Situation war es für Politiker - egal welcher Couleur - das Naheliegendste (weil Bequemste), den darbenden Laden von nun an durch Neuverschuldung am Brummen zu halten.

Heute ist die Situation gänzlich anders als in den 1970ern, als es in USA und Europa noch Potenzialwachstum gab. Heute haben wir eine globalisierte Weltwirtschaft mit schwindenen Ressourcen, bei der die Neuverschuldungs-Strategie weltweit - von New York bis Tokio - bereits bis zum Anschlag ausgereizt worden ist.

Wir nähern uns daher langsam aber sicher der Erkenntnis, dass die Illusion ewigen Wachstums, die ein Grund-Dogma des Kapitalismus ist (weil sonst die Produktivitätsgewinne in Massenarbeitslosigkeit enden), inzwischen nur noch mit roher zentralbanklicher "Gewalt" - QE und europäische PIIGS-Anleihenaufkäufe - über die Runden gerettet werden kann.

Ich bezweifle, wie ich schon oft geschrieben habe, dass "Inflationierung" die Lösung der strukturellen Grundprobleme bringen wird, die dem Kapitalismus innewohnen. Selbst unter herkömmlicher ökonomischer Betrachtung ist es evident, dass ein 100 % Wachstum, das mit Geldwerthalbierung erkauft wurde, unterm Strich eine Null-Nummer ist. Genau das sehen wir aber seit 1982, als die Ära der "Inflationierung" (als zunehmender Ersatz für organisches Wachstum) begann.

Der Knackpunkt dabei bleibt die drohende Verelendung durch Massenarbeitslosigkeit. Wenn einerseits die Wirtschaft nicht mehr organisch wächst, andererseits die technologisch bedingten  Produktivitätsfortschritte weiterlaufen (und mangels echtem Wachstum zu Massenentlassungen führen, um die Gewinne über die Runden zu retten - wie in USA seit 2009), hilft nur noch der Mummenschanz Neuverschuldung (samt Stimulationen) um den Status Quo noch eine Weile SCHEINBAR aufrecht zu erhalten.

Und diesem Mummenschanz sitzen - wie schon in den 1970ern - ALLE Politiker auf, egal welcher Partei sie angehören. Unterschiedlich ist nur die Verwendung der Mittel. Die "Linken" wollen Arbeitsmarktförderung, die "Rechten" vermeintlich stimulierende Steuererleichterungen und Subventionsgeschenke.

Ich muss daher nicht betonen, dass sich die politische Diskussion (über die Notwendigkeit und Verwendung der Neuverschuldung) auf einer im Grunde irrelevanten Sub-Ebene bewegt. Denn dabei wird ausgeklammert, dass sich das kapitalische System per se überlebt hat und an seine Grenzen gestoßen ist. Es bietet keine echten Lösungen mehr für die Mehrheit der Menschen (denen zunehmend die sozialen Lebensgrundlagen entzogen werden), sondern führt nur noch zu einer - politisch mit Pseudo-Gründen gerechtfertigten - Umverteilung von unten nach oben, die die Krisenfolgen für die oberen 1 % erträglicher machen.
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Kicky:

Warren Buffett:unsichere Anlage ist die sicherste

4
12.02.12 18:34
Warum Aktien Gold und Anleihen schlagen

finance.fortune.cnn.com/2012/02/09/...hire-shareholder-letter/

....Investments that are denominated in a given currency include money-market funds, bonds, mortgages, bank deposits, and other instruments. Most of these currency-based investments are thought of as "safe." In truth they are among the most dangerous of assets. Their beta may be zero, but their risk is huge.

Over the past century these instruments have destroyed the purchasing power of investors in many countries, even as these holders continued to receive timely payments of interest and principal. This ugly result, moreover, will forever recur. Governments determine the ultimate value of money, and systemic forces will sometimes cause them to gravitate to policies that produce inflation. From time to time such policies spin out of control.

Even in the U.S., where the wish for a stable currency is strong, the dollar has fallen a staggering 86% in value since 1965, when I took over management of Berkshire. It takes no less than $7 today to buy what $1 did at that time. Consequently, a tax-free institution would have needed 4.3% interest annually from bond investments over that period to simply maintain its purchasing power. Its managers would have been kidding themselves if they thought of any portion of that interest as "income."

For taxpaying investors like you and me, the picture has been far worse. ....

High interest rates, of course, can compensate purchasers for the inflation risk they face with currency-based investments -- and indeed, rates in the early 1980s did that job nicely. Current rates, however, do not come close to offsetting the purchasing-power risk that investors assume. Right now bonds should come with a warning label.

...The second major category of investments involves assets that will never produce anything, but that are purchased in the buyer's hope that someone else -- who also knows that the assets will be forever unproductive -- will pay more for them in the future. Tulips, of all things, briefly became a favorite of such buyers in the 17th century.Owners are not inspired by what the asset itself can produce -- it will remain lifeless forever -- but rather by the belief that others will desire it even more avidly in the future.

The major asset in this category is gold, currently a huge favorite of investors who fear almost all other assets, especially paper money (of whose value, as noted, they are right to be fearful). Gold, however, has two significant shortcomings, being neither of much use nor procreative. True, gold has some industrial and decorative utility, but the demand for these purposes is both limited and incapable of soaking up new production. Meanwhile, if you own one ounce of gold for an eternity, you will still own one ounce at its end.

What motivates most gold purchasers is their belief that the ranks of the fearful will grow. During the past decade that belief has proved correct.....
But bubbles blown large enough inevitably pop. And then the old proverb is confirmed once again: "What the wise man does in the beginning, the fool does in the end."........
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