Bei den 363 Milliarden Dollar handle es sich den Angaben zufolge um die Summe, mit der im schlimmsten Fall zu rechnen sei. Sollte die Erholung der Wirtschaft auf kurze Sicht «stark» ausfallen, könne der Gesamt-Bedarf möglicherweise auch nur bei 221 Milliarden Dollar liegen.

Bislang haben die beiden Dienstleister seit dem Jahr 2008, als sie unter staatliche Aufsicht gestellt worden sind, schon 148 Milliarden Dollar erhalten. Für ihre Untersuchung nutze die FHFA eine Modellrechnung nach dem Vorbild der Stress-Tests, denen sich die großen Banken des Landes im vergangenen Jahr unterziehen mussten.

«Diese Prognosen dienen dazu, Politikern und der Öffentlichkeit einen Eindruck zu verschaffen, wie die Stützung von Fannie Mae und Freddie Mac durch die Steuerzahler am Ende aussehen könnte», sagte FHFA-Direktor Edward J. DeMarco.

Die US-Aufsichtsbehörden hatten 2008 die Kontrolle bei den beiden Hypotheken-Unternehmen übernommen, nachdem sie durch die Krise am Immobilienmarkt an den Rand des Zusammenbruchs geraten waren. Einige Beobachter sehen die Kosten für die Steuerzahler allerdings deutlich über dem, was jetzt von der FHFA ermittelt wurde. Sean Egan von Egan-Jones Ratings in Haverford stellte gar die Summe von einer Billion Dollar in den Raum.

(Bloomberg)